So, hab mich ein wenig in die Thematik eingelesen. Buch: Bluetooth 1.1 - Connect without cables, 2nd Edition; Kapitel 17.6. Das Teil strotzt zwar nur so von Tippfehlern und Bit und Byte Verwechslungen, ist aber inhaltlich ganz schön geschrieben.
Auf Seite 336 ist eine Tabelle, woraus zu erschließen ist, dass zwar Bluetooth über die Luftschnittstelle bis zu 723,3 Kbit/s möglich sind, wenn man DH5 Pakete benutzt, davon aber noch eine Menge abzuziehen ist.
Das HCI (Bluetooth Host Controller Interface), L2CAP (Bluetooth Logical Link Control and Adaptation Protocol) und RFCOMM (Bluetooth Variante von GSM 07.10) haben auch noch Kopfinformationen und können damit die ganze Datenbreite nicht ausnutzen. Wenn man dann noch eine schlechte Aufteilung der OBEX Pakete gewählt hat, dann steht in einem Datenpaket am Ende nur wenige Bit Nutzdaten drin.
In dem von den Autoren aufgestellten "schlimmen Fall" (würde es nicht mal schlimmsten Fall nennen), kommen sie auf eine effektive Datendurchsatzrate auf der Ebene, die Du angesprochen hast (Applikation bzw. OBEX Profil) von gerade mal 25,7 bis 128 Kbit/s, je nach gewählter Paketgröße.
Das betrachtet aber noch keine wiederholte Sendung eines Paketes, wenn dieses in der Luft verloren gegangen ist oder wenn es sonstige Störungen in der Umgebung gibt.
Bluetooth hat ein mögliches Maximum von 723,3 Kbit/s aber wie jeder Netzwerkstandard (besonders den kabellosen), liegt die tatsächliche Auslastung mit Nutzdaten weit darunter. Die restlichen Flaschenhälse sind da nur noch marginal...
Bei WLAN ist es sogar gar nicht so unwahrscheinlich, dass keiner mehr irgendwas durchbekommt, bei Bluetooth aufgrund der Master/Slave Konzeptes ist das dagegen unwahrscheinlich.
Konnte ich nun jegliche Vermutung aus dem Weg räumen, Siemens schraube absichtlich die Übertragungsgeschwindigkeit herunter?