Beiträge von wolfbln

    Nach der Neuregelung der Prepaid-Registrierung gab es viel Chaos und Probleme. 6 Wochen sind ins Land gezogen und manches hat sich gelöst. Dennoch gibt es z.Zt. noch einige Schwierigkeiten:
    - einige Marken sind nur auf bestimmten Wegen registrierbar und nicht immer und für alle
    - der deutsche Personalausweis geht immer, mit anderen deutschen Ausweisen aber nur auf bestimmten Wegen
    - Ausländer, die hier zu Besuch sind oder für länger hier leben, haben wesentlich eingeschränktere Auswahl


    Ich habe jetzt alle 3 großen Registrierungs-Systeme mal für mich und andere durchprobiert und bin mit den gleichen Papieren und Angaben abgelehnt und angenommen worden. Hier meine Übersicht:


    Telekom und Reseller
    Telekom ist der mit Abstand restriktivste Registrierer. Das liegt daran, dass oft eine (Melde-)Adresse verlangt wird, aber viele Ausweise (wie fast alle Pässe) gar keine haben. Sie machen auch auf der Website falsche Angaben: Es reicht eben meist nicht nur der (deutsche) Reisepass, sondern sie wollen dazu noch eine Meldebescheinigung sehen. Die Angaben, wonach das nur für "Nicht-EU-Bürger" gilt, stimmen so nach meiner Erfahrung nicht. Telekom Magenta oder Start kann in den T-Punkt-Länden und per Video registriert werden, ebenso die dort verkauften Congstar. Die Regelauslegung ist in etwa gleich, jedoch vielfach vom Einzelfall abhängig. Manche bekommen die Aktivierung mit einer Hoteladresse oder mit irgendetwas hin, wo Namen und Adresse zusammen draufstehen und das offiziell aussieht, andere werden aber sogar mit dem Personalausweis abgelehnt, da der z.B. der belgische Personalausweis keine Adresse drauf hat, sondern die nur elektronisch darin abgespeichert ist.


    Die Telekom begründet diese Anforderungen mit dem neuen Gesetz, das ihre Mitbewerber und die BNetzA jedoch anders auslegen. Das hilft aber dem Abgelehnten nicht weiter, denn natürlich kann ein Anbieter im Rahmen seiner Vertragsfreiheit sich seine Kunden "aussuchen". Deshalb ist weiter äußerste Vorsicht bei der Telekom geboten, wenn man nicht ins Schema passt. Das Telekom Video Ident-Verfahren ist intern gelöst und nicht wie bei den anderen Anbietern ausgesourct. Viele Smartphone Browser gehen da schon mal nicht: Man braucht Google Chrome oder Mozilla Firefox. Telekom Video-Ident hat auch die eingeschränktesten Öffnungszeiten: werktags nach 21h und Sonntags ganztags läuft da überhaupt nichts.


    Lebara mobil und Congstar bieten da vielleicht einen Ausweg: Lebara registriert praktisch alle Nationen an ihren "Registrierungspunkten" also am POS und bietet zudem das gleiche WebID-Verfahren wie Vodafone an (s.u.). Für Congstar und die Sub-Marken PennyMobil und ja!mobil wird WebID (s. Vodafone) und PostIdent in den Filialen (s. O2) angeboten, was offener ist und vielleicht sieht es der Elektronikhandel wie Euronics und EP auch nicht so eng.


    Vodafone und Reseller
    Vodafone ist da schon deutlich liberaler als die Telekom. Man kann die Eigenmarke, also CallYa, in ihren Shops oder per Video registrieren. Die Shops, die zumeist Franchise sind, nehmen aber oft kreative Zusatzgebühren. In Berlin wurden mir für eine CallYa 10€ Registrierungsgebühr zusätzlich und 45€ Mindestaufladung genannt. Das scheint aber von Shop zu Shop unterschiedlich zu sein. Vodafone nimmt in der Regel die Adresse, die im Ausweis steht oder, wenn nicht die, die man sagt. Daneben registrieren auch einige Elektronikmärkte Vodafone am POS.


