Beiträge von wolfbln

    Das ist auch ein unerwartetes Ergebnis nach 9 Monaten Roam at Home - Wiki.
    Die beiden besten Angebote für Vielnutzer Wind aus Italien (bei Telekom und O2) und Voxi aus Großbritannien (bei Vodafone), wenn wir bei Prepaid bleiben, sind momentan ein Lotteriespiel.


    Da gibt es die "offizielle Version" nach einer FUP bei Wind, die in einigen Fällen/Tarifen auch wirklich gezogen wird. In anderen jedoch (zunächst) offenbar nicht.
    So richtig kann man keine Regel dafür aufstellen: Es scheint aber, dass zumindest die online-Angebote bisher nicht von einer FUP betroffen sind.
    Wechselt man einen Tarif auf ein anderes Angebot, greift sie aber. Unklar ist, was mit den Angeboten wie dem Giga International passiert, die man in Italien im Laden kauft.
    Hier wäre es schön, wenn weitere Lotterieteilnehmer ihre Erfahrungen - ob positiv oder negativ - posten, damit wir uns einen Reim darauf machen können.


    Bei Voxi kann ich nicht so deutlich werden. Die hatten ja Abrechnungsprobleme im Roaming, die im Dezember 2018 behoben schienen.
    Zumindest wurde daraufhin das Roamingvolumen korrekt abgerechnet. Seitdem sind sie auch erst im Wiki gelistet und geben durchaus gute Preise für Vodafone-LTE.
    Ich kann hier jedoch nur andeuten, dass Vodafone UK das Abrechnungsproblem wohl doch noch nicht so ganz in den Griff bekommen hat.
    Es ist offenbar schwierig, das Zero-Rating für bestimmte Apps im Roaming zu gewährleisten, ohne dass auch das generelle Datenvolumen davon irgendwie betroffen ist.


    Ich habe mich dennoch entschieden, im Wiki zunächst nur mal die "korrekte" Abrechnung nach FUP bzw. T&Cs bei Wind und Voxi reinzunehmen.
    Bei beiden scheinen gegenwärtig technische Probleme ausnahmsweise mal zugunsten des Roaming-Nutzers sich auszuwirken.
    Wirklich langfristig belastbar ist das aber nicht. 2019 bleibt spannend - auch darin, wie und ob sich ein möglicher harter Brexit auswirkt.

    Ich nehme das ins Wiki damit als verifiziert rüber: Eine Übertragung von der franz. IBAN, die zur Eröffnung notwendig ist auf eine deutsche IBAN, kann auf schriftlichen Antrag durchaus erfolgen, dauert aber möglicherweise etwas, sodass man zumindest die folgende Monatsgebühr auf dem franz. Konto liegen haben sollte.

    Genau 5 Beiträge weiter oben habe ich geschrieben, dass dies bei mir der Fall ist. Zumindest, wenn man sie online kauft, aus Italien sich weiterleiten lässt und per Video-Ident in Deutschland aktiviert.
    Man kann sie ja auch in einen ital. Wind-Shop liefern lassen und dort abholen. Das habe ich nicht geprüft. Darum kann ich dir und [USER="222467"]Strasbourg[/USER] für seine SIM in der Weiterleitung Hoffnung machen.


    Ich habe aber auch eine zweite WIND-SIM im Internet 50 Giga Tarif und da wird seit Dezember die FUP angewendet.
    Die 5,5 GB gibts als Roaming-Volumen obendrein, aber die 50 GB sind "nazionale" und gehen nicht im Roaming.
    Bei beiden Tarifen wird die gleiche FUP für Easy Roaming genannt, es wird aber völlig unterschiedlich mit verfahren.
    Bei meinem gerade aktivierten Wind All Inclusive Limited Edition geht das Roaming vom 40 + 100 GB nationalen Guthaben ab.
    Warum das so ist, ob das so bleibt und so weiter kann ich dir nicht sagen, darum hänge ich es nicht so an die große Glocke.
    Sie könnten das ja auch einfach mal umstellen.....


    EDIT: MondoMobileWeb schreibt, dass ab 7.1. der 100 GB Bonus eingestellt wird.
    https://www.mondomobileweb.it/…is-wind-all-inclusive-40/


    Hier auf den Screen Shots siehst du den Unterschied:
    oben ist meine alte WIND SIM, wo das Roaming vom Zusatzguthaben abgeht - und nach Verbrauch Aufpreise genommen werden.
    unten ist meine neue WIND SIM, wo das Roaming vom nationalen Guthaben abgeht:
    [IMG2=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","height":"619","width":"513","src":"https:\/\/abload.de\/img\/windappysckz.jpg"}[/IMG2]

    So die Wertkartenregistrierung in Österreich ist jetzt ein paar Tage alt und es gibt etwas Anlaufprobleme wie bei uns.


