Beiträge von NoIdea

    WDR2 hate heute Morgen berichtet dass Altmeier schon einen Lockdown bis Ende Dezember eingeplant hat was in dem Fall zwar grundsätzlich richtig ist dass er sein Ressort darauf vorbereitet, aber für mich verfestigt es den Eindruck dass das eh von Anfang an der Plan war.

    Dazu gabs dann auch noch die fadenscheinige Begründung dass die Infektionszahlen immer noch steigen, was man beim Vergleich der täglichen Werte sicher immer mal wieder vorkommt, wegen der starken Schwankungen der Meldungen und dem Backlog der Testauswertungen ist das aber nichtssagend.

    Wenn man dagegen den 7 Tages Mittelwert nimmt zeigt sich seit dem 11. Oktober eine konstant fallende Tendenz im Vergleich zur jeweiligen Vorwoche (basierend auf Daten JHU).


    7 Tage Mittelwert
    1 2 3 4 5 6 7
    16011 16306 17727 16525 18380 18180 19651
    8 9 10 11 12 13 14
    20376 19950 21272 16276 17972 17007 18750
    ...

    Hier muss man mit exponentiellem Wachstum rechnen, damit haben hier offenbar einige Probleme. Wie schön, dass wir noch 28.000 freie Betten (von Pfleger*innen wollen wir hier mal gar nicht reden) haben. Wenn sich die Anzahl der Infizierten und Intensivpatienten alle paar Tage verdoppelt, wie lange reichen die dann noch? Grob gerechnet, sagen wir alle 7 Tage Verdopplung, also: 3000, nach einer Woche 6000, nach zwei Wochen 12.000 und nach drei Wochen 24.000. Und dann? Dann geht das Gejammer los, warum keiner was gemacht hat. Abgesehen davon ist so ein Aufenthalt auf der Intensivstation ja auch kein Spaziergang und eine Garantie, dass man da heile wieder raus kommt, gibt es auch nicht. Und auch viele, die nicht auf der Intensivstation landen, haben Langzeitfolgen. Über die redet hier auch keiner.

    Grüße

    Der Dingens

    Nein, es gibt keine 28000 freien Intensivbetten, sondern 28000 insgesamt von denen aktuell rund 6500 frei sind.
    https://interaktiv.morgenpost.…r-krankenhaus-auslastung/

    Das Problem ist, dass die Gesetze nur allgemein beschreiben und es so viele Möglichkeiten gibt, die das Gesetz nicht abbilden kann.

    ...

    Es sind keine Gesetze, sondern Verordnungen. Und diese Verordnungen regeln z.B. in der Gastronomie die notwendigen Vorkehrungen sehr genau.

    Man könnte das für Sportstätten genauso detailiert regeln, aber das wäre halt mühsame Kleinarbeit.

    Aber genau das muss man man meiner Meinung nach auch machen um nicht im Dauerlockdown bis nächsten Sommer zu bleiben.

    Ich habe auch noch so viel Vertrauen in unsere Gerichte dass die da den Stöpsel ziehen wenn die als Notmaßnahmen eingeführten Beschränkungen zur Dauereinrichtung werden.

    Von daher werden da auch Kanzlerkandidaten in Spe mal über ihren Schatten springen müssen und nicht nur über weitere Verbote nachdenken, sondern an realistischen und realisierbaren Konzepten für Gastronomie, Sport, Kultur und andere Freizeitgestaltung (es gibt ja nicht nur Sportvereine) für den Rest des Winters arbeiten.

    bild-58be1a-1605360133.jpg.htmlAlleine schon diese Grafik zeigt ziemlich unzweifelhaft, welche grundlose Panikmache von der Politik betrieben wird. Ja, die Fallzahlen auf der Intensivstation steigen völlig unumstritten, und das ist alles andere als gut. Hinter jeden Fall steckt auch ein Schicksal. Auch das darf man nicht vergessen. Trotzdem sind wir vom künstlich herbeigeredeten Kollaps des Gesundheitssystems weit weg.

    Was sagt das Bild denn aus wieviele freie Betten es gibt?

    Genau, gut erkannt, nämlich gar nichts, es sagt nur aus wieviel Kliniken schon voll ausgelastet sind.

