Beiträge von wolfbln

    @ Schinge


    Das ist eine andere Diskussion. Ich bin wie Du der Meinung, dass das nichts bringt.
    Die Mehrheit der Staaten in der EU registriert und der Trend geht weiter dahin. Auch Deutschland verschärft im Sommer. Das muss man jetzt erstmal als Tatsache sehen, unabhängig von dessen Sinnhaftigkeit. Mir geht es auch weniger um die Terroristen (die finden schon Wege), als um die restlichen Bürger und ihre Freiheiten.


    Das Problem an der Registrierung liegt ja auch darin, dass sie eben "Sachzwänge" nach sich zieht. Wie etwa die Beschränkung der Zahl, die Pflicht zum Umschreibung. Oder in einigen Ländern inzwischen biometrische Registrierung (Peru, Pakistan) mit Fingerabdruck. Eigentlich wäre ja die implantierte SIM-Karte das Ideal der Registrierer. Das ganze kommt halt häppchenweise, weil das eine das andere irgendwie logisch nach sich zieht.


    Nur wenn man einmal auf dem Zug aufgesprungen ist - und dafür hat sich Deutschland wohl entschieden - hat dies halt Folgen und man sollte sich das überlegen. Israel z.B. als durchaus exponiertes Land sagt es bringt nichts und man lässt es ganz bleiben.

    Die Registrierungswelle rollt weiter in der EU. Österreich könnte kippen. Erste Politiker denken doch über eine Pflicht nach. 2016 wurde sie in Belgien und Polen eingeführt, auch für Bestandskunden. 2017 wird sie in Deutschland verschärft werden, aber nicht für Bestandskunden.


    Es sieht momentan bei unseren Nachbarn so aus.
    Nicht registriert wird in: Holland, Dänemark, Tschechische Republik, Österreich
    Registriert mit Vorlage des Ausweises wird in: Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Polen
    Deutschland geht den Sonderweg mit Online-Registrierung und im Laden.


    Jetzt dreht Ungarn die Schraube weiter. Hintergrund ist, dass über Tausend falsch auf einen Toten registrierte SIM-Karten von Magyar Telekom bei Terrorverdächtigen gefunden wurden. Terroristen haben einen erhöhten SIM-Kartenbedarf, da sie die SIM nur für 1 Gespräch verwenden und dann entsorgen.
    In Ungarn gilt nun:
    1.) Weitergabe an eine dritte Person muss gemeldet und die neue Person registriert werden.
    2.) Die Anzahl der max. SIM-Karten, die auf eine Person gemeldet werden, sind 10 - bei Geschäftsleuten 50.


    Das kann nun dazu führen, dass man keine SIM dort mehr bekommt. Diese Lücke ist auch das große Problem z.B. bei der Registrierung in Polen. Dort schreibt auch mal der Kiosk-Besitzer aufm Dorf die Karten auf sich, damit er sie aktiviert verkaufen kann, weil der andere Kiosk, der zu einer Kette gehört, sie legal im Laden registrieren kann.


    Was mein Ihr? Ist eine derartige Beschränkung sinnvoll, praktikabel oder Blödsinn? Wie sähe das z.B. in Deutschland aus? Könnte man "legalen Kunden" die Registrierung verweigern? Es ist ja zu befürchten, dass diese Schraube immer weiter gedreht wird....

    Zitat

    Original geschrieben von surfmobile
    Das ist ja ein langweiliges Spiel.
    Viel lustiger finde ich das Spiel sich eine Vodafone CallYa-Freikarte nach Kehl zuschicken zu lassen und dann ohne Aufzuladen direkt die Gigagarantie für 2 Tage mit insgesamt 90 GB nutzen. Vor Ort gibt es leider kein Vodafone LTE, aber macht ja nichts: die CallYa Freikarten buchen sich auch bei SFR LTE ein und auch dafür gilt die Gigagarantie.
    Ja, so macht das wirklich Spaß! Und ich frage besser nicht nach, was dieser Spaß Vodafone kostet...


    Das ist weiter der Hammer. Ich habe ja auch hier im TT versteckt beschrieben, wie man mit Hilfe eines GPS Fakers die Garantie völlig im Ausland bekommt, ohne Einbuchung ins deutsche VF-Netz. Ich glaube, weiter sollte man auch nicht gehen, denn man verstößt natürlich gegen die AGB. In den Verhandlungen versuchen gerade die Telkos die Großhandelspreise nicht unter 1ct/MB incl. Steuern fallen zu lassen. Vodafone tut alles dazu, dass 90 GB auch weiter 900€ kosten, aber sicherlich nicht im eigenen Netzen, sondern für die Konkurrenten.
    Ich habe den Deal nicht ins Prepaid Data Wiki geschrieben. Das wäre der Hammer dort: eine Tagesflat für bis zu 48h in der EU überall für lau. Besser wird es auch im Sommer nach der Neuregulierung sicher nicht werden :-) Verstehe auch nicht warum Vodafone die Promotion nicht stoppt oder wenigstens die Auslandsnutzung unterbindet. Wenn sie verlängern, überlege ich mir das aber nochmal mit der Beschreibung fürs internationale Publikum :-)


