Beiträge von wolfbln

    Wenn man die Situation indoor betrachtet, wird die Führungsposition der Telekom etwas relativiert. Es gilt: Band 20 geht besser durch Wände als Band 3 als Band 7. Darum habe ich mal die genutzen Bänder in der Tabelle dazu geschrieben.


    Da O2 und auch Vodafone zunächst eine Basisabdeckung mit 800Mhz gemacht haben und jetzt zumeist 1800 oder auch 2600Mhz ergänzen, die Telekom diese Basisabdeckung in den Städten mit 1800Mhz macht, ist sie da etwas im Nachteil. Das Band 20 ist aber inzwischen weitgehend im Stadtgebiet vorhanden bei der Telekom, aber noch nicht ganz flächendeckend.


    Problem ist bei O2: Wenn ich auch eine gute Indoor-Abdeckung habe, aber der Speed mir so abschmiert, weil die Kapazität nicht reicht, dann hilft mir die dann auch nicht so viel weiter.

    Mir ist schon bekannt, dass O2 viel plant. Aber ich kann nur vom Status Quo ausgehen und ich erkenne an, dass sie Fortschritte machen. Frage ist halt: geht das schnell genug???


    Mal ein typisches Beispiel, schon legendär: der Berliner Hauptbahnhof. Die haben diesen Bahnhof tatsächlich jahrelang nur von außen mit Band 20 versorgt, was zur Folge hatte, dass nichts mehr ankam. Er war fast völlig offline, auch kein 3G mehr. Man konnte sich nicht mal mit O2 eine Fahrkarte kaufen. Das ist der 5.größte Bahnhof in Deutschland mit ca. 300.000 Fahrgästen pro Tag. Jetzt habe ich mal nachgeschaut, weil ich Infos von O2 bekommen hatte, dass sich endlich was tut und er seit ein paar Tagen indoor versorgt werden soll und es ist tatsächlich spürbar besser geworden.


    Die Frage ist halt: ist das jetzt ein Erfolg, dass endlich was passiert ist oder ist es zu wenig und zu langsam? Das ist nicht nur auf O2 beschränkt: die fehlende U-Bahn-Abdeckung von Telekom/Vodafone hat schon die FDP hier zum Wahlkampfthema gemacht und ist auch einfach nur peinlich.


    Die Frage muss aber jeder für sich mit seiner Netzwahl entscheiden. Ich finde es aber wichtig, aufzuklären, wo die Stärken und wo die Schwachstellen liegen und das ist in Berlin dann gar nicht so einfach das "beste Netz" für einen zu finden. Ich z.B. habe mich jetzt für eine Dual-SIM-Lösung entschieden.

    Da ich im September in Übersee bin und mich die Betreiber gerade mit Boni zuwerfen, habe ich mich entschieden, Daten völlig sinnlos zu verballern und mal einen Netztest in Berlin zu machen.


    Ich bin da heute mit dem gleichen Dual-SIM-Gerät, einer SIM mit Telekom und O2 im Roaming (unbegrenzt) und einer CallYa SIM einen typischen Touristen-Trampelpfad abgegangen und habe die drei LTE-Netze mit Speedtests versehen. Es ging vom Bhf. Zoo zum Hauptbahnhof, in die U55, zum Reichstag, zum Brandenburger Tor und per S-Bahn zum Potsdamer Pl.


    Die Ergebnisse von heute nachmittag habe ich mal in dieser Tabelle zusammengefasst:
    https://picload.org/image/rwcwcaol/speedtestsberlin2017.png


    Jetzt mal nach Betreibern geordnet:
    Telekom: hat durchwegs die schnellsten Netze in der Stadt. An einigen Stelle zeigen sich zwar Überlastungen, aber richtige Einbrüche sind outdoor oder an Hotspots nicht zu verzeichnen. Einzige Ausnahme: die U-Bahn unterirdisch. Da geht nur EDGE und maximal WhatsApp durch.


    Vodafone: zeigt durchaus eine solide Leistung. Nicht so schnell wie Telekom, aber in diesem Bereich interessiert das wenige Nutzer. Kein richtiger Ausfall im Testgebiet, aber teilweise Überlastungen. Auch hier die große Ausnahme: die U-Bahn. Da fehlt häufig sogar EDGE, sondern ist reines GSM nur da, sodass nicht mal Messenger gehen.


