Beiträge von wolfbln

    Nein. Den könnte keiner bezahlen. Du willst eine weltweite Flatrate, wo Roaming weltweit und alle Gespräche weltweit inkludiert sind?


    Lies ein Auslands- und Roamingpreisliste von Telekom mal durch. Dann weißt du was das kosten würde.
    https://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/46212.pdf


    Deutsche SIM Karten gehen in China ohne Zensur. Du kannst alle Seiten nutzen. Sie werden über Deutschland geleitet. Die Zensur betrifft nur lokale chinesische SIM-Karten in China.

    Man darf auch nicht vergessen, dass über 80% der Angebote in Italien Prepaid sind. Schon beim Aufladen wird getrickst, aber die Anbieter verkaufen "unechtes" Prepaid nochmal günstiger, weil dadurch eine gewisse Bindung entsteht. Der Wettbewerbsbehörde ist es hier wohl ein Dorn im Auge, dass man nicht den (immer noch) Prepaidvertrag an ausländische Kreditkarten oder Konten binden kann.


    Man muss aber sagen, dass es sonstwo ja auch nicht geht. Da wären das oft echte Postpaidverträge und dazu braucht man je nach Land Wohnsitz, Bankkonto, Kreditkarte, Kredit-Score usw.... Das gilt auch für Deutschland. Einzig in Frankreich mit Sosh (und wenn man will Free mobile) gelang es uns, sie auszutricksen. Schweiz und Luxemburg sollen auch gehen, nur fehlen dort entsprechende Tarife.


    Orange France hat die Promotions für ihre Prepaid Max Aufladungen verlängert. Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass sie vielleicht langfristig laufen oder gar zu Regelpreisen werden. Das wäre dann die leichtere Alternative zu Sosh, wobei das Roaming in Deutschland seit Dezember immer noch mäßig ist: nur o2 3G mit Prio und Telekom LTE gegen gewisses Steering.

    Dann wollen wir mal rechnen, wie sich die FUP-begrenzten Tarife ab 1.1.2020 verändern.
    Das gilt nicht für alle Tarife, denn die FUP ist ja freiwillig und wird nicht überall eingesetzt. Von deutschen Anbietern überhaupt nicht oder nur für sehr große Tarife. Darüber stellen sie das Minimum da, welches jeder Betreiber in der EU herausgeben muss zum Inlandstarif.
    Die Absenkung des max. Großhandelspreises zum 1.1.20 erfolgt von 4,50 € auf 3,50 € pro GB laut EU-Vereinbarung. Es muss also über 22% mehr als bislang herausgegeben werden.


    Die Rechnung geht wie folgt: 3,50 € pro GB ist der neue Nettopreis. Jedes Land muss noch seine Mwst. oder genauer Umsatzsteuer zufügen. Die sind in der EU etwas unterschiedlich zwischen 17% in Luxemburg und 27% in Ungarn. Daher kommt es auch zu leicht unterschiedlichen Grenzen, je nach Ausgabeland der SIM-Karte.


    Rechnen wir zunächst mit dem 19%-Satz in Deutschland. Das macht 0,665 € Steuer, also brutto (3,50€ + 0,665€ =) 4,165 € pro GB. Die EU schreibt nun vor, dass die doppelte Menge herausgegeben muss zum Inlandspreis, bevor Aufpreise erhoben werden dürfen. Es müssen also 2 GB für 4,165 € sein. Diese Relation ist unpraktisch zu handhaben und ich nehme immer ein 10 € Paket im Einzelhandelspreis als Beispiel. Für diese 10 € Kaufpreis müssen mindestens (Dreisatz: 10*2/4,165) = 4,8 GB herausgegeben werden. Dementsprechend für 5 € mindestens die Hälfe also 2,4 GB oder für 20 € mindestens das Doppelte mit 9,6 GB.


