Beiträge von wolfbln

    In der Schweiz hat Salt ja den Test "verloren" und nur ein "gut" bekommen. Die sind darüber richtig sauer. Teilweise begründet, teilweise auch nicht. Aber damit machen sie es eigentlich nur noch schlimmer:


    https://www.salt.ch/media/pres…ber%20Netzwerk-Update.pdf


    Wenn es nicht so anti-deutsche Untertöne hätte, würde ich ihnen ja recht geben:


    " Es ist doch überraschend festzustellen,
    dass die beiden Mobilfunkanbieter, welche Zusatzdienstleistungen von Connect beziehen, ex
    aequo den Test gewinnen und mit dem Prädikat “hervorragend“ beglückt werden. Dass
    dasselbe Deutsche Privatunternehmen bestimmt, wie gemessen wird, welche Koeffizienten
    genutzt werden und wie Resultate präsentiert werden, entspricht nicht der Best Practice
    unserer Industrie. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil es in Ländern wie dem
    Vereinigten Königreich oder Frankreich Beispiele von abgestimmten Quality of Service (QoS)
    Kampagnen gibt. In den genannten Ländern wird die verwendete Methodologie transparent
    zwischen den Mobilfunkanbietern diskutiert und die Messungen werden von einer
    unparteiischen, nichtgewerblichen nationalen Organisation durchgeführt.
    "


    In der Schweiz müsste sich Telefónica wirklich die Kugel geben.

    Diese Netztests erklären aber mehr als irgendwelche Ausflüchte, warum bei uns die Preise so abartig teuer sind. In Österreich bieten sie bessere Netzqualität bei Bruchteilen deutscher Preise (und höheren LTE-Lizenzgebühren) und das in der Schweiz bei wesentlich besseren Niveau auf Basis dieses Wechselkurses EUR:CHF mal was günstiger ist. Da muss man schon lange suchen.


    Wir haben also 2 "Premiumanbieter" wie Chip das nennt, die mit die höchsten Preise im Mobilfunk in Europa nehmen. Gleichzeitig sind sie massiv im Breitbandausbau involviert und versuchen alles, damit LTE keine Ersatztechnologie wird.


    Darunter werkelt ein Billiganbieter, der für den kleinen Geldbeutel (zu wirklich in Europa interessanten Tarifen) oder minimale Ansprüche genug ist. Wenn man Glück hat in einigen Bereichen auch mal für mehr. Dessen Preisdruck kann aber den Platzhirschen nichts anhaben. Die wildern selbst im Billiggehege mit ihren Resellern, die kein LTE bekommen.


    Wenn wir hier von den Millionen Telefonica-Kunden, die sich mit der Minderleistung begnügen sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass alle Vodafone- oder Telekom-Reseller ohne LTE auch nicht über 500 Punkte kämen und doch auch Millionen Kunden haben.


    Das ist ja das Idiotische: in Deutschland sind die Preise so hoch, dass man zu den schlechteren Discountern geht, weil die anderen nicht bezahlbar sind. International zeigt sich aber, dass ein Discounter-Netz niemals einen Marktanteil von ca. 35% der Kunden halten kann, sondern max. 20% des Umsatzes erwirtschaftet.


    Daran wird sich nichts ändern. Es gibt keinen Preisdruck und die Kunden werden von Telefónica gehen, wenn sie höhere Ansprüche haben. O2 hat als einziger Netzbetreiber im Q3 negative Prepaidzahlen gemeldet, die Verträge dauern wegen ihrer Laufzeit noch.

    Man kann jetzt über die Metrik, Methodik usw. alles sicher streiten, auch über Routenführung etc. Das Gesamtergebnis Telekom vorne, Vodafone knapp oder weniger knapp dahinter und Telefonica abgeschlagen auf Platz 3 bezweifelt keiner hier.


    Da aber der Netztest genauso mit ähnlicher (sicher strittiger Methodik) durchgeführt wird, kann man eher etwas in der Zeitreihe und im.Vergleich zu Österreich/Schweiz ablesen:


    1.) Die deutschen Netze werden international immer mehr abgehängt. Nur die beiden schlechtesten Netze aus AT, CH sind schlechter als unser bestes.


    2.) Der Abstand zwischen Telefonica und den beiden anderen ist eher gestiegen als gefallen. Das Netz ist angesichts gestiegener Anforderungen schlechter geworden.


    Auch ich halte die Telekom für zu gut beurteilt, denn es wurde überhaupt nicht indoor gemessen. Die Netze wurden auch nicht in ländlichen Gebieten fernab der Fernstraßen getestet. Dort kann man über ein gut oder sehr gut nur den Kopf schütteln.


