Beiträge von wolfbln

    China ist auch einer der wenigen Märkte/Länder, wo ich eine externe Roaming-Lösung überlegen würde.
    Ihre Firewall sperrt auf lokalen SIMs alles aus wie Google Maps (Bing geht), viele Messenger, Facebook etc.... also Zensur total. Kann man natürlich mit einem VPN umgehen. Gegen diese gehen sie aber auch inzwischen massiv vor.


    Die Dual-Karten aus Hong Kong waren schon länger ein Tipp. Bekommt man aber nur dort und ist auch ziemlich bürokratisch. Andere versenden inzwischen Travel SIMs aus Thailand. Die roamen aber nur auf China Mobile, was für viele User dann nur 2G heißt, wegen deren inkompatiblen 3G.


    TravelSIM und seine vielen Clones wie AirBaltic SIM usw. ist noch einer der etabliertesten Anbieter basierend auf einer estnischen Nummer. Die verkaufen jetzt 5 GB in China für 26 € im Paket. Das ist bisher das beste für China, was aus Europa kommt und hat zumindest 3G China Unicom.


    Im prepaid data Wiki haben wir jetzt fast 200 Länder mit lokalen SIMs drin http://prepaid-data-sim-card.w…iki/Prepaid_SIM_with_data. Alle diese sind bestätigt. In den nächsten Wochen werde ich die noch fehlenden Länder nachtragen. Dann haben wir praktisch Weltabdeckung. Hätte wirklich nicht gedacht, dass die Black- und Greylist so kurz ist.

    Und nur in ganz wenigen gibts Probleme für Touristen/Besucher, eine lokale SIM zu besorgen. Häufig sind es technische Inkompatibilitäten, die dann auch eine Roaming SIM nicht löst. Nur ganz wenige Länder sind wirklich kritisch: Kuba, Nord-Korea, Eritrea und einige Mikro-Staaten ... und Deutschland, wenn man als Ausländer nicht den richtigen Pass hat für die online Registrierung (oder eine Meldeadresse bei der Telekom).

    Na, ist doch ganz klar, dass die individuelle Usererfahrung sehr unterschiedlich ist. Dass Telefónica bundesweit das schlechteste Netz hat, dürfte unumstritten sein. Für den einen reichts, für den anderen nicht und der flucht oder wechselt.


    Der Netzausbau kommt so langsam in die Gänge zumindest in den CityComs. Bei mir in Berlin ist die 3G-Station in der Nachbarschaft immer noch nicht auf LTE ausgebaut und das LTE von ein paar Blocks entfernt kommt auf 800 MHz überlastet an. Aber im ferneren Umkreis ist einiges dazugekommen, so dass jetzt immerhin 5 Mbit/s im LTE relativ konstant geliefert werden und man nicht ständig ins 3G abgeschoben wird.


    Daneben fassen sie auch langsam ihre Hotspots an. Der Hauptbahnhof bekommt neue Outdoor-Versorgung vom Motel1-Dach daneben. Dennoch gibt es Bereiche in der Berliner Innenstadt, wo nichts mehr geht und dies sind leider auch die Orte, wo man ggf. auch auf Internet angewiesen ist: Bhf. Friedrichstr, Bhf. Zoo, Wittenbergpl., Hackescher Markt - um nur einige zu nennen. Das sind oft nur kleine Outdoor-Bereiche und ein paar Meter weiter geht dann was, aber bei Bahnhöfen falle ich dann bei der Suche ins Gleisbett.


    Ich hoffe sehr, dass sie bald besser und brauchbarer werden. So lange werde ich die Mitbewerber nutzen und O2 nur in der U-Bahn zuschalten. Nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt: dann haben auch DT und VF 3G/4G U-Bahn-Versorgung und wir werden sehen, wie weit TEF dann gekommen ist. Für Veranstaltungen und Messen werden sie wohl weiter unbrauchbar sein. Wie soll nur jemand mit 2-Jahresvertrag da flexibel reagieren?


    Wir brauchen ein leistungsstarkes 3. Netz, vielleicht nicht auf dem Niveau der ersten beiden, aber besser als bisher. DT und VF nimmt einen aus oder verwehrt LTE. Nur durch TEF kann Preisdruck entstehen. Dazu müssen sie aber von den beiden und den Usern erstmal wieder ernst genommen werden. Ich wünsche ihnen viel Erfolg dabei.

