Beiträge von NoIdea

    Oder bleiben wir beim Fall mit dem LKW Fahrer, der fälschlicherweise geblitzt wurde und seinen Führerschein verloren hat. Das, obwohl er vorschriftsmäßig gefahren ist.


    Sein Chef hat ihn gefeuert und nun stellt sich heraus, daß der Blitzer falsch eingestellt war .. Würdet ihr sowas als persönliches Pech verbuchen oder im nachhinein versuchen Schadensersatz zu fordern ?


    Nein, ich würde das einen schlechten Anwalt nennen.
    Wenns existenzbedrohend wird kann sich das auch bei nicht offensichtlich fehlerhaften Bußgeldbescheiden lohnen um einen Formfehler zu finden oder zumindest zu versuchen ein erhöhtes Bußgeld statt Fahrverbot rauszuhandeln.
    Wenn sich die fehlerhaften Bußgelder wie in diesem Fall über Monate hingezogen haben und die Gemeinde das Abstellen des Fehlers schuldhaft oder gar vorsätzlich verzögert hat ist ggf. auch Schadenersatz drin, wird aber vermutlich mühsam und mit ungewissem Ausgang.


    Wegen Steuerbescheid: Stimmt, da gabs wohl eine Änderung, Rechenfehler und Schreibfehler muss das Finanzamt seit 2017 auch nach der 4-Wochen Frist korrigieren, aber eine falsche Berechnungsbasis auch nicht.
    Bei Punkten und Fahrverbot gibts aber kein Zurück wenn man gezahlt hat.

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    edit: im Einhorntunnel wurde die Strafe wohl auch zurückbezahlt, genauso wie in Köln oder in Bielefeld


    Als ich den Beitrag gepostet habe war das die Originalmeldung dass sich die Stadt entschuldigt, aber Bußgelder nicht gedenkt zurückzuzahlen.
    Wie in dem von dir verlinkten Artikel geschrieben wären sie auch nicht dazu verpflichtet, das ist rechtlich wie beim Steuerbescheid.
    Wobei man ggf. Betrug vorwerfen könnte, spätestens mit dem ersten Einspruch und meinetwegen 1-2 Wochen Bearbeitungszeit hätten sie ihren Fehler bemerken müssen und nicht über Monate munter falsch weiterblitzen dürfen.

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    ... Wenn dann so 2.500€ geldwerter Vorteil verbleiben, mit so ca. 25% Durchschnittsteuersatz (der ist ja niedriger als der individuelle Grenzsteuersatz) duerfte das dann so 600€ im Jahr bzw. 50€ im Monat machen die es den Arbeitnehmer kostet.


    Wenn du ehrlich zu dir bist musst du aber den Grenzsteuersatz ansetzen da das wie ein Dienstwagen mit 1% Besteuerung oder auch eine Lohnerhöhung ist die oben auf das Grundgehalt drauf kommt, bei niedrigem Einkommen ist es ein Stück darunter weil ja nicht die für die vollen 2500Euro der Grenzsteruersatz anfällt, je höher das Gehalt desto näher am Grenzsteuersatz.

    Man könnte, auch wenn das unpopulär ist, ähnlich wie in Dänemark agieren. Da kostet die Anschaffung eines PKW zusätzlich eine Steuer in Höhe von 100-150% des Kaufpreises. Dann zusätzlich die Mineralölsteuer hochsetzen.


    Damit die ländlichen Regionen endgültig entvölkert werden und die Wohnungspreise in den Ballungsräumen komplett unbezahlbar werden.
    Die Leute pendeln letztlich nicht zum Spass, sondern weil es das kleinste Übel oder womöglich die einzige Möglichkeit ist.
    Man sollte erst bessere Alternativen schaffen bevor man anfängt anderen Leuten an der Existenz zu sägen.

    Zitat


    Ich lese hier immer wieder, dass der ÖPNV mit monatlich 70-100€ zu teuer wäre.
    Richtig ist, dass ein PKW monatlich mindestens 300€ kostet, und alleine der Parkplatz in der Großstadt oft schon monatlich 30-70€. Die monatlich 70-100€ Kosten der Monatskarte schafft man alternativ nur mit Fahrrad oder Roller (und viel Spaß bei Regen/Kälte/Schnee/Eis).