    Zweiter Registrierungsweg ist VideoIdent, das bei denen WebID heißt und von der gleichnamigen Firma erledigt wird. Dies ist auch häufig der einzige Weg für die Zweitmarken wie otelo, Fyve, Lidl Connect, usw. Nur Lycamobile scheint wie Lebara auch in den Shops zu registrieren zu sein. Das WebID hat auch Ausschlusslisten. So gehen vorläufige deutsche Ausweise/Pässe nicht und auch die Länderliste umfasst bisher nur ca. 50 Staaten. Die ist ziemlich identisch bei Vodafone und Lebara auf der Website zu finden, bei anderen Anbietern fehlt sie ganz. Man muss sich erst online vor-registrieren, das Videogespräch geht dann sehr schnell. Beim (deutschen) Reisepass interessiert dem Agent überhaupt keine Adresse mehr. Er nimmt ungeprüft die vorregistrierte. Geöffnet ist täglich 7-23h, auch sonntags.


    O2 und Reseller
    Telefónica ist am leichtesten und nimmt fast jeden. O2 ist in den Shops am POS registrierbar und auch bei einigen Resellern wie MediaMarkt/Saturn. Sie nehmen auch Ausweise, die andere nicht wollen: vorläufiger Perso/Pass, Kinderreisepass, Diplomatenpass, Visum, Aufenthaltserlaubnis, Ankunftsnachweis, sogar "Fiktionsbescheinigung" (gibts wirklich) und alle gültigen intern. Pässe und Ausweise mit Lichtbild.


    Fast alle deren Zweitmarken (Aldi Talk, Ortel, AyYildiz, Blau, Netzclub, WhatsappSIM, Fonic, Kaufland Mobil, Netto, Norma....) sind über die Post zu aktivieren. Entweder per PostID (als VideoIdent) oder das klassische PostIdent vor Ort in der Postfiliale. Nur Tchibo und Aldi Talk (nur Aldi Süd) gehen auch in der Verkaufsstelle. Das PostID als Video oder klassisch hat auch die meisten Länder anzubieten mit Pässen aus fast 100 Ländern. Leider wird wieder bei O2 diese Liste erst im Registrierungsverlauf gezeigt und die unterscheidet sich auch noch nach Video und in der Postfiliale. Ortel mobil hat sie komplett auf seiner Website genannt. Bei den anderen Marken Fehlanzeige - ist aber der gleiche Weg, darum sicher identisch.


    Das PostID als Video läuft etwas anders ab als das WebID von Vodafone. Sie erkennen auch vorläufige deutsche Ausweise/Pässe an und sogar den elektr. Aufenthaltstitel. Ferner hat man die Auswahl aus 5 Sprachen und das ganze soll "rund um die Uhr" gehen. Dort wird zwar auch ein Foto gemacht von mir, dem Ausweis und einer "Rückseite". Mit dem Pass wird eine praktisch leere Seite gescannt. Auf die Frage warum, wird auf die Vorschrift verwiesen. Die Adresse wird zwar genommen, aber nicht überprüft. Telefónica spricht auch nur von einer deutschen "Kontaktadresse". Man füllt zusammen mit dem Agent praktisch einen virtuellen PostIdent-Schein aus und sieht alle seine Angaben zur Kontrolle nochmal auf dem Bildschirm. D.h. wenn man 7 Vornamen hat, müssen die da auch alle drauf. Die Freischaltung bei O2 kam nur ca. 30 Minuten später.



    Also es gibt bei der Prepaid-Registrierung mal eine umgekehrte Servicewelt: Ich verleihe Telefónica die beste Bewertung vor Vodafone, während Telekom (mit Ausnahme der Reseller) da nochmal überlegen sollte, ob sie wirklich keine Amis und Chinesen mehr wollen. Und wenn halt nicht, dann sollten sie es klar sagen. Nun noch viel Spass beim Registrieren :-) Und im Anschluss nicht wieder über das Gesetz streiten. Es ist nun mal da und hier geht es darum, wie und wo man seine Registrierung bzw. Aktivierung bekommt oder auch nicht.