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Finde eine Roaming-SIM die sich in mehrere Netze einbucht schon intressanter :)


    Äh, Anja. Das machen fast alle SIMs im EU-Roaming (noch). Manche haben zwar gesetzte Prioritäten, aber meist sind 2 oder 3 Netze im jeweiligen Land nutzbar. Lediglich Vodafone möchte einen ins Eigennetz zwingen, geht aber manchmal durch manuelles Einbuchen auch anders. Das ganze könnte sich aber ab Sommer ändern. Der Threadersteller hatte nur bestimmte Anforderungen an den Tarif zusätzlich.

    Wir kommen auf die Zielgerade. In Brüssel haben heute die entscheidenden Trilog-Verhandlungen begonnen. Es geht um die Großhandelspreise fürs EU-(Daten)roaming. Davon hängt ab, ob wir ab dem Sommer Roam like Home bekommen und mit welchen Einschränkungen.


    Netzpolitik.org hat den Stand vor den entscheidenden Verhandlungen ganz gut hier zusammengefasst:
    https://netzpolitik.org/2017/i…en-doch-zu-welchem-preis/


    Interessant darin auch die Aussage der Telekom, dass die FUP-Regelung administrativ und technisch viel zu aufwändig sein würde. Nun ja, sie haben ja auch hierzulande Tarife, die davon kaum betroffen sein werden.


    Bei unseren Nachbarn sehen sie schon das ganze Reseller-Modell (dort Diskonter genannt) in Gefahr:
    http://derstandard.at/20000499…ische-Diskonter-umbringen

    Das ist auch jetzt wieder übertrieben:
    Es gibt sicher sinnvolle Einsatzgebiete:
    - unbegrenzt zero-rated Whatsapp (ähnlich wie know roaming auch mit VoIP)
    - 200 MB freie Daten (ähnlich wie Netzclub)
    - die auch im EU-Roaming zu gebrauchen sind.
    Das letztere bietet hierzulande bisher keiner (möglw. ab Sommer) und in dieser Kombi sowie nicht. Also ich könnte mir da schon Einsatzgebiete vorstellen. Aber es sind halt nicht die des klassischen Vollproviders.

    Tut mir leid, schon wieder in die Suppe zu spucken?
    Wo steht, dass sie eine "deutscher Nummer" bieten und wozu? Wenn sie im Endeffekt eine Three UK Daten SIM verkaufen, sind sie in diesem Sinn ein britischer Anbieter. D.h. +44 und nicht +49-Nummer. Dies ist zumindest in Spanien so, das man als letzten Launch zum Vergleich nehmen kann. Die Karte kann wenn nur auf +44 angerufen werden. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob überhaupt, da es eine reine Datenkarte ist und praktisch alle Gespräche über WhatsApp laufen sollen, dessen Datenverbrauch (einschl. VoIP) allerdings kostenlos ist.


    In Spanien hat Three UK Roamingabkommen mit Movistar (Telefonica) und Orange. Zunächst hatte aber FreedomPop dort nur Orange freigeschaltet, was zu massenhaften Protesten führte, da die Gespräche abbrachen. Inzwischen roamen sie in Spanien tatsächlich in beiden Netzen, was sie damit wirklich zur Ausnahme macht, allerdings eigentlich doch wieder nicht für eine Roaming-SIM (außer bei Vodafone).


    In ihren Angeboten in Spanien und UK ist kein 4G/LTE dabei. Das geben die Roamingverträge mit Three wohl nicht her. LTE-Roaming gibts bisher nur auf den US-amerikanischen SIMs im Sprint, AT&T und T-Mobile Netzen. Selbst die roamen in Europa nur auf 2G/3G. Alle europäischen Versionen haben bisher kein LTE-Roaming. Beide Anrufer müssen also bei Gesprächen ein möglichst stabiles WLAN oder 3G-Netz haben. In den USA bieten sie aber gegen Aufpreis auch herkömmliche Sprachtelefonie.


    Wie gesagt, es ist nicht klar, ob und wann FreedomPop diese oder eine ähnliche Lösung wirklich in Deutschland implementieren wird. Sie kündigen viel an, aber bisher sind nur 4 Länder rausgekommen: USA, UK, Spanien und Mexiko. Spannend wird das ja auch, wenn das Three UK Roaming wegen dem Brexit sich verändern sollte.


    Der Roaming-Traffic auf Three Roamingkarten, (habe gerade mal wieder eine Broadband SIM in Deutschland über das original Three UK Roam like home probiert) ist stark deprioritisiert und hat eine Latenz >100 ms. Wie das mit Netzneutralität einhergeht, wissen die Götter. Also Telekom war fast unbrauchbar zum Datenroaming (fast EDGE-Speed), O2 ging etwas besser.