    Dies gilt natürlich nur, wenn der Inlandspreis im Paket oder Tarif unter 4,165 €/GB liegt, ansonsten macht die Regelung keinen Sinn und es gilt der jeweilige teurere Inlandspreis. Wenn man nun mehr nutzt, sind die Aufpreise auf 4,165 € pro GB gedeckelt in MB-Schritten, also konkret 0,4165 Eurocent pro MB.


    In anderen EU-Ländern gelten andere Steuersätze: In Frankreich und Großbritannien 20%, in Spanien 21% und in Italien 22%. Nehmen wir mal Italien als extremstes Beispiel. Hier sind 3,50 € netto 4,27 € brutto. D.h. es müssen dort mind. 4,68 GB statt 4,8 GB bei uns herausgegeben werden. WindTre rechnet mit 4,7 GB und Aufpreisen von 0,427ct pro MB.


    Für unsere Angebote können wir also von einem Minimum von 4,7-4,8 GB ausgehen, das aufpreisfrei im Roaming für ein 10 € teuren Plan (Daten oder Smart) bei einer Volumen-FUP herausgegeben werden muss, falls es sich um ein billiges Paket handelt, bei dem der Inlandspreis darunter liegt. Darüber hinaus gibt’s Aufpreise um ca. 4,20 € pro GB in MB-Schritten.


    Was heißt das jetzt für die Tarife? Wir haben effektiv eine Zweistaffelung der Roamingtarife - sofern sie unter die FUP fallen - je nach verbrauchten Datenvolumen:

    • (A) zunächst gilt der zumeist günstigere Inlandspreis bis zur FUP-Volumengrenze
    • (B) darüber gilt der geregelte Aufpreis von ca. 4,20 € pro GB in fairen MB-Stufen

    Schauen wir das mal an einem FUP-Tarif von WindTre aus Italien an: der Giga International gibt 40 GB für 9,99 € pro Monat in Italien. Für diese 9,99 € bekommt man 4,7 GB in der EU, also das GB für rechnerisch 2,13 €. Man zahlt also für 4,7 GB 2,13 € pro GB und von 4,7 GB bis 40 GB 4,27 € pro GB.
    Und so sieht es analog bei jedem Paket aus, das nach der FUP geregelt wird:

    • (A) der Inlandspreis, der bei voller Ausschöpfung des FUP-Freikontingents ca. 2,10 € / GB beträgt
    • (B) der Aufpreis, den man darüber zahlt bis das Paketvolumen ausgeschöpft ist von ca. 4,20 € /GB

    Man muss nur 2 Sachen beachten. Um den günstigen FUP-Preis (A) zu bekommen, muss man das FUP-Freikontingent voll ausschöpfen. Um den Aufpreis (B) in dieser Höhe zu begrenzen, darf man nicht über das Gesamtinlandsvolumen des Pakets gehen. In unserem italienischen Beispiel wären das 4,7 GB Mindestverbrauch (zu 2,10€/GB) und max. 40 GB Gesamtverbrauch im Monat (wobei ab 4,7 GB bis 40 GB 4,20€/GB in MB-Schritten berechnet werden).


    So kann man sich einen schönen Tarif zimmern. Nehmen wir an, man verbraucht so in der Regel 5 GB pro Monat. Es kann aber mal passieren, dass es auch mal 1 oder 2 GB mehr werden. Für die 5 GB würde man 9,99 € Grundpreis + 1,28 € Aufpreis für 300 MB zahlen = 11,27 €, für 6 GB etwa 14,50 €, für 7 GB knapp 20 €. In Deutschland müsste man stattdessen auch einen 5 GB Tarif für die Menge nehmen und dann ggf. ein Erweiterungspaket. Man sieht aber schon, dass es schnell teurer wird, wenn man über die FUP-Grenze kommt.