    Aber auch da gibts Zahlen zu, aktuell gut 6500 https://interaktiv.morgenpost.…r-krankenhaus-auslastung/


    Das ist aber nur die halbe Wahrheit, die Krankehäuser haben durch Corona seit 6 Monaten Vollalarm, und das Personal läuft "auf dem Zahnfleisch", die haben zwar die Betten, müssen dann aber Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Krankheiten abweisen, zum Spass gehen aber auch die weniger akuten Fälle nicht ins Krankenhaus, sprich die müssen sich dann mit ggf. schmerzhaften oder sehr unangenehmen Beschwerden noch lange herumschlagen.


    Von Zuständen wie in anderen europäischen Ländern sind wir in der Tat noch weit entfernt, aber da sollte man es wirklich nicht drauf ankommen lassen, ein schwerer Corona Verlauf ist schon Scheiße genug wenn man nicht auf Gängen oder in einem Feldlazarett untergebracht ist.


    Von daher ist die Sorge der Politiker nicht ganz grundlos.

    Wenn ich mal die von J.Spahn genannten 6000 Betten für COVID als Grenze ansetze wären wir dort bei linerarer Extrapolation der aktuellen Zahlen Mitte Dezember, wenn man den Anstieg von vor 1 Woche wo der Lockdown beschlossen wurde linear extrapoliert wäre es schon Ende des Monats soweit gewesen, und zu dem Zeitpunkt war der Anstieg noch exponentiell wie ich weiter vorne in einem Post schonmal vorgerchnet hatte.

    Von daher kann ich der Argumention durchaus folgen dass der Lockdown eine akute Überlastung verhindern soll, aber leider scheint er eben zu einer Dauerlösung auszuarten wo ich dann nicht mehr dabei bin.

    Zur Veranschaulichung (ich notiere mir die Daten alle 2 Tage später am Nachmittag, daher weichen die ggf. etwas von denen von Hightower ab)

    679e34-1605361683.jpg

    Al, juristisch hast du absolut Recht, inhaltlich ist es ein Pyrrhus Sieg der Bayrischen Landesregierung.

    Bayern war schon im letzten Lockdown trotz bundesweit härtester Maßnahmen Spitzenreiter, und dieser juristische Winkelzug wird es diesmal auch nicht besser machen, man verliert sympathien in weiteren Teilen der Bevölkerung und verdrängt die Leute noch weiter in private Treffen.

    Unter den Rahmenbedungungen die den Klägern zugesprochen wurden (Personen aus 2 Haushalten dürfen trainieren) wären Fitnesstudios nicht zu Superspreading Einrichtungen geworden, aber es verspielt weitere Sympathien bei Leuten die den Corona Maßnahmen eh schon kritisch gegenüberstehen, mich eingeschlossen.

    Das ist nur ein fettes "ÄÄÄÄTsch, wir sitzen am längeren Hebel" für Söders Ego.

    Wenn die Polik mit ihren Verbotsorgien immer mehr Teile der Bevölkerung "verliert" kriegen wir französische Verhältnisse, da nützt es auch nichts wenn die verbleibende Hälfte noch lauter applaudiert.

    Daran kann man sehen wie gut es uns geht. Es dürfen sogar 20.000 Menschen in Leipzig demonstrieren. Restaurants werden geschlossen und die Besitzer werden vom Staat entschädigt. Firmen melden Kurzarbeit an und erhalten Geld vom Staat. Es gibt Länder, da hast du einfach Pech gehabt, wenn Du nicht mehr arbeitest oder arbeiten kannst. Wir haben so gar Zeit hier Forum zu posten weil wir nicht zusehen müssen, wie wir denn das Essen für morgen organisieren müssen. Wir leben hier vergleichsweise in einem Paradis. Aber so viele Leute beschweren sich, weil sie mal (kurzfristig) nicht mit Freunden ins Restaurant oder die Sauna gehen können.

    Darüber beschwere ich mich auch gar nicht. Dass das nur "Kurzfristig" ist sehe ich allerdings nicht mehr.

    Die Maßnahmen zeigen keine ausreichende Wirkung, also müssen wir sie verlängern. Das ist so logisch wie: Der Hustensaft wirkt nicht, also muss ich ihn länger nehmen.

    Zitat

    Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung; jetzt!. Und wenn wir so weiter machen, die Infektionszahlen weiter und weiter steigen, wir einen Lockdown nach dem nächsten haben, geht unsere Wirtschaft den Bach runter und dann werden wir froh sein genug Essen und ein dichtes Dach über dem Kopf zu haben.