    MediaMarkt und Saturn, die in Austria eigene Tarife bei Drei vertreiben, wurden offenbar so überrascht von der Einführung, dass sie sich nicht imstande sahen sie umzusetzen und die Tarife einstellten:
    https://mobil.mediamarkt.at/
    Manche munkeln aber auch, dass sie vielmehr ihren präferierten Partner wechseln wollen und zu A1 gehen.


    Eine sehr gute Übersicht gibt es über die Marken und wo man sie jeweils registrieren kann auf dieser Seite:
    https://futurezone.at/digital-life/w...e-an/400366847
    Da brauche ich nichts mehr dazu zu schreiben.


    Positiv überrascht aus deutscher Sicht, dass auch Hofer (= Aldi) HOT in der Filiale registriert und wohl auch Lidl (!) eety, wozu zumindest letztere ja in Deutschland nicht bereit sind.
    Der online Registrierungsweg wird es weiter möglich machen, SIM-Karten unregistriert in Österreich z.B. legal über eBay zu kaufen und dann auch von hier zu registrieren.
    Allerdings baut Österreich nur teilweise auf Perso/Pass mit Video Chat, sondern auch auf "Bank-Ident" und "Handy-Signatur", die Deutsche nicht verfügbar haben.
    Darum sollte man genau schauen, welche Optionen angeboten werden, wenn sie es online machen. Bei einigen steht es auch erst etwas später zur Verfügung


    Der österreichische Staat hat sich verpflichtet, 80% der Kosten zu übernehmen.
    Man geht von durchschnittlich 5 € pro SIM aus, wodurch dann 4 € übernommen werden würden.

    Hallo svenni. Danke für die Glückwünsche. Ich werde mich dieses Jahr etwas zurückhalten und nicht immer sofort antworten können, weil ich nächste Woche für ein paar Monate nach Asien/Australien fahre. Dennoch will ich nebenbei das Wiki am Leben erhalten.


    Bei BonBon habe ich noch keine neuen FUP-Grenzen gefunden. Du kannst selbst nachschauen. Hier in ihrer Preisliste stehen noch die alten Grenzen vom Herbst 2018:
    https://www.bonbon.hr/ponuda/cjenik/...narodne-usluge


    Ich habe jetzt mal durchgerechnet, was immer etwas kompliziert wegen Fremdwährung und anderer Umsatzsteuer-Sätze ist.
    Die FUP-Grenze für ein 10 €-Paket wäre 2019 in Deutschland 3,74 GB und dies gilt auch für alle Länder mit 19% Mwst.
    Kroatien hat aber 25% Steuern, darum errechnet sich dort eine Grenze von 3,56 GB für ein Paket, das umgerechnet 10 € kostet.
    Das große Monatspaket kostet 55kn (= 7,40€). Damit bekäme man (Dreisatz) genau 2,64 GB raus, die sie aufpreisfrei rausgeben müssten und das genau tun sie.
    Daher glaube ich, dass sie letzten Herbst schon die höheren Grenzen 2019 zur Einführung genommen haben.
    Die Missbrauchsrate mit 0,05kn (= 0,67ct) pro MB ist allerdings etwas zu hoch. Dürfte nur bei max. 0,56ct/MB (bei 25% Steuern) liegen.
    Einen kleinen Trick gibts aber. Für die Kombinacija S gibts laut Tabelle 4,324 GB. Die kostet aber auch 90kn.
    Wenn du also mehr brauchst (aber letztendlich im gleichen Preisverhältnis) muss man einfach ein größeres Kombipaket mit Sprache/SMS kaufen.


