Beiträge von wolfbln

    wenn man nur Daten nimmt im postpaid finde ich diese Grafik für Deutschland noch schlechter:
    https://support.strategyanalyt…t/SUP/1/item/99896/271764


    Habe dazu im Parallelforum mal einen Thread gestartet: http://www.telefon-treff.de/sh…ad.php?s=&threadid=589275


    Aber beim prepaid und im EU-Roaming sind wir europaweit topp. Vodafone und weitgehend auch Telekom erfüllen schon die Roaminganforderungen für den Sommer. Das macht uns keiner nach :-)


    frankmps: Wenn es Dir nur um 1 oder 2 Länder geht, kaufe dir für hohe Volumen besser im Ausland eine lokale SIM Karte. In allen EU-Ländern bekommst du eine SIM und kommst damit wesentlich günstiger weg, wenn du sie dort benutzt. Das gilt für hohe Volumen zumindest bis Juni 2017. Bei hohen Volumen lohnt sich eine deutsche Roaming SIM gegenwärtig nur, wenn du das Volumen über die ganze EU und viele Länder verteilst.

    Man kann doch nicht das Versagen des Wettbewerbs in einem Sektor rechtfertigen durch einen ganz anderen Sektor der Wirtschaft, wo er dann mal gut funktioniert und der damit auch gar nichts zu tun hat. Und auch nicht durch den relativ hohen Lebensstandard, den wir gegenwärtig haben und das noch alles ganz gut läuft.


    Selbst die Bundesregierung hat gecheckt, dass gerade eine digitale Revolution stattfindet. Deutschland wird bald ziemlich abgeschlagen sein in diesem Wettbewerb, wenn sie das nicht schleunigst auf die Reihe bekommen. Ich war auch vor ein paar Wochen in Asien. In Singapur lachten sie über mein 1GB Paket, das ich zu Hause verbrauche. Dort gibt es Schüler, die konsumieren das an einem Tag und HD-Videostreaming läuft in der MRT (U-Bahn) bei vielen, die da um mich saßen.


    Schon heute kann man sehen, dass wenn ländliche Gemeinden vom Breitband abgehängt werden, auch ihre Zukunft als wirtschaftliche Region besiegelt wird. Wenn aber wir vom Internet durch überhöhte Preise ferngehalten werden, dann steht unsere Zukunft in der digitalen Revolution auf dem Spiel. Es ist doch ein Kreislauf: hohe Preise für den Netzzugang bedingen weniger Nutzung, bedingen wieder kleinere Pakete als anderswo usw. Und es gezt auch nicht allen gut: wenn du in prekären Jobs arbeitest, kriegst Du halt für den deutschen Mindestlohn von 8,50€ pro Stunde nur 750 MB, während der US-Arbeiter für seinen Mindestlohn von um die 10$ das doppelte Datenvolumen bekommt.


    Sicher, uns gehts gut. Aber wie lange noch? In Singapur fehlen keine Computer in den Schulen und die Kids können sich unbegrenzte Pakete leisten. Bei uns gibts sowas überhaupt nicht. Die USA haben von 1950 bis heute einen Niedergang von 50% auf 18% der weltweiten Wertschöpfung erlebt. Den zukünftigen Generationen wird es dort nicht besser gehen, zumindest wenn sie das nur in Einkommen messen. Was sie immer noch nicht kapiert haben, denn sie haben es einfach verschlafen. Jetzt wählen sie einen Idioten, um das wieder zurückzuprügeln, aber die Jobs, Patente usw. sind längst woanders. Soll es denn auch soweit kommen hierzulande, nur weil sich einige wenige AGs an uns mehr bereichern als in anderen Ländern, wo sie auch operieren?


    Mal eine rhetorische Frage: Wie die digitale Revolution heute, war die Autoindustrie im Nachkriegsdeutschland der Boomfaktor (neben anderen). Jeder 8. Arbeitsplatz hängt immer noch dran. Jetzt die Frage: Hätte diese Industrie hierzulande auch einen solchen Boom erlebt, wenn in Deutschland die Autos (oder das Benzin) wesentlich teurer als anderswo verkauft worden wären? Die Bereitstellung von Internet ist 2017 so eine Schlüsselsektor was die Zukunft betrifft, wie kaum ein anderer.

    Also noch ist es nicht endgültig durch, aber wenn nichts mehr schief geht sieht es so aus.
    Ab Juni/Juli 2017 (Stichtag ist der 17.6.) gilt die EU-Roaming-Neuregelung.