    Was heißt das nun für den Vergleich mit deutschen Tarifen?
    2,10 € pro GB im Paket liegt etwa auf der Höhe der günstigsten deutschen Prepaid-Tarife momentan. 4,20 € pro GB liegt deutlich darüber, allerdings wird durch die pro-MB-Taktung dabei günstiger abgerechnet als etwa durch ein Erweiterungspaket oder gar dem Grundtarif. Dennoch kann man sagen, dass Tarife aus dem Ausland, sofern sie unter die FUP fallen, keine Abzocke mehr sind, da sie inzwischen etwa so teuer sind wie einheimische, aber auch keinen Vorteil dazu bieten, außer sie haben besondere Features wie 2 oder 3 Netze, Roll-over oder anderes. Darum werden wir auch weiter diese Tarife im Auge behalten, der Schwerpunkt von R@H wird aber dort bleiben, wo diese FUP (noch) nicht gezogen wird und niedrigere Preise zu erzielen sind.

    Nach längerer Zeit diesmal ein ausführlicheres Update, parallel auch Updates im Wiki. Leider war ich etwas krank und musste mich um anderes kümmern, sodass ich hier nichts posten konnte. Aber ich werde auch 2020 das Projekt unterstützen, wenn auch etwas eingeschränkter auf unsere Lieblinge bezogen.


    EU/EWR: Hier wird ja jetzt zum 1.1.20 das max. Großhandelsentgelt für Roaming wieder abgesenkt von 4,50€ auf 3,50€ netto pro GB. Das ist jetzt die letzte Absenkung um 1€/GB und wirkt sich auf viele FUP-begrenzten Tarife aus. Aus Deutschland sind das fast nur Lebara und Lycamobile und sehr große Vertragstarife mit unbegrenzten Daten oder Streaming. Im Ausland aber sind viele FUP-Sätze betroffen. Ich rechne in den kommenden Tagen mal genau aus, was die Provider jetzt in ihren FUP-begrenzten Tarifen mindestens an Daten herausgeben müssen und wieviel sie max. für mehr Daten verlangen dürfen.


    Großbritannien: Das Land hat sich jetzt wohl zum 30.1.20 entschlossen aus der EU auszutreten. Es tritt eine Übergangsfrist bis zumindest Ende 2020 in Kraft, in der alle Anbieter weiter an die EU-Roamingregulierung gebunden sind. Ich habe auf der EU/EWR-Karte jetzt Großbritannien (und Gibraltar) gelb eingefärbt. Danach wird es erst interessant, wenn es bis dahin gelingt, eine Folgevereinbarung zu treffen, kann die Ampel grün bleiben; ansonsten wird sie wohl auf rot springen. Dann kann praktisch jeder machen, was er will d.h. einige werden wohl dabei bleiben, bei anderen dagegen wird die UK zur "Schweiz" werden.


    Ich habe die neuen Tarife von Three UK Paketen im Wiki ergänzt. Aufgrund der neuen FUP-Grenzen können nun auch bis zu 20 GB im Monat in der EU/EWR mit R@H verbraucht werden, bei Go Roam-Ländern außerhalb Europas bleibt es bei 12 GB. Leider gibts für 20 GB gerade keine guten Tarife.


    Der Marktführer EE hat dort eine interessante Promotion bis Ende Januar. Alle neu aktivierten SIM-Karten bis 30.1.20 bekommen 6 Monate lang "triple data" d.h. die dreifache Datenmenge. Damit gehen 6 GB für £10, 15 GB für £15 oder 30 GB für £20. EE sagt immer noch, dass max. 15 GB pro Monat im Roaming genutzt werden können. Es ist unklar, ob es darüber begrenzt wird. EE roamt bei uns bei o2 und gegen Steering auch bei Telekom im LTE. Man kann pausieren, muss aber die 6 Monate bis Februar 2021 genutzt haben. Data-rollover geht nicht für Bonusdaten, Man kann die Pläne auch wechseln, aber nur in höhere Data Packs.