    Das alles ändert nichts an der Katastrophe für O2. Das Netz mag ja stellenweise ganz gut sein, bundesweit wurde ein vernichtendes Urteil ausgesprochen. Wenn sie das nicht schleunigst in den Griff bekommen sind sie weg vom Fenster. Sie waren der einzige Netzbetreiber, der im Q3 negative Prepaidzahlen hatte. Hier gehts los, denn sie werden diese Kundenzahl nicht halten können. Sie sind durchaus brauchbar für den Hausgebrauch oder den Binnenbereich mit guter Abdeckung zum Billigpreis, nicht aber als ernstzunehmender Bewerber um ein "Premiumnetz". Vielleicht wäre die alte Eplus-Strategie mit der Konzentration auf ein Ziel besser, als alles gleichzeitig zu machen: Konsolidierung, Überlastung in Städten beseitigen und Netzexpansion. Das muss schiefgehen.

    Deutschland ist wie ich befürchtet habe abgehängt worden. Nur Salt in der Schweiz und T-Mobile in Österreich mit schwierigerem Terrain ist schlechter als unser "Premiumnetz". Grundsätzlich wurden ja die Chip-Ergebnisse bestätigt. Telefonica und das ganze Land wurden aber deklassiert, wenn man sich das anschaut. Selbst Vodafone in Spanien ist inzwischen besser als die Telekom in Deutschland nach den gleichen Kriterien im P3-Netztest.
    Ich kann mich deshalb auch nicht für die Telekom freuen, wenn sie genau damit wieder werben wird und mit einem Test, der 100% outdoor misst und eine Indoorschwäche daher auch gar nicht erkennen kann. Für Telefonica ist es eine Katastrophe, dass der Abstand weiter wächst. Die meisten Kunden im deutlich schlechtesten Netz hat weltweit keiner. Da müssten sie es schon auf die Dauer verschenken, um das zu halten.

    Das Ranking war auf Prepaid bezogen und da steht es auch fett darüber.
    Ich finde es eher problematisch, dass hier viele von den tollen Telefónica-Roamingpartnern in LTE sprechen. O2 hat in Deutschland zwei völlig verschiedene Roamingplattformen für Postpaid und prepaid. Die Reseller setzen jeweils darauf auf. Während sie im Postpaid durchaus einigermaßen aufgestellt sind, fehlt im Prepaid jedes LTE, auch ist die Netzauswahl stärker eingeschränkt.
    Damit ziehen sie allerdings mit den Resellern von Telekom und Vodafone gleich.


    Ein Beispiel ist London. Dort ist 3G von O2 und auch 4G (nur auf B20-800Mhz!!!) hoffnungslos überlastet. Es fließen praktisch keine Daten. Wenn man nicht ins 4G von Vodafone oder EE kommt, kann man Datengebrauch vergessen. Man kommt aber nur mit Telekom, Vodafone - beide Prepaid und Postpaid ohne Reseller und O2 ausschließlich Postpaid da rein.

    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Sehr unattraktiv!


    Bei Telekom Twist: https://www.t-mobile.cz/balicky-twist#data


    Martyn, wie du dich täuschen kannst! Eigentlich wollte ich ja den Tarif für mich behalten und allgemein sind auch tschechische Tarife eher teuer. Das ist richtig und ich hätte dort nie gesucht, wenn ich nicht einen Tipp bekommen hätte. Denn auf der von Dir verlinkten Seite ist seit einigen Wochen ein Hammer versteckt. "neomezeně" heißt unbegrenzt.
    Ich übersetze mal die Datenoption auf Deutsch: die Telekom als T-Mobile in CZ verkauft im Prepaid eine unbegrenzte 24h-Tagesdatenflat für 99 Kronen (3,89 €). Soweit ist das noch nichts besonderes. Jetzt aber der Hammer: sie gilt auch ohne Mengenbegrenzung (FUP) im EU-Roaming und rennt in Deutschland auch in den LTE-Netzen von Telekom und O2 mit vollen Speed. T-mobile CZ wie Telekom DE nennen überhaupt keine FUP.
    Eine wirklich unbegrenzte Tagesflat im Telekom LTE-Netz in Deutschland gibt es nicht für Prepaid, auch nicht bei O2. Ich konnte es selbst nicht glauben nachdem ich den Tipp bekam. Ich habe mir die SIM besorgt und getestet. Ich habe 6GB an einem Abend den Tatort über Zattoo gestreamt. Seitdem kann ich nun wirklich bestätigen, dass sie nicht limitieren (oder höher).


    Wer mal Tage mit sehr intensiver Datennutzung hat und deutsches Telekom LTE braucht, sollte also vorher in Tschechien vorbeischauen. Den Twist Starter gibts für 200 Kronen mit der gleichen Aufladung anonym in vielen Supermärkten. T-Mobile Twist ist dort Marktführer bei prepaid, also leicht zu kriegen.


