Beiträge von wolfbln

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    Original geschrieben von Anja Terchova
    Die groesste Huerde ist derzeit aber eigentlich das solche Loesungen nur fuer reine Datennutzer in Frage kommen, aber nicht fuer Smartphonenutzer, weil fuer Anrufe in andere Laender immer noch horrende Summen verlangt werden.


    Nein Anja. Das ist so, wie du es sagst, falsch! Du hast das EU-Roaming immer noch ganz nicht verstanden. Aber ich erklärs nochmal.


    Der Fokus liegt bei der Nutzung einer fremden SIM auf Daten. Das ist klar. Bei Sprachtelefonie haben wir einigermaßen günstige Tarife in Deutschland: Für Wenigtelefonierer 9ct/min, für die Mitte Minutenkontigente und für Vieltelefonierer All-Net-Flats in Deutschland zu guten Preisen.


    Nochmal zum kapieren: Die EU-Roamingregelung gilt für Gespräche von einem EU-Roamingland der SIM sowohl ins Heimatland der SIM als auch vom Roamingland in die gesamte EU-Zone. Sie gilt aber nicht für Gespräche von Heimatland der SIM (wenn man sich gerade da befindet und nicht roamt) ins Ausland.


    Mal ein Beispiel: Du hast sicher eine deutsche SIM. Inlandsgespräche gelten im Roamingfall (also wenn Du im EU-Ausland bist) innerhalb der EU überallhin, aber nicht von Deutschland (wenn du gerade daheim bist) ins Ausland.


    Jetzt ein anderes Beispiel: Du nutzt eine italienische SIM in Deutschland. Die abgehenden Gespräche mit ihr innerhalb Deutschlands werden zu italienischen Inlandspreisen abgerechnet und nicht etwa zu horrenden Auslandsgebühren. Es gibt nun einige Länder, da sind deren Inlandsgesprächspreise etwas höher wie in Spanien, aber halten sich im Rahmen, denn die ganzen Inlandspakete gelten ja auch für Sprache und SMS innerhalb Deutschlands.


    Das bringt nun konkret einen Vorteil und einen Nachteil mit sich:


    Vorteil ist, dass mit der ausländischen SIM jetzt auch abgehende Gespräche von Roamingland Deutschland ins EU-Ausland wesentlich billiger werden, da sie eben nach dem geregelten EU-Roamingtarif zu Inlandspreisen und nicht dem ungeregelten Auslandstarif einer heimischen SIM abgerechnet werden müssen.


    Nachteil ist, dass du dann für den Anrufer auf deiner ausländische Roaming-SIM in Deutschland mit ausländischer Nummer nur sehr teuer angerufen werden kannst. Für die meisten Anrufer, nicht für dich als Angerufenen, bedeutet das ein teures Auslandsgespräch von Handy, auch wenn ihr beide nebeneinander in Deutschland steht. Du wirst leicht für einen Ping-Caller gehalten usw. weil eine ausländische Nummer im Display steht und weggedrückt. Das ist dann weniger ein Problem, wenn der Anrufer vorher Bescheid weiß.
    Daher sollte man eine deutsche SIM schon alleine für seine Anrufer (und um die deutsche Nummer zu behalten für Online Banking etc.) weiter haben und für Anrufe, wo man auf der Nummer dann auch zurückgerufen werden will. Also am besten in einem Dual-SIM-Handy, die es immer mehr gibt oder notfalls einem 2. Handy, was ja ein Altgerät nur für Sprache und SMS, also reines 2G/GSM, sein kann.


    Wie gesagt, der große Vorteil des Roaming"missbrauchs" liegt auf Daten wegen der viel niedrigeren Preise, die im Ausland gelten. Aber Combo-Pakete der ausländischen Anbieter gelten im Roaming im "Roam like at Home" also Inlandstarif auch für Gespräche und SMS innerhalb Deutschlands. Das wäre eine Option, so lange der Angerufene Bescheid weiß und besser nicht selbst darauf rückruft, außer er ist selbst Roaming"missbraucher", dann geht es wieder. Sicher ist das nicht massenkompatibel. Ich will auch nicht, dass das auf der Kroko-Farm o.ä. landet. Da habe ich bei dem einen Tarif, den ich weiter oben beschrieben habe und dessen SIM mit der Post kommt, wirklich Angst. Aber vielleicht ist es ja interessant für ein paar Freaks hier :-)

