Beiträge von wolfbln

    Also das ist hier der Prepaid Thread. Darum lass uns hier auch nur über Prepaid sprechen. Und da sind deine Aussagen reine Panikmache.


    Kein Anbieter hat in Deutschland im Prepaid die Preise erhöht. O2 hat sie im neuen Loop/Prepaid stark gesenkt, Vodafone gibt immer mehr Daten zum gleichen Preis. Auch ist niemand im Prepaid bisher gekündigt worden.


    Warum auch? Wir haben hier im Prepaid immer schon hohe Preise für Daten gehabt und es gibt selbst bei den alten Tarifen im Prepaid kaum einen Tarif, bei dem der Betreiber draufzahlen müsste. In Deutschland gibts im Prepaid auch keine riesigen Datenpaktete. Das größte, das ich kenne liegt bei 12GB. Und wenn Ayyildiz das mal nicht mehr anbietet, bekommt das nicht mal die türkische Community mit.


    So viele kostenlose Produkte gibts auch nicht in Deutschland. Netzclub ist der einzige Freemium-Anbieter. Da zeigt FreedomPop anderswo erfolgreich, dass man das auch mit Roaming machen kann.


    Die Tarife sind doch schon kompatibel zur Neuregelung bei Vodafone und fast bei Telekom und O2. Ich glaube, die Gespräche in Drittländer müssten da noch rein. Aber wir sind im Prepaid doch schon weitgehend auf Regelungsniveau. Da sind wir beispielhaft für die EU. Die Fragen, die sich für Prepaid-Nutzer im Sommer stellen, sind daher auch andere als für Verträge:


    -> ziehen auch alle Reseller mit und kopieren das "Roam like at Home" der Netzanbieter?
    -> trickst mal wieder einer mit Opt-out etc. für den Euro-Tarif?
    -> gibts mehr "roamingfreie" Tarife als Alternative (gibts heute schon z.B: Lidl Connect Surfkarte)?
    -> geht was mit ausländischen SIM-Karten in Deutschland?


    Daher sind wir auch brennend interessiert wie es unsere Nachbarn machen. In Polen hauen sie zur Zeit immer mehr Billigtarife raus: 9GB im Prepaid für umgerechnet 2,10€ gerade neu bei nju/Orange. Gehen die dann alle auf die FUP-Regelung? Aber selbst dann dürfen sie nur den Großhandelspreis + Steuern nehmen für Mehrnutzung über das hinaus, was sie unter der FUP rausgeben müssen.


    Also die offenen Fragen sind auch beim Prepaid da, aber die sind ziemlich anders als bei Laufzeitverträgen. Für die gibts schon andere Threads....

    Heute überraschte mich Telekom-Chef Höttges auf der CeBit mit dieser Aussage:


    "Es kann nicht sein, dass wir durch Europa fahren und an der Grenze aus militärischen Gründen kein Handover im Mobilfunknetz möglich ist. Hier muss es die Möglichkeit des Handovers geben und keinen Gesprächs_abbruch."


    Ähm. Betrifft das alle Länder in der EU? Müssen Gespräche "aus militärischen Gründen" immer an der Grenze abbrechen? Und warum ist das so? Welche "militärischen Gründe" könnten dies sein? Gibts auch Länder bzw. Netze, die Hand-over an der Grenze machen?


    Ich meine, dass man andere Spurbreiten bei der Eisenbahn in Russland oder Spanien hat aus militärischen Gründen leuchtet mir aufgrund der Geschichte ein, aber eine befürchtete "Invasion" durch Handys?


    Oder ist den Mobilfunkbetreibern dieser Gesprächsabbruch vielleicht sogar sehr recht, da ja (bisher) das Billing für Roaminggespräch anders ist als fürs Inlandsgespräch?

    Der Thread hier ist eingeschlafen, weil die Diskussion über EU-Roaming und FUP im Hauptforum unter http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5678176#post5678176 stattfindet.
    Dort wird allgemein und nicht speziell für Prepaid diskutiert.