    Ich war die letzten Tage mal wieder ziemlich mit WIND/Italien beschäftigt und werde aus denen wirklich nicht schlau.
    Da bekam ich und andere auch letzten Dezember die schon länger angekündigte FUP auf meine Bestandskarte aufgedrückt. Sie machen es als zusätzliches Roamingguthaben.
    Wenn man aber vorher 50 GB voll nutzen konnte und jetzt nur noch 5,5GB zusätzlich zum Roaming drauf hat, nutzt das nicht viel.
    Ich kann mal vorsichtig andeuten, das dies wohl z. Zt. nicht alle Tarife gleichermaßen betrifft und man weiter Glück haben kann.....
    Ich habe mir die aktuelle online Promotion "All inclusive Limited Edition" mit Sprachflat, 40 GB pro Monat und 100 GB für ein Jahr Bonus für 8,99 € als SIM neu bestellt.
    https://www.wind.it/e-commerce/all-i...mited-edition/
    Eigentlich war ich nur neugierig, ob die Postweiterleitung aus Italien und das Video-Ident-Verfahren von Deutschland aus so gut klappt wie andere behauptet haben.
    Das ist ziemlich einfach und wirklich machbar und sicher weniger aufwendig als z.B. ein Konto in Frankreich.
    Ich habe jetzt auf die neue SIM ein Roamingkonto mit 0 GB(!) bekommen und 140 GB nationales Guthaben (=40+100 Bonus).
    Überraschung: das deutsche Roaming geht vom "nationalen" 140 GB Guthaben ab. Bin baff.
    Ich kann mir momentan keinen Reim drauf machen, warum der Tarif wohl weiter ohne FUP läuft, andere Tarife aber klar mit FUP abgerechnet werden.
    Vielleicht liegts am Bonus? Ich kann auch keine Empfehlung aussprechen, aber 140 GB völlig unerwartet zu bekommen, hat sich dann doch gelohnt.
    Wenn ihr den Tarif auch bestellt oder am Laufen habt, könnt ihr ja mal sagen, ob das bei euch auch so ist (und dabei bleibt) - das kommt auch nicht ins Wiki.

    Mein Gott, was erzählst du für eine Unfug. Ich habe im zweiten Satz auch die DTAG und den Staat als Mitbesitzer geschrieben. Meine Kritik bezieht sich auf Manager die nur von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr denken. Erst mal tüchtig sparen damit es eine Dividende gibt und der eigenen Bonus fett wird. Nur davon wird das Netz nicht ausgebaut. ´


    Diesen Teil habe ich auch gar nicht bestritten. Das ist aber bei allen DAX-Unternehmen so und bei allen Multis weltweit. Drum verstehe ich nicht, warum du dann sagst: das geht alles ins Ausland. Es geht auch dahin, wo die Geldgeber sitzen. Klar muss die Dividende stimmen und die Boni. Das kann man kritisieren. Ich sage nur, damit erklärst du nicht den schlechteren Ausbauzustand in Deutschland, weil es ja fast alle Telkos in Europa betrifft.


    Du arbeitest bei einem ost-westfählischen Famlienunternehmen. Schön. Aber ich sehe kein Familienunternehmen, das in der Lage wäre, ein Mobilfunknetz in Deutschland aufzubauen und zu erhalten. Drum weiß ich nicht, was wir mit der angeblich besseren Familienethik hier sollen. Einzig Xavier Niehl hat Mobilfunknetze praktisch als seinen Privatbesitz (eir, Salt, Iliad, Free). Ich sehe aber keinen großen Unterschied in seinem unternehmerischen Verhalten. Wenn wir kleine regionale Netze für 5G bekommen, wäre dies vielleicht möglich. Aber es geht ja um nationale Infrastruktur. Ich habe dir auch keinen Rassismus vorgeworfen, sondern die Entschuldigung: das geht nach London, Madrid usw. ist zwar nicht an den Haaren herbeigezogen, aber zieht nicht, weil es aus 15 europäischen Ländern nach London geht und die Vodafone-Netze sind dort oft besser.


    Wenn dein Argument stimmen würde und es an den bösen Multis mit ihrer raffgierigen Art liegt, dann müssten alle Länder gleich darunter leiden. Offenbar gibts da aber Unterschiede. Das gab ich zu bedenken. Dass wir von denen allen abgezockt werden, unterschreibe ich dir sogar und ich würde mir auch eine andere Wirtschaftsethik wünschen. Jetzt haben wir aber den Fall, dass wir international schlecht dastehen mit den gleichen Akteuren wie die anderen Länder auch und da müssen wir sehen, was die anderen eigentlich besser machen. Die Multis werden wir nicht abschaffen können und sollten auch nicht für unser spezielles nationales Versagen herhalten.


    Um jetzt mal aufs Thema zurückzukommen: Es ist nicht böse, dass die Telkos klagen. Das ist ihr gutes Recht. Sollen sie doch. Vielleicht aus ihrer Sicht sogar logisch d.h. ökonomisch rational. Ich glaube allerdings, sie schießen sich selbst ins Bein. Wenn sich die Gerichte ihrer Rechtsauffassung anschließen, hat ein Staat/Gesellschaft immer noch die Möglichkeit, Gesetze zu ändern, und andere Maßnahmen zu treffen. Der Staat vergibt oder versteigert die Frequenzen. Stichworte: Roaming oder Dienstanbieterverpflichtung. Dazu braucht es einen gewissen gesellschaftlichen Konsenz dazu. Ich halte den aber für möglich. Bis 25.1. müssen die 3 Kläger erklären, ob sie an der Auktion teilnehmen. Mal sehen, ob jemand wirklich aussteigt, wo doch die Auflagen angeblich so schlimm seien.

    swisscom CH und vodafone HU sind meine beiden europaeischen Lieblingsnetze und hatten schon sehr frueh dank UMTS900 so eine tolle 3G/4G Coverage.
    Die Netze in Skandinavien und dem Baltikum sollen angeblich noch besser sein, allerdings hab ich da keine eigene Erfahrung.