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    Original geschrieben von peterdoo
    Unabhängig davon, ob 2 oder 4 Monate, sorgt die relativ schwierige Anschaffung der SIM zusammen mit der Registrierungspflicht (auch in AT kommt diese mit der neuen Regierung demnächst sicherlich) dafür, dass die Karten nicht massiv dauernd im Roaming eingesetzt werden wenn es der Anbieter nicht will.


    Du hast recht damit, dass bei vielen Angeboten aus dem Ausland Registrierung, Aktivierung, Roaminggebrauch wegen der FUPs und/oder Aufladung Probleme machen können. Auch deine Einschätzung zu Österreich teile ich. Das ist aber nicht bei allen Anbietern und Ländern so.


    Ich teste gerade einen Netzanbieter aus einem EU-Land, der schickt seine SIM-Karten sogar per Post rechnerisch kostenfrei nach Deutschland, da SIM-Preis + Versand = Aufladebetrag. Ich konnte es nicht glauben! Die sind unregistriert, da in dem Ausgabeland keine Registrierungspflicht herrscht. Der Anbieter (nebenbei Tochter eines deutschen Telkos) untergräbt damit auch die deutsche SIM-Registrierung. Man kann dessen SIM hier aktivieren, mit deutscher Kreditkarte ohne Gebühren aufladen und ein Monatspaket mit 6 GB im Telekom und O2-LTE-Roaming mit max. Geschwindigkeit für (umgerechnet) 7,40€ kaufen, ohne eine FUP-Mengenbeschränkung für EU-Roaming, möglicherweise aber eine 4-Monats-Deadline - das weiß ich noch nicht, denn die SIM kam erst per Post Ende letzten Jahres bei mir an.


    Also es gibt da bisher noch sehr blauäugige Anbieter. Wenn die SIM-Karte dann nicht persönlich registriert ist, bestellt man sich halt nach 4 Monaten eine neue. Ich möchte den Deal (noch) nicht publizieren, weil das ihn killen könnte. Aber wenn ich dann sehe, dass die SIM bei eBay für den 4-fachen Preis von Händlern angeboten wird - wäre es dann nicht fairer ohne Abzocke die in Frage kommenden Tarife mal zu sammeln und zu publizieren- mit allen bekannten Einschränkungen? Wie geschrieben, ich warte noch ab, was geschieht mit der Zeitregelung, aber warum sollten User nicht in Europa einkaufen gehen, wenn man klar sagt, worauf sie denn achten sollen - was geht und was nicht. Das EU-Roaming werden sie nicht mehr zu Fall bringen. Und wie in jedem Verordnungsgestrüpp, profitiert derjenige am meisten, der sich darin auskennt und es für sich zu nutzen weiß, ganz egal, ob man das jetzt "Missbrauch" oder rationale Nutzung des "EU-Binnenmarkts" nennen will.

    Ich glaube da liegt irgendwo ein Missverständnis vor und ich bin ausnahmsweise mal auf Seiten der Anbieter. Bei DSL- und Kabel-Internet macht eine solche Statistik ja Sinn. Bei Mobilfunk aber gemessene und beworbene Datenraten zu vergleichen, ist ziemlich blödsinning. Das hängt von so vielen Störfaktoren ab: Nähe zum Sender, Bandbreite, Topographie, Anzahl der User in der Zelle, Anbindung der Zelle, Feldstärke, Übertragungstechnik, Empfangsgerät und vielen anderen mehr.


    Lieber sollte die BNetzA doch mal sagen, was sie konkret für Datenraten gemessen hat, als sie hinter irgendwelchen Prozentangaben zu verstecken. Die Aussagen werfen doch viel mehr Fragen auf als sie beantworten:


    Die Telefónica-Reseller rekurrieren auf dem gleichen Netz. Auch sind die beworbenen Raten die Niedrigsten. Soll also daher das Netz am besten sein, weil sie die absolut niedrigsten Raten haben und damit auch den geringsten Abstand zur Werbung? Wie kommt es auch, dass bei identischen Angeboten und Netz die %-Angaben zwischen den identischen Anbietern schwanken? Streuungsbreite der Messung?


