A) Toter = Toter
das ist natürlich richtig. Dennoch sollte man nicht übersehen, dass der Mensch dazu neigt, Geschnisse in seiner Umgebung deutlicher wahrzunehmen als in entfernten Gegenden. Bekannt im deutschen Sprachgebrauch ua durch "wir hier in Duisburg" und "die da in Berlin". Je näher in unserem Umfeld ein Vorfall auftritt, desto emotionaler reagiert man. Insofern ist es vollkommen klar, dass ein Toter im direkten Umfeld "mehr" zählt als jemand, der weit entfernt ist. Stirbt der Nachbar nimmt einen das auch mehr mit als jemand, der in Buxtehude stirbt - egal, welches Verhältnis man zu diesen Personen hatte.
Des weitern spielt die Herkunft eine Rolle. Stirbt ein Deutscher in Afghanistan wird dieses emotional höher bewertet als der Tod eines Amerikaners.
Schließlich kommt es immer auf die Art des Todes an. Krieg impliziert den Verlust von Menschenleben. Eine Love Parade impliziert dieses nicht. Die emotionale Reaktion ist somit eine komplett andere.
Folglich muss man sich nicht wundern, wenn jemand einen Toten höher einschätzt als einen anderen. Ansonsten könnte ich beim Tod der Mutter, Frau oder Kindes auch immer ein "was heulst du denn jetzt, in Uganda stirbt auch gerade ein Kind" einwerfen - und da möchte ich gerade Leute wie Printus sehen, wie diese reagieren.
B) YouTube
Ich finde es etwas verwunderlich, was hier für Argumente angebracht werden. Auf den Bildern der Tagesschau, die nicht auf Youtube zu sehen sind, sehe ich nie einen Zeitstempel oder einen vollständigen Auschnitt. Weder bei Bildern der Love Parade noch sonstigen Veranstaltungen.
Ihr solltet aufhören so sehr zu differenzieren, was Ihr glauben wollt und was nicht. Ihr verfallt damit vollkommen den Medien und seid extrem leicht zu manipulieren.