    Na ja. Ganz so einfach ist das nicht.
    Die EU-Regelungen zum Roaming sind auch nicht "gekippt" worden, sondern es gibt nur ein paar Ausnahmen zum Roam like at home.
    Ich habe mir ihre Preislisten angeschaut: WhatsApp SIM verhält sich aber völlig regelkonform.


    Der aktuelle Basistarif beinhaltet eine Schmalbandflat. Das heißt ohne Aufpreis ist Internet bis zu 32 kbit/sec in Deutschland erhältlich. Dies gilt auch im EU-Ausland. Damit kann man WhatsApp Messages verschicken, aber nicht Bilder, Audios oder Anrufe machen.


    Du kannst auch Pakete mit Einheiten = MB, mins oder SMS aufbuchen, die auch in der EU gelten und dann schnelleres Internet beinhalten.


    Von deren Roamingpaketen würde ich abraten. Die lohnen sich nur in der Schweiz.

    Zitat

    Original geschrieben von skyrimimi
    Ist das erwiesen oder reine Spekulation?


    Das ist nicht erwiesen, da Telekom sie nicht kommuniziert und es nicht alle betrifft; aber auch keine Spekulation, da eben viele betroffen sind, was wiederum nachweisbar ist. Die T-Punkt-Shops haben die gleichen Anforderungen wie das Video ID momentan. Darin besteht wenigstens Einigkeit.


    In prepaid Data Wiki mehren sich die Kommentare von Ausländern, die keine Möglichkeit hatten, eine prepaid SIM (insbesondere der Telekom und Congstar) zu registrieren. Bei O2, Vodafone und den Ethno-Betreibern sieht es dagegen anders aus. Darum wehre ich mich auch, das ganze Land auf die "Blacklist" mit Nordkorea und Djibuti zu setzen. In 200 Ländern bekommen Deutsche prepaid SIM-Karten, andersrum siehts jetzt etwas anders aus.


    Aber du kannst dir das leicht selbst ausrechnen: Du brauchst etwas (möglichst amtliches) mit deinem Namen und einer Adresse drauf. Was konkret durchgeht bei der Telekom, ist wohl vom Gutdünken des jeweiligen Mitarbeiters abhängig. Ich konnte mir bisher keinen richtigen Reim drauf machen. Nur der deutsche Personalausweis geht immer.


    Ein Brite, wo es kein Meldewesen gibt und keine Personalausweise, konnte eine Registrierung mit seinen Pass plus Führerschein von der Telekom bekommen, weil im Führerschein irgendeine Adresse drinsteht. Wenn er aber keine Fahrerlaubnis gehabt hätte (oder ein amtl. Dokument mit Adresse), dann hätte er keine Registrierung bei der Telekom bekommen. Ist das jetzt ein Beweis dafür, dass es geht oder nicht geht?


    Diese Zusatzanforderung führt dazu, dass Bürger von außerhalb der EU (also schon Schweizer) eine deutsche Meldebestätigungen brauchen und damit alle Touristen von Übersee ausgeschlossen werden. Bei EU-Bürgern ist es wohl so, dass wenn er/sie aus einem Land mit Meldewesen kommt, wie Spanien oder Frankreich er mit seinem Personalausweis einschl. Adresse die Registrierung bekommt. Nicht aber, wenn der gleiche Bürger mit seinem Reisepass kommt, der keine Adresse hat und auch dann keine Adresse (wieder möglichst amtlich, eben je nach Gutdünken) nachweisen kann. Nochmal: diese Regelung ist das eine, sie nicht zu kommunizieren etwas anderes. Darum kann man das nicht beweisen.


    Es werden nicht alle Ausländer per Telekom-Dekret ausgeschlossen. Darum sprach ich auch von "de facto". Die - nicht kommunizierten - Zusatzanforderungen haben aber zu Folge, dass konkret viele nicht mehr registriert werden können und das ist beweisbar. Manche Ablehnungen könnte man jetzt vermeiden, indem man die Zusatzanforderungen klar kommunziert, andere haben aber keine Chance, eben je nach Herkunft und Ausweisart und immer in Bezug auf diese Adresse. Diese Adressenüberprüfung ist eine von der Telekom freiwillig eingeführte, für den Kunden jedoch verpflichtende zusätzliche Notwendigkeit bei der Telekom-Registrierung.


