Das werden die Richter entscheiden.
Beiträge von autares
-
-
Zitat
Original geschrieben von Timba69
Klar. Warum auch nicht? Wenn Menschen beteiligt sind, kann es keine objektive Entscheidung geben.Und unser Rechtssystem ist in subjektive und objektive Tatbestände innerhalb der gesetzlichen Gegebenheiten aufgeteilt, das sollte dir zu denken geben.....
Da scheinst du etwas zu verwechseln. Ein Recht mag subjektv oder objektiv sein, nicht aber die Rechtssprechung. Oder hast du schon einmal eine Urteilsverkündung gehört, in dem der Richter seine subjektive Meinung als Grundlage des Urteils schildert? Ein Richter hat nur objektiv anhand der Gesetze zu urteilen. Und nicht, weil er meint, dass er sonst als Totengräber des Euros gilt.
-
Zitat
Original geschrieben von thomasGr
Dass Voßkuhle den ESM wahrscheinlich durchwinken wird, dürfte wohl eher auch daran liegen dass er nicht als derjenige in die Geschichte eingehen will, der den Euro hat crashen lassen.Damit unterstellst du also nicht nur unserer Legislative, sondern auch unserer Judikative Voreingenommenheit?
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr
Und ja, Italien hat noch keine Rettungsgelder erhalten, aber Monti fordert doch, dass der ESM ital. Anleihen aufkauft um die Zinsen zu senken. Entsprechend knallhart hat er Do./Fr. auch verhandelt.Und was gedenkst du jetzt zu tun?
Edit:
hast du mal einen Link zu dem Thema Italien und 0,5% Bankguthaben in den 90igern? -
Zitat
Original geschrieben von Timba69
Im Übrigen sollte man sich fragen, warum jetzt die Spekulationen gegen Deutschland anfangen?
-> Innerhalb von einem Tag ein Aufschlag von 0.1% ist schon bitter. Wir sind nun gefangen und das spekulieren lohnt sich.Das ist keine Spekulation, sondern der Abbau des Ungleichgewichts.
Ach sorry, mich kann man ja im Gegensatz zum Banker Müller (Aubildung: Deutsche Bank) nicht ernst nehmen

-
Zitat
Original geschrieben von thomasGr
Nochmal meine Frage, die du leider nicht beantwortet hast:Wieso soll Italien Geld aus einem Rettungsschirm erhalten, wenn die Bürger € 8.000 Milliarden Vermögen haben, eine Vielzahl an wertvollen Staatsbetrieben und Immobilien vorhanden ist, außerdem ein großer Goldvorrat existiert?
Wieso braucht ein solches Land die Solidarität der anderen Länder?Und noch einmal meine Antwort: weil das Vermögen irrelevant ist. Und zu den anderen Dingen: ich kann dir darauf keine Antwort geben. Aber bisher hat Italien gar kein Geld erhalten?
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr
Du meinst also, weil in Griechenland überhöhte Gehälter und Renten gezahlt wurden und das im wesentlichen durch Budgetdefizite und Neuverschuldung gezahlt wurde ist ein Ungleichgewicht entstanden, welches wir nun durch höhere Steuern und unsere Ersparnisse bezahlen dürfen?Ja. Aber beantworte mir kurz eine Zwischenfrage: welche Steuern wurden hier erhöht und welche Ersparnisse musstest du bisher auflösen?
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr Warum wir den Aufbau Ost gezahlt haben? Weil wir ein Land und ein Volk mit gemeinsamer Geschichte sind.
Als 7xiger Jahrgang habe ich mit den Ostdeutschen "Mitmenschen" genauso wenig am Hut wie mit den Griechen oder Italienern. Ich habe da jahrelang Geld rüberüberwiesen und aber mal gar nichts wiederbekommen. Stattdessen wurde mein Geld durch die Wiedervereinigung und die darauffolgende Inflation ordentlich entwertet.
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr
Im Übrigen ist das eine ganz miese Argumentationstaktik, die auch gerne von den Politikern angewendet wird. Die Materie sei so kompliziert, dass sich der normale Bürger (auch mit VWL/BWL Studium) dazu wohl nicht mehr äußern darf, oder?Es steht jedem frei, seine Meinung zu äußern. Es ist nur immer ein Problem, wenn man auf ein Niveau wie beim Fussball sinkt, bei dem es nicht mehr sachlich, sondern emotional wird. Bei dem sowieso jeder immer alles besser weiss und viel besser gemacht hätte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er selbst entscheiden soll.