    Eben, und aus dem Grund ist es wichtig nachdem die Infektionszahlen wieder einigermaßen im Rahmen liegen so schnell wie möglich Treffen unter relativ sicheren Umgebungsbedingungen zu ermöglichen, sonst verlagert sich das in Privaträume ganz ohen Corona Schutzmaßnahmen und fliegt uns komplett um die Ohren.

    Zu glauben dass sich die Menschen über Monate isolieren werden ist absurd, da sind schon 4 Wochen ohne konkrete Aussicht auf ein Ende ist grenzwertig.

    Wie ein Lockdown bei den Infektionszahlen fast wirkungslos verpufft wenn die Menschen nicht mitmachen kann man in Frankreich sehen

    https://www.faz.net/aktuell/po…kungen-fest-17049974.html

    :?:


    Also ich weiß jetzt nicht, ob wir von der gleichen Sache reden oder wo du lebst.

    Wir sind vermutlich nur ein unterschiedlicher Typus Mensch.

    Ich darf mich nicht mit meinem Freundeskreis treffen. Wo ist da der grundlegende Unterschied zu Unterschied zu Hausarrest?

    Gut, ich darf wirtschaftskonform Arbeiten und Einkaufen gehen und mich irgendwo auf eine Parkbank setzen.

    Freiheit ist auch was anderes.

    Da du da ja so eine gute Quelle aufgetan hast kannst du dir ja mal anschauen wie der Einfluss des Alters auf die Sterblichkeitsrate ist.

    Da kommen wir dann bis zu gut 2 stelligen Prozentwerten.

    Man kann natürlich sagen dass die 80+ ja i.d.R. eh bald gestorben wären, aber wenn man selber Angehörige in dem Alter hat denkt man da vielleicht etwas anders drüber.

    ...

    Allerdings ist es es aus meiner Sicht nur selbstverständlich, dass bereits vor den Terminen auf unterschiedlichsten Ebenen Gespräche stattfinden MÜSSEN, um eine Entscheidung zu treffen. Da geht es um eine Abstimmung in den unterschiedlichen Ministerien, aber auch wird häufig schon vorab ein Positionspapier zusammen bearbeitet, an dem dann nur noch Details im Gespräch abgestimmt werden müssen. Weiterhin ist es normal, dass sich der Gesundheitsminster oder auch Mitarbeiter des RKI o.ä. unabhängig davon entsprechend ihrer Position äußern können. Als Zuhörer sollte man nur mitdenken, dass diese Aussage jeweils immer nur ein kleines Zahnrädchen im großen Ganzen ist.

    Natürlich muss man verschiedene Szenarien in Petto haben um dan auf verschiedene Ausgangslagen reagieren zu können, aber man sollte das solange als Diskussionspapier intern behalten.

    Zitat

    Am Montag kommen dann die 16 Ministerpräsidenten und die Kanzlerin zusammen. Da treffen 17 mehr oder weniger große Egos, aber auch völlig unterschiedliche Bedürfnisse in unterschiedlichen Situationen zusammen.

    Bei allen Egos ist ja im Moment der Aufhänger die Auslastung des Gesundheitssystems, da sollte man erwarten dass die eine ähnliche Interessenlage haben.

    Ansosnsten muss man sich eben vom zentralistischen Ansatz verabschieden.

    Zitat

    Keine Ahnung was du erwartest. Ein "Basta, so wird es die nächsten 6 Monate laufen" entspricht einfach nicht der politischen Wirklichkeit. Und das ist auch wirklich gut so.

    Genaugenommen sind das 2 Paar Schuhe. Das Eine sind kurzfristige Maßnahmen um das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen, da reden wir über einen Horizont von ca. 4 Wochen.

    Das Andere ist vollkommen unabhängig davon welche Infektionszahlen und Krankenhausbelegung vorliegen.

    Den Lockdockdown alls Dauerzustand wo die MPs sich alle 2 Wochen die Köpfe einschlagen ob sie lockern oder verschärfen wird komplett nach hinten losgehen wie der Daueralarm der den Sommer über gemacht wurde zu der Abstummpfug geführt hat was erheblich zum unkontrollierten Anstieg im Oktober beigetragen hat.

    Genauso führt ein Dauerlockdown zur Abstumpfung und wird irgendwann wirkungslos.