In Berlin ist es erst vorgestern wieder passiert. Also fast täglich
Und es ist auch schon eine Oberleitung verschmort, denn hoher Ladestrom im Stillstand: die Folgen waren unvorhersehbar...
Hast du dazu einen Artikel?
Wenn der Triebfahrzeugführer nicht in der Lage ist Signale zu beachten, muss er eben gekündigt werden.
Es ist im Bahnbetrieb absolut unverzeihlich wenn man Signale übersieht oder missachtet, das ist nicht wie beim PKW fahren wo man auch mal sagt, ach das 100er Schild hab ich ja ganz übersehen und es gibt ne Strafe wegen zu schnellem Fahren.
Im Zugbetrieb kann so was im schlimmsten Fall deinen Job kosten führt aber in der Regel zu Nachschulungen und einem negativen Vermerk.
Und das Oberleitungen beim Laden verschmoren halte ich eigentlich auch für unwahrscheinlich, moderne Lokomotiven ziehen beim Anfahren gerne mal über 700-900 Ampere, wenn das den Draht nicht zum schmelzen bringt, warum sollte das dann beim Laden passieren? Stadler gibt zb an das Ihre Züge mit etwa 200 kWh geladen werden das sind gerade mal 13-14 Ampere.
Also selbst wenn man den Zug mit 2000 kWh laden würde, ist es eigentlich ausgeschlossen das dort die Oberleitung schaden nimmt.
Da ich im Internet zu den Behauptungen nichts finden konnte habe ich einfach mal eine KI gefragt was die dazu meint.
Das ist falsch. Die Oberleitung in Deutschland ist dafür ausgelegt, dass schwere Güterzüge mit bis zu 9.000 kW anfahren
Ein Akku-Zug wie der Siemens Mireo Plus B lädt im Stand mit maximal 1,2 bis 2 MW. Das entspricht etwa 80 bis 133 Ampere.
Das ist für eine Oberleitung "Peanuts".
Die einzige Gefahr: Wenn ein Zug im Stand extrem viel Strom zieht, entsteht Punktwärme am Kontaktpunkt zwischen Schleifleiste und Draht. Aber auch hierfür gibt es Schutzschaltungen: Die Software des Zuges begrenzt den Ladestrom im Stand automatisch auf einen Wert, den der Fahrdraht locker aushält, ohne weich zu werden.
Das ist in modernen Zügen nahezu unmöglich.
Die Züge sind mit einer sogenannten Interlock-Schaltung (Verriegelung) ausgestattet. Das System funktioniert ähnlich wie bei deinem Auto, das piept, wenn du nicht angeschnallt bist – nur viel strenger:
Geofencing: Der Zug weiß per GPS und Streckenatlas genau, wo die Oberleitung endet.
Zwangsbremsung/Warnung: Wenn der Lokführer vergessen sollte, den Bügel zu senken, bekommt er erst eine akustische Warnung. Ignoriert er diese und nähert sich dem Ende der Oberleitung, leitet der Zug oft automatisch Maßnahmen ein oder schaltet den Antrieb ab.
Schutzstrecken: Am Ende einer Oberleitungsinsel gibt es meistens eine mechanische Vorrichtung (einen sogenannten "Auflaufschutz" oder ein isoliertes Stück), oder die Oberleitung wird einfach sicher nach oben weggeführt.
Was wirklich passiert (Die "Bügel-ab"-Signale)
Es gibt an der Strecke offizielle Signale (El 4 für "Bügel ab" ankündigen und El 5 für "Bügel ab"). Wenn ein Lokführer das wirklich ignoriert, reißt er sich den Stromabnehmer ab, sobald der Draht zu Ende ist. Das ist aber ein schwerer Betriebsunfall, der extrem selten vorkommt und sofort untersucht wird – "öfters passieren" tut das definitiv nicht.
