ZitatOriginal geschrieben von shanghai-fun
Dieses ganze Versionsgewusel ist unübersichtliches Gewurschdel geworden.
In der Wikipedia macht sich jemand die Mühe dieses Gewurschdel übersichtlich aufzudröseln …
ich versuche es nochmals eine Ebene abstrakter bzw. allgemeiner zu erklären:
Microsoft fährt aktuell vier Entwicklungsstränge, die parallel laufen (Branches):
A) Windows 10 (Threshold 1) vom Juli 2015; kam nicht für Mobile
B) Windows 10 (Threshold 2) vom November 2015
C) Windows 10 Anniversary (Redstone)
D) aktueller Windows Insider
Auf den beiden neusten Branches existieren jeweils zwei öffentliche Ringe, macht vier Ringe:
A) Fast Insider
B) Slow Insider
C) Preview Release
D) Release
Ein „Build“ ist eine an Kunden ausgelieferte Version. Folglich macht das dann alles zusammen sechs Builds die parallel laufen. Wobei Mobile und Desktop nicht immer gleich laufen, je nach Schwere eines gefunden Software-Bugs. Das ergibt dann bis zu einem dutzend Builds. Bitte nicht mit der „Version: 1607“ verwechseln – diese Angabe ist eigentlich für die Katz und identifiziert lediglich den Branch auf dem man ist.
Für uns Endnutzer bedeutet das, dass neue Funktionen nur im neusten Branch hinzugefügt werden. Bug-Fixes kommen in den jeweils vorherigen Branch, also nur einen Branch weiter. Security-Updates kommen in alle vorigen Branches bis zu einem gewissen Stichtag. Beispielsweise ist für Threshold-2 bereits Ende 2017 dann Schluss. Das ist das Datum an dem man ein Lumia-Telefon verschrotten soll, dass offiziell kein Update auf Windows 10 bekam.
Sieht eigentlich alles transparent aus. Weil aber Microsoft an Begriffen und Bezeichnungen wie Branch und Build kleben bleibt, ist das sehr unübersichtlich. Besonders wenn man das Versionsschema x.y.z aus dem Hause Apple gewohnt ist. Apple zählt bei einem neuen Branch Y hoch, also 10.9, 10.10, 10.11. Microsoft quält uns Nutzer mit Dingen, die wir als Endbenutzer eigentlich gar nicht wissen brauchen: x.y.z.build. Außerdem identifiziert der Anfang des Build nur indirekt den Branch: 10.0.y; die zweite Zahl ist also für die Katz. Früher hat die erste Zahl im Build-Anfang nicht mal die Windows-Version wiedergespiegelt. Oder anders formuliert: Microsoft fährt seit knapp dreißig Jahren ein Versionsschema, dass Endbenutzer nicht auf Anhieb verstehen können. Früher war das irgendwie egal ob Build-Nomenklatur oder Version-Zählung, weil das nur was für Geeks war bzw. man wollte einfach das Neuste. Aber seitdem Apple mit iOS wirklich jeden erreicht, hat sich die Versions-Zählung praktisch am Markt durchgesetzt. Jetzt steht Microsoft wie der Depp da. Aber weil intern so bereits seit Jahrzehnten gearbeitet wird, merkt das intern keiner.
Dass jetzt auch noch Desktop, Mobile und Xbox parallel laufen, aber eben nicht parallel die Builds veröffentlicht werden, lässt das Konzept von Microsoft ebenfalls verpuffen. Kurz: Die jeweils aktuellste Version siehst Du im genannten Wikipedia-Artikel. Wenn Du mehr zu den Windows-Insider-Release erfahren willst (aber nur jenem auf dem Fast-Ring), bist Du im offiziellen Insider-Blog richtig …