Es geht nicht darum dass ein „Gesunder“ zum Arzt geht oder zum Psychologen.
Es gibt sicherlich zur Zeit in Deutschland keinen Psychologen der nicht überlaufen ist. Also fällt das Argument der Geldschneiderei erstmal weg. Und was bekommen die pro Therapiestunde, 80,- € ? Da nimmt jede Werkstatt mehr. Ähnlich sieht es bei Ärzten aus. Beliebig viele Patienten bringen nicht beliebig viel Geld, da die Bezahlung gedeckelt ist. Allerdings gibt es bei den Fachärzten natürlich jede Menge „Banditen“ bzw. Geldschneiderei im Gesundheitsbereich, keine Frage.
Vorsorgeuntersuchungen deswegen schon nicht zu machen, weil man meint die würden zu viel Geld verdienen, finde ich fahrlässig. Auch so eine Meinung zu verbreiten. Man muss nicht auf jeder Hochzeit tanzen. Aber bei bestimmten Krankheiten ist eine Vorsorgeuntersuchung sicherlich nicht von Nachteil. Man wird ja nicht dazu gezwungen.
Und natürlich sind nicht irgendwelche selbsternannten „Psychologen“ gemeint, wie es früher mal möglich war, sondern die mit Studium und Fachausbildung.
Man kann immer hinterfragen welche Dienstleistung notwendig ist und zum Ziel führt. Per se schlecht ist sie deswegen nicht. Bei Psychotherapien ist ausschlaggebend dass der Patient mitmacht, sonst bringt es gar nichts.
Völlig gesunde Menschen begeben sich nicht in eine Therapie, warum auch? Je älter ein Mensch ist, desto weniger kann eine Therapie erfolgreich sein, weil sich bestimmte Verhaltensmuster nicht mal eben abstellen lassen. Desto länger dauert die psychologische Betreuung.
Ich bin noch nie ein großer Freund von Ärzten und Versicherungsvertretern gewesen, aber man solle die Kirche im Dorf lassen.