Beiträge von wolfbln

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    Original geschrieben von rudolfm
    Die Berichtserstattung ist mal wieder schrott. Nicht Aldi sondern die Post erledigt die identifizierung, und die Post akzeptiert die Papiere dieser "Flüchtlinge" nicht.


    Damit machst du es zu einem Problem der Post und des PostID. Ist aber falsch. Die Betreiber, also Aldi Talk bzw. Telefonica bestellen die Leistung bei der Post, wie Vodafone bei WebID. Sie könnten auch Aldi in den Läden registrieren wie Aldi Süd. Wollen Sie aber nicht. Dann hat die BNetzAG Richtlinien herausgegeben und aus Kostengründen fallen einige unter den Tisch. Die Betreiber wollen nicht mehr bezahlen, aber auch die Registrierung möglichst nicht selbst machen. Das alles dann zu einem Post-Problem zu erklären ist zu einfach. Nur wird es wieder mal auf dem Rücken derjeniger ausgetragen, die sich vermutlich am wenigsten wehren können: Ausländer und Flüchtlinge.

    Das Problem mit den "Flüchtlingen " liegt woanders, nur momentan sind alle beim Thema sehr empfindlich und schreien gleich auf beiden Seiten.


    Es stimmt tatsächlich, dass WebID nur ca. 50 Nationalitäten registriert, das OnlineID von Aldi ein paar mehr so um die 80. Wer keinen Pass oder Personalausweis aus diesen Ländern vorzuweisen hat, wird abgewiesen. Das betrifft z.B. auch Brasilianer, aber nicht Russen. Auch die "Aufenthaltstitel" von Flüchtlingen gehen im VideoID nicht.


    Das ist nicht irgendwie politisch ausgesucht, sondern Konsequenz aus der Umsetzung des neuen Gesetzes. Der Gesetzgeber wollte die Registrierung in den Shops. Die Betreiber wollten das nicht wie Aldi oder Lidl. Dann kam man auf die Idee der online Registrierung. Die BNetzAG hat die Richtlinie ausgearbeitet. Danach müssen Muster und Schulungen zu allen Ausweisen gemacht und gespeichert werden, die sie verifizieren. Das sind weltweit Hunderte Dokumente.


    WebID und PostID für Aldi machten dann eine typische 80/20 Entscheidung und da fallen halt viele über den Tisch. Bei den Betreibern können sie in die Läden und dort registrieren, aber bei den online Marken nicht. O2 nimmt Aufenthaltstitel und sogar die "Fiktionsbescheinigung" (wer nicht weiß was das ist -> googlen) als Ausweis im Shop. Aber online gehen auch keine vorläufigen Papiere, auch nicht die von Deutschen.


    Ich habe da schon länger darauf hingewiesen und finde es weiter problematisch, dass bis auf Ortel, Vodafone, Lebara und AyYildiz kaum jemand die Länderlisten veröffentlicht und was/wer geht und was/wer nicht. Denn die Leute kaufen die Produkte, können sie aber dann nicht registrieren, aber auch nicht mehr zurückgeben, da die Packung geöffnet wurde und damit die Rücknahme verweigert wird.


    Man könnte daraus z.B. die Forderung erheben, dass "Zweitmarken" doch auch in den Shops der Betreiber registriert werden können wie in vielen anderen Ländern auch. Zumindest wenn es anders nicht geht, aufgrund eines Ausweisdokuments, das zwar zugelassen ist, aber nicht akzeptiert wird von den online Registrierern.

    Das mit EDEKA-mobil dürfte ja wohl klar sein. Du kommst ja auch nicht ins LTE-Netz im Inland.


    Momentan gehen nur 2 deutsche Prepaid-Anbieter mit LTE im Ausland:
    - Magenta Mobil Start und Data der Telekom (möglicherweise auch FCB mobil als Rebrand)
    - Vodafone CallYa in allen Tarifen und Websessions


    Alle Reseller der Telekom und Vodafone gehen im In- und Ausland nicht im LTE-Netz. Dabei gibts ein Unterschied bei den genutzten LTE-Netzen: bei Telekom gibts oft mehrere Partner im Ausland (nur kein Vodafone), bei Vodafone zumeist nur das bevorzugte Partnernetz, also jeweils entweder Vodafone oder Vodafone-Partner.


    Eine Sonderrolle beim Roaming hat Telefónica/O2 und ihre Zweitmarken. Die haben im Inland zwar inzwischen durchgehend LTE, aber nicht im Auslands-Roaming. Telefónica Prepaid bietet bisher kein LTE-Roaming für sich und alle Zweitmarken im Ausland an.