    D.h. dein Provider muss dir einen Tarif anbieten, der mit den Regeln konform ist. Das gilt auch für laufende Verträge. Fürs Inland ändert sich nichts. Wie das Angebot jetzt konkret aussieht, hängt etwas vom Anbieter wohl ab. Eigentlich sollten sie automatisch umstellen mit Opt-out für andere Angebote, oder es gibt wieder ein Opt-in wie zuletzt bei Telefónica, was nicht so ganz legal ist.


    Ich glaube, dass dein Anbieter zumindest versuchen wird, dass Du im 5GB Inland + 1GB EU-Tarif bleibst. Darum musst du u.U. auch selbst aktiv werden. Du hast dann möglicherw. die Wahl entweder deinen alten Tarif zu behalten oder eben in einen EU-regelungskonformen Tarif zu wechseln ohne Mehrkosten für dich.


    Im EU-Tarif hast du dann aber nur 5GB insgesamt für das Inland und die EU zur Verfügung. D.h. die EU-Roamingdaten gehen vom Inlandskontingent ab und kommen nicht zusätzlich drauf, wie bisher. Das wird dein Anbieter möglicherweise sehr in den Vordergrund schieben, um dich von einem Wechsel abzuhalten. Ein Wechsel ist in deinem Fall ja auch nur sinnvoll, wenn du dann sicher über das 1GB EU-Daten kommen wirst, denn dann wirds ja bei Dir erst teuer. Auch solltest Du beachten, wieviel Sprachtelefonie und SMS im Roaming du vorrauss. brauchst.


    Diese 7,70€-Grenze wird für dich nur relevant, wenn du einen sehr günstigen Tarif hast, also die 5+1 GB so etwa unter 20€ incl. anderer Flats liegen. Dann könnte es sein, dass die 5GB nicht komplett, sondern nur teilweise fürs EU-Roaming freigegeben werden müssen, aber immer noch mehr als das 1GB wie bisher. Aber immer geht es ab vom Inlandskontingent und kommt nicht zusätzlich drauf. Das wird sich aber erst im Sommer zeigen, wenn dann das Angebot deines Providers da ist.


    Für Deine Freundin sieht es etwas anders aus, da sie ja keinen EU-Tarif in ihrem Vertrag inkludiert hat. Hier wird sie dann entweder automatisch umgestellt (so sollte es sein) oder muss selbst wechseln (je nachdem wie es der Provider handhabt). Und sie profitiert natürlich deutlich von der Neuregelung, wobei sie dann u.U. auch alternative Roamingangebote von ihrem Provider bekommen wird.


    Ich hoffe, das war verständlich. Momentan kannst/musst Du also überhaupt nichts tun, sondern abwarten, was im Juni passiert und dann ggf. entscheiden, welche Option du wählst. Nicht für jeden ist der Euro-Tarif dann besser. Für deine Freundin allemal, für dich vielleicht.

    Man darf aber nicht nur die Einstiegspreise vergleichen. Die sind verschieden hoch in den Ländern. Kleine Pakete sind immer teurer als große. Hier sind nur reine Datentarife verglichen worden. Bei der Allnetflat siehts für Deutschland dann etwas besser aus. Aber die sind bekanntlich schwer aus den Paketen rauszurechnen.


    Aber nehmen wir wieder den Prepaid-Vergleich: den Datentarif von T-Mobile USA ggü. den von Telekom Deutschland:
    USA "Pay in Advance Mobile Internet" geht mit 2GB los für 20$. Das kriegt man auch nur ähnlich bei der Telekom mit Magenta Data Start mit 1GB für 15€. Da liegt der Preis aber schon mehr als 50% über den USA.
    Die USA gehen weiter: 35$-6GB, 50$-10GB, 65$-14GB, 80$-18GB, 95$-22GB. D.h. der Preis pro GB fällt von 10$/GB bei 2GB auf 5$/GB bei 10GB auf 4.31$/GB bei 22 GB. In Deutschland gibts im Prepaid keine größeren Pakete. Man muss das 1GB immer wieder neu kaufen.


    Ich weiß jetzt nicht wie die Studie gewichtet. Aber ein Preis von 15€ pro GB ggü. 10$-4.31$ pro GB geht klar für die USA aus. Und genau diese Preise decken sich ziemlich mit der Studie, wenn man noch bedenkt, dass Postpaid auch günstiger verkauft wird.


    Du hast also recht, wenn du meinst, die Einstiegspreise sind höher in den USA. Aber da dort die Nutzungen auch höher sind, fallen die Pakete auch größer aus, die dann wiederum pro GB deutlich günstiger sind als bei uns.

    Strategy Analytics ist eine unabhängige Beratungsgesellschaft für Telefonanbieter beheimatet in den USA. Sie gibt regelmäßig Berichte heraus zum Stand der Preise, Geschwindingkeiten, Angebote usw. in allen OECD-Ländern. Dazu benutzen sie sog. Benchmark-Tests.


