Beiträge von wolfbln

    Ich möchte mal ein Plädoyer für Diversity halten. Ist Euch schon Mal aufgefallen, wie viele User hier ihr spezifisches Nutzungsverhalten als "normal" darstellen, egal obs 1 oder 50 GB im Monat sind?


    Lidl Connect und Vodafone CallYa sind für unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche gut. Man kann sie vergleichen, Vor- und Nachteile aufzeigen. Das ist OK. Aber wie hier User immer für die eine Lösung als universale argumentieren, kann ich nicht nachvollziehen.


    Die Setzung des eigenen Anspruchs als Norm ist höchst problematisch. Hierzulande wurden 2016 nicht mal 1GB pro Monat pro SIM verbraucht, in Finnland sind es über 7GB - was ist da schon normal?


    Es gibt Fälle da ist die Lidl Connect besser und andere da ist die CallYa besser und wieder andere ein Mitbewerber.

    Äh. Die Preise sind in Polen bekanntlich extrem billig. Man bekommt 30GB für wenige Zloty. Diese Preise gelten nur im Inland.
    Fürs Ausland, also in Deutschland, werden momentan noch Aufpreise genommen, so um 0,05€ pro MB.
    Du kannst also nicht die Daten einfach so in Deutschland nutzen.


    Ab 15.6. sollte das ja EU-weit fallen und alle Roamingdaten zu Inlandspreisen verkauft werden: Roam like at home.


    Das gilt für Deutschland, aber in Polen ist das dort mit den dortigen Preisen nicht realisierbar.


    Es liegen noch nicht alle Roamingtarife für Polen nach dem 15.6. vor. Man muss aber weiter davon ausgehen, dass Aufpreise für Roaming genommen werden. Bei Play sind das 2-9 Groszy pro MB. Die anderen Anbieter dürften auch in diesem Bereich liegen.


    Was ich noch ärgerlicher finde, dass man nicht Mal bei eingehenden Gesprächen den Aufpreis fallen lässt. Die Aufpreise fallen allerdings niedrig aus und unterliegen keiner FUP, also einer Monatsregel.

    Zitat

    Original geschrieben von Spacko007
    Wer nicht in die EU will, hat eben Pech. Man kann sich nicht nur die Rosinen rauspicken.


    Spacko, du hast immer noch nicht kapiert, dass den größeren Schaden oder Aufpreis die Nutzer aus der EU haben und nicht die Schweizer.


    Als Schweizer kaufe ich mir eine deutsche, italienische oder französische SIM und roame not like at home günstig in 28+3 Ländern.


    Als Deutscher muss ich demgegenüber speziell eine SIM für die Schweiz kaufen, um den gleichen Vorteil zu haben.


    Wenn du schon die Schweiz "bestrafen" willst, dann doch nicht auf unsere Kosten und mit dem Nebeneffekt, um das zu vermeiden, ein schweizer Produkt kaufen zu müssen.

    Kannst du natürlich.
    Aber Play hat einen Ausstieg vom Roam like Home also dem Roaming zu Inlandspreisen in der EU ab 15.6. beim nationalen Regulierer durchbekommen.


    Die Meldung kam gerade gestern rein und steht im Roaming-Sammelthread unter Prepaid hier.


    D.h. Play und wahrscheinlich alle anderen polnischen Provider werden auch weiter Aufpreise verlangen. Bei Play sind das 2-9 groszy pro MB auch nach dem 15.6.

    @ Blondinenfreund: Danke für deine Zustimmung :-)
    Ich kritisiere auch nicht die Telekom, denn sie inkludiert ja halbwegs die Schweiz. Ich kritisiere nur deren Intransparenz und Unterscheidung nach Sprache, SMS und Daten bei Prepaid.


    Du wendest aber schon zwei Telekom-Verkaufstricks an. Die Schweiz war bisher immer dabei in Verträgen. Plötzlich ist das eine teure Zusatzleistung und es gibt auch bei der Telekom Tarife, wo sie rausgefallen ist. Also eine Verschlechterung z.B. bei Sprache im Prepaid. Ob den Status Quo in Verträgen zu halten, einen Aufpreis rechtfertigt ist sicher Ansichtssache.