    Kurzer Zusammenfassung zum Stand der Dinge im März 2017 was Prepaid betrifft:


    Alle 3 Netzbetreiber in Deutschland bieten inzwischen nun zu ziemlich ähnlichen Preisen ihre Inklusivvolumen ohne Aufpreise in der EU/EWR an:
    - Telekom Magenta Start
    - Vodafone CallYa
    - O2 Prepaid
    dazu kommen noch einige Vodafone-Reseller und auch die Zusatzpakete von einigen Telefónica-Resellern liegen inzwischen auf diesen Preisen.
    1GB Daten kosten somit ca. 10€ in der ganzen EU/EWR. Die Schweiz ist nur noch bei der Telekom (und Telefónica-Resellern) für Datenpakete mit eingeschlossen.


    Zum 15.6.2017 sind nun weitere Veränderungen zu erwarten, allerdings sind wir bei den meisten prepaid Marken größtenteils schon auf dem Niveau der Neuregulierung. Dann wird dieser Thread auch wieder aufwachen.....

    hier laufen 2 Sachen durcheinander:


    1.) Ein Provider kann eine FUP-Nachhaltigkeitsklausel für sich in Anspruch nehmen bei einem sehr günstigen Tarif. D.h. er muss dann NICHT sämtliche Inklusivleistungen ohne Aufpreise herausgeben, sondern nur so knapp 5GB für ein 20€ Paket oder gut 2GB für ein 10€-Bündel.


    2.) Ein Provider kann nicht versuchen, diesen Anteil weiter zu drücken, indem er z.B. die Inklusivleistungen des Pakets minimiert und sie outsourced z.B. als Bonus oder "Datensnacks" oder was auch immer.


    Also ganz klar alle Inklusivleistungen müssen ohne Aufpreise im Roaming freigegeben werden (falls Roaming existiert), bei günstigen Datenpaketen (z.B. den echten Flatrates) dürfen aber Grenzen gezogen werden.


    Ob T-Mobile Austria mit einer teilweiser Abschaltung des Roamings (nur für Daten) durchkommt oder sonstige Spielchen gelingen, werden wir noch sehen und hängt letzendlich an den nationalen Regulierern, die aber Druck aus Brüssel haben, sich das nicht gefallen zu lassen.


    Roamt einer, dann gelten die Regeln. Roamt einer nicht, dann natürlich nicht. Ob jetzt dies insgesamt nur gilt, oder auch für alle 3 Möglichkeiten (Sprache, SMS, Daten) getrennt gesehen werden kann, geht aus den Regeln nicht hervor. Denn dadurch würde ja eine generelle Roamingpflicht für einen Provider entstehen, wenn er z.B. nur SMS-Roaming anbietet. Daran wurde sicher bei der Abfassung wohl auch nicht gedacht, da es diesen Fall in Europa bisher gar nicht gab. Und diese Lücke testet die gute Deutsche Telekom in Österreich wohl aus. Mich wundert nur, dass Drillisch hier noch nicht draufgekommen ist :-)

    Ja, gibt es schon seit einiger Zeit. Im Prepaid nur aus Deutschland und den Niederlanden, bei Verträgen auch schon aus anderen Ländern wie UK, Spanien etc.


    Aus den billigeren Ländern gibts noch keine Angebote. D.h. man kommt für Daten nicht groß unter die 10€ für 1GB der hiesigen Anbieter.


    Wir beobachten in diesem anderen Thread http://www.telefon-treff.de/sh…ad.php?s=&threadid=585736 sehr genau die Entwicklung der Tarife in 28+3 Ländern.


    Folgende Tendenzen sind aber auszumachen:
    (1) manche Anbieter werden sämtliche Inlandsleistungen fürs Roaming ohne Aufpreise freigeben: 100% Roaming - so soll von Vodafone für alle ihre EU-Märkte eine derartige Erklärung existieren.
    (2) manche Anbieter sperren Auslandsroaming oder zumindest Datenroaming im Ausland (Bsp: T-Mobile Austria)
    (3) manche Anbieter werden die FUP-Klausel anwenden: also etwas über 2GB für ein 10€ oder knapp 5GB für ein 20€ Paket im Roaming rausgeben (Bsp. Free mobile in Frankreich)
    (4) manche Anbieter erhöhen die Tarife (Bsp.: Drillisch in Deutschland)
    (5) manche Anbieter versuchen sich im Umdeklarieren von Datenkontingenten als Boni o.ä. - dagegen werden aber die Regulierer vorgehen. (Bsp.: Three in Irland)


    Wir werden also wohl bis zum Juni warten müssen, ob es wirklich günstigere Angebote geben wird, die sich als Import ggf. nach Deutschland für Daten lohnen. Wobei genau dies nicht Ziel und Zweck der Regelung war.