    Zitat

    Original geschrieben von iAcer
    Eigentlich recht simpel: hier fehlt das zwingende Ereignis.


    Ein "zwingendes Ereignis"? Hm, was soll das denn sein? Eine Erleuchtung im HQ in Bonn?
    In den Niederlanden könnte dass das 4. Netz von Tele2 sein, die sowas auch anbieten - nur den Laden hat die Telekom gerade dort übernommen. Der Preis der Flat wird sich sicher nicht versechsfachen.


    Könnte es nicht auch sein, dass Drei in Österreich oder T-Mobile in den NL nicht am Breitbandausbau verdienen und LTE als Ersatztechnologie für DSL und Kabelinternet anbieten? Genau daran kann die Telekom (und Vodafone) in Deutschland kein Interesse haben.


    Na ja. Die Telekom hat doch schon eine unlimitierte Datenflatrate: MagentaMobil XL Premium für 200€ den Monat. Ähnlich ist der Preis bei Vodafone, allerdings nur für Geschäftskunden. Oder die DayFlat XXL-Option zu kleineren Magenta Mobil Tarifen ist auch unlimitiert zu 4,95 €/Tag . Alle diese Optionen kommen im Monat auf ca. 200 €.
    Einen "Preiskrieg" kann ich in Deutschland nun bei diesen Preisen wahrlich nicht erkennen. Der wäre doch auch sehr eingeschränkt, da hierzulande praktisch nur die Telekom selbst ihr 4G-Netz verkauft und Telefónica als Konkurrent vielerorts ausfällt.


    Die Frage ist halt, die sich viele User hier stellen, warum gibts das z.B. in den Niederlanden bei T-Mobile mit EU-Roaming für 35 € oder in Österreich für noch weniger (dann ohne EU-Roaming)?
    Ich denke auch, dass es in Zukunft auf Bandbreiten-Tarife hinausläuft. Je nach max. Downloadrate kostet der Zugang. Die Datenmenge tritt dabei in den Hintergrund und auch die Art der Daten. So lange wir aber nicht soweit sind, ist der Vodafone-Ansatz mit aufbuchbaren Pässen besser. Denn die können abweichende Regeln für das Streaming in den Pässen festlegen, die nicht die Rest-Daten des Tarifs betreffen und ggf. eine FUP für EU-Roaming, die sich auch nur auf die Pässe, nicht aber das Gesamtpaket bezieht.


    Einen Betrag für eine unlimitiere Datenflat zu nennen macht deshalb keinen Sinn. Dagegen aber Angebote für Schmalbandflats (ähnlich wie O2 Free), schnellere und High-Speed-Flats.

    Vodafone hat da schon vorgearbeitet:
    1.) Sie skalieren die Videodaten nicht herunter. Sie behalten es sich nur ausdrücklich vor. Da werden sie wohl jetzt die Finger davon lassen.
    2.) in den Bestimmungen findet sich folgender Satz (habe ihn vorher nicht gehabt, da ich keinen Pass gebucht habe):
    "Der Video-Pass gilt nur im Inland. Im Ausland wird die Nutzung der im Pass inkludierten Apps auf das inkludierte Tarif-Datenvolumen angerechnet. Wir behalten uns vor, zukünftig auch den Vodafone Pass auch im Eu Ausland anzubieten. Für diesen Fall gilt die Fair Use Policiy mit einer maximal möglichen Nutzung des Vodafone Pass im EU Ausland von insgesamt 30 GB Datenvolumen monatlich. Nach Verbrauch der 30 GB wird die Vodafone Pass-Nutzung auf das inkludierte Datenvolumen angerechnet"


    Das nenne ich vorgearbeitet. Vodafone sieht genau was die BNetzA stört und hat für diesen Fall schon Vorsorge getroffen. 30 GB finde ich da schon relativ generös für einen 5€/10€ Add-on.


