-
Zitat
Original geschrieben von Timba69
handyman:
Nur aus Neugierde? Hast du Einblick in die Arbeitsweise der französischen Staatsanwaltschaft und in deren Ermittlungsakten?
Ich kann das definitiv beides für mich ausschliessen.
Ich kenne ihren unmittelbaren (Tat-)Verdacht und die Reaktion vom Vorstand von der Lufthansa (oder besser gesagt ihrer ausführliche Pressekonferenz) und zudem die Aussage der Düsseldorfer StA und deren unmittelbarer Hausdurchsuchung.
Für eine Hausdurchsuchung muss ein hinreichender Tatverdacht vorliegen;anscheinend hat das die Staatsanwaltschaft Düsseldorf bejaht
Der Stimmenrecorder ist ausgewertet und die Daten des Flugschreibers sind weitgehend bekannt,auch wenn dieser noch geborgen ist.(Die Flugsicherung hatte nach dem "Auffälligwerden" alles aufgezeichnet).
P.S:
Aber gut,dass du die Ermittlungsarbeit der französischen Kollegen anzweifelst;die deutschen Behörden tuen dies anscheinend zu Recht nicht. 
-
Einige haben es hier wohl bis dato nicht verstanden,dass die Staatsanwaltschaft Marseille keine Thesen oder Spekulationen veröffentlicht hat,denn das macht keine StA.
Aufgrund der Faktenlage der Auswertung des Stimmenrekorders wurden die letzten Minuten rekonstruiert und es hat sich ein kaum widerlegbarer Verdacht ergeben.
Der weitere Flugschreiber wurde noch nicht gefunden und genießt aber momentan auch nicht die Priorität,weil die dort gespeicherten Daten aufgrund der Aufzeichnungen der Flugsicherung weitestgehend bekannt sind.
Wird kein Abschiedsbrief des Copiloten gefunden werden können,bleibt es wohl nur bei der höchstwahrscheinlichen Absturzursache.
(Ein Link zu ähnlichen Fällen hatte ich schon auf der Vorseite gepostet und deren Ermittlungsausgang).
Auf den offiziellen Untersuchungsbericht können wir uns noch wochenlang gedulden.
-
Leider ist diese Art eines Absturzes kein Novum,sondern schon (leider) mehrmals nach diesem Muster verlaufen:
http://www.nzz.ch/panorama/ung…unter-verdacht-1.18510734
Vor dem Jahr 2001 waren die Türen des Cockpits noch nicht gepanzert und der jeweilige Pilot hat dann meistens einen heftigen Sturzflug eingeleitet und/oder die Triebwerke abgestellt,damit wirklich niemand mehr das Flugzeug retten kann.
Ziemlich traurig! 
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
Woher weißt du, dass er dies tat? :confused:
Ich sage doch,dass er es vermutlich nicht darf und auch nicht getan hat.
Erst eben nach dem Erreichen der Flughöhe hat er den Copiloten alleine gelassen und plötzlich ging alles ziemlich schnell.
(So hatte ich es aus der Konferenz rausgehört).
Zudem:
Man überlegt sich "spontan" ein Flugzeug zu crashen,dazu den Captain auszusperren und 8 Minuten mit full-speed auf die Erde zurasen?
Ich weiß jetzt nicht welche Annahme ("perfider Plan" oder "Spontancrash") verwerflicher ist.
-
Fakt ist aber,dass der Sinkflut unmittelbar nach dem Erreichen der Flughöhe eingeleitet worden ist.
Darf ein Pilot (Copilot/Captain) noch im Steigflug das Cockpit verlassen?
Weiß ich nicht,kann ich aber nicht glauben.
Letztendlich ging dann alles ziemlich schnell und derjenige hat nuneinmal direkt nach verlassen des Captains die verheerenden Maßnahmen eingeleitet.
-
Was für eine Störung hätte denn noch vorliegen können(je nachdem,wie man es definiert)?
Sein perfider Plan sah wohl so aus,dass er eben mit dem Captain solange geflogen ist,bis dieser irgendwann das Cockpit verlassen musste und er die Kontrolle über das Flugzeug allein erlangen konnte.
Eine "Spontanentscheidung" ist doch eher unwahrscheinlich.
-
arne:
Gestern gab es dazu ein Thema bei Stern TV;das kannst du dir sicher in der Mediathek anschauen. 
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
Wer oder was ist schon "gesund"? Die Gründe für ein bestimmtes Handeln können vielfältig sein – eben auch krankhafte.
Zur Eignungsprüfung eines Piloten gehören übrigens auch diverse psychische Tests. Die lassen keine "Psychopathen" ins Cockpit.
Wenn man keinen anderen Ausweg,als den Suizid sieht,dann ist das sicher nie "gesund".
Willentlich andere 149 Menschen in die eigene Lebensbeendigung einzubinden erst recht nicht.
Diese Tests finden alle 6 Monate statt und auch Psychologen machen Fehler.
Nicht umsonst verlieren z.B Bundesbürger ihren Führerschein auf Lebenszeit,weil sich die Psychologen getäuscht haben und sie 3-mal volltrunken am Steuer erwischt worden sind.
-
Zitat
Original geschrieben von vodafrank
Wenn man zur Wesensberuhigung und Wiederfindung der persönlichen Mitte zur Einnahme von verschreibungspflichtigen Arzneimittel greifen muss, haben sind andere Möglichkeiten bereits gescheitert oder nie zur Anwendung gekommen.
Ihr beiden habt natürlich den Vergleich und die Analogie dazu nicht verstanden.Das war ja klar! 
-
Der Mensch ist nuneinmal von Natur aus ein soziales Wesen,das den Kontakt zu seinen Artgenossen stets pflegt.
Neben den Beziehungen zu anderen Menschen gehören dazu auch vielfältige Interessen.
Keine Hobbys,kaum/keine Freunde klingt für mich seltsam.
Wenn sich die Vermutungen als wahr rausstellen sollten,dann hat nuneinmal dieser Mensch,aus welchen Gründen auch immer,eine schwere psychische Erkrankung gehabt.
Inwieweit das bekannt war bzw. seinen Arbeitskollegen aufgefallen ist,sei mal dahingestellt;