    O2/Telefónica: klar auf Platz 3 mit sehr durchwachsenen Bild. Die gute Nachricht: es gab keinen Totalausfall mehr. Nach vielen Jahren haben sie den Hauptbahnhof jetzt endlich auch indoor versorgt und damit einen großen Black-Spot weniger. Grundsätzlich funktioniert O2 unter der Erde besser als darüber. D.h. das B3 U-Bahn-Netz, dass sie von Eplus geerbt haben ist momentan konkurrenzlos. Über der Erde gibts ein sehr unterschiedliches Bild. Wo sie ausgebaut haben mit B3, können sie durchaus schnell sein, aber viele Bereiche auch in den Innenstadt haben weiter nur B20. Da hängen gut 50,000 Einwohner an so einer Zelle und die ist dann völlig überlastet. Man wird ins 3G abgeschoben, das normalerweise ziemlich stabil ist mit etwa 20 Mbit/s. Dann bricht aber auch das 3G ein und es geht gar nichts mehr, denn der Lastenausgleich zum 4G aufwärts funktioniert irgendwie nicht richtig zurück. Großflächige Netzausfälle bei Straßenfesten im unausgebauten Bereich, wo dann für Stunden nicht mal WhatsApp ging, zeigt auch die mangelnde Redundanz. Es wird allgemein besser, aber sehr langsam - und da wo bisher nichts passiert ist, wurde es erstmal weiter schlechter. Ähnliche Messungen z.B. in München geben wesentlich bessere Werte für O2.


    Ergebnisse: Wer durchwegs gute LTE-Performance im Netz haben will und nicht den ÖPNV benutzt, insbesondere nicht die U-Bahn, ist bei Telekom und Vodafone mit 4G besser aufgehoben als bei O2. Bei O2 gibts immer wieder Lücken und langsame Spots insbesondere, wo Menschen sich ansammeln. O2 hat aber das beste Netz für die U-Bahn. Dort hat jetzt die BVG auch in fast allen Bahnhöfen kostenloses WLAN aufgebaut, das ganz gut funktioniert, aber nur im Bahnhof und nicht auf der Strecke dazwischen. Wenn man aber Telekom und Vodafone nutzt, muss man lernen, das Zeitfenster im Bahnhof zu nutzen, um eine Seite zu laden. Ist man bei O2, geht das auch gut auf der Strecke.

    Hi. Habe ich gerade das gerade hinter mir und Portierung ist auch möglich auf eine CallYa Freikarte. Nachträgliche Portierung gibt es aber weiter nicht. Vorher Nummer bei Congstar freigeben lassen. Dann in diesem Flex-Bestellformular "ich möchte meine Nummer mitnehmen" ankreuzen. An Besten das WebID gleich machen. Portierungsdatum und SIM kommen mit Post. Dauert etwa 2 Wochen von Prepaid. Genaueres steht hier: http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5716984#post5716983


    Allerdings gibt es die "Double Giga" Promotion wohl nur fürs Smartphone Special mit 2,5 GB für 10€ und die musste ich noch über die Hotline aktivieren. So könntest Du auch überlegen, zunächst auf einen Smartphone Special zu portieren und erst später in den Flex zu wechseln.


    Der Vorteil bei einer Freikarte ist halt, klappt irgendwas mit der Portierung nicht, dann hast du kein Geld rausgeschmissen. Wenn die Nummer nicht zu Vodafone wandert, bleibt die alte SIM bei Congstar geschaltet und erst wenn du wirklich Netz hast auf der neuen SIM, lädst du dann auf, weil ja auf einer Freikarte zunächst kein Guthaben ist.

    Wie ich schon beschrieben habe, ist nun eine Portierung auch auf eine Freikarte möglich. Dazu muss die Portierung gleich bei Bestellung der Freikarte angegeben und beauftragt werden. Die Nummer muss vorher vom alten Anbieter freigegeben werden. Von Prepaid auf prepaid dauert das so etwa 14 Tage, wenn nichts schief läuft. Nachträgliche Portierung gibts weiter nicht.


    Bei mir hats geklappt. Die Nummer war am Portierungstag übertragen. Allerdings muss man dann erst mit Guthaben aufladen, was vorher nicht geht, denn die Nummer ist ja noch nicht bei Vodafone.


    Danach musste ich aber noch etwas Feinarbeit betreiben. Erst waren im Smartphone Spezial überhaupt keine Daten drauf (!), die Hotline machte dann einen Reset. Anschließend suchte Vodafone 3 Tage lang nach meinem "Double Data" Bonus. Muss man alles einfordern, ist jetzt aber drauf.


    "Lieber Vodafone Kunde, wie von Ihnen gewünscht haben wir für Sie die Aktion "Double your Data" gebucht." Hm....sie bewerben das ganz groß auf hier ihrer Seite. Jetzt muss man sie sich aber offenbar noch "dazuwünschen" d.h. aktivieren.