    Jetzt machst du aber wieder die Taschenspielertricks der Anbieter. Du sprichst nun von einer kombinierten 3G/4G Abdeckung von >99,5%.
    Die Swisscom hatte 2015 etwa schon 98-99% der Bevölkerung mit LTE, aber niemals 98% der Fläche. Das hat sie bis heute noch nicht.
    https://scmplc.begasoft.ch/plcapp/pa...sf?netztyp=lte
    In Ungarn kommst du nur auf den Wert mit dem UMTS900 zusammen.


    Du nennst mit Schweiz und Skandinavien Länder/Regionen wo es besser ist, als bei uns. Ohne Frage.
    Aber diese Länder haben (Berg-)Regionen, die praktisch nicht besiedelt sind und die Bevölkerung ballt sich in den Tälern.
    D.h. du hast auch dort große Regionen, wo kein Empfang möglich ist. D.h. 99% Bevölkerung übersetzen sich in weniger als 90% Fläche.
    Für Litauen (Baltikum) gibts Zahlen von 97-99% Bevölkerungsabdeckung für 2018.
    Von dort gibts aber auch Flächenzahlen von 77,5/72,5/67,5% der Fläche für LTE der drei Anbieter 2018.


    Ich bin ja bei dir, dass es überall dort besser ist als bei uns. Aber bitte schon bei den Fakten bleiben.
    Und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob LTE+ oder UMTS 900 verfügbar ist.

    Im Internationalen Vergleich ist das immer noch eine ganz schwache Leistung.
    Andere Netzbetreiber haben >98% Flaechendeckung und >99,5% Bevolkerungsabdeckung schon Ende 2011 mit UMTS900 oder Ende 2015 mit LTE800 erreicht.


    Anja: Verstehe zwar was du meinst und ich fand auch die Nicht-Freigabe von 900 MHz für 3G einen Fehler.
    Aber bitte bei den Fakten bleiben:
    Kein Anbieter in Europa (wenn wir Monaco und Andorra mal ausschließen), hatte vor bereits 4 Jahren >98% Fläche und >99,5% Bevölkerung mit LTE abgedeckt.
    Die besten Anbieter kommen jetzt auf in etwa diese Werte.

    Weil die Konzernmütter einfach das Geld aus Deutschland abziehen. Die O2 Mutter Telefonica in Spanien ist total überschuldet und zieht deshalb auch aus Deutschland ab, bei VF ist es die gierige Mutter VF UK gierig und bei der Telekom ist der gierige deutsche Staat als Besitzer der Geld sehen will.


    Das ist immer die "Ausländer"-Karte und eine zutiefst nationalistische Argumentation.


    Die Deutsche Telekom ist auch in Polen, Ungarn, Österreich, Kroatien, Niederlande usw. tätig. Trotzdem gelten die T-Mobile oder Telekom-Netze dort als besser oder zumindest ebenbürtig unseren. Ihre größten Gewinne erwirtschaften sie ggw. in den USA. Selbst Trump argumentiert nicht gegen T-Mobile wie bei den Autobauern.


    Vodafone ist ein Weltkonzern. Manche Länder laufen besser wie bei uns, andere müssen sie reinschießen wie in Indien. Dennoch haben sie keinen Ehrgeiz in Deutschland das beste Netz anzubieten, wie etwa in Italien oder Spanien, sondern geben sich mit der Nr.2 zufrieden. Es scheint ihnen hier wichtiger zu sein, Unity Media zu schlucken, als ein gutes Netzangebot zu machen.


    Telefónica ist überschuldet und muss also auch Schulden tilgen. Sie sind aber auch in fast ganz Lateinamerika vertreten und von dort hört man nicht, das fließt alles nach Madrid. Sie sind weiter mit ihren Umbau beschäftigt, der sicher viel teurer wird als geplant. Die letzten Netztesta von P3 in ihren 3 europäischen Märkten waren aber katastrophal: in Spanien (!) auf Platz 3, in UK auf 4, bei uns auf 3.


