Bei einem Breitbandkabel-Anschluss kurz Kabelfernsehen spricht der Receiver am Fernseher nicht mit Deinem Anbieter, er lauscht lediglich. Diese Leitung ist nicht Rückkanal-fähig. Daher weiß Unitymedia nicht, was Du am Fernseher schaust. Beim Telefon-Anbieter ist das anders – hier ist das technisch gegeben und Du musst Dich bei der Telekom Deutschland auch aktiv aus der „Vermarktung“ nehmen, mehr dazu…
Bei Vodafone weiß ich es nicht. Ob sich der Telefon-Anbieter daran dann hält, musst Du ihm glauben, mehr dazu…
Das ist ein Grund, warum Triple-Play mir nicht über Telefon ins Haus kommt. Niemand geht etwas an, was ich für Radio bzw. welche Kanäle ich sehe. Daher geht auch mein Fernseher nicht ins Internet und ich ziehe Firmware-Updates nur über USB – ansonsten wüsste dessen Hersteller, was ich mache. Egal wie langweilig ich bin, ich sehe das nicht ein irgendwelche Grundrechte hier aufzugeben.
Problematisch sehe ich in diesem Zusammenhang auch nicht nur Behörden sondern viel mehr Hacker-Angriffe bzw. Marketing-Firmen.
Die Internet-Leitung kann bei beiden aufgezeichnet werden. Um Inhalte zu schützen, hilft nur vermeiden oder verschlüsseln, also E-Mail (OpenPGP bzw. S/MIME) und VoIP ([D]TLS mit sRTP). Ich mache das so mit meiner Familie und meinem Bekanntenkreis. Nicht aus Verfolgungswahn (oder doch?), sondern einfach weil ich es kann. Besonders wenn sich mein Gegenüber aktuell im Ausland aufhält und man sich einfach nur austauschen will, sehe ich nicht ein, warum unsere Gesprächsinhalte zum Freiwild werden.
Das war das Thema Inhaltsschutz. Was Du ganz schwer schützen kannst, sind Verkehrsdaten (wer mit wem, wann, wie lange). Hier müsstest in den Bereich Anonymisierung eintauchen, also aktuell Lösungen wie Tor benutzen. Aber auch das ist einfacher als man manchmal denkt. Bevor Du den Schritt gehst, überprüfe, ob Du nicht dauerhaft im „privaten“ Modus Deines Internet-Browsers surfen kannst. Passwörter legst Du in einen Passwort-Manager, beispielsweise Mozilla Firefox oder Apple Schlüsselbund. Der Web-Browser gibt Dir dann automatisch die Daten, wenn Du auf der entsprechenden Anmeldeseite bist. Dadurch machst Du es diesen Trackern schwerer. Die sich aber wie eine Pest in Deinem Smartphone ausbreiten, weil die App-Anbieter nicht auf Deiner Seite sind.
Die Tracker-Industrie möchte das ganze wie ein Katz- und Maus-Spiel aussehen lassen. Nach dem Motto: Mir zu kompliziert, ihr seit eh schlauer, ich lasse es. Allerdings kann man wirklich mit den obigen Tricks einige abschütteln, ohne das man irgendwie an Komfort verliert.