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Warum sollte man den Roamingtarif mich aendern duerfen. Der Sinn einer Vertragsbindung ist doch das man dem Anbieter die Geschaeftsbeziehung und einen gewissen Mindestumsatz (Downgradesperre) garantiert, aber innerhalb dieses Rahmens moechte man doch schon flexibel bleiben.
    Und auch die Lebenswirklichkeit erfordert diese Wechselmoeglichkeit.
    Wegen maximal 15 Tagen Auslandsaufenthalt im Jahr die restlichen 350 Tage auf eine kostenlose Streamingoption verzichten. Das moechte niemand.


    Ich versuche es dir mal zu erklären. Es gibt den geregelten EU-Roamingtarif nach der Verordnung und dazu noch ggf. alternative Roamingmodelle außerhalb der Verordnung. Der geregelte Tarif muss angeboten werden, die alternativen sind optional; der komplette Ausstieg nur möglich, wenn man Roaming ganz deaktiviert. Es muss aber von vorneherein klar sein, ob es ein Inlandstarif ohne Roaming oder ein roamingfähiger Tarif ist und dann muss der geregelte EU-Tarif als Standard drin sein.


    Wenn nun Roaming angeboten wird, muss das fester Bestandteil des Tarifs sein und unterliegt der Verordnung oder nach Opt-out den Regeln des Providers. Es ist aber explizite verboten, Tarife anzubieten, die EU-Roaming nur als Option beliebig zu- oder abbuchbar ermöglichen. Selbst beim Roaming muss man zwar jederzeit (oder zum Monatsende) in den EU-Tarif wechseln können, darf aber dann nicht mehr beliebig raus.
    Da Roamingnutzung dem Anbieter in der Regel mehr als Inlandsnutzung kostet, würden die meisten Anbieter sonst einen Inlandstarif anbieten (oder Tarif mit fiesen Roamingpreisen), der im Urlaub um eine kurzfristig zubuchbare zeitbezogene günstige Roamingoption z.B. nach EU-Verordnung erweitert werden kann. Damit sind wir aber doch genau bei der Situation wie vor diesem Sommer. Wir erinnern uns: wir hatten quasi Inlandstarife (weil EU-Roaming vielfach so teuer war), bei denen man sich das EU-Ausland häufig nur als zubuchbare Pakete leisten konnte. Das wollte die EU ja gerade abschaffen. Klar geworden?

    Zitat

    Original geschrieben von citroike
    LTE Roaming soll nun auch in Irland (im Netz von 3 Ireland), in Malta (im Netz von go mobile) und in Zypern im Netz von (Cytamobile-Vodafone) möglich sein. Damit wären nun alle Länder innerhalb der EU mit mindestens einem LTE Roaming Partner versorgt :top:
    Quelle: https://static2.o2.de/blob/104…oamingpartner-deutsch.pdf


    Wobei die Anzahl der 4G/LTE O2-Roamingpartner im Prepaid weiter genau Null (in Zahlen: 0) ist, im Gegensatz zu Telekom oder Vodafone. Hier könnten sie ihr überteuertes Prepaidprodukt oder das günstigere ihrer Reseller mal wirklich gut positionieren, aber sie fallen auch hier hinter die Mitbewerber und ziehen lieber mit den VF-/DT-Resellern gleich, die natürlich auch kein 4G/LTE-Roaming haben.

    Um jetzt vom schönen Österreich mit seiner neuen Regierung (- ich befürchte auch bald den Prepaid-Registrierungszwang bei denen -) zu StreamOn in Deutschland zurückzukommen.


    Wenn man Vodafones Pässe und die SteamOn Inklusivleistung vergleicht, ist der Vodafone Tarif als klassisches AddOn wesentlich sinnvoller als einen Inklusivoption bei MagentaMobil M, L oder XL als Dreingabe ob man sie will oder nicht.
    Bei der Telekom kann bei einer FUP-Anwendung nur das gesamte Datenpaket begrenzt werden, nicht nur das Streaming und es gilt wegen dem hohen Gesamtpreis eine hohe Datenmenge zum Inlandspreis herauszugeben.
    Bei Vodafone sind die einzelnen Pässe bepreist und können auch beliebig zugebucht werden. Dann wird die FUP nur auf den Passinhalt gelten müssen und auch den geringen Preis 5€ oder 10€ mit wenig Datenvolumen haben müssen.