    Vodafone bewirbt nun ihr Internet mit LTE Max mit BIS zu 500 Mbit/s in ein Dutzend Städten. Sonstwo nur bis 375 Mbit/s. Telekom bewirbt Magenta Mobil bis 300 Mbit/s. Hier ist sicher der Unterschied zwischen beworbener Geschwindigkeit und realer höher, weil die absoluten Werte ja höher sind. Aber die %-Angaben der BNetzA suggerieren ja so, dass Telefónica das schnellere Netz hätte, was in meisten Fällen sicher nicht stimmt - nur die Diskrepanz ist geringer.


    Natürlich sind die echten Geschwindingkeiten bei allen Anbietern weit davon entfernt und das sind theoretische Speeds, unter idealen Bedingungen, wenn man alleine in der Zelle ist und neben dem Sender steht. Das ist doch allen klar. Aber den Unterschied zwischen 50 und 500 Mbit/s merkt man bei 99% der Anwendungen nicht und für das restliche 1% sind die Tarife zu teuer. Man kann sicher berechtigt fragen, was das dann soll, damit zu werben.


    Ich verstehe aber auch die BNetzA da nicht. Die Betreiber sagen ja nicht in ihrer Werbung, dass diese Speeds wirklich überall erreicht werden. Sondern, dass theoretisch bis zu ###Mbit/s möglich wären. Wenn die BNetzA diese Diskrepanz stört, dann soll sie doch mal ihre ermittelten Speeds veröffentlichen, wie andere Regulierer auch und die Kunden wüssten dann mehr, wie es generell aussieht. Die maximalen (theoretischen) LTE-Speeds können auch nur mit 3CA-Geräten erreicht werden, das nur wenige Endgeräte können. Das kann man dann doch nicht dem Betreiber anlasten.


    Anders sieht es bei Breitband aus. Hier sitzt man zumeist an einem festen Ort am Ende der Leitung und wenn dann wirklich wesentlich langsameres Internet ankommt als im Vertrag vereinbart, ist das schon ein Mangel und der ist meist unabhängig vom verwendeten Router, sondern hängt an der verwendeten Technik des Betreibers und der Anbindung.

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    Original geschrieben von Spacko007
    Nö, es war so. Passt dir wohl nicht?


    Ich würde es mir wünschen, dass du recht hättest. Nur nutze ich ein Dual-SIM-Gerät, weil O2 einfach an vielen Stellen oberhalb der U-Bahn nicht zu gebrauchen ist. Wir reden jetzt nicht von Geschwindigkeiten von über 10 Mbit/s wie bei Telekom üblich, die keinen effektiv braucht, sondern von absolut Null. Bei der Telekom zahle ich 5x so viel für LTE, das aber zumindest outdoor zuverlässig funktioniert.
    Ich gehöre nicht zu den Leuten, die O2 dissen, weil ich sie nicht leiden würde. Ganz im Gegenteil. Ich hoffe ja, dass es besser wird und mit mir viele Berliner, die nicht die Horror-Preise der Telekom zahlen wollen. Und ich schreibe ja, dass es an einigen Stellen auch besser geworden ist. Bekannt ist der Hauptbahnhof. Den haben sie bis letztes Jahr nicht abgedeckt. Kein Netz zum mobilen Internet im 3. größten Bahnhof des Landes! Jetzt haben sie das Loch gestopft. Aber es gibt noch Dutzende mehr. Es ist einfach Schwachsinn zu behaupten: Was habt ihr für ein Gerät? Es liegt nicht am Handy, sondern am Netz. Ein Netz wird nicht dadurch "hervorragend", dass es vielleicht mal an einigen Stellen funktioniert. Sondern es muss unter Belastung funktionieren und das tut es bisher nicht.

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    Original geschrieben von Spacko007
    Ich war gerade letzte Woche in Berlin und da gb es hervorrangendes LTE Netz von o2. Keine Ahnung, was ihr für komische Telefone habt.