    Dass man es viel besser machen kann, zeigt ausgerechnet Lebara im Telekom-Netz. Die registrieren alle Ausweise bei ihren "Registrierungspartnern" und veröffentlich eine ganz konkrete und eindeutige Liste für ihr Online ID: https://mobile.lebara.com/de/de/attachments/web-id-countries

    Zitat

    Original geschrieben von skyrimimi
    Nein, denn das Gesetz gibt nur die Mindestanforderungen vor, verbietet es aber nicht weitere Daten als Voraussetzung für die Aktivierung zu erheben.


    Das ist korrekt. Aber die Begründung ist falsch: "Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Adresse zu überprüfen". Sie können natürlich noch weitere Zusatzanforderungen erfinden. Die Berufung auf eine gesetzliche Pflicht dazu ist aber zumindest "unzutreffend".


    Fragt sich auch was das soll, dies dann nicht zu kommunizieren? Auch auf Englisch schreiben sie in ihr Booklet: "You require: personal ID or passport" und dann erfinden sie eine Zusatzanforderung, die effektiv alle Bürger ausschließt, die keinen gemeldeten Wohnsitz (in Deutschland) haben.


    Wir haben also (um es mal konservativ auszudrücken):
    - eine unzutreffende Rekurrierung auf die Gesetzeslage, denn die gibt das nicht her
    - eine fehlende Darstellung der (von Telekom zusätzlich eingeführten) Anforderungen
    die führen zu:
    - einen de facto Ausschluss aller Kunden ohne gemeldeten (deutschen) Wohnsitz
    - was wieder im Angebot nicht genannt wird


    Ich würde schon sagen, damit verletzt Telekom Gesetze und Vorschriften und damit haben wir den Übergang von "unzutreffend" zu "unzulässig". Wir sprechen hier von Prepaid und viele Touris kommen hierher mit ihrem Reisepass und Telekom will jetzt eine Meldebestätigung:
    - EU-Bürger dürfen nicht diskriminiert werden --> de facto bekommen sie keine Registrierung mehr ohne gemeldeten Wohnsitz (vorzugsweise in Deutschland)
    - wenn sich aber ein Angebot nur an einen bestimmten Personenkreis wendet und wesentliche Teile von üblichen Prepaidnutzern ausschließt (im dem Fall alle, die gerade keine Adresse mit sich rumschleppen auf dem Ausweis, weil es sowas z.B. ihnen gar nicht gibt), muss das als solches vor Kauf schon gekennzeichnet sein; insbesondere, wenn sie gleichzeitig die Rücknahme der (aufgerissenen) Starterpacks verweigern.
    - man könnte die Info-Texte (in der Neufassung nach Einführung des Video ID) sogar als Konsumententäuschung verstehen, da sie zumindest nahelegen, eine Registrierung wäre (alleine) mit dem Reisepass möglich, was effektiv nicht der Fall ist.

    Neuer Stand: per Video ID verlangt die Telekom auch eine Meldebescheinigung zum deutschen Reisepass, um die Adresse zu verifizieren. Gerade ist mir das Video ID mit deutschen Reisepass verweigert worden.


    Das steht im Gegensatz zur Gesetzeslage (s.o. "unzutreffende Begründung der Ablehung" und zu dem, was die Telekom selbst zum Video ID kommuniziert:


    OT:
    Welche Art von Ausweisdokumenten muss ich bereithalten?


    Bitte halten Sie die folgenden Dokumente bereit, bevor Sie Video-Ident starten:
    - Personalausweis oder Reisepass
    - Nicht-EU-Bürger: gültige Meldebescheinigung oder gültige Aufenthaltsbescheinigung


    Quelle:
    https://www.telekom.de/hilfe/m…nd-videoident/video-ident


    Jeder, der deutsch versteht, würde den Text über die Erfordernisse hier so interpretieren, dass EU-Bürger alleine sich mit Personalausweis oder Reisepass, Bürger von außerhalb der EU mit Ausweis plus Meldebestätigung/Aufenthaltsbescheinigung identifizieren müssen. Das hat allerdings auch zur Folge, dass z.B. alle US-Touristen oder Schweizer keine Telekom-SIM mehr registrieren können.