    Da insbesondere in Urlaubsgebieten in diesem Sommer die 3G-Netze zunehmend überlastet waren (das war je nach Land und Netz etwas unterschiedlich), kann für manche der Aufpreis für 4G-Angebote schon das Extra-Tempo und mancher Orts auch die größere Abdeckung wert sein. Man kann aber auch die Taktik verfolgen, mit 3G erstmal sich eine Basisversorgung aufzubauen und ggf. sich dann vor Ort noch eine lokale SIM im LTE-Netz zu kaufen. In vielen EU-Ländern und außerhalb sowieso ist das immer noch günstiger, wenn man mehr Daten will und länger bleibt.



    Apropos: die Ausgangsfrage des Threaderstellers ist doppelt falsch:
    - die Schweiz hat nicht komplett die Abschaltung von 2G/GSM im nächsten Jahr angekündigt. Sondern ein Netz Sunrise bis Ende 2018, die Swisscom und Salt erst 2020.
    - damit stehen dann dort natürlich nicht nur 4G/LTE zur Verfügung, sondern natürlich auch sehr gut ausgebautes 3G/UMTS/HDSPA.
    - es hat bisher kein EU-Land die komplette 2G/GSM-Abschaltung für 2018 angekündigt. Es wird aber zunehmend 2G- oder 3G-Spektrum für LTE umgewidmet (900 Mhz, 1800 MHz, 2100 MHz).
    - bereits ganz ohne 2G, aber mit guten 3G und 4G sind: Singapur, Australien, USA (was dort bisher nur AT&T betrifft, dem Roamingpartner von Vodafone).

    Das ist aber weniger ein Problem bei LidlConnect als beim wichtigsten Mitbewerber.
    Lidl Connect aka. Vodafone roamt bei der Swisscom
    Aldi Talk aka. Telefónica roamt bei Sunrise.
    Beide bieten bei ihren Discountermarken kein LTE Roaming. Sunrise wird Ende 2018 2G abschalten, die Swisscom erst 2020. Bis dahin sollte LTE-Roaming dann gehen. Die Schweiz hat auch hervorragende 3G-Netze.
    Und es ist auch klar, dass 4G hauptsâchlich für Daten gebraucht wird und die sind in der Schweiz bei LidlConnect unbezahlbar.

    Re: Warum laesst man die ganzen "Orginal-Discounter" sterben?


    Zitat

    Original geschrieben von gts
    Denken Sie, dass es ein Fehler von Telekom und Vodafone ist, ihre LTE-Netze nur so spärlich für Wettbewerber zu öffnen bzw. an diese zu vermieten?


    Es ist vor allem nicht mehr zeitgemäß. Sie wollen in 3 Jahren mit der Vermarktung von 5G beginnen und bieten bisher noch nicht einmal 4G bei ihren "Volksmarken". Das sind ja nicht mal "Mitbewerber", sondern zumeist eigene Unterfirmen wie otelo oder congstar,


    Ich denke, dass 3 Gründe immer noch die beiden Netzbetreiber davon abhalten:
    - der hohe Anteil an MVNOs in Deutschland, den sie lieber niedriger sähen
    - mit Blick auf O2 die massive Netzüberlastung in nur mit B20 (800 MHz) ausgebauten Bereichen. Bei Telekom ist in Städten bereits jetzt Überlast feststellbar und Vodafone hat da vielerorts auch nur B20.
    - die Angst der "Selbstkannibalisierung", d.h. dem Abwandern zu Untermarken. Nur das kann man über eine intelligente Preispolitik steuern.


    Warum testet Vodafone ihr Flex, also völlig zusammenstellbare Tarife ähnlich wie congstar nicht bei einer Untermarke? Warum bringt keiner "data roll-over", was in vielen Ländern bereits üblich ist. Das ist ein schöner Anreiz, nahtlos ein neues Paket zu buchen, wenn die ungenutzen Daten übertragen werden. In Deutschland gibts noch nicht mal ein Wort dafür, weil es das nicht gibt. Ich will ja gar nicht wagen, an "unbegrenzt gültige" Pakete wie z.B. in Polen zu denken. Alle diese Features könnten durchaus Aufpreise zur Folge haben, ohne dann vom Kunden verschmäht zu werden. Die Kunden schauen schon lange nicht mehr nur auf den pro-GB-Preis alleine.

    Zitat

    Original geschrieben von sensemunne
    Die 7 GB gelten auch im EU Ausland.


    Das ist korrekt. Wobei immer verschwiegen wird, dass es kein 4G/LTE-Roaming auf der Telefónica-Prepaid-Platform gibt.
    Also im Gegensatz zu den beiden anderen Netzanbietern, die 4G/LTE im Inland bei ihren Eigenmarken herausgeben und dann auch im Ausland, geht das bei AyYildiz nicht.
    Bei einem 7GB Paket ist das Fehlen des 4G/LTE im Roaming vielleicht schon relevant für manche.