    Höre doch bitte auf so einen Unsinn zu behaupten:
    Kleine Auswahl aus den Netzlöchern in der Stadt:
    -> Bahnhof Zoolog. Garten
    -> Bahnhof Friedrichstraße
    -> Hackescher Markt
    -> Wittenbergplatz
    -> Flughafen Tegel Terminal D
    usw. usf.


    Sicher geht es an einigen Stellen ganz gut und wird gerade auch besser.
    Aber ein stabiles Netz hat man an wichtigen Orten in Berlin mit O2 zur Zeit nicht.


    Ist Funkausstellung, kann halb Charlottenburg nicht mehr telefonieren, ist irgendwo ein Straßenfest und es ist im Sommer irgendwo immer eins, geht es im ganzen Umkreis auch nicht. Das LTE ist etwa in der Hälfte der Stadt regulär schon völlig überlastet. Datenraten unter 1 Mbit/s großflächig in Wohngebieten abends oder Einkaufsgebieten tagsüber nicht unüblich.


    Also wer nur telefonieren will oder SMS schicken. Das geht normalerweise, wenn nicht was besonderes los ist. Der Zusammenbruch zu Silvester war dieses Jahr kürzer und nicht überall. Bei Daten muss man flexibel sein und nicht erwarten, dass einem am Bahnsteig Öffi oder der DB Navigator angezeigt wird. Nur kann man schwer ins Gleisbett ausweichen.
    Und ich will auch nochmal klarstellen: Ja, es wird langsam besser. O2 stattet immer mehr Stationen mit LTE 1800 aus.Und in der U-Bahn sind sie noch konkurrenzlos.


    Dieses Netz aber hervorragend zu nennen, ist völlig wirklichkeitsfremd. Es gibt Entwicklungsländer, die haben ihre Flughäfen und Bahnhöfe besser abgedeckt als O2 Berlin-Tegel oder Frankfurt oder Köln/Bonn oder......(In diesen Flughäfen war ich die letzten 4 Wochen und habe Datenraten unter 1 Mbit/s im O2-LTE gemessen. So etwas war schon 2014 zu langsam und ist 2018 einfach nur noch peinlich. An diesen Stellen ballern andere Betreiber alles, was möglich ist, raus und O2 nutzt LTE 800 von irgendwo außerhalb.)

    Ungeklärt ist auch noch folgendes Problem:


    Viele Provider nennen die 4-Monats-Regel nicht explizite sondern verweisen nur (oft mit Link) auf die FUP der EU. Da stehen dann sehr allgemein die Auflagen drin, die Provider gegen Dauerroaming unternehmen dürfen und dass sie Aufschläge erheben dürfen im Missbrauchsfall.


    An anderer Stelle steht aber, dass Provider, die von der FUP Gebrauch machen, dies ausdrücklich kommunizieren müssen z.B. mit den Datengrenzen für jedes Paket bei der Mengen-FUP. Ferner müssen sie genau die (nach oben begrenzten) Aufschläge mitteilen. In Polen, wo das sehr streng praktiziert wird, musste jeder Provider zum 1.1.18 die Preislisten ändern, da die max. Aufschläge gesenkt wurden. Alle diejenigen, die genannt wurden - also Polen, Österreicher, Three UK oder Orange RO - sagen das ganz ausführlich mit Aufpreisen.

    Viele anderen Anbieter sagen dagegen allgemein: wir wenden die EU-FUP an, ohne dann genauer zu spezifizieren, wie eigentlich. Da das häufig so allgemein gehandhabt wird, glaube ich nicht an eine generelle Umsetzung, denn der Provider muss in der Beschreibung des Tarifs oder seines Roamings mitteilen, dass er im Missbrauchsfall einen bestimmten Betrag wie z.B. 0,72c/MB o.ä. aufschlägt und nicht erst dann, wenn der dann mal - seiner Meinung nach - eingetreten ist.

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    Original geschrieben von paulwollf
    Wenn du dich nur in Berlin selbst aufhältst lohnt sich aber ein Blick auf die Reseller. LTE ist in der Stadt von der Abdeckung her unbedeutend.