    Alle User, die ich in USA, UK oder Spanien gesprochen habe, sind von FreedomPop eher desillusioniert. Sie fahren viel Werbung auf, versuchen die Kunden in Bezahlangebote zu locken, haben aber Schwächen in der Technik und praktisch keinen Support. For free oder im Roaming kann man es mitnehmen, als Haupt-SIM ist aber dringend abzuraten. Kenne einige, die haben sich eine SIM bestellt und nutzen sie nicht, oder nur als Back-up. Aber vielleicht macht es ja Freedom Pop in Deutschland dann besser....

    FreedomPop benutzt in allen seinen Märkten USA, UK und Spanien (bald auch Mexiko) englische SIM-KARTEN von Three UK. Das würden sie sicher auch in Deutschland so machen.
    Daher sind sie nicht als MVNO eines deutschen Providers zu sehen. Welche Roamingnetze sie nutzen ist dabei durch Three UK vorgegeben: Telekom und O2, wobei - wie in Spanien - Einschränkungen gelten können.


    Es sind auch reine Datenkarten, Gespräche nur über Voip möglich und teilweise über WhatsApp mit Zero-rating. Allerdings nur bedingt tauglich, da hohe Latenz und langsamer Speed durch Three UK.

    Es ist halt ein Freemium-Anbieter mit starker Tendenz die Kunden zu Pay Angeboten zu zwingen. Bei über 50% Anteil in den USA klappt das. Und die Pay-angebote sind nicht günstig. Als 2.Karte für die Schublade als Back-up aber sicher OK.


    Wir würden aber auch ein neues Tief an Service bekommen: überhaupt keinen Support für Basiskunden und nur gegen Aufpreis für Premiumkunden. SIM ist an Kreditkarte gekoppelt auch für Free Kunden und FreedomPop bucht auch schon ab, bevor das Freikontingent aufgebraucht ist.


    Manche 'Verzögerungen' mit dem deutschen Markteintritt könnten auch darin begründet liegen, dass das Angebot hier so nicht legal wäre.

    Das prepaid Data Wiki natürlich: http://prepaid-data-sim-card.wikia.com/wiki/Egypt


    Es gibt 3 Betreiber: Vodafone, Orange/früher: Mobinil und Etisalat. Die nehmen sich nicht viel. LTE hat erst angefangen. Telecom Egypt, die das Monopol aufs Festnetz haben, haben die erste Lizenz bekommen - die anderen fangen auch damit an.


    Beachte, dass alles VoIP in Ägypten durch die Mobilanbieter geblockt wird: WhatsApp calls, Skype usw. Wenn Du VoIPen willst, dann brauchst Du unbedingt einen VPN, der einigermaßen schnell ist. Einige ADSL-Anbieter blocken aber offenbar nicht, d.h. über WLAN könnte es trotzdem gehen. Kannst ja mal probieren und dann berichten.

    Nein, fast alle UK SIM-Karten (dazu gehört auch O2 UK) sind sehr schwer vom Ausland aus aufzuladen.
    In England sind zwar alle PAYG SIM-Karten ohne Registrierung, aber brauchen für die Aufladung entweder Ladebons, die es nur in England gibt oder eben eine britische Kredit/Debit-Karte.


    Wenn ihr mich fragt, ist diese Sicherheitsvorschrift dort vorgeschoben. Indem man der Bevölkerung vorgaukelt: "wir sind so frei, wir registrieren nicht", wird im Land der Kameras praktische jede SIM an eine Bankkarte gebunden, worauf der Nutzer besser zu identifizieren ist als durch irgendwelchen Adressangaben bei erstmaligen Registrierung. Schon irgendwie clever. Dass unsere Regierung noch nicht auf diese Mogelpackung gekommen ist.....


    Das ist dann sehr schwer zu umgehen ohne Freunde in England. Revolut soll als englische Kreditkarte durchgehen. Oder einige wenige Aufladeagenturen zum Aufpreis wie top-up UK oder mit Bitcoins Bitrefill.

    Die deutsche Telekom fängt in Holland mit dem 2G-Ausstieg an:
    aus Telegeography:
    T-Mobile Netherlands is reportedly working on phasing out its existing 900MHz GSM network, in favour of its developing 3G and 4G networks in the frequency band, GSM Helpdesk writes. T-Mobile Netherlands has invited customers that still use phones that only support GSM technology to upgrade to a compatible 3G or 4G handset. The phaseout of GSM networks is expected to be completed by 2020, with other Dutch operators also likely to shut down 2G operations over this time period. Although T-Mobile holds a 2G licence up until 2029, the expected 2020 cut-off date will allow for greater frequency space to be freed up for 3G and 4G networks nationwide, making these the national standard.