    OK. Aber das gehört jetzt in einen anderen sehr diskutierten Thread.


    Teltarif schreibt: "Per Mail und SMS teilt der Mobilfunk-Discounter der Drillisch-Gruppe mit, dass es auf Grund der bald gültigen, neuen Roaming-Vorgaben (Wegfall der Roaming-Aufschläge in der EU) eine automatische Preiserhöhung auch für Bestandskunden mit Laufzeitverträgen gibt."


    Also es gibt schon einen Zusammenhang in der Argumentation. Ob der richtig oder konstruiert ist, kann man wohl nicht sagen. Eigentlich wissen die Betreiber erst nach diesem Sommer, was für sie noch herausspringt.


    Was auch immer der Grund ist, in laufende Verträge einzugreifen: Das ist jetzt nicht so üblich, wobei natürlich der Zeitpunkt wegen der Roamingabschaffung einige Monate zu früh liegt, außer sie ziehen sie für ihre Angebote vor. Vielleicht testen sie auch nur welche Reaktion (kein Roaming, Preiserhöhung, etc.) bei den Kunden weniger Gegenwehr verursacht.


    Anderer Schauplatz: In Irland hat der Regulierer Comreg jetzt eine förmliche Untersuchung der Three-Tarife gestartet. Dort will ja Three nur 1-2GB seines 60GB Pakets für €20 im Roaming rausgeben, indem es die 60GB hauptsächlich zu Boni erklärte. Nach der FUP-Regelung müssten es aber etwa mindestens 5GB sein bei €20. Man darf gespannt sein, was da rauskommt. In Polen wird es ähnlich gemacht: geringer Paketinhalt und Daten größtenteils als Boni für Aufladungen.
    Quelle: http://www.independent.ie/busi…-allowances-35516915.html

    Ja, aber dass man an laufende Verträge der Bestandskunden ran geht, hätte ich in Deutschland zumindest bis letzte Woche nicht gedacht - aber sehen wir ja jetzt an Drillisch bei der WinSIM.


    Drillisch scheint wohl ziemlich verzweifelt zu sein. Was sollen sie auch machen, wenn die Margen von Telefónica so knapp sind und sicher vor einigen Jahren ausgehandelt wurden ohne Hinblick auf die Roamingabschaffung?


    Vor ein paar Wochen haben sie es mit (1) Sperrung vom Roaming versucht. Das gab ganz schlechte Presse. Jetzt versuchen sie es mit (4) Preiserhöhung. Das kommt auch äußerst schlecht an. Die meisten Kunden werden wohl mitziehen, aber es gibt einige die widersprechen oder springen ab.


    Bleibt Drillisch eigentlich nur die FUP (2). Allerdings liegen viele Tarife nur wenig drunter oder drüber. Für 20€ müssen knapp 5GB, für 10€ etwas über 2GB mindestens im Roam like at home rausgegeben werden. Wegen 1GB mehr oder weniger dann eine Sonderregelung beantragen, ist auch schwach.


    Vor allem wird man dumm aussehen, wenn z.B. Vodafone auf allen Tarifen in diesem Sommer 100% Roaming verspricht. Da bin ich mal gespannt, ob die Reseller mitziehen. Denn ein Problem wie Drillisch haben vielen kleinere Anbieter jetzt in manchen Ländern...

    meister-matze:
    Das ist korrekt. Ice.net hat gerade erhöht. Wie aber Telenor und Telia im letzten Jahr schon die Großhandelspreise, die erst im Februar 2017 entschieden wurden, voraussehen und "einpreisen" konnte, bleibt mir unklar.