    Weiss jemand, ob man "Double Data" nur einmal bekommen kann, oder für jede Aufladung von €15+?
    "Die Aktion Double Data gilt für alle Kunden, die zwischen dem 08.08 und 07.11.2017 eine CallYa Smartphone Special Freikarte online erwerben und spätestens bis zum 07.12.2017 eine Aufladung von mind. 15€ durchführen. Die zusätzlichen 1,25 GB Highspeed-Datenvolumen (auch im EU-Ausland nutzbar) gelten ab dem Tag der Aufladung für 28 Tage. Nach Verbrauch surfen Sie nur noch mit höchstens 32 kbit/s. Unverbrauchtes Highspeed-Datenvolumen verfällt mit Ablauf der 28 Tage."


    Das wird daraus nicht so ganz klar....

    Oh, ich kam gerade vor 2 Wochen aus Italien zurück. War am Gardasee ein paar Tage, aber andere schreiben in den Foren ziemlich das gleiche. Ich kann es aber ins prepaid Wiki nicht so deutlich reinschreiben, da es vielleicht nicht repräsentativ ist.


    Wind und Tre sind z.T. völlig überlastet, was 3G angeht. Manchmal geht da überhaupt niente. Da es die bevorzugten Roamingpartner von O2/Telefónica aus Deutschland sind, konnte ich das leider vor Ort bestätigen. Glücklicherweise kann man sich auch in TIM einbuchen. Seit ein paar Wochen gibts nationales Wind/Tre-Roaming in Italien, da beide Netze fusionieren wie Eplus/o2. Das macht aus zwei schlechten Netzen nicht unbedingt ein gutes, (wie wir auch hierzulande gesehen haben.)


    Grundsätzlich hast du die Wahl eine deutsche SIM im Roaming mitzunehmen. Bei Prepaid lässt dich aber nur Vodafone CallYA ins 4G von Vodafone.it oder die Telekom ins 4G von TIM. Oder du gehst in einen der 4 Netzbetreiberläden: TIM, Vodafone, Wind oder Tre und kaufst dir eine lokale SIM. Alle 4 haben 4G standardmäßig drin. Ausweis nicht vergessen, dort wird registriert. Die Datenpreise in Italien sind deutlich niedriger als in Deutschland bei Prepaid, aber die SIM kostet ein paar Euro. Sie sollte mindestens 1x im Jahr aufgeladen werden, um am Leben zu bleiben. Achte darauf, dass du einen kostenfreien Grundtarif hast.


    Mein Tipp: Wenn es dir um ein gutes Netz vor Ort an einer bestimmten Stelle geht, besser mit einer deutschen SIM im Roaming vortesten, welcher lokale Anbieter gut in 3G oder 4G läuft. Mit Roam like at home zahlst du da wenig drauf und hast Zeit, dann eine lokale SIM zu kaufen. TIM und Vodafone sind oft besser als Tre und Wind (auch zusammen), aber das ist örtlich verschieden. Was dann gut läuft vor Ort im Roaming, das kaufst du dann lokal.

    Da kannst Du nur auf die "Kulanz" des Anbieters hoffen, meist umsonst, denn er ist zumeist im Recht. Was willst Du machen? Die Schiffsnetze dürfen nur außerhalb der Hoheitsgewässer betrieben werden also 12 Seemeilen oder gut 20 km von der Küste weg, näher nur sehr eingeschränkt. Aber außerhalb der 12-Seemeilen-Zone gibts keine Hoheitsgewässer und damit auch keine EU. Die EU kann und darf also da nichts regeln.


    Die Kreuzfahrschiffe beachten auch die 12-Seemeilen-Zone. Rein technisch macht sie auch Sinn um Interferenzen mit den Landnetzen zu vermeiden. Über 20km gehen auch die Landnetze dann kaum mehr.


    Das Problem wird auch nur akut wegen der Fahrlässigkeit der Nutzer. Zunächst wird allgemein "Datenroaming" aktiviert, denn es gilt ja Roam like at home in Europa und dann noch die "automatische Netzsuche". Schließlich wird auch noch eine Benachrichtigungs-SMS ignoriert. Klar könnte man auf den Schiffen mehr darauf hinweisen - nur die verdienen ja daran mit.


    Sicher ist das alles Abzocke und ein Paradebeispiel gegen die Befürworter eines "Lass sie mal die Preise selber machen" der Anbieter und derjenigen, die meinen die EU "überreguliert" alles. Jetzt haben wir einen regulierten und einen unregulierten Bereich nebeneinander mit entsprechender Falltiefe wie auch EU- zu Nicht-EU-Ländern. Aber daraus kann man kein Argument gegen die Regulierung machen. Man kann nur warnen und aufklären, aber nichts weiter machen, wenn die Leute in die Falle laufen.