    Frankreich: Strasbourg hat es schon angedeutet. Irgendetwas hat sich im deutschen Roaming von Orange und Sosh verändert. Bisher war hier Vodafone ihr bevorzugtes Netz. Seit Anfang Dezember geht es plötzlich gar nicht mehr. Dagegen geht neu o2, aber nur in 2G/3G, nicht in 4G. Telekom ist weiter möglich in bis zu 4G, aber gegen Steering. Das führt beim erstmaligen Einbuchen (z.B. an der Grenze) zu Problemen. Hat man im Handy 4G bevorzugt, bucht es sich in überhaupt kein deutsches Netz ein. Ansonsten lieber bei o2 3G. Hat man es aber einmal im Telekom 4G drin (geht leichter über 3G und dann ins 4G), dann findet es das auch immer wieder und wandert bei manueller Netzwahl nicht ab. Dennoch ist das sehr unangenehm und von Orange sicher nicht so gedacht. Mal sehen, wie das weiter geht. Auch bin ich gespannt, ob es bei der Mobicarte ab 7.1. neue Promotions für die Aufladungen gibt oder die alten weiterlaufen.


    Spanien: Hier kommt eine Warnung zu Simyo und Orange weil ja einige eine FUP bekommen haben und dann die aufgesparten Datenvolumen wertlos werden im Roaming. Es ist aber noch kein klares Bild da. Bisher haben nur 2 User von derartigen FUPs berichtet, aber viel mehr nutzen hier Simyo sporadisch. Offenbar betrifft es nicht alle, wenn man es gelegentlich nutzt. Das müssen wir noch besser herausfinden. Und auch, ob man von der Missbrauchsrate durch Pausieren wieder runterkommt.


    USA: Hier habe ich ja einigen versprochen die Erfahrungen von meiner Fahrt in die USA zusammenzustellen und wie sich die europ. Optionen so schlagen, zumal es kaum etwas günstiges aus Deutschland gibt und auch lokale SIMs nur für sehr viel Daten Sinn machen. Ich habe das hier mal alles zusammengestellt: https://roam-at-home.fandom.com/de/wiki/USA Kurz: Vodafone aus Spanien hat sich gut geschlagen, Three aus England ist fast gleichwertig, die italienische Variante von TIM/Coop etwas schlechter, und zuletzt Free mobile aus Frankreich, die hat aber Kanada und Mexiko mit drin.


    Das soll später eine neue Kategorie im Wiki werden, weil diese Fragen immer wieder kommen. 90% der Nutzer fährt in der EU/EWR mit RL@h gut, es gibt nur wenige Ausnahmen in bestimmten Billigländern, wo sich etwas Lokales lohnen würde oder eben als Mitbringsel für DE im R@H. Außerhalb der EU/EWR gilt der gegenteilige Rat: lokale SIM, ggf. auch internationale Roaming SIM, nur kein deutsches Roaming. Dafür gibt es das englische Prepaid Data Wiki. Es gibt aber (aus deutscher Sicht) 3 wichtige Reiseländer, wo die Situation aus unterschiedlichen Gründen sehr unübersichtlich ist: das sind die USA, die Schweiz und die Türkei. Hier plane ich in den nächsten Monat Sonderseiten im Wiki zum Roaming dort. Ich war gerade in den USA, [USER="222467"]Strasbourg[/USER] länger in der Schweiz mit Voxi und Ay Yildiz und in die Türkei muss ich im Februar. Vielleicht müssen wir 2022 dann auch England noch dazunehmen.


    Erstmal guten Rutsch und vielen Dank für die vielen Beiträge und das große Engagement.

    peterdoo: Ja klar. Das ist korrekt. Bis zum Ende der Übergangszeit in ein paar Jahren ändert sich nichts. Was danach kommt, steht in den Sternen. Telefonica/o2 war ja bei uns vorgeprescht und hatte in ihre Preislisten die Formulierung geschrieben, wonach wenn ein Land aus der EU aussteigt von diesem Zeitpunkt sofort auch die andere Ländergruppe angewendet werden sollte. Das ist aufgrund der Ausstiegsvereinbarungen jetzt nicht mehr haltbar und das mussten sie zurückziehen. Großbritannien (+Gibraltar) ist de facto ab wohl Ende Januar kein EU-Mitgliedsstaat mehr, wo aber vorübergehend weiter die Regeln gelten. Alle deutschen, EU-, EWR-, gibraltekischen (oder wie das heißt) und britischen Betreiber werden zunächst weiter die RL@H Regeln beachten. Abweichungen gibt es nur wie schon bisher ggü. den Kanalinseln und der Isle of Man und anderen Überseeprovinzen (Falkland-Inseln usw.), die nie Teil der EU waren.