    Ihr neue Bericht zeigt, wo wir gerade stehen im Q4/2016: Deutschland ist jetzt (mit) das teuerste OECD-Land für Mobiles Breitband weltweit geworden! Damit sind alle Angebote für Daten im mobilen Internet über Breitbandnetze für Tablets, Laptops, Modems etc. gemeint.


    Synopse auf English: https://www.strategyanalytics.…usage-prices#.WJK0odLhCpq


    Auf deutsch:
    - der Preis pro GB fällt international durchschnittlich um 10% pro Jahr in postpaid Verträgen
    - es gibt enorme Preisunterschiede von 1:14 zwischen den OECD-Ländern: Polen unter 1$, Deutschland über 13$ im Durchschnittspreis pro GB.


    Diese Grafik mit den Durchschnittspreisen vergleicht die Länder und die hat es in sich: Länder-Grafik
    (Der braune Balken ist das günstigste Angebot, der orangene der Durchschnittspreis)


    Verglichen wurden 2600 SIM-only, Modem, Laptop und Tablet Tarife von 100 Providern in 36 Ländern.
    38% davon waren prepaid, 62% postpaid, 84% beinhalteten LTE


    Das größte Paket ist um das 5-fache von 2011 of 2016 gestiegen von 200 auf 1000 GB. Der durchschnittliche Preis pro GB ist in den letzten 6 Jahren um 39% gefallen gegenüber einem Index von 100 im Jahr 2010.


    Was Deutschland betrifft: Wir sind das teuerste Land in der OECD neben einigen lateinamerikanischen Staaten. Nirgendwo anders in der EU werden über 13$ durchschnittlich pro GB genommen. Zum Vergleich: Polen 0,99$, Dänemark 2,01$, England 4,38$, Frankreich 5,79$, Spanien 7,11$, USA 8,38$, Japan 10.05, Deutschland 13,27$.


    Ich glaube langsam kriegen wir ein Problem.

    Na ja die offizielle Antwort hast du dir schon gegeben.


    Aber ich wäre da nicht ganz so pessimistisch. Es gibt ja konkret zwei Hindernisse in den FUP:
    1.) die Zeitbeschränkungen, die man im Ausland (das wäre dann hierzulande) roamen darf
    2.) die Volumenbeschränkungen, die bei billigen Datentarifen erhoben werden dürfen


    Jetzt müssen wir mal sehr genau abwarten, wie im Juni 2017 diese FUP von den einzelnen Providern umgesetzt werden wird. Die Zeitregelungen brauchen sehr hohen organisatorischen Aufwand und beinhalten hohes Konfliktpotential für den Provider. Die Volumenbeschränkungen sind Kann- aber nicht Muss-Bestimmungen.


    Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass wir in Deutschland dauerhaft zu Preisen der Billigländern surfen können. Bei Sprachtelefonie ist ja auch noch zu beachten, dass Anrufe ins Ausland (d.h. zu ausländischen Nummern) weiter teurer sind. Daher wird es sich maximal für Datentarife eignen.


    Vielleicht haben wir ja Glück und manche Anbieter scheuen den Aufwand, zu beschränken, weil sie z.B. im Partnerverbund die Daten günstig bekommen. Das wäre dann Bingo, aber ich würde aber nicht darauf setzen. Warten wir es ab, wie sie es konkret umsetzen.

    Na aber eigentlich ist das mehr als man sich wünschen konnte, wenn das nun wirklich klappt.
    Wir waren vor einigen Jahren immer noch bei astronomischen Roamingpreisen insbesondere für Daten und jetzt kommt weitgehend Roam like home. Erst ab heute glaube ich wirklich daran.


    Die jetzt ein Haar in der Suppe finden: Es hat niemand gesagt, dass 100 GB im Roaming zum Inlandspreis rausgegeben werden. Bei diesen Mengen wird immer eine lokale SIM besser sein. Auch Telefónica muss sich der neuen Regelung beugen. Tun sie auch jetzt bei der alten. Die Verspätung beim letzten Mal war nicht schön wie auch das Opt-in in die Euro-Tarife. Aber Aldi&Co. dürfen weiterhin das MB für 23ct im Roaming und zu Hause verkaufen, aber es wird mehr und bessere Pakete geben, da Inlands- und EU-Pakete identisch werden. Die Vorteile können heute schon prepaid Kunden von Telekom und Vodafone + Reseller geniesen.


    Es wird zwar nicht Europa retten, das müssen wir schon selber tun - aber vielleicht endlich mal ein paar Roaminggrenzen überwinden helfen :-) Und da wären noch viele neue Ziele: Auslandsgespräche, Schiffs- und Flugzeugnetze, die Schweiz & Co., der ganze Rest der Welt. Na ja, wir können ja mal bei uns anfangen.