    Die Preiserhöhung ist ca. 10%:
    Norwegian operator Ice.net, part of AINMT Scandinavia, has overhauled its range of subscriptions. It is now offering 1 GB of mobile internet service per month for NOK 129, 3 GB for NOK 249, 6 GB for NOK 349 and 12 GB for NOK 449. According to the website Tek.no, Ice’s prices have gone up by between NOK 30 and NOK 50 per month.
    The new subscriptions all provide unlimited voice calls, texts and MMS, a free BankID service, free roaming in the European Union (EU) and European Economic Area (EAA), and no tie-in period.


    Quellen: Telecompaper und Tek.no


    Damit hätten wir Strategie (4): Preise erhöhen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dies in umkämpften Märkten nicht passiert. Norwegen ist bisher das einzige Beispiel für Erhöhung. Nur ist Deutschland umkämpft oder haben sich hier alle auch so lieb wie in Norwegen? Teurere Neuverträge vielleicht, aber ich glaube kaum, dass sie Bestandskunden kündigen.

    Sicher, die warten wohl auch noch ab, wie die Konkurrenz sich verhält. SFR ist zwar nicht Vodafone, aber ziemlich nah dran mit gleichen Tarifen und Farben "Red" und sehr enger Kooperation.


    Wir haben jetzt also 3 Strategien:
    (1) Roaming ganz abschalten oder zumindest Datenroaming abschalten :(
    (2) Tragfähigkeitsregelung mit beschränkter Datenfreigabe im Roaming :mad:
    (3) "100% Roaming" d.h. Freigabe aller Inlandskontingente im Tarif :)


    Wenn Vodafone wirklich auf (3) geht und das entsprechend bewirbt, haben die anderen ein Problem, egal in welchem Land. Ein Tarif in (2) müsste billiger sein und in (1) sowieso. Das kann zwar für Reseller gelten, aber kaum für die Hauptmarken. Mal sehen, wie sich die deutschen Betreiber entscheiden und 28 weitere Märkte beobachten. Ein prepaid Tarif ähnlich des SFR-Tarifs wäre auch für eine Nutzung in Deutschland interessant.

    Na ja Telekom-SIMs wird man weiter auch bei der Telekom im T-Punkt registrieren können, Vodafone und O2 in ihren Läden. Auch bei den Postagenturen könnte ich mir vorstellen, dass eine Registrierung möglich ist.


    Fraglich sind ja die Tankstellen, Supermärkte etc., wo das nicht geht und insbesondere die Resellermarken, die nur online verifiziert werden können.


    Welche Strategie werden Aldi und Lidl und Co. fahren? Was machen die Ethno-Provider wie Lebara und Lyca. Ich könnte mir vorstellen, dass die Netzbetreiber die Reseller weiter entwerten möchten und sich dann als einzige "Sofortlösung" darstellen. In der Hälfte Europas bekomme ich auch keine SIM um Mitternacht mit Aktivierung.


    SIM-Karte am Flughafen halte ich weiter für möglich mit Registrierung. Wenn man sieht, was Ortel in Frankfurt am Flughafen ausgibt, um dort quasi ein Monopol zu haben, können sie doch auch die Registrierung in den Läden irgendwie ermöglichen. Das wäre dann ein ziemlicher Wettbewerbsvorteil.


    Dieser Hype bei eBay um anonyme SIM-Karten ist doch bescheuert. Deutschland hat nie gesagt, dass sie Bestandskarten auch registrieren wollen (im Gegensatz zu den neuen Regeln in Polen und Belgien), was eine ziemliche Lücke ist. Entweder das kommt noch, dann sind anonyme Karten sowiedo futsch. Oder es kommt nicht, dann hat jeder, der bei der online Registrierung gerade seinen Namen "vergaß" eine "Wertanlage" zu hause. Geschweige denn, dass die Vorwarnzeit jetzt auch lange genug ist, sich noch einzudecken. Man muss nur schauen, dass der "Willkomensbrief" einiger Provider nicht zurückläuft.