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr
Beispielsweise müssten Banken, die durch den ESM Hilfen erhalten einen Gehaltsdeckel installieren (Management darf nicht über 250.000 € verdienen). Sonst werden die Millionenboni auf Steuerzahler-Kosten bezahlt.Es gibt doch Parteien, die genau das fordern? Dann wähl die doch. Und wenn es keine gibt, dann Gründe doch eine, die das machen will. Ich verstehe immer diese Lethargie nicht. Am Schirm sitzen und pöbeln, kann jeder. Die Syriza hat es doch vorgemacht, wie es geht...
Edit:
und du kannst hier noch 100x auf die Legitimität hinweisen. Genau das wird doch gerade vom Verfassungsgericht geklärt? und genau diese Panik, diese Mobilmachung, diese Hetzerei, kann ich nicht mehr verstehen. Willst du nicht das Ergebnis der Verfassungsrichter abwarten? Dann wissen wir doch sofort, was Sache ist?Dein Problem ist, dass du meinst, Sachen und Dinge vorhersehen zu können bzw. zu wissen. Das kannst du aber nicht. deswegen beruhige dich doch erstmal ein bisschen. Auf mich wirkst du wie ein Streichholz in einer Dynamitfabrik...
-
Zitat
Original geschrieben von thomasGr
Ja, das galt bis die Target2-Bilanzen völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind. Inzwischen lässt sich wohl unzweifelhaft feststellen, dass wir inzwischen € 700 Mrd. (nahezu) uneinbringliche Forderungen haben.Ist das deine Vorstellung davon, dass Deutschlands "Übermacht" schwinden muss?
Dass wir uns hier abgebuckelt haben, um Produkte herzustellen und zu exportieren und dafür uneinbringliche Forderungen erhalten, ja?Ja, muss es wohl. Denn das ist ein Wirtschaftskreislauf, bei dem ein Ungleichgewicht entsteht. Du kannst mich genauso fragen, wieso wir x Milliarden in den ostdeutschen Wiederaufbau gesteckt haben? Und die von dir so häufig zitierten Target2 Salden sind in dem Fall weg, in dem Spanien und Italien Pleite gehen. Auch hier ist die Frage, ob diese Forderungen bei einem Nicht-Euro nicht auch so entstanden wären. Wenn du nun "Nein" antwortest, lässt das den Schluss zu, dass Deutschland dann anscheinend durch die Einführung des Euro profitiert hat. Dass ein Kunde bzw. Land Zahlungsunfähig wird, wirst du nie ausschliessen können. Das wird in der momentanen Panik gerne übersehen.
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr
Ich habe nichts gegen Solidarität, wenn der "Empfänger" ehrlich istDu stellst ganze Völker unter Generalverdacht, aber gut.
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr Wir könnten doch unser Lohnniveau halbieren, damit in China das Durchschnittseinkommen um 10% erhöht werden kann?
Das wirst du irgendwann müssen, um das Ungleichgewicht auszugleichen. Mag dir nicht gefallen, aber in einer globalisierten Welt findet das bereits statt.
ZitatOriginal geschrieben von thomasGr Wieso soll Italien Geld aus einem Rettungsschirm erhalten, wenn die Bürger € 8.000 Milliarden Vermögen haben, eine Vielzahl an wertvollen Staatsbetrieben und Immobilien vorhanden ist, außerdem ein großer Goldvorrat existiert?
Wieso braucht ein solches Land die Solidarität der anderen Länder?
Nehmen wir mal an, die Rollen wären vertauscht. Glaubst du, Deutschland würde sich anders verhalten? Ihr versteht mich hier alle meistens falsch. Ich bin seit geraumer Zeit weder Pro noch Contra, weil mich die Materie einfach überfordert. Du kannst mich vor einen Patienten mit Herzinfarkt stellen, ich hatte genauso wenig eine Lösung. Ich kann dir nicht sagen, ob man eine OP Wagen sollte oder ihn sterben lassen sollte. Diese Denkweise hat mir aber inzwischen geholfen, die ganze Sache noch einigermassen sachlich zu sehen.