    troll: ich bin noch etwas im Jetlag. Es gibt eine gewisse Rangfolge in den Angeboten, was das US-Roaming angeht, wenn man Preise, Abdeckung, Praktikabilität usw. betrachtet. Ich schreibe das hier in ein paar Stunden oder Tagen mal als Special etwas genauer rein, wieso ich zu diesem Urteil komme, damit es andere nachvollziehen können. Ich habe erst überlegt dazu einen extra Thread aufzumachen, weil es direkt mit Roaming in Deutschland nichts zu tun hat. Aber es werden eigentlich nur die 4 günstigsten US-Angebote verglichen, die von unseren RLH-Favorites kommen: also Vodafone Espana (oder alternativ Italia), Three UK, Coop Voce (oder auch TIM) und Free Mobile. Darum erstmal hier. Wenn dann weiterer Diskussionsbedarf besteht, können wir das ja auslagern.

    Zunächst ein Update zu den Angeboten aus Großbritannien. Hier scheint es nun so zu sein, dass GB Ende Januar aus der EU austritt auf Basis des ausgehandelten Vertrags mit der EU. Die britischen Betreiber (einschl. Gibtelecom in Gibraltar) und ihre europäischen Partner haben inzwischen zugesichert, dass für die Übergangszeit, die so 1-2 Jahre dauern kann, Roam like at home-Regeln weiter angewendet werden und Großbritannien (und Gibraltar) weiter wie ein reguläres EU-Mitglied behandelt wird. Damit ist die Situation besser als bei einem sog. No-Deal-Brexit, wenn die Regeln plötzlich weggefallen wären, was aber immer noch mit zeitlicher Verzögerung in einigen Jahren eintreten kann.
    Denn was nach der Übergangszeit passiert, steht noch in den Sternen und hängt auch etwas davon ab, wie die EU und GB ihre zukünftigen Beziehungen ausverhandeln. Rechtlich wird die gesetzl. Verpflichtung der Betreiber zu Roam like at home wegfallen, wenn diesbezüglich keine Ersatzvereinbarung geschlossen wird. Allerdings läuft der Wettbewerb in GB auch über Auslandsroaming und RL@H auf dem Kontinent ist in GB ziemlich beliebt. Three und Vodafone bieten schon heute freiwillig mehr Länder an als sie müssten. Daher ist es wahrscheinlicher, dass einige kontinentale Betreiber, britisches Roaming aus der EU-Zone nehmen und damit der Schweiz gleichstellen könnten als britische Betreiber den Kontinent. Die Situation könnte allerdings ziemlich unübersichtlich werden, wenn es kein einheitliches Regelwerk gibt. GB über die Ofcom oder die einzelnen britischen Betreiber könnten danach auch eigene Regeln aufstellen, die dann nicht alles wie bisher z.B. Gespräche zwischen den EU-Ländern, sondern nur noch nach GB beinhalten. Hier müssen wir abwarten und Tee trinken.