    @ harlekyn: Die Schweizer müssen weiter Aufpreise für EU-Roaming zahlen. Warum sollte es bei denen drin sein? Sind etwa so wie bisher bei uns. Hier kommt ja der Hauptdruck aus der Schweiz, denn "Schweizer Bürger" werden jetzt benachteiligt. Was mit den Deutschen ist, ist denen doch erstmal egal, außer dem Tourismusverband. Natürlich können sich Schweizer in der EU eine SIM kaufen oder wir in der Schweiz.


    spacko: warum sollten sie das sperren und wer? Die EU? Roaming nur im Club? Du hast nicht verstanden, dass einige EU-Anbieter als Ausgleich wohl eine solche Preisfalle wollten. Und deshalb werden sie die letzten sein, die sperren. Das sieht man ja auch am Übersee-Roaming. Selbst Kuba klappt inzwischen...

    Der erste Totalaussteiger vom EU-Roaming ist da: Play in Polen und der Tochtermarke RedBull Mobile. Der Anbieter hat Aufpreise wie bisher für alle Sparten durchbekommen beim Regulierer, aber niedriger. Zu befürchten ist ja, dass ganz Polen nicht mitmacht. Es wird damit auch klar, dass nicht alle Anbieter in der EU nicht einmal die Aufpreise auf die eingehende Gespräche abschaffen. Die Aufpreise fallen aber sehr moderat aus.


    Polen bringt danach ein ganz neues System raus. Es wird ein Pool (poln. Pula) gebildet, aus dem der User schöpfen kann kann mit einer max. Gratisleistung pro Jahr. Dieser Pool ist aber bei den meisten Prepaid-Angeboten nur 50 min eingehende Gespräche und max. 1GB Daten pro Jahr. Bei Postpaid kann er höher sein. Nur dieser Pool steht unter den FUP-Richtlinien. Er soll jährlich neu festgesetzt werden und schließlich vielleicht irgendwann mal die Aufpreise mehr oder weniger ersetzen:
    Danach gibt es feste Aufpreise je nach Tarif. Für Plays Prepaidtarife sehen sie so aus:
    - eingehende Gespräche: 5 groszy (1,1c) pro min
    - abgehende Gespräche: 29 groszy (6,9c) pro min
    - SMS/MMS abgehend: 9 groszy (2,1c) pro min
    - Daten je nach Tarif: 2-9 groszy (0,5-2,1c) pro MB

    Interessant ist dabei, dass die Aufpreise unter keinen FUP-Vorbehalt stehen. D.h. maximal der Pool wird bei "Missbrauch" gestrichen. Mit 1GB für 20Zloty also etwa 4,71€ ist das Angebot bei MB-genauer Abrechnung durchaus attraktiv. Dazu können noch andere Roaming-Pakete kommen. EDIT: allerdings hat Play das clever gemacht: die 2 grozy/MB gibts nur auf alte Bestandstarife, alle Neutarife kosten 9 groszy/MB.
    Die neue EU-Roamingtariftabelle in polnisch:
    https://blogplay.pl/wp-content…/2017/05/Play-Roaming.pdf


    Damit ist endlich klar wie das in Polen und wohl auch im Baltikum so laufen wird mit einer Variation der FUP. Man bildet einen Pool für jeden Tarif mit geringen Gratisleistungen im RLH, den man jährlich anpasst. Darüber gibts klar definierte Aufpreise auf alles, die allerdings gemäßigt ausfallen und keiner FUP unterliegen.

    Wenn du schon ein Thread aufmachen musstest mit Lidl gegen Aldi hättest du Lidl gegen Vodafone auch noch gleich reinpacken können, bevor du einen zweiten öffnest.


    Ja, Vodafone CallYa ist um Längen besser als Lidl Connect im gleichen Netz. Es hat LTE, bessere Abdeckung, höheren Speed, LTE-Roaming, bessere Boni bisher, flexiblere Tarifmodelle, besseren Support, mehr Auflademöglichkeiten, usw.


    Darum kostet es auch mehr. Natürlich brauchst du ein LTE-Handy dafür, sonst hat das keinen Sinn. Ob dieser Mehrwert den höheren Preis wert ist, muss aber jeder selbst entscheiden und hängt auch davon ab, wo du es nutzt und für was. Für Gespräche in der Stadt bringt es nichts, für Daten auf dem Land schon viel mehr.

    Es geht doch um Prepaid und keinen 2-Jahres-Vertrag. Also kauf dir bei Lidl eine SIM und probier es aus, obs an den Stellen, die dir wichtig sind, wirklich besser ist. Das kann die hier keiner sagen, weil das lokal ist.