    Das Problem am ÖPNV ist dass man wenn man nicht in einer Metropole wohnt und arbeitet trotzdem nicht ohne Auto auskommt, die Mehrkosten pro gefahrenem Kilometer sind im Vergleich zu den Fixkosten moderat weshalb sich 100Euro für ÖPNV eben oft nicht rechnen, in meinem Fall wäre es übers Gesamtjahr mit Urlaub, Feiertagen und Geschäftsreisen mit dem Auto nicht nur erheblich bequemer, flexibler und schneller sondern auch billiger (gerechnet mit 10Cent/km Sprit, 5Cent/km zusätzlichem Verschleiß, 5Cent/km zusätlichem Wertverlust).

    Zitat


    Nach meiner Meinung ist der größte Nachteil des ÖPNV, dass er fast nie von Tür zu Tür transportiert, was zusätzliche Wartezeiten/Lauf-Zeiten bedingt, die oft mit Gepäck kaum machbar sind.


    Umso wichtiger wäre ein gute Vernetzung von PKW und S-Bahn. Mit PKW (meinetwegen auch elektrisch) zur S-Bahn, am Zielort sofern nötig könnten voll autonome Sammeltaxis dann den Weg Zur Arbeit übernehmen.
    Aber voll autonome Fahrzeuge ohne Fahrereingriffsmöglichkeit sehe ich in den nächsten 15-20 Jahren abseits abgeschlossener Strecken (die man schon heute mit Schienengebundenen Systemen realisieren könnte) nicht als realistisch an.
    Ich erwarte da eher wie bei der Luftfahrt schon länger einen mit jeder Fahrzeuggeneration immer weiter abnehmender Anteil an manuellem Steuerungsbedarf, aber für die Ereignisse die nicht mit 1 oder 0 definierbar sind wird es noch länger den Menschen hinterm Steuer brauchen.

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    Das Problem sehe ich eher ausserhalb der Städte. Wie ich oben geschriebne habe, unvollstaendiger 2h Takt, und dann Strecken von vielleicht ~3km von der eigenen Wohnung zum Abfahrtsbahnhof und dann nochmal ~3km vom Zielbahnhof zum eigentlichen Ziel - das tut sich niemand freiwillig an.


    Auch im Rhein Main Gebiet ist das nicht überall wirklich attraktiv.
    Bei mir sinds 2.5km zum S-Bahnhof, die S-Bahn braucht 10 Minuten, dann noch 5 Minuten zu Fuß bis zu Firma.
    Hört sich erstmal gut an.
    Aber: Bus mit Vorlauf und Sicherheitszuschlag (10-15 Minutentakt, Fahrpläne sind aber reine Makulatur) kostet allein gut 20 Minuten, alternativ 2.5km zu Fuß sind gut 15 Minuten zu laufen, mit dem Fahrrad inkl. Handfling 10 Minuten, aber da hat man dann mehrmals im Jahr nur noch ein halbes oder gleich Zwei da der Fahradständer am Bahnhof komplett unbewacht ist.
    Ob man das Fahrrad in der S-Bahn mitnehmen kann und darf ist Lotterie, und selbst wenn muss man es erstmal durch die Unterführung zum Bahnsteig die Treppen runter und wieder rauf schleppen, Aufzug gibts nicht.
    Auch bei der S-Bahn ist Pünktlichkeit Lotterie, anders als die Busse kommen die immerhin nicht zu früh und fallen nur selten komplett aus, dank 30 Minuten Takt sollte man aber besser keinen Zug verpassen.
    Für die 13km einfache Strecke die ich damit mit dem Auto spare kostet die Monatskarte rund 100 Euro da die Strecke 2 Tarifwaben umfasst, da spare ich dann nichtmal Geld mit und pro Tag dauert es rein von der Wegezeit über eine halbe Stunde mehr.