    Der oder die Haken: Die Tagesflat soll wohl im nächsten Jahr auf 129 Kronen steigen und tschechische T-Mobile SIM-Karten sind nicht vom Ausland aufladbar. Nur mit CZ-Kreditkarten oder CZ-Online Banking oder Ladebons in CZ, nicht mal die üblichen Abzockagenturen - keine Chance. Wenn einer dorthin fährt, kann er gerne für mich nachladen:-) Bei eBay werden Aufladungen mit ca 50% Aufpreis verkauft. SIM-Karte und Aufladung sind bis zu einem Jahr gültig.


    Das sind genau die Tarife, die ich im Roaming suche für meine Übersicht: die billigeren Standardraten von 0,9ct/MB für Minimalnutzung bis zur unbegrenzten Tagesflat zu 3,89€ im Deutschen Telekom-LTE für Intensivstnutzung. Gibt es einfach nicht so auf dem Markt hierzulande. Wäre aber auch schön, wenns mal was gibt ohne allzu viele Haken, die man erst beim Probieren rausfindet und für den Normalnutzer (mit so 1-9GB/Mon.) gäbe.

    Zitat

    Original geschrieben von Mr. Suicid
    Mal blöd gefragt, wieso Vodafone ganze zwei Noten hinter der Telekom? Durch den hohen LTE 800 Anteil bin ich mit Vodafone Indoor ganz zufrieden wo wohl die Telekom grosse Probleme hat. Auch wenn sie auf die Gesamtfläche die etwas bessere Abdeckung besitzt.


    Das würde ich auch nicht als 2 Klassen schlechter verstehen wollen. Vodafone kommt in Telefonie, Roaming, IoT-Nutzung, Preis-Leistung, und noch ein paar Kategorien sicher an Telekom ran. Wenn wir die Telekom als das nationale Optimum momentan definieren wollen, gibts nur ein paar Mängel bei denen. Bei der IFA hat man sie auf einer Pinnwand gesammelt: zu teuer, keine U-Bahn-Abdeckung (in Berlin), schlechtes Indoor und noch ein paar Dinge.


    Bei Vodafone treten die Mängel schon deutlicher in Erscheinung. Durch das Setzen auf L800 in den Städten hat man zwar besseres Indoor, aber auch Überlast an mehr Standorten wie die Telekom. Bei Telefonie ist das noch zu verkraften, aber die Flächenabdeckung mit LTE ist niedriger und Vodafone ist auch das Netz, wo momentan am wenigsten passiert. In Spanien hat Vodafone den P3-Netztest 2017 mit 902 Punkten gewonnen, in Deutschland lag der Wert 2016 bei 841 und selbst die Telekom lag nur bei 887 Punkten. Da würde ich mich sehr wundern, wenn sich Vodafone in Deutschland sehr verbessern würde. Aber Vodafone kann sicher ein vernünftiger Kompromiss aus Preis und Leistung sein.


    Sogar was O2 angeht haben besonders die Münchner, Stuttgarter usw. Glück. Denn sie haben ein durchaus gutes Netz in ihrer Stadt. Sie dürfen nur nicht die Stadtgrenzen überschreiten. Es gibt Bereiche da ist das eine reine Katastrophe. Ich kenne mehrere Städte in Brandenburg, die sind bereits seit Monaten ohne O2-Netz (nicht mal GSM). Hier gehts mir nicht um Bashing und ich hoffe sehr, dass sie die Kurve kriegen. Wir brauchen einen Anbieter, der Preisdruck macht. O2 ist daher auch OK, wenn man weiß, worauf man sich einlässt. Das kann stationär die billigsten Daten liefern, wenn es denn liefert. Aber ich würde immer eine Fallback-Lösung dabei haben.....


    Was den intern. Vergleich angeht: Telekom und Co. wollen ja alle in der 1.Liga mitspielen. Dann müssen wir uns auch in der Champions League messen. Sicher haben wir gute Netze in weltweiten Durchschnitt, aber ggü. den OECD-Staaten wirds schon eher mittelmäßig. Ein "Premiumnetz" verstehe ich als Prädikat, auch im internationalen Vergleich. Vielleicht sieht es Chip als Primus von 3 mehr oder weniger durchwachsenen Netzen in Deutschland. Das ist OK. Dass bei einem Ranking einer Erster wird, also Primus, ist ja unvermeidlich und dass der Zweiter in einigen Feldern an ihn auch ran kommt, oft auch, wie es auch einen Verlierer gibt. Dann aber von 2 "Premiumnetzen" zu sprechen ist doch einfach Augenwischerei. Oder anders ausgedrückt: Heißt "Premium" denn nur so, weil alle anderen schlechter sind (bzw. in unseren Fall O2, was nun nicht so schwer ist), oder weil die Gesamtleistung im internatl. Wettbewerb so klasse ist? Warten wir auf den nächsten Test...

    na ja, ich finde den Test industrie-gesponsort und völlig falsch, vor allem, wenn man ihn international vergleicht.
    Laut Aussage von Chip haben wir 2 exzellente Handynetze im Land mit einem Premiumangebot. Damit sollen wohl auch deren Premiumpreis gerechtfertigt werden.