    Offenbar bin ich als Deutscher für die Telekom ein "Nicht-EU-Bürger". Grotesker Alternativ-Vorschlag des Agents: "Haben Sie nicht eine Stromrechnung oder so was mit ihrer Adresse drauf? Ich bin gesetzlich verpflichtet, die Adresse zu überprüfen."


    Auszug aus dem Booklet (Stand Juli 2017):
    1. Freischaltung ihrer SIM-Karte
    Sie benötigen:
    - ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass
    - einen Laptop, PC oder Tablet mit integrierter Kamera
    - einen Internetzugang und Ihre E-Mail-Adresse
    - ihre neue Rufnummer und die Kartennummer ihrer SIM-Karte


    Wo steht da was von Meldebescheinigung? Wobei wir ja festgestellt haben, dass sie gesetzlich nicht erforderlich ist!!! Jetzt sagt sicher jemand von der Telekom-Lobby hier: Sie sagen ja auch nicht, dass man sie NICHT braucht. Ja, richtig.

    Zitat

    Original geschrieben von geos
    Für eine sachliche Diskussion wären ein paar konkrete Zahlen zu Marktanteilen und ARPU der einzelnen Marken sinnvoll (und auch prepaid vs. postpaid). Leider habe ich hier bislang noch keine einzige der getätigten Behauptungen mit Daten unterlegt gesehen.


    Das ist schwierig, da sie nicht veröffentlicht werden. Denn das ist bei den Netzbetreibern irgendwo versteckt. Es ist auch schwierig "Discounter" genau zu definieren.


    Kundenzahlen 2016: 1.) AldiTalk 5-6 Mio; 2.) Congstar 4 Mio.
    https://www.teltarif.de/congst…ter-markt/news/63812.html


    According to GSMA Intelligence, between June 2010 and June 2015, the number of MVNOs worldwide increased by 70 percent, reaching 1,017 in June 2015. The report further noted that the country with the largest number of MVNOs in June 2015, was Germany with 129 MVNOs.


    Marktanteile gesamt ca 50 %: "Germany has the largest market for mobile virtual network operators (MVNOs) and resellers in the world. As many as 50% of all German wireless subscribers are customers of either a discount (‘second’) brand of the three mobile network operators (MNOs), a network operator-owned MVNO, or an independent MVNO/service provider/reseller. Over 100 MVNOs and resellers are active in the market, targeting their services at a wide variety of customer segments, although by far the most popular target market is the budget and no-frills sector."


    Global inzwischen etwa 174 Mio. Kunden bei MVNOs, wobei Abgrenzung immer etwas schwer ist zu Subsidiaries. Größter Player in Europa ist wohl Lycamobile mit etwa 14 Mio. Kunden (2014).


    Aber die meisten großen prepaid MVNOs gehören inziwschen den Netzbetreibern. Z.B. Telefónica gehören folgende Zweit- und Partnermarken: Blau, BASE, AY YILDIZ, FONIC, netzclub, Ortel Mobile, AldiTalk, Tchibo mobil; ähnlich Vodafone und Telekom.


    Beim ARPU werden die Billigmarken in die Muttergesellschaft mit eingerechenet
    Telekom Q1/17: gesamt 13, postpaid 20, prepaid 3
    Vodafone Q4/16: gesamt 14,9, postpaid 24,7, prepaid 3,2
    Telefónica Q1/17: gesamt 9,6, postpaid 15,5, prepaid 5,0
    Da die Discountermarken nach der Definition der Threaderstellerin meist Prepaid sind kann man die ARPU etwa erraten....