    Wieso soll LTE in Berlin unbedeutend sein? Wenn man nur Sprache und SMS nutzt schon. Darüberhinaus ist es sehr entscheidend für die Daten und ziemlich unterschiedlich nach Anbieter. Generell gilt, dass Telekom das schnellste LTE der Stadt hat (mit Indoorschwäche in etwa der Hälfte der Stadt wegen fehlenden Band 20) vor Vodafone und O2 (mit Lücken bzw. Überlast an einigen Stellen wegen fehlenden Band 8).


    Ich würde aber den Threadersteller eines KLAR SAGEN. Wenn du mit Telefónica/O2 in der U-Bahn unzufrieden bist, dann wirst du das 100x mit Vodafone oder Telekom in der U-Bahn sein. O2 hat ein 3G/4G-Netz da unten, das zwar manchmal wackelt - Telekom und Vodafone aber nur 2G/EDGE. Ein vernünftiges Surfen geht damit nicht, im Gegensatz zu O2. Oberirdisch und auf Bahnhöfen mit dem BVG WLAN sieht es anders aus. Das soll sich im Lauf des Jahres ändern und beide bauen LTE in der U-Bahn. Bisher ist aber weder Telekom noch Vodafone zum Surfen in der Berliner U-Bahn zu empfehlen. Vodafones EDGE ist dort teilweise so schwach, dass nicht mal WhatsApp Messages durchkommen und man warten muss, bis man in einen Bahnhof einfährt und WLAN bekommt.

    Das kommt auf den Provider an. Aus Italien läuft bei mir TIM und Wind. TIM problemlos seit August 17, WInd habe ich mir gerade erst geholt. Bei beiden gehen Aufladungen ohne Aufpreise, wenn man ein ital. PayPal Account nimmt. (Deutsches PayPal geht nicht.) Wenn man eine Ital. SIM (die hat dann auch ital. IP und Verifikationsnummer) hat, ist der ganz einfach neu zu eröffnen.
    Aus Kroatien läuft bei mir BonBon, eine Sekundärmarke von Hvratski Telekom. Dort werden auf der kroatischen Seite deutsche Kreditkarten akzeptiert. Die Sprache ist aber hier eine Zumutung und nur mit Übersetzer machbar. Je nach KK-Anbieter können aber Umtauschentgelte dazu entstehen, da in Kroatien in Kuna gerechnet wird.


    Ich habe bisher SIMs aus vielen Ländern der EU/EWR getestet. Bis auf wenige Ausnahmen muss Registrierung bzw. Aktivierung im Ausgabeland erfolgen. Das unterbindet den Online-Handel, wenn auch einige Händler z.B. österr. SIMs bereits aktiviert verschicken. Dann laufen viele Länder auf der FUP (etwa 2,8 GB pro 10€ Paketpreis zu Roam Like at home), was dann auch nicht so besonders attraktiv ist. Und Aufladungen gibt's mit vielen Ländern Probleme. Überhaupt nicht geht's in Tschechien, Schweden und nur gegen Aufpreise in UK usw. vom Ausland. Letztes Problem ist auch die fehlende LTE-Verfügbarkeit im Roaming bei einigen Providern (wie Three UK oder Free F). Da ist es oft sehr überraschend, wer wo und wo nicht roamt.


    Ich habe bisher aus 3-4 Ländern Angebote gefunden, die z.B. deutsches Telekom LTE ohne Mengen-FUP in großen Paketen zu unter 1€/GB herausgeben. Da schaue ich gerade sehr genau hin, was die konkret nach 4 Monaten machen. Aber z.B. 40GB zu 9€ (effektiv 15€ wg. Aktivierungsgebühr und anderer Kosten) voll auch in einem guten deutschen LTE-Netz wären selbst für 4 Monate für manche ganz attraktiv.


    Darum überlege ich weiter, ob es zu Beginn der Urlaubszeit im Frühjahr dann nicht sinnvoll wäre, genau diese Tarife mit allen ihren Hürden mal z.B. in einem Wiki oder so genauer darzustellen, damit man sie sich mitbringen kann, wenn man dort ist, aber auch weiß, wo die Haken liegen. Das Forum hier ist weniger zur Darstellung geeignet, als für Diskussion darüber.