    Alle 3 Konzerne sind multinationale Player in vielen Ländern. Sie sind auch ihren Aktionären und Geldgebern verpflichtet. Man kann jetzt am System der multinationalen Player rütteln. Aber es zeigt sich, dass nationale Einzelspieler wie Swisscom, KPN oder Telekom Austria es schwer haben auf dem Markt und nicht per se günstiger, bessere Leistungen anbieten können. Vor allem erklären sie nicht das Gefälle in der Netzqualität (und andersrum auch nicht die Preise) zu Deutschland.


    Einen durchgehend "durchdeutschter" Konzern gibt es nicht. Alle DAX-Unternehmen gehören in der Mehrheit inzwischen Ausländern. Die Meinung, wonach es nur dann besser würde, ein durch und durch deutscher Konzern, woher der auch immer das Geld nehmen sollte, würde alles besser machen, wird schon dadurch ad absurdum geführt, dass es im Ausland oft besser läuft was Preise und Netzqualität betrifft, zumeist von den gleichen Playern wie bei uns. Wir müssen erstmal vor unserer Türe kehren, bevor wir die Finger auf London oder Madrid zeigen.


    Verstehe kch nicht.... so langsam sollte jedem in D klar geworden sein das Politik versagt und auch hier Versagen würde. BSP ist auch hier die Deutsche Bahn... glattes Versagen, Flughafen Berlin etc Versagen. Wer nach dem Staat ruft hat meiner Meinung in den letzten Jahren die Augen verschlossen. Marktwirtschaft regelt das, 100% Flächendeckung wird es nie geben und ist zB für autonomes Fahren nicht notwendig und machbar.


    Na ja, wie haben "Staatsversagen" und "Marktversagen" parallel heutzutage, und nur auf dem einen zu bestehen und zu sagen, der andere regelt das, bedeutet auf einen Auge blind zu sein.


    Würde die "freie Marktwirtschaft" das regeln, gäbe es die Probleme nicht, die Neolibs wären immer noch obenauf und wir würden alles von Bahn bis Wassernetz privatisieren und stünden super da.
    Würde der "Staat" das immer besser hinkriegen, dann wäre alles in Staatsbesitz oder zumindest unter staatl. Kontrolle und funzt prima wie in China.


    Beides funktioniert ja nicht. Die Gesellschaft hat Anforderungen an die Netzbetreiber nach Leistungen, die die nicht erbringen können oder wollen.
    Dahinter steckt ja, dass ein "flächendeckender" Ausbau theoretisch denkbar, aber sehr teuer würde und sich nicht für die Ausbauenden lohnt.


    Man muss jetzt einen Kompromiss finden, die Betreiber mehr ausbauen zu lassen, als für sie lohnend ist - weil die Gesellschaft (User, Staat, Wirtschaft) das fordert,
    aber gleichzeitig müssen die Betreiber Gewinn erwirtschaften dürfen. Das geht also nur indem staatl. Mittel in den Ausbau fließen.
    Der Streit geht eigentlich darum, wer diese Mittelvergabe entscheidet: Da es Steuergelder sind der Staat oder weil die Betreiber ausbauen die Anbieter?
    Vielleicht sollte man sich an Frankreich orientieren und ein Mischmodell machen: einen Pakt zwischen Betreibern und Staat und gemeinsam entscheiden.


    Nur die Betreiber machen lassen hat zu einer schlechten Versorgung geführt, schlechter als bei unseren Nachbarn, wo mehr oder weniger "Staat" regiert.
    Nur den Staat jetzt verordnen oder bauen lassen muss nicht unbedingt zu besseren Ergebnissen führen. Eigentlich kann es nur funktionieren, wenn beide zusammen arbeiten.
    Das spricht eindeutig gegen ein 4. "Staatsnetz" oder so, das in Konkurrenz zu den privaten steht. Wo sollen auch die Frequenzen dafür herkommen?
    Der Weg den die Politik gehen will, ist ja jetzt nicht so falsch:
    Der Staat gibt den Rahmen und fördert dort punktuell, wo sich ein Ausbau nicht lohnt und die Betreiber bauen, egal jetztaus Profitstreben oder weil sie halt das aufgrund von staatl. Vorgaben müssen.
    Diese müssen es sich aber gefallen lassen, dass ihnen in ihre Ausbaupläne hineingeredet wird und sie da oder dort auch zu bauen haben, wo ein Loch ist, wenn sich das dort für sie auch niemals lohnen würde.
    Genau dagegen sprechen sie sich aber durch die Klage aus. Sie wollen nicht ausbauen müssen, wo es für sie nicht lukrativ erscheint. Nur wenn man sie nicht irgendwie zwingt, wird das ja nichts, wie wir sehen.