    Ich glaube ich sprecht von 2 unterschiedlichen Karten. Das eine ist eine schwedische Tre Kontant SIM.
    Das andere (aber nur aus dem Begriff PAYG zu lesen) wohl eine britische Three SIM im Roaming. Das schließe ich daraus, da nur in England prepaid PAYG heißt. Hättest du aber klarer schreiben müssen, sonst wirds nicht klar. Ich habe deine Frage so verstanden, weil Three UK das Roaming inzwischen stark depriorisiert, obs noch brauchbar ist. In Deutschland über die Telekom beispielweise fast unbrauchbar, über O2 gehts so.


    Roam like home von Three UK hat grundsätzlich kein LTE inkludiert. Tre in Schweden hat nur ein 3G/4G-Netz, kein 2G wie auch Three in England. Das könnte Probleme geben. Ferner gibts dort viel 3G auf 900 statt 2100 MHz, was nicht jedes Gerät kann. Roaming geht über UK-Server. Nur warum kaufst du dir eine britische SIM für Schweden, wenn die schwedischen Preise von Tre praktisch günstiger sind und du dann noch 4G/LTE zusätzlich hast? Kapier ich nicht.


    Wenn natürlich schon eine UK Three SIM vorhanden ist, dann könnte man es sich überlegen. Achtung: Auf den UK PAYG SIMs snifft und blockt Three Mobile Hotspot Nutzung/Tethering, nur über deren Mobile Broadband SIMs gehts.

    Ergänzung:
    Die Malteser habens getwittert, der Spiegel hats abgeschrieben und alle schreiben es so verkürzt.


    Aber es wird wohl doch ein Absenkungsregime für Roamingdaten geben. Der Fall von 7,70 € auf 2,50 € in einem Schritt schien mir auch etwas hoch:


    The European Parliament and Council have reached a compromise on the extent of the reduction to wholesale roaming rates. Under the agreement, the maximum wholesale charge for data will be EUR 7.7 per GB from 17 June and then continue to decrease in stages.


    From 1 January 2018, the cap will drop to EUR 6.0 per GB, from 1 January 2019 to EUR 4.5 per GB, from 1 January 2020 to EUR 3.5 per GB, from 1 January 2021 to EUR 3.0 per GB and from 1 January 2022 to EUR 2.5 per GB. The rates are higher than those originally proposed by the Parliament, but lower than the Council's first decision and European Commission's proposal. The European Commission is tasked with reviewing the rates every two years, with its first report due at the end of 2019.


    Quelle:
    https://www.telecompaper.com/n…le-roaming-rates--1181783

    Das muss noch besiegelt werden.
    Es ist damit aber die "weitgehende" Abschaffung der Aufschläge möglich.
    Wenn es wie geplant läuft ergibt es in der EU/EWR:
    - die Abschaffung von Sprachroaming-Aufschlägen eingehend und ausgehend unbegrenzt
    - die Abschaffung von SMS-Aufschlägen ausgehend
    Das gilt sowohl für Inklusivvolumen deines Pakets (Allnet-Flats, SMS-Flats, aber nicht netz-interne Flats). Dann und sonst gilt der Grundpreis ohne Aufschläge. Also Inlandspreis = EU-Roamingpreis oder Roam like Home.


    Und was Daten betrifft, die "weitgehende" Abschaffung:
    d.h. wenn du Daten in deinem Paket hast, die mehr als 5€/GB kosten dann wird das ganze Paket ohne Aufpreise EU-weit gültig. Nur einige Billigpakete (und Tarife ohne Roaming) fallen teilweise möglicherweise raus und können den Anteil, der ohne Zuschläge rausgegeben wird, begrenzen.


    Dein Betreiber muss dir ab Juni 2017 diesen EU-Tarif anbieten, auch in schon laufenden Verträgen, egal ob du eine EU-Flat hast oder nicht. Er kann dich natürlich versuchen in andere für ihn bessere Tarife zu drängen :-)


    Aber bis es wirklich ganz durch ist, müssen wir noch kurz warten. Die Grundlage ist jetzt aber da und jetzt wirds ganz schnell gehen, denn auf den Rest hat man sich praktisch schon geeinigt.


    http://www.t-online.de/handy/s…-wie-geplant-starten.html


    Welche Pakete begrenzen und welche nicht, werden wir dann erst im Sommer sehen. Denn bei den Billigpaketen ist das eine Kann- aber nicht Muss-Regelung. Ich würde aber sagen in Österreich und Co. wird es viele treffen.