hoe: "Und ich kann Euch Vertragskarten empfehlen, die sind schon immer besser gelaufen."
habehandy: "Swisscom roamt im Tarif NATEL® infinity 2.0"
Also sagt mal. Der eine empfiehlt "Vertragskarten", sagt aber nicht welche und was er mit "besser laufen" meint. Der andere die Swisscom, die aber für fast alle Tarife schon immer heftige Aufpreise genommen hat. Bei diesem genannten Tarif (heißt inzwischen inOne Mobile L oder XL) für ca. 100-150€/Monat ist EU-Roaming dauerhaft drin.
Ich finde auch, wir sollten zwischen Prepaid- und Vertragstarifen hier unterscheiden. Swisscom "Abos" sind wirklich eine der ganz wenigen Anbieter, die LTE auf allen 3 deutschen LTE-- Netzen bieten. Dass stimmt. Müsste aber ehere in die Rubrik: "Roaming in allen 3 deutschen Netzen, egal was es kostet."
Ich würde mich momentan nicht trauen, Vertragstarife auf der Basis der FUP zum Dauerroaming (das betrifft also EU-Anbieter) zu empfehlen. Als Nicht-EU-Anbieter unterliegen die Swisscom nicht dem Roam like at Home-Regeln. Sie kann die Tarife beliebig gestalten und in dem genannten Tarif ist Roaming garantierter kostenloser Tarifbestandteil.
- Bei Verträgen muss man dann auch zwischen monatlich kündbaren unterscheiden und 24-Monaten-Laufzeit.
- Monatlich kündbar könnte wie bei Free FR noch gehen angesichts der FUP-Situation. Einen 24-Monatsvertrag abzuschließen, in der Hoffnung der Betreiber nimmt dann 2 Jahre keine Aufschläge, ist schon fahrlässig.
- Verträge haben oft hohe Hürden wie Wohnsitz, Bankkonto etc. Prepaid bekommt dagegen jeder in der EU.
- Es stimmt, dass einzelne Provider schwer aus dem Ausland aufzuladen sind. Für manche gibt's Umwege ohne Gebühr, bei anderen muss man halt die Gebühr einkalkulieren und viele Anbieter betrifft das gar nicht und gehen mit deutschen Zahlungsmitteln.
Die Aussage: "Ich habe alle 3 Netze auf einer SIM, drum den besten Empfang bzw. das beste Netz" stimmt auch nur sehr bedingt. Natürlich ist man flexibler. Aber es gibt ja nur 2 Arten von Netzlöchern:
1.) keine Sprachtelefonie/SMS - also kein GSM: das gibts vielleicht noch in einigen ländlichen Gebieten, wo die Netze dünn sind. Nur sobald man sich in dünnen GSM-Netzen bewegt, hat man auch ständig Gesprächsabbrüche und die Roaming SIM kann kein Hand-over. Hier wäre eine Dual-SIM-Lösung mit 2 Anbietern vielleicht besser, immerhin wäre sie billiger anzurufen als eine Schweizer Nummer.
2.) kein schnelles Internet - also kein 3G oder 4G/LTE: das wird ja die meisten von uns betreffen, die wieder mal auf EDGE runterfallen. Hier sind mehrere Anbieter auf 3G oder LTE wirklich besser. Aber das Handy wird erst selbstständig den Anbieter wechseln, wenn es ganz aus dem GSM-Netz fällt. Es sucht nicht automatisch ständig das beste Netz von den 2 oder 3 verfügbaren. D.h. man ist ständig bei der manuellen Netzumstellung, die je nach Gerät so 10-120 Sekunden dauert, weil ja dazu eine komplette Netzsuche gemacht wird. Das mache ich täglich 4x, wenn ich in die Berliner U-Bahn gehe und wieder raus.
Also die Behauptung "mit einer Roaming SIM auf 3 Netzen hat man immer das beste Netz"stimmt so nicht immer.