    Manche Eurer Vorschläge sind schon sinnvoll. Die Furcht, dass man bei einer FUP nicht mitkriegt, wenn plötzlich das Inklusivvolumen aufgebraucht ist und man zu Extrapreisen streamt ist nur bedingt begründet. Man muss dann laut EU-Verordnung eine Nachricht bekommen. Es kann allerdings natürlich sein, dass der Video-Player diese Nachricht gleich überschreibt.


    Was klar nicht geht, ist eine wechselnde Auswahl oder ein Gependel von roamingfreien Tarif zu Roamingtarif oder zurück. Das hat die EU ganz klar unterbunden. Man muss sich schon am Anfang für eine Option entscheiden und die gilt während der Laufzeit. Also entweder dann Streaming oder Roaming. Denn sonst könnten findige Provider kommen und per USSD einen schnellen Tarifwechsel in und aus der EU-Verordnung anbieten, was ja gerade eben nicht passieren soll und auch verboten ist.

    Ich möchte nochmal an die Ausbauverpflichtungen erinnern:


    "Bis zum 1.1.2020 muss jeder Zuteilungsinhaber eine Abdeckung von mind. 97% der Haushalte in jedem Bundesland und 98% bundesweit erreichen. Für die Hauptverkehrswege (BAB und ICE) ist eine vollständige Versorgung sicherzustellen, soweit dies rechtlich und tatsächlich möglich ist."


    Präsidentenkammerentscheidung der BNetzA vom 28.1.15, BK 1-11/003

    Zitat

    Original geschrieben von Telefonicer
    wolfbln Warum geht dann ein Teil des Datenvolumens im Ausland nicht?


    Deine Frage verstehe ich nicht ganz. Bei deutschen Anbietern geht zumeist das komplette Inlandsvolumen eines Pakets auch im Ausland. Bei der Telekom allemal, bis auf StreamOn. Das liegt an den hohen Inlandspreisen, die auch bei EU-Nutzung keinen Schaden bedeuten.


    Bei der DayFlat XXL trickst auch die Telekom und das ist kritisch: die ist zwar im Ausland nutzbar, aber nur im Inland für 1 Tag buchbar. Da nutzt die Telekom eine Lücke in der Verordnung, die nicht vorschreibt, wo ein Tarif buchbar, sondern nur nutzbar ist.


    Mit dem Teil des Auslandsvolumens meinst du sicher die FUP in einigen Ländern, wo nur ein Teil zum Inlandspreis herausgegeben werden muss. Danach können Aufpreise in Höhe der max. Großhandelspreise genommen werden. D.h. es ist nur ein kleiner Teil der Pakete im Ausland nutzbar (ohne Aufpreise). Dies trifft insbesondere in billigen Ländern bzw. für billige Tarife zu und auch für sog. "offene Datenpakete", hierzulande gerne Flatrates genannt.


    Mein Vorschlag war es ja gerade für die Telekom, diese FUP anzuwenden. Dazu muss sie sie publizieren mit Aufpreisen etc. und dem max. Datenanteil für StreamOn zum Inlandspreis. Ein Problem ist, dass das StreamOn Add-on nicht bepreist ist. Daher wird das zugrundeliegende Paket genommen bei der Berechnung der FUP und für ein 50€ Paket müssen ab 1.1.18 dann immerhin ca. 14 GB zum Inlandspreis rausgegeben werden, bevor Aufpreise erhoben werden können.


    Da ist Vodafone besser raus, denn sie verkaufen ja ihren Vodafone Pass als zusätzliche Option, nicht als automatische Dreingabe kostenlos. Hier wird sich die BNetzA wohl mit den anderen Regulierern abstimmen müssen, dass das kein Chaos gibt, denn Vodafone führt diese Pässe gerade in vielen EU-Märkten ein. Ihr Modell hat aber den Vorteil bei einer FUP, dass nur der Preis der Option, nicht des zugrundeliegenden Pakets herangeholt werden muss, bei der Bestimmung der max. Streaming-Datenmenge in der EU zum Inlandspreis.


