200-Einwohner-Ortsteil gibt Telekom keinen LTE-Standort
https://www.golem.de/news/funkloeche...06-142035.html
Das ist Demokratie.
Zitat
Die Telekom denke jetzt über einen 40-Meter-Mast auf dem Grundstück der eigenen Vermittlungsstelle nach, die aber leider etwas außerhalb liege. "Der ist natürlich viel teurer als der Dachstandort in der Ortsmitte. Geld, das an anderer Stelle fehlt, um eine Lücke zu schließen", erklärte Jodl.
****
https://www.golem.de/news/saechsisch...12-145566.html
****
https://www.golem.de/news/nemsdorf-g...06-148987.html
****
Ich finde es sollte eine grundelegende Diskussion darüber geben, wo allgemeine Daseinsvorsorge aufhört und Demokratie anfängt.
Alles anzeigen
Das ist regulierte Marktwirtschaft. Die Mobilfunkanbieter müssen ausbauen weil die Politik sie dazu verpflichtet hat.
Diese Politiker sind wiederum demokratisch gewählt was daher Demokratie ist.
Zitat
Wenn diese Fronten geklärt sind wird dort ausgebaut wo auch ein Wille der jeweiligen Bevölkerung erkennbar ist. Was nicht geht ist von der Politik in Berlin Ausbauziele so vorzuschreiben, dass
die Netzbetreiber auf Biegen und Brechen jeden Winkel meinen "geglücken" zu müssen. Das Beispiel Nemsdorf ist in diesem Zusammenhang wegen der "Bewerbung" für die Aktion der Telekom leider etwas unglücklich, weil sie einen Rückzieher gemacht haben.
Es gilt für mich aber schon mal zu klären, inwieweit nicht allein ein Mehrheitsbeschluss der ortsansässigen Bevölkerung (hier Gemeinderat) genügt, eine solche Installation zu untersagen.
Das ist Föderalismus. Die Bundesregierung gibt die Rahmenbedingungen vor, die Baugenehmigung erfolgt auf Kommunalebene.
Für ein Verbot muss der Bau allerdings gegen die kommunale Bauordnung verstoßen, sie können aber in jedem Fall als Eigentümer zumindest Standorte auf kommunalen Gebäuden verweigern.
Zitat
Die Telekom will einfach nur mit möglichst geringem Aufwand Versorgung erreichen. Ob so ein Mast jetzt Ästhetisch ist oder nicht - ist denen egal. Die haben mit so einer Antennenanlage ja nicht zu leben. Dann muss eben so ein Mast auch ausserhalb des Ortes gebaut werden, wenn ihn im Ort keiner will. Genausowenig wie es allgemein akzeptierte Studien zur Gefährlichkeit von Mobilunkanlagen gibt gibt es allgemein anerkannte Studien zur Ungefährlichkeit von solchen Anlagen.
Jetzt kommen wir zur Physik. Will die Telekom den Ort mit einem Standort außerhalb abdecken kann und muss sie die Sendeleistung im Rahmen der zulässigen Feldstärken erhöhen um im Ort zu einem zentralen Standort vergleichbare Empfangsverhältnisse zu bekommen.
Elektrosensiblen ist damit unterm Strich 0 geholfen, und ob ein Riesenmast außerhalb ästhetischer ist als Antennen an oder auf Gebäuden ist Geschmackssache.
Zitat
Solange man keine Hinweise auf die Asbestgefahr hatte hat man das auch unbedenklich verbaut. Insofern ist das kein Argument sich auf die gesetzlichen "Grenzwerte" berufen zu können.
****
Nach über 20 Jahren mit hunderten (vermutlich eher tausenden) Studien und einem großangelegten weltweiten Feldversuch "Mobilfunk" sind immernoch keine statistisch signigifkanten Anstiege von Erkrankungen die mit Mobilfunk in Verbindung gebracht werden können feststellbar, das deutet finde ich schon in die Richtung dass die gesetzlichen Grenzwerte nicht um Faktoren zu hoch angesetzt wurden.
Zitat
Ich finde die allgemein Daseinsvorsorge hat dem individuellen Recht auf körperliche Unversehrtheit zurückzustehen. Wer sich als gewerbetreibender über schlechten Mobilfunkempfang beschwert sollte seine Energie in die Verbesserung des kabelgebundenen Netzes investieren. So jedenfalls meine Meinung.
Das heißt nicht umsonst "Mobilfunk"
Zu Hause brauche ich keinen Mobilfunk. Aber da ich unterwegs Empfang haben möchte muss ich in Kauf nehmen dass auch bei mir zu Hause Mobilfunkempfang ist mit allen (bisher nicht nachweisbaren) Risiken und Nebenwirkungen.
Es kann auch ein Flugzeug auf dein Haus stürzen oder ein Tanklaster reinkrachen, das nennt man allgemeines Lebensrisiko.
Eh man Mobilfunk verbietet sollte man mit Alkoholischen Getränken und Zigaretten anfangen, die Schädlichkeit davon ist im Gegensatz zu Mobilfunk statistisch belegt.