    Wenn Martyn mit völlig beliebigen Zahlen hier hantiert, macht das auch Chip.
    ##% Abdeckung heißt denn was? Bevölkerung oder Fläche? 95% Bevölkerungsabdeckung heißt nur gut 80% Fläche.
    Die Flächenabdeckung nennt kein Betreiber freiwillig in Deutschland. In Frankreich ist das Pflicht und in der Schweiz selbstverständlich.


    Dort erreicht Sunrise 99,7% Bev. bzw. 93,4% Fläche. Das ist Premium für so ein schwieriges Terrain, nicht die 95/80% der Telekom. Wenn sie sowas als Premium verkaufen, dann sind sie entweder von der Industrie bezahlt oder auf dem intern. Auge blind, wo die Benchmark schon viel höher liegt.


    Hier müssen wir auf den P3-Netztest von Connect warten, der die gleiche Systematik in D, AT, CH, ESP usw.hat


    zur Telekom: Ein Netz kann nicht Premium sein, dass aktuell die Ballungsgebiete etwa nur zur ½ mit LTE800 abdeckt und man damit auch in jedem 2.Gebäude kein Netz hat. Da hilft ihnen der Top-Score nicht, wenn man nur outdoor misst.


    zu O2: Momentan passiert einiges. Ob das zu wenig oder zu spät ist, wird sich noch zeigen. Aber Martyn 20% LTE ist doch völlig bescheuert. Etwa 70% der Deutschen lebt in Städten, d.h. sie hätte nicht mal jede 2. Stadt mit LTE abgedeckt. Bei O2 ist in Städten das gegensätzliche Problem zur Telekom da. Während bei der Telekom L800 fehlt, ist bei O2 L800 überlastet, weil L1800 fehlt. Es ist außerhalb der Vorzeigestädte M, S, P und ein paar anderen grotten langsam. In Berlin so 5 Mbps durchschnittlich ggü. dem durchschnittlich 10-fachen Wert der Telekom outdoor.


    Ich würde nach meinen intern.Erfahrungen andere Prädikate an die Netzanbieter ausgeben: Telekom - zufriedenstellend mit Mängeln indoor, Vodafone mangelhaft, dadurch aber ein ganz gutes Zusammenspiel von verschiedenen Mängeln und O2 ungenügend wegen zu schlechter Flächenabdeckung mit LTE (wir sind bei max.60% Fläche), Problemen mit der Konsolidierung (viele wissen nicht, ob morgen ihr Sender abgeschaltet wird - es gibt 1000ende Kill Sites) und Überlastung in Städten und bei Veranstaltungen. Lebe ich in einen anderen Land als Chip?

    Bei Polen hast du recht und auch Österreich ist nicht so prickelnd bisher. Ob es allerdings eine "Nischenlösung" ist und bleibt hängt von den Preisen nicht zuletzt hierzulande ab. Und die bleiben ziemlich hoch im Vergleich, insbesondere bei Prepaid und im LTE der "D-Netze".


    Momentan gibts noch zu viele Barrieren: manche SIM-Karten bekommt man nur im Herkunftsland wegen der Registrierung, dann die verwendeten oder angedrohten FUPs, dann machen auch einige Betreiber mit den Aufladen von Ausland aus Probleme und schließlich gibts Anbieter, die rücken gar kein LTE im Roaming raus oder lassen sich sonstwas einfallen. Daneben muss man auf der Konsumentenseite entsprechend ausgerüstet sein: ein Dual-SIM-Gerät oder 2. Handy ist bei Dauerroaming unerlässlich, denn man will ja auch zu vernünftigen Kosten aus Deutschland angerufen werden können.


    Ich würde sagen, da haben die Grenzbewohner mal Vorteile. Ob es sich für die Binnenländer lohnt muss sich noch erweisen. Ich warte erstmal ab und teste weiter SIM-Karten aus Spanien, Italien, Tschechien. Ich benutze schon gar keine "deutschen" Daten mehr. Nächstes Jahr schaun wird dann mal...

    Nein, geht nicht. Es geht zwar theoretisch online, aber nur mit dem belgischen e-ID, dem elektronischen Personalausweis. Mit einem Ausweis von außerhalb Belgiens musst du nach Belgien in ein Geschäft der Netzbetreiber oder anderen Registrierungspunkt.