    Darum sind die Vodafone-Pässe viel intelligenter entworfen. Werden die gleichen Regeln wie bei der Telekom angewandt, ist nur der Video-Pass kritisch bei der Netzneutralität und die EU-Nutzung bei allen Pässen. Und für 5€ (Chat, Social, Music) oder 10€ (Video) müssen sie bei einer FUP nur wesentlich weniger zum Inlandspreis in der EU rausgeben, als die Telekom mit 50€+ Gesamtpaketen.

    Vor Gericht wird Telekom keine Chancen haben, denn über die gesamte Ausgestaltung von StreamOn bezüglich auf die Netzneutralität kann man zwar unterschiedlicher Meinung sein.
    Die BNetzA hat jetzt lediglich die 2 Punkte herausgenommen und angemahnt, die so eklatant gegen bestehende Bestimmungen verstoßen, dass dies selbst ein Blinder sieht.


    1.) EU Roaming: Unter den Roam-like-(at)-home-Regeln der EU muss jeder Tarif, der im Inland gilt, grundsätzlich ohne Aufpreise im EU/EWR-Ausland auch gelten. Von diesem Grundsatz gibts nur die Ausnahme, wenn man überhaupt nicht im Ausland roamt oder sich komplett als Anbieter aus wirtschaftlichen Gründen davon befreien lässt.


    2.) Netzneutralität: Es dürfen keine Angebote technisch bevorzugt oder benachteiligt werden. Was bedeutet: Es sind bei den Stream-Angeboten keine Qualitätseinbußen erlaubt, d.h. 4k oder 8k Streams müssten auch kostenfrei sein, also im Endeffekt 25-80 MBit/s kostenfrei, statt nun ca. 1 MBit/s.


    Das ist beides so offensichtlich nicht erfüllt, dass sie da kein deutsches Gericht auf ihre Seite bekommen.
    Aber sie können den Tarif leicht modifizieren und schon wird er kompatibel:


    für 1.) da gibts zwei Möglichkeiten:
    - EU-Roaming allgemein für den Tarif sperren, wäre aber brachial gegen den Resttarif
    - die sog. FUP in der EU-Roaming-Verordnung anweden, die ja gerade für "offene Datenpakete" gemacht ist und Aufpreise nehmen im Roaming. Das machen unsere Nachbarn in Österreich und Polen mit ihren normalen Paketen. Wenn man den Aufpreis für die StreamOn-Option extrem gering hält, müssen auch kaum Daten zum Inlandspreis im EU-Roaming herausgegeben werden, sondern zumeist mit Aufpreis in Höhe des max. Großhandelspreises. Ist natürlich peinlich, dass ausgerechnet der teurste Anbieter in Deutschland die Regeln anwendet und die anderen weitgehend nicht.


    für 2.) muss sich die Telekom technisch was einfallen lassen:
    - alle Daten müssen technisch gleich behandelt werden, ein Downgrade der Video-Streams ist nicht erlaubt. Will man hoch auflösende Streams vermeiden, muss die Geschwindigkeit der Daten gedrosselt werden. Da führt kein Weg daran vorbei, dass dies dann für alle Daten gelten muss. Es bleibt ihr also nur etwas über die allgemeine Downloadgeschwindigkeit zu drehen, d.h. ggf. verschiedene Pakete mit unterschiedlichen max. Geschwindigkeiten für alle Downloads.


    Das ist ja gerade das Herz der Idee der Netzneutralität: Alle Daten sollen gleich behandelt werden. Man kann schon den Auswahlprozess bei den Streaminganbietern als Priorisierung bemängeln. Die dann aber auch noch technisch (und nicht nur finanziell/tariflich) ungleich zu behandeln, geht halt nicht.


    Die Telekom wollte auf Zeit spielen mit dem Aussitzen. Das hat nicht geklappt. Jetzt kommt die Klage gegen die Entscheidung der BNetzA. Das wird wieder nicht klappen. Netzneutralität ist ein Herzstück europäischer Internet-Politik. Die BNetzA hat sie technisch interpretiert und ist damit auf der sicheren Seite. Viele lehnen schon die tarifliche Bevorzugung als Verstoß ab. Das ist aber rechtlich wacklig. In der Zwischenzeit kann man sich ja mal was bei der Telekom überlegen. Der Plan B hätte schon nach den "Bedenken" der BNetzA da sein müssen.