    Im Ganzen betrachtet, würde ich für Deutschland sagen ist Lidl Connect von der Abdeckung nicht besser als Aldi Talk.
    Telefónica meldet nun eine optimistische 95% Abdeckung der Bevölkerung mit UMTS, wegen ihrem zusätzlichen LTE würde ich sie aber nicht nehmen. Die Blackspots, wo das O2-Roaming noch unterbunden wird, werden auch weniger. Solltest du aber gerade in einen dieser Gebiete leben, wäre ein Wechsel zu einem originären O2-Reseller besser.


    Dagegen hat Lidl Connect kein LTE und es ist auch nicht klar, wann sie es mal bekommen werden. Was nur die UMTS-Abdeckung angeht, ist Vodafone nicht so gut wie beide Telefónica-Netze. Beim LTE schon, aber das kriegst du nicht.


    Also einfach mal ein altes Handy nehmen und die alte Aldi-Karte da rein, kein Paket buchen und nur für eingehende Anrufe nehmen, dann zu Lidl gehen und deren SIM ins aktuelle Handy und schaun, obs besser funzt. Wenns nicht sein sollte, bleib bei Aldi oder schau dich weiter um und schmeiß die Lidl nach nem Monat wieder weg. Ist doch nicht schwer und ziemlich kostenneutral.

    Zitat

    Original geschrieben von Blondinenfreund
    Du willst eine Leistung in Anspruch nehmen, aber nichts bezahlen? Sowas gibt es nunmal nicht.
    Leistung kostet nunmal.


    Also, entweder Tarif wechseln oder du lässt es. :rolleyes:


    Habe ich dich gestern noch verteidigt, schreibst du heute ziemlichen Unsinn.
    Er will ja nicht "nichts" bezahlen, denn auch die Inlandspreise kosten Geld.
    Es geht doch um die Leistung Roaming in der Schweiz.
    Die ist zwar nicht durch die max. Großhandelspreise der EU gekappt, aber alle deutsche Betreiber haben Verträge mit schweizer Betreibern.


    Wie z.B. Vodafone das macht mit 4200 € pro GB Daten in der Schweiz bei CallYa - das ist einfach Wucher und den Kunden mit einer miesen Falle das Geld aus der Tasche nehmen. Sie haben mit Swisscom ein Partnernetz dort und die Preise im Einkauf dürften nicht viel höher als die anderer Netze sein.
    Dennoch verlangen sie das 420-fache als wie in der EU. Ich weiß zwar nicht, wo der Einkaufspreis liegt, der ist ja Betriebsgeheimnis. Aber die Tatsache, dass Vodafone in anderen Ländern wie UK oder NL die Schweiz mit rein nimmt, zeigt ja, dass er nicht sehr viel höher liegen kann. Ansonsten würden die das dort lassen, denn Vodafone in Holland zahlt nicht mehr als Vodafone in Deutschland für Schweiz-Roaming.


    Was ist das denn für eine "Tarifberatung" die sagt, schluck die Abzocke oder hör auf zu konsumieren???
    Die Schweiz ist eine ganz fiese Falle und wie es scheint haben einige Telefonanbieter sie geradezu dafür aufgebaut. Glücklicherweise gibts aus der Schweiz selbst immer mehr Druck sich der EU-Roamingregulierung anzuschließen.
    https://www.htr.ch/politik/stv…-gebuehren-ein-45468.html


    Aus deinem Kommentar kann man die Meinung raushören, dass Roaming eine exklusive Mehrleistung sei, die abgegolten werden muss. Aus dieser Denke heraus haben die Betreiber bisher die Roamingpreise möglichst hoch gehalten und gut verdient und über die Hälfte der User haben ihr Handy im Ausland abgeschaltet. Andere haben sich eine lokale SIM gekauft. Jetzt geht die EU einen anderen Weg und vielleicht verdienen die Betreiber sogar noch besser, wenn die Leute im Ausland ihr Handy mal anlassen. Einige Betreiber, die letztes Jahr Roam like at home umgesetzt haben, melden 900% mehr Datenverbrauch im Roaming, der auch (zum Inlandspreis) bezahlt wird.


    Für die Schweiz bleiben immer noch eine Reihe von Optionen, die ja genannt wurden. Notfalls über eine Dual-SIM-Lösung nachdenken. Je nach Volumen kann das sogar auf die Dauer günstiger sein, denn lokale Prepaid-Preise in der Schweiz sind im Vergleich zum sonstigen Preisniveau im Land sehr niedrig und in etwa auf deutschen Niveau.