    Nun zu Coop Voce aus Italien. Dort hat vor ein paar Tagen das Management die Pläne für 2020 vorgestellt. Man möchte in diesen Jahr sog. FULL MVNO und dadurch vom genutzten Netzbetreiber TIM in Italien unabhängiger werden. Danach wäre es möglich, mehr eigene Angebote zu erstellen und das Portfolio zu erweitern. Coop Voce nennt beispielsw. eine E-SIM oder Flatrates für Streaming. Von der Rechnungsstellung kann dann Coop Voce sein eigenes Billing betreiben und ist nicht mehr auf TIM angewiesen. In wie weit das auch Auslandsroaming betrifft, ist bisher nicht klar. Es ist aber auffallend, dass Coop Voce als praktisch einziger Anbieter in Italien keine FUP nennt. Das könnte sich dann ändern, wenn sie diesbezüglich mehr Freiheiten bekommen. Andererseits nutzen TIM-MVNOs (Kena, Digi usw.) auch schon heute eigene FUP-Grenzen unter TIM. Da müssen wir also abwarten, was kommt.
    Klar ist, dass das Logo etwas aufgefrischt wird, eine neue Nummerngasse beantragt wurde und 2020 ein SIM-Kartenwechsel ansteht. Neue SIM-Karten (genannt SIM Evolution) für Neukunden sollen ab Januar 2020 verkauft werden, Bestandskunden sollen danach ab Februar oder März kostenlos ihre SIM wechseln können. Das soll hauptsächlich über die 900 Verkaufspunkte in den Coop-Filialen des Landes unbürokratisch und kostenlos gehen, wenn man seine alte SIM mitbringt. Es wird wohl auch über die (vorher angegebene) Postadresse in Italien möglich sein, wovon man sie ggf. weiterleiten lassen kann.. Man muss also schon damit rechnen, dass man 2020 vor Ort seine SIM tauschen muss, damit sie weiter funktioniert. Da ca.1,5 Mio. SIM-Karten getauscht werden müssen, wird sich das über ein paar Monate hinziehen. Wann die alten SIMs dann abgeschaltet werden ist noch nicht klar und hängt sicher auch davon ab, wie reibungslos der Umtauschprozess verläuft.
    Für bestehende Coop Voce-Nutzer heißt dies, dass sie sich darauf einstellen müssen, ggf. 2020 in Italien die SIM tauschen zu müssen. Neue Nutzer sollten vielleicht bis Januar warten mit dem Kauf einer SIM bis die neuen SIM Evolution da sind und dann klar wird, was sich konkret alles verändert.
    Quelle: https://www.mondomobileweb.it/164880...za-intervista/

    Ich würde die Simyo auch noch nicht in die Tonne werfen, insbesondere wenn noch Restguthaben drauf ist. Offenbar ist die Missbrauchseinstufung reversibel.



    Bei den beiden Kriterien stellt sich die Frage, was mit den Tagen ist, an denen sich die SIM nirgendwo einbuchte.


    Wobei du immer davon ausgehst, dass sie wirklich Einbuchungen zeitlich in Tagen registrieren auch wenn keine Daten fließen. Es könnte auch sein, dass sie automatisiert nur die beiden Kurven EU (d.h. UE) und Domestic wie sie in der App angezeigt werden oder im Online Account bei den Verbrauchsdaten gegenrechnen und wenn an mehr Tagen mehr Volumen in EU als Domestic gezogen wird (über den Zeithorizont), schnappt der Missbrauch zu. Ich kann mir nicht denken, dass sie es aufwendiger machen als nötig.


    Dennoch kann man mal besser die SIM rausnehmen, wenn der Fall der Fälle Eintritt und mal schauen, ob man davon wieder runter kommt. Als Back-up ist Simyo nicht mehr so gut. Das ist klar. Es haben ja einige hier Simyo. Ich habe das auch nur so aufgeführt, weil manche ihr Guthaben ja weiterschieben, was jetzt ziemlich riskant ist. Vielleicht haben wir in ein paar Monaten besseres Bild. Es wird ja irgendwann mal mehr betreffen als nur [USER="1716"]zipzip[/USER] und [USER="222467"]Strasbourg[/USER].

    Ich gehe davon aus, dass Orange España die gleiche Politik fährt. Dort sind aber bis Ende Februar die Bonos sehr verbilligt. Wer also nur bis Feb./März 2020 was braucht, das wäre die z.Zt. bessere Alternative aus Spanien, Vodafone.es, wenn es bei uns VF (oder die USA) sein soll oder Llamaya für Telekom beide ganz ohne FUP bisher.


    Es gibt auch noch eine schlechte Nachricht aus Italien von Coop Voce. Da steht 2020 tatsächlich ein SIM-Tausch an, was wohl wieder nur vor Ort oder per Postweiterleitung geht. Ich schreibe nachher mal hier rein, was darüber bisher bekannt ist.