    Das kannst du grob überschlagen. Bei KFW70 darf der Heizbedarf 45kWh/qm pro Jahr betragen, mit 150 mulitpliziert macht das 6750kWh/Jahr
    Da musst du dann schauen wieviel Strom die verbaute Wärmepumpe dafür benötigt.
    Der Wert basiert allerdings auf Vergleichsgebäuden bei normaler Nutzung, kein Maximalwert.
    Wenn du alle Zimmer auf 24°C heizt kann der Energiebedarf erheblich höher ausfallen.


    Zitat


    Davon abgesehen (auch wenn das nichts direkt mit dem Thema zu tun hat) würden mich "real life" kosten für Wasser und Abwasser interessieren. Im Internet findet man auch nur grobe Beispiele und ich weiss nicht, ob man den Verbrauch in einer Wohnung mit einem Haus vergleichen kann, oder ob da bzgl. z.B. Abwasser andere Kosten auf einen zukommen. Falls das hier wichtig ist, hat das Grundstück eine Größe von 250m².


    Danke und viele Grüße
    Sebastian


    Wasserkosten können je nach Wohnort extrem unterschiedlich ausfallen, da musst du bei der Gemeinde bzw. der Stadtverwaltung anfragen, ggf. findest du zu deinem Wohnort auch was mit Google.
    Die Abrecnung geht nach Verbrauch, da ist es erstmal egal ob du ein Haus oder eine Wohnung hast.
    Wenn du ein Haus mit Garten hast und den Garten mit Leitungswasser bewässerst wird der Bedarf beim Haus natürlich höher ausfallen.
    Allerdings kannst du in dem Fall ggf. einen zusätzlich Zähler für die Gartenbewässerung beantragen damit du fürs Blumengießen nicht auch noch Abwassergebühr (die i.d.R eher höher ist als der Wasserpreis) bezahlen musst, sinnvoller ist allerdings eine Zisterne in der man Regenwasser sammelt.

    [USER="2108"]NoIdea[/USER] :
    Die Bayern könnten ihre Elektrofahrzeuge einfach über Nacht an der 16A-Steckdose aufladen, wenn die Leitung keine 3x16A hergibt.


    Dann bleibt immer noch das Problem CO2 bei der Energieerzeugung. Solarstrom fällt aus und Wind ist Nachts i.d.R. auch weniger, d.h. der Strom fürs E-Auto kommt dann überwiegend aus Kohle oder Kernenergie, das will so Recht auch niemand bis in alle Ewigkeit.
    Betreiber von fossilen Grundlastkraftwerken wirds freuen


    Größstädterdenke. Auf dem Land wo das Sammeltaxi wenn man es ruft erstmal eine halbe Stunde Anfahrt hat und wo du um 22Uhr mit 10 Minuten Umweg genau gar keinen weiteren Fahrgast bekommst fliegt das leider überhaupt nicht.
    Es gäbe jetzt schon theoretisch die Möglichkeit vor der Stadt vom Auto in die S-Bahn umzusteigen, aber mangels Parkplätzen und attraktiven Preisen macht es keiner.
    Wie so oft wären kleine Schritte oft schon besser als auf den vielleicht mal irgendwann kommenden großen Durchbruch zu warten.

    Zitat


    Es gäbe genug Möglichkeiten... Leider wird sich die deutsche Autoindustrie mit allen Mitteln dagegen wehren, die Umweltverpestung und das Zustellen der Straßen mit häßlichen Blechhhaufen zu beenden.


    Jaja, die Pösen Pösen Autohersteller.
    Es sind die Kunden! So lange man es ihnen nicht verbietet oder unbezahlbar macht werden die Deutschen auch weiterhin mit dem Auto zur Arbeit fahren und über den Stau schimpfen.
    Die Anderen Deppen die vor mir im Stau stehen könnten doch ...(setze beliebiges alternatives Verkehrsmittel ein) benutzen, bei mir geht das leider nicht weil ...(setze beliebigen Grund ein).


    Ich wäre dafür, bereits 2020 Verbrennungs-Fahrzeuge nicht mehr neu zuzulassen, und bestehende Verbrenner massiv zu besteuern.
    Mir ist schon klar, dass der Abgasausstoß beim E-Auto von der Straße in die Kraftwerke verlagert wird. Aber in letzteren sind ganz andere Filter als in der kleinen Blechkiste möglich.