Aber zu Italien: Das Vermögen der Bürger ist vollkommen irrelevant. Wir könnten Deutschlands Schulden komplett mit unserem Vermögen bezahlen. Macht das Sinn? Dann solltest du dir Volt Sorgen um die Skandinavier machen. Die haben nämlich Schulden ohne Ende. Aber diese Staaten gelten bei den Deutschen ja gerade als Vorbilder. Dass der dänische Staat seine Verschuldung so niedrig halten kann, weil die Bürger so hoch verschuldet sind, wird dabei leider übersehen.
Noch einmal: Ungleichgewichte müssen und werden sich ausgleichen. Das ist so, war so und wird immer so sein. Egal ob mit oder ohne Euro.
-
Das Problem ist doch ein ganz anderes: Niemand weiss, ob es uns ohne Euro besser oder schlechter gegangen wäre. Alle Euro-Skeptiker stellen es immer als Tatsache dar, dass es uns ohne Euro besser ergangen wäre. Dazu möchte ich folgendes sagen - und dies vor allem auch zur Überlegung anspornen: wirtschaftliche Ungleichgewichte gleichen sich irgendwann immer aus. Dieses wird auch, egal ob der Euro bestehen bleibt oder nicht, auch hier der Fall sein. Die "Übermacht" Deutschlands wird und muss schwinden. Sie hätte es auch ohne Euro irgendwann getan. Chinas Devisenbilanz wird irgendwann ebenso schrumpfen, wie das Leistungsbilanzdefizit der USA. Es ist nur eine Frage des Wann.
Ich kann diese ewige Diskussion "was wäre wenn" - retrospektiv und prospektiv - nicht mehr hören, denn niemand wird sie endgültig beantworten können. Es ist interessant zu beobachten, wieviele Menschen inzwischen meinen, sich mit Wirtschaftsabläufen und -Beziehungen auszukennen. Vllt sollten auch hier die meisten Leute ihren Frust am besten damit abbauen, dass sie aktiv versuchen, etwas zu verändern. Denn das unterscheidet den Europäer immer noch von dem Amerikaner...
Edit:
Und es ist erstaunlich, dass das Solidaritätsprinzip der Deutschen an der Grenze aufhört (zumindest behaupten das momentan die meisten). Zuerst fehlte es an Solidarität West/Ost, jetzt ist halt Europa dran. -
Zitat
Original geschrieben von Merlin
Das wird die Zeit zeigen, aber für mich fühlt sich die britische Einstellung besser und richtiger an, als alles, was "unsere" Politiker so machen.Warum? Was genau machen sie denn? Und vor allem: Was unterscheidet ihre jetzige Einstellung von der der vergangenen Jahrzehnte?
-
Zitat
[i]Original geschrieben von HSDPA [/]
Mit Nervenkitzel mit nem 68er Hebel drauf: http://zertifikat.finanzen.net…etailPage.aspx?wkn=CM7UF4
:top:Wertlos verfallen.
Glaube nicht, dass es zu einer Sommerrally kommt. Hat nichts mit dem Gipfel o.a. zu tun, sondern mit der Tatsache, dass halt Sommer ist und alle auch mal Urlaub haben wollen. Ich würde Vola jedenfalls verkaufen auf 1-2 Monate. Danach wird es sowieso wieder rucklig, Stichwort: Fiscal Cliff.
-
Zitat
Original geschrieben von malinfo
ja, ich bedaure auch sehr, daß ich nicht die eines nicht-eu-landes -- oder zumindest eines nicht-teuro-landes -- habe
.Verstehe ich jetzt nicht. Es ist doch nicht so schwer eine andere Staatsbürgerschaft anzunehmen. Musst doch nur auswandern, einen Job finden bzw eine Firma aufbauen und /oder Kapital geben und nach ein paar Jahren kannst du den Pass bekommen. Warum hast du das dann noch nicht gemacht?
Libera verkauft übrigens Staatsburgerschaften. Kostet iirc so 80k€. Dann musst du da aber auch bitte hinziehen.