    Die genannten sind die beiden besten Angebote in den beiden Kategorien:
    Vodafone CallYA Flex mit 4,5 GB für 19,97€ für 4G Roaming.
    Aldi Talk 5,5 GB für 14,99€ für 3G Roaming.


    Was sollen wir dir jetzt Vorschläge machen, die teurer werden? Zumal ja die Roamingnetze im Ausland nicht anders sein werden, wenn du andere deutsche Betreiber wählst. Dann müsstest Du sagen, wo du Zugeständnisse machen willst.


    Beim Vodafone Roaming ist zu beachten, dass nur Vodafone und Partnernetze zur Verfügung stehen, also zumeist nur ein Netz im Land, während Aldi/O2 zumeist in mehreren Netzen (nur nicht Vodafone) roamt. Dennoch ist oft der >25% Aufschlag gerechtfertigt.


    Es würde u.U. billiger mit einer ausländischen SIM, aber das hast du ausgeschlossen und du weißt nicht wo es hingeht. Beachte, dass die Schweiz nicht dabei ist und z.B. von Vodafone 1000x teurer berechnet wird. Irgendwelche Vertragslösungen lohnen sich nur über mehrere Monate und sind mit Kündigung und Aktivierungsgebühr aufwändiger. Da die Prepaid-Registrierungen momentan etwas klemmen können, das alles nicht im letzten Moment machen.


    Wenn Du einen Vertrag hast mit einem deutschen Anbieter. Hast Du mal gecheckt, ob er dir eine Roamingoption dazu verkauft bzw. ob die Inklusivleistungen ins EU-Ausland mitgenommen werden können? Das hängt vom Vertrag ab, könnte aber eine Alternative sein.

    Ja. Wir bräuchten dazu genauere Infos:
    Welche Länder? in der Reihenfolge des Abreisens.
    Wie lange so insgesamt das Roaming?
    Wieviel Daten so etwa anvisiert?
    Lte-roaming wichtig oder nur optional?
    Willst du alles auf einmal kaufen oder auch aufstocken, wenns nicht reicht?
    Muss es eine deutsche SIM-Karte sein oder geht auch eine aus dem Reiseland?
    Wird der Datentarif für Tethering /WLAN Hotspot oder VoIP gebraucht?


    Sonst kann man keine vernünftigen Vorschläge machen.

    Zitat

    Original geschrieben von wele
    Nachtrag: Der versprochene Anruf kam pünktlich. Aber: Portierte Nummern bekommen KEIN doppeltes Volumen. Kein Beinbruch, aber sehr ärgerlich. Gibt es nur für Freikarten. Habe ich - musste sie aber im Shop holen.


    Ui. Da habe ich aber Glück gehabt. Also mein Hotline-Mitarbeiter (mit so starken Migrationshintergrund, dass er kaum verständlich war) hat es bei einer Portierung auf Freikarte geschafft. Das DoubleGiga wird auch nur bei Freikarten (und Smartphone Special) beworben. Darum ist es schon denkbar, dass im Shop erworbene SIMs da ausgenommen sind. Liegt aber nicht an der Portierung. Muss man dann aber manuell bei der Hotline "anstossen".


    Der GigaBonus fürs "Funkloch" funktioniert weiter. Ist bis 30.9. verlängert worden. Aber nur 1x pro Monat und nicht mehr im Roaming (war sowieso nur "inoffiziell" möglich).


    Tethering / mobile Hotspot-Nutzung ging schon immer "inoffiziell" bei CallYa. Es sind keine "Sanktionen" bekannt geworden. Jetzt sind die Einschränkungen aber auch aus den Tarifkonditionen raus. Das habe ich sowieso nie verstanden. Vodafone könnte es doch eigentlich egal sein, wie seine Kunden ihre Daten verballern....

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    Original geschrieben von sailing2capeside
    Also "eindeutig" würde ich jetzt nicht sagen, eher so in 55 % der Fälle.


    Na ja, outdoor ist Telekom schon durchwegs der schnellste Anbieter (bis auf die U-Bahn). Der Speed ist zumeist höher als bei Vodafone und viel höher als bei O2. Indoor sieht es anders aus. Da hängts auch davon ab, ob man in einem mit 800/900 MHz ausgebauten Bereich ist oder nicht. Dort kann dann auch Vodafone und gelegentlich O2 besser sein.


    Ich nehme mal an für Telekoms B20 Bereich muss man auf der Netzausbaukarte "4G/LTE nur bis 50 Mbit/s" anklicken. Danach würden noch größere Teile vor allem im Osten der Stadt fehlen, aber kleinere auch in Mitte, Charlottenburg, Wilmersdorf.