    Ich bin nur mal gespannt, wann Fluggesellschaften auf die gleiche Idee kommen. Handy soll ja in der Regel aus im Flieger oder in den Flugmodus. Die könnten genauso ihre Kunden in die Satellitennetze schlüpfen lassen.....

    Das scheint bisher so zu sein. Nur die Telekom verwendet offenbar eigene Ressourcen. Aber schon Congstar eine Fremdfirma. Es sind aber insgesamt nur 2 online Anbieter: WebID und PostID (nicht zu verwechseln mit dem PostIdent in einer Postfiliale).


    Gerade weil es nur 2 Anbieter sind und Vodafone einschl. Reseller einheitlich WebID nehmen, Telefónica und Zweitmarken nur PostID ist es ärgerlich, dass diese beiden Unternehmen dann nicht ihre Ausweispolitik klar online posten.


    Nach meinen Erfahrungen mit beiden Unternehmen gibt es inzwischen mehr technische Schwierigkeiten eine stabile Verbindung zu ihnen aufzubauen, als die konkrete Freischaltung (wenn man den richtigen Ausweis und das Gesicht dazu hat) zu bekommen. Selbst mit DSL (!) bricht die Verbindung ab, viele Smartphone-Browser gehen gar nicht usw......


    Dagegen habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Freischaltung nach der Prüfung jetzt doch in der Regel sehr zügig erfolgt. Sowohl Vodafone's CallYa als auch eine O2 Freikarte wurden mir nur Minuten nach erfolgter ID freigeschaltet. Wieso einige Freischaltungen dann so lange dauern, vermag ich nicht zu sagen. Eigentlich sollte diese Verifikation im Vorgang immer gleich sein.

    @ichhabehandy: Aber wie kommst Du an WhatsApp und Co. im Ausland?


    Es gibt etwas Bewegung im Markt. Die klassischen Produkte sind im Preis runtergegangen wie TravelSIM und Kopien. Und neue Produkte mit niedrigeren Preisen kommen aus sehr unterschiedlichen Ländern auf den Markt. Die neue Technologie, Roaming-Profile auf eine SIM zu buchen und damit lokale Raten zu bekommen (remote provisioning) macht Fortschritte.


    Es fragt sich halt, an wen sich so eine Roaming SIM richtet. Mit der EU-Roaming-Neuregelung ist ein wesentlicher Markt herausgefallen. Keiner würde sich eine solche SIM mehr für ein EU/EWR-Land kaufen, wenn er 'Roam like at home' bekommen könnte. Und für längere Aufenthalte außerhalb kaufen sich die Leute dann eine lokale SIM, was weiter in 200 Ländern (mit oder ohne Ausweis) geht.


    Ich sehe eigentlich für den Markt nur mehr 2 Zielgruppen:
    1.) Business-World-Traveller
    2.) übliche Reisende außerhalb der EU bis sie sich eine lokale SIM kaufen oder auch für Kurztrips und Cross-Country-Trips - also nicht so die großen Volumen oder lange Dauer.


    Die erste Gruppe wird auch von den WiFi-Router-Lösungen SkyRoam und GLocalMe umworben und da spielt der Preis dann nicht so eine große Rolle.
    Bei der zweite Gruppe zählt schon ein niedriger Grundpreis auch für Kurzaufenthalte. Gerade hier ist mit z.B. der DrimSIM aus Russland ein interessantes Produkt auf den Markt gekommen mit 180 Ländern und die meisten liegen so um 1ct/MB, was für eine Travel SIM sehr fair ist. Es basiert aber wieder mal auf einer Jersey Telecom Nummer. Ich teste sie gerade und werde mal später einen Bericht dazu reinschreiben.

    Hier mal die aktuelle Preisliste von O2 für die Schiffsnetze:
    https://static2.o9.de/blob/131…satellite-08-2017-pdf.pdf


    Die Abzockpreise: eingehende Gespräche kosten 1,59-5,16€/min, abgehende 1,92-6,55€/min. SMS sind noch relativ günstig zwischen 0,37-1,04€. Daten kosten 25€ pro MB.


    Es gibt zwar Namen, die wie Mobilfunkanbieter klingen (TIM, AT&T, Telenor), aber nicht nach deutschen. Vielmehr gibts manchmal das Problem, dass die Deckelung der Roaminggebühren durch den Betreiber (der sog. Kosten-Airbag) nur für Netze an Land gilt.