    Die Spanier sind großzügig oder auch nicht. Jetzt hat es Simyo wirklich erwischt. [USER="222467"]Strasbourg[/USER] testet ja gerade für uns dauerhaft und ähnlich wie [USER="1716"]zipzip[/USER] fließen seit dem 1.12. keine Daten mehr. Das konnte wir uns nicht erklären, warum sie gleich blocken:
    Am 17.11. bekam er eine SMS von Simyo:
    Detectado uso abusivo en roaming en tu linea. Contacta eb "supporte@simyo.es" o 0034..... o en 15 dias pasaremos a cobrar tarifa con sobrecargo.
    Am 28.11. kam dann folgende SMS: según politica der uso razonable a partir der hoy te cobraremos la tarifa de roaming con sobrecargo.


    Damit können wir also bestätigen, dass Simyo (und wohl auch Orange España) eine Zeit-FUP umsetzt. Wir konnten uns zunächst nicht erklären, warum geblockt wurde, weil noch Guthaben auf der SIM geladen war. Er hat aber den Grundtarif deaktiviert und im Übernutzungsfall einen Datenstopp konfiguriert, der dann wohl greift, denn er fällt ja auf den Grundtarif.


    Damit ist Simyo und Orange.es nur noch bedingt zu gebrauchen. Ich habe mir ihre Regeln nochmal angesehen: https://ayuda.orange.es/particulares...nomico-europeo


    Der Missbrauchsfall tritt ein, wenn:

    • in den letzten 4 Monaten die Nutzung überwiegend (nach Dauer oder Volumen) außerhalb Spaniens war
    • oder wenn 2 Monate kontinuierlich nur außerhalb Spaniens geroamt wurde.

    Das wird offenbar in Kalendermonaten betrachtet. Wenn sie also danach handeln, kann man eine SIM in Spanien kaufen, dort ersteinloggen und mind. 4 Monate dann im Roaming betreiben oder wenn sie gar nicht in Spanien Netzumsätze macht mind. 2 Monate.


    Dieser Missbrauchstarif scheint aber nicht unveränderlich zu sein. Sie schreiben im Dokument oben, dass dann monatlich gecheckt wird, ob der Missbrauch anhält (kann er ja eigentlich gar nicht, denn sie nehmen ja Aufpreise) und wenn man nicht mehr missbraucht, dann eine SMS kommt, dass der normale Tarif wieder gilt. Ich habe [USER="222467"]Strasbourg[/USER] mal gebeten, nichts zu verbrauchen und zu checken, ob man ohne jeglichen Umsatz vom Missbrauchsstatus nach 1 oder 2 Monaten dann wieder runterkommt. Möglicherweise betrachten sie nur die Volumen getrennt nach Spanien und EU, so wie sie auch in der App dargestellt werden, nicht aber die Einbuchung ins Netz.


    Damit stirbt wohl eine der flexibelsten Optionen aus Spanien. Ich habe den Fall mal genauer beschrieben, weil viele Simyo-Nutzer hier ja noch keinen Missbrauch bekommen haben. Zwar hilft wohl gelegentlicher Spanienbesuch und Pausierung gegen diese Einstufung, aber für viele ist das keine Option. Dazu werde ich ins Wiki eine Warnung reinschreiben und wenn man sich dort was holen will, sind dann z.Zt. vielleicht die SIMs mit den Weihnachtsboni von Orange besser, weil man sie sowieso nur zeitlich begrenzt nutzen kann.

    Ja, da haben wir eine ganze Menge SIM-Karten die ähnlich sporadisch genutzt werden. Meine ist auch so ein Fall aber schon Jahre alt. Die Pausierung und der günstige Guthabenübertrag waren ja ein großes Plus bisher. Wir bräuchten insbesondere noch mehr Meldungen über Leute, die die Aufpreise bekommen haben. Dann könnten wir sehen, ob deren Nutzerverhalten irgendwie abweicht. Bisher sehe ich, dass [USER="1716"]zipzip[/USER] sie vielleicht etwas kontinuierlicher im Roaming benutzt hat als die anderen. Wenn z.B. eine 1€ Bono-Pause und keine Nutzung im Monat dazu führt, dass es nicht passiert wäre das schon hilfreich.