    Welche Kraftwerke? Die abgeschalteten Kernkraftwerke? Gut, man könnte neue Gas- oder Kohlekraftwerke bauen.
    Damit würde sich der Strombedarf in Deutschland um rund 20% erhöhen.
    63Mio Fahrzeuge, 10TKm durchschnittliche Jahresgfahrleichtung und einen Energiebedarf von 15-20kWh/100km gerechnet, macht 95-125TWh, derzeit liegt Gesamtverbrauch bei gut 500TWh (Korrigiert, falsche Zahlenbasis)
    OK, faktisch nicht ganz, weil sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung sich dann kein Auto mehr leisten könnte und auch die Hersteller keine 30Mio E-Autos in 13 Monaten bauen könnte, das streckt den Zeitrahmen etwas.
    Aber bei den schwachen Stromnetzen müssen dann insbesondere die Bayern dann öfter mal zu Fuß gehen auch wenn sie einen Tesla in der Garage haben:D
    Und während sich Deutschland abschafft fahren die Amis weiter munter mit Pickups und SUVs mit V6 oder V8 Benzinern zum Bröchenholen :rolleyes:
    Schadstoffe sind doch heutzutage Pillepalle beim Verbrenner, bis in die späten 80er hatten Benziner keine Kats, Diesel bis vor etwas über 10 Jahren keine Partikelfilter, so gut Luft wie heute hatten wir nie, mit tatkräftiger Mithilfe unserer Medien wird ein lokales Problem in einigen Städten wird zur Landesweiten Hysterie, als die Feinstaubplaketten eingeführt wurden gabs nicht so einen Hype obwohl das genau nur Diesel getroffen hat und in deutlich mehr Städten flächendeckend umgesetzt ist.
    Ja, wegen CO2 sollte der Weg weg von fossilen Energieträgern, aber egal ob zur Stromerzeugung oder zum Fahrzeugantrieb, da sind aber pragmatische Lösungen gefragt und keine ideologisch motivierte Symbolpolitik.

    ...
    Bei der Petition geht es wohl darum das andere Schuld sind das man aus Dummheit einen Diesel gekauft hat und jetzt von Fahrverbot betroffen ist.
    (weil der Steuerbegünstigte Sprit das Hirn benebelt hat.)


    Neidisch, wütend über teureTankrechnungen oder Intelligenzverweigerer?
    Ich fahre Diesel weil er mehr Spass macht, angenehmer Nebeneffekt ist dass er 2-3l/100km weniger braucht und der Sprit billiger ist, bei meiner Fahrleistung von knapp 15TKm pro Jahr käme mich das immer noch billiger wenn Diesel und Benzin gleich besteuert würden und dafür die KFZ Steuer beim Diesel nicht teurer wär als beim Benziner.
    Und wenn nach den Stickoxiden die Feinstaubdebatte wieder losgeht stehen wenn es wirklich nach Partikelausstoß und nicht nur um Symbolpolitik geht direkteinspritznede Benziner <EU6dTemp mit EU0-5 Dieseln gemeinsam vor den Städten.

    Nein, dort gilt 100. Der Blitzer steht direkt nach der Bergkuppel auf Anjas Ausrollstrecke.
    Da sie ein Fan von abruppten Ausbremsen vor Blitzern ist (ganz natürliches Verkehrsverhalten) könnte es bei ausgekuppelten Motor und gleichzeitiger Panikbremsung eine Massenkarambolage geben, an der ich kein persönlches Interesse habe.


    Da brauchts keine Anja zu, wie du richtig festgestellt hast ist das in Deutschland natürliches Verhalten, selbst die die nichtmal 100 fahren treten dann nochmal kräftig in die Eisen wenn sie einen Blitzer sehen.
    Gut, gelegenltlich wissen auch die Blitzer selber gar nicht welches Tempolimit gilt, Schwäbisch-Gmünd hat über längere Zeit Tickets wegen Tempoüberschreitung im Einhorntunnel veschickt wenn LKW Fahrer ein Stück schneller als 60 waren, und das obwohl sie da 80 fahren durften.
    Die die gezahlt haben sind gearscht, die Gemeinde zahlt die zu Unrecht kassierten Knöllchen selbstverständlich nicht zurück.