    Wirklich noch unabhängig in Deutschland sind nur noch 3 größere Player Drillisch, Freenet (mit mobilcom) und 1&1. Nach Übernahme der Freenet durch United Internet (1&1) in 2017 dann nur noch 2 Player. Diese zielen aber gar nicht so stark auf das Prepaid-Billigsegment.
    Alle 3 Firmen machten 2016 zusammen nur 18 % des Mobilfunkumsatzes aus, weniger als der kleinste der 3 Netzbetreiber im Mobilfunkmarkt.
    Grafik
    Gute Übersicht


    Klassische unabhängige prepaid Discountermarken gibt es in Deutschland nicht (mehr). Im Billigsegment liegt die ARPU bei ca. 3 €. Die Prepaid-Billigmarken sich Töchter der Netzbetreiber. Echte MVNOs gibts so nur in Form der 2 anderen verbliebenen Player Drillisch und United Internet, die aber längst mehr auf postpaid Discount zielen.

    Unzutreffend oder unzulässig? Bei beiden bekomme ich keine Registrierung, das ist ja unstrittig.


    Du findest die Heranziehung eines Gesetzes, das so nicht existiert, als Begründung als unzutreffend. Ich finde es unzulässig, da Personen mit der Berufung darauf eben die versprochene Leistung vorenthalten wird.


    "Tut mir leid, aber wir dürfen keine Brötchen an Sie verkaufen. Das Gesetz verbietet es uns an erwachsene, männliche Berliner Backwaren zu veräußern". Unzutreffend oder auch unzulässig? Muss ich erst ein moslemischer, schwarzer Transsexueller sein, der dann "diskriminiert" wird, wenn er/sie keine Brötchen kriegt und andere schon? Das ist klar unzulässig!


    Die Telekom sagt: an der Verkaufsstelle (Kiosk, Tanke)
    fände eine Prüfung meiner Adresse statt mit Ausweis, denn beim folgenden Online ID genüge dann auch der deutsche Pass ohne Meldebescheinigung.


    Ich habe gerade eine Magenta Mobil Start M mit 1 GB für 8,45€ bei dm gekauft und nicht etwa beim Türken. Da wollten die da natürlich überhaupt nichts sehen. Weder Ausweis, noch sonst was von mir, außer Geld. Haben auch keine Daten aufgenommen.


    In der nächsten Stufe werde ich jetzt mal die SIM auf eine "unzutreffende" Adresse online mit Pass registrieren, was möglicherweise auch "unzulässig" ist.


    Wenn das gelingt, zeigt sich, wie verblödet diese Forderung nach dem amtlichen Adressnachweis auch für Deutsche ist und wie man ihn eigentlich völlig legal umgehen kann. Ich werde berichten.

    Habe jetzt lange mit der Telekom telefoniert. Leider habe ich von den nichts schriftliches bekommen. Die Telekom konstruiert weiter eine "Verpflichtung zur Adressenüberprüfung" aus dem neuen TKG.


    Sie seien gesetzlich gezwungen die neuen Regeln anzuwenden und berufen sich dabei aufs Gesetz. Schade, dass sie dazu nichts schriftliches rausgeben. Denn genau mit der "unzulässigen Begründung" könnte man sich bei der BNetzA beschweren.


    Der Mitarbeiter hat mich aber auf eine weitere Merkwürdigkeit hingewiesen. Ich könnte ja online eine SIM bei der Telekom bestellen. Dann würde diese Lieferadresse als "Meldeadresse" genommen und dann könnte ich mich online nur mit Pass (ohne Meldebescheinigung) registrieren. Mit anderen Worten: diese offenbar so sicherheitsrelevante Adresse lässt sich einfach produzieren, indem man seinen Namen auf einen Briefkasten klebt........


    Auf meine Frage, was denn an der Tanke/Kiosk der Fall sei, wo ich ja auch Telekom oder Congstar-SIMs gegen (deutschen) Ausweis bekomme und dann später online registriere, behauptete der Mitarbeiter sogar, dass dort auch für den Kauf zum deutschen Pass eine Meldebescheinigung gezeigt werden müsste, was ich jedoch sehr bezweifele.


    Genau das werde ich als nächstes testen: Braucht man denn an der Tanke jetzt auch eine Meldebestätigung zum (deutschen) Pass, wenn man ein Telekom oder Congstar Starter kaufen will? Oder auch anderen Marken??? Kann mir nicht denken, dass die dort dazwischen unterscheiden. Das wird ja wirklich immer bescheuerter.....