    Darum wäre es sehr schön, wenn wegen der 4-Monats-Regel dann mehr Gewissheit herrscht, wenn auch die, dass man Glück hat, wenn es wo länger geht.
    Haben denn die Roamer auf Free/Frankreich schon eine "Abmahnung" bekommen? Bei Free verlasse ich mich ganz auf die vielen Nutzer hier.

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    Original geschrieben von peterdoo
    Es scheint, dass die Anbieter der Mobilfunksysteme diese Funktionalität inzwischen implementiert haben. Somit kann man erwarten, dass diese FUP bei überwiegender Auslandsnutzung bald bei allen Anbietern, die diese FUP in den AGBs angeführt haben, überwacht wird und die Zuschläge berechnet werden. Ob die Zuschläge nach 4 oder 2 Monaten Auslandsnutzung oder sogar sofort (ausschließliche Auslandsnutzung ohne Nachweis stabiler Bindungen) berechnet werden, wird vom Anbieter abhängig sein.


    Das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe mehrere italienische, spanische oder kroatische SIMs in Betrieb, wo das bisher nach 4 Monaten nicht erfolgt ist.


    Die Zuschläge dürfen auch bei Neuanmeldungen nicht nach 2 Monaten genommen werden. Ein Beobachtungshorizont von mind. 4 Monaten ist vorgeschrieben. Kürzere Zeiträume gibt's nur, wenn man pausiert, die SIM schon vorher genutzt hat oder es Roaming außerhalb der EU betrifft wie bei Three.


    Die max. Aufpreise von etwa 0,72c/MB machen Roaming nicht mehr attraktiv. Aber 7,32€/GB werden auch in Deutschland regulär im Prepaid genommen. Diese Aufpreise ermöglichen es auch das Guthaben der SIM voll aufzubrauchen, bevor man sie entschlafen lässt. Häufig verbleibt ja Restguthaben auf der SIM, weil die Pakete nicht genau im Betrag aufladbar sind.


    Ich habe weiter Zweifel, in wie weit diese Regelung durchgezogen wird. In ein paar Monaten wissen wir mehr. Darum warte ich mit meinen Roam at Home -Tipps noch etwas.


    Ein Beispiel für eine leere Drohung ist z.B. das Verbot Roam Like at Home in aufeinanderfolgenden SIMs auf den gleichen Namen nutzen zu können. Es gibt effektiv keine denkbare Maßnahme in den registrierungsfreien Ländern wie Österreich, Rumänien, Kroatien oder UK sequentielle Nutzung auf einen Namen zu verhindern. Die SIMs sind ja anonym.

    kurze Antworten: Free d.h. der Mutterkonzern Iliad baut gerade ein 4. Netz in Italien, was allerdings anders heißen wird (da Free Mobile geschützt ist in Italien). Dort gibt es auch eine Fusion des 3. mit dem 4. zu einem gemeinsamen Netz (Tre und Wind, analog zu Eplus und O2), nur hat die EU einen neuen Player durchgesetzt (im Gegensatz zu Deutschland). Illiad/Free/ho wird 2018 noch starten in Italien und die Preise sind im freien Fall. [Wind verkauft z.Zt. 40GB für 9€ im Prepaid].


    Das mit dem Wettbewerb sehe ich ähnlich. Nur hier haben wir ja das "Phänomen", dass bei uns dem Mobilfunk Geld entzogen wird in der Lizenzversteigung, während andere Länder ihre Lizenzen offenbar unentgeldlich verlängern, also ihn damit subventionieren. Das auch politische Rahmenbedingungen die Preise beeinflussen, scheint mir daher sehr wahrscheinlich.


    Der Flächenanteil der Telekom ist wohl richtig, aber hochgerechnet. Er wird - im Gegensatz zu Frankreich - aber nicht kommuniziert von keinem Betreiber, sondern nur eine Bevölkerungsabdeckung. Und eine staatliche Institution wie die ARCEP, die misst und die Ergebnisse dann publiziert haben wir hier nicht. Sondern nur "Netztests" von privaten Publikationen und die Erklärungen der Betreiber.