    Sonst kann man nur raten, momentan nicht zu viel Guthaben aufzuladen und auch nicht zu viel Guthaben zu übertragen. Obwohl auch nicht klar ist, ob man wieder von den Aufpreisen runterkommt. [USER="194573"]peterdoo[/USER] hat eine Quelle gepostet, dass dies monatlich neu evaluiert wird. Wie evaluieren sie z.B. Nicht-Nutzung? Ganz streng nur 4 Monate und jedesmal bei Roaming größer Inland kann es nicht sein.


    Wer jetzt nach Spanien fährt, sollte vielleicht besser eine Alternative suchen. Orange hat die Bedingungen für seinen Weihnachtsbonus bekannt gegeben. Das läuft über ihr "Recagar y ganar" Spielchen. Man muss dazu den Preis des Tarifs aufladen und bekommt dann einen Code, den man für 10 oder 15 GB max. 2x pro Monat einlösen kann, jeweils bis 29.2.20. Damit lassen sich also folgende Tarife erzeugen:

    • Go Walk 5 GB + 10 GB + 20 min: 9,95€
    • Go Run 7 GB + 10 GB + 40 min: 14,95€
    • Go Fly 15 GB + 15 GB + 80 min : 19,95€
    • Mundo Esencial 3 GB + 10 GB: 7€
    • Mundo Plus 7 GB + 10 GB: 10€
    • Mundo Total 10 GB + 15 GB: 15€
    • Tu Mundo Mini: 3 GB + 10 GB + 200 min: 10€
    • Tu Mundo: 7 GB + 15 GB + 400 min: 15€
    • Holidays: 30 GB + 10 GB + 30 min: 30€ - dieser Tarif hat als einziger kein Roaming!

    Quellen: Xatakamóvil, Móvilonia und
    https://ayuda.orange.es/partic…es-con-tu-tarjeta-prepago
    https://ayuda.orange.es/partic…es-con-tu-tarjeta-prepago

    Das liest sich so. Hast du die SIM in einen Smartphone gehabt, wo du SMS empfangen konntest? Ist da etwas angekommen von Simyo in den letzten Wochen oder eine E-Mail?


    Wir haben in der Gruppe einige Simyos im Roaming-Dauerbetrieb. Da ist bisher nichts passiert. Ich benutze sie selbst eher sporadisch und bin auch ab und zu mal in Spanien, was das verändern könnte.

    Die FUP bei Simyo ist ja deshalb so problematisch, weil sie evtl. angespartes Volumen praktisch für Roaming sperrt. Ich werde mal im Wiki eine Warnung für 4 Monate + reinschreiben. Dass man vorsichtig sein soll mit Aufladung und Guthabenübertrag.


    Damit würde eine der flexibelsten Optionen verschwinden. Vielleicht bekommen wir ja ein Muster heraus, wonach Aufpreise erhoben werden mit dir und den anderen Nutzern. Sie erfassen Inlands- und Roamingverkehr separat, aber das allein genügt offenbar nicht, wenn Roaming > Inland ist, sonst würde das bei mir auch der Fall sein.


    Glücklicherweise haben wir uns in Spanien nach Alternativen umgesehen. Momentan ist Vodafone durch die Weihnachtspromo sehr günstig. Ich benutze sie gerade in den USA. Orange zieht wohl nach und verschenkt 10-15 GB auf jedes Prepago Packet bis Ende Februar. So haben es Xatakamóvil und Móvilonia gestern gemeldet, auf der Orange Website ist aber noch nichts zu sehen. Ich fürchte, wir müssen uns langsam von Simyo verabschieden. Weil einfach einfach zu einfach wäre.