...Wer eAuto-Fahrer kennt, weiß, wie oft bzw. selten die in die Werkstatt müssen. Und zur Abholung der Neuwagen reichen ein paar Auslieferzentren pro Bundesland + diverse Showrooms in Fußgängerzonen locker aus.
Das hängt zunächst mal davon ab was die Hersteller als Serviceintervall festlegen. Technisch gibt es auch heutzutage keinen Grund mehr ein Auto nach genau 12 Monaten oder 30TKm in die Werkstatt zu beordern.
Luftfilter und Ölwechsel entfallen natürlich bei E-Autos, aber Klimaanlage, Innenraumfilter, und solange hydraulische Bremsen zum Einsatz kommen die Bremsflüssigkeit sind auch beim E- Auto ein begrenzender Faktor.
Auch kriegen einige Hersteller die Lebensdauer der Traggelenke nicht in den Griff, das kan nman auch beim E-Auto vermasseln.
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Es wird beim Auto zu einer Aufspaltung des Geschäfts kommen, die mit der Presse vergleichbar ist. Dort wurden redaktionelle Inhalte auch radikal von Stellenanzeigen, Kleinanzeigen und massenhaft lukrativer Werbung abgeschnitten bzw. übernahmen Spezialisten diese Aufgaben. Beim Auto wird es am Ende wohl OEMs, große Händler, große Schrauberketten für Lapalien und kleine Spezialbetriebe für knifflige Fehler geben. Der Allrounder wird keine Luft mehr zum atmen haben.
Das liegt im Bereich des Möglichen, wobei ich bezweifle dass sich die Hersteller vom Modell "Vertragshändler" komplett verabschieden wollen.
Sie wollen natürlich keine Ausgaben haben, aber damit können sie generische Ersatzteile zu Mondpreisen verkaufen, freie Werkstätten könen die Teile problemlos im Großhandel einkaufen.
Schon jetzt gibts Mehrmarkenwerkstätten die zwar für Neuwagen getrennte Showrooms nach Herstellervorgabe haben, in der Werkstatt stehen dann VAG Marken, Opel, Ford und Peugeot nebeneinander und werden vonm Personal bearbeitet.
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Heute schon sieht man, dass viele freie Autohäuser den Handel mit Gebrauchten einstellen, weil sie schlichtweg nicht mehr die kritische Größe erreichen, um unter Beachtung der Gewährleistungsrisiken sinnvolle Renditen zu erwirtschaften.
Bei uns firmieren die Fähnchenhändler einfach alle 3-6 Monate um. Die gehören meist türkischen oder arabischen Großfamililien und dann wird der Laden einfach auf den nächsten Neffen umgeschrieben womit alle Gewährleistungsansprüche der Käufer erlöschen.
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Unterm Strich ist die Planung von VW die einzige Chance, möglichst viel vom weniger werdenden Geld im eigenen Laden zu halten. Das geht letztlich nur, wenn der OEM selbst den Kontakt zum Kunden hält. Kollateralschaden ist dabei dann leider der Händler, wobei es für Kunden nicht schlecht sein muss, wenn eine Stufe der Kette herausfällt. Das senkt die Kosten und hält den Druck im Kessel hoch. Wenn dann noch der OEM selbst, wie Tesla, Flagshipstores unterhält und die Variabilität senkt, kann das für beide Seiten ganz angenehm werden. Der weinende Dritte ist dann aber raus. Letztlich aber logisch, da es keinen Sinn macht, ins Gewerbegebiet zu tigern und herum zu feilschen, um dann ein Auto zu bekommen, das man auch im Internet zusammenklicken kann. Außerdem muss der Glaspalast dann nicht mehr auf die vergleichsweise wenigen umgeschlagenen Autos umgelegt werden..
Wobei das ruinöse die CI Anforderungen der Hersteller sind, wenn die die Glaspaläste und das Personal darin selber bezahlen müssen wird das unterm Strich auch nicht wirklich billiger.
Auch kann VW dann nicht mehr Überbestände und unverkäufliche Exoten auf Kosten der Vertragshändler "entsorgen" (um ein gefragtes Modell verkaufen zu können muss der Händler ein Kontingent an Fahrzeugen abnehemen die VW definiert, der Händler muss die bezahlen und darf dann zusehen wie er sie mit möglichst wenig Verlust loskriegt).
Schon jetzt verdienen die Händler beim Neuwagen kaum etwas und leben mehr vom Servicegeschäft.
Bei einem reinen Verkäufsladen bringt das Servicegeschäft keine Einnahmen, es kann nur am verkauften Auto Geld verdienen, ob sich da wirklich noch nennenswert Marge drücken lässt? Milchmädchenrechnungen von hochbezahlten Deppen sehen wir leider auch in der Politik regelmäßig.
Damit es billige rwird wird es am Ende einfach eine Reduzierung der Händler und Vertragswerkstätten geben.
Der Verlierer ist am Ende trotzdem der Kunde weil er letztlich wesentlich weitere Wege hat wenn er ein Auto kaufen will oder zur Werkstatt muss.
Wobei man für eine gute Vertragswerkstatt auch heute schon teilweise weite Wege in Kauf nehmen muss, die kleineren Vertragswerkstätten die kundennah sind und ordentliche Arbeit abliefern werden mit den CI Anforderungen, Verkaufsvorgaben und reduzierten Margen schon seit Jahren immer mehr verdrängt, und die großen kann man nach meinen Erfahrungen mit BMW und Opel qualitativ für alles was über einen Ölwechsel hinausgeht (wofür sie zu teuer sind) vergessen.
Bei Elektroautos mag das gehen solange sie solche Exoten und eher für Freaks sind, wenn sie langfristig durch die CO2 Strafzahlungen als Brot&Butter Autos bei Ottonormalverbraucher erzwungen werden wird dieser kotzen wenn er seinen Wagen bei einem Problem 50 oder 100km zur nächsten fachlich qualifizierten Werkstatt fahren (oder gar transportieren lassen) muss.