Also - die Vorzeige Lastenrad wir haben uns alle lieb und verdienen sehr gut - Leute - auf die mag es evtl. zutreffen, dieses Klischee von Work/Life/Balance.
Das geht oft auch nur wenn man irgendwo an öffentlichen Steuer- und Gebührengeldern hängt.
Im sozialen Bereich und in der freien Wirtschaft sieht es anders aus.
Meine jüngere Tochter ist 22, Erzieherin für Jugendliche, kloppt 24-Stunden-Schichten in der Jugendhilfe - 15 Stunden gibts bezahlt weil man theoretisch schlafen kann - sagt ihr Arbeitgeber - die Diakonie.
Meine ältere Tochter, 25, gelernte Verwaltungsfachangestellte und jetzt studierte Volkswirtin gibt Vollgas, auch im s.g. Homeoffice und macht demnächst noch ihren Master an der Fernuni nebenbei.
Der Freund der jüngeren Tochter ist Zimmermann und arbeitet locker 60 h/Woche, spart sein Geld für den Meister den er demnächst machen will. 22 Jahre jung.
Mein Neffe, ok, 32, arbeitet im Einzelhandel für eine Fahrradkette, im Verkauf, 20 Km Arbeitsweg einfach, für 1400-1600 netto im Monat! Höchstens! Regelmäßige Wochenendarbeit!
Ich kann nicht erkennen dass die jüngere Generation weniger arbeitet.
Ich erkenne, dass sich manche gerne die gemütlichen Sachen abgucken würden, die sich in staatlichen und halbstaatlichen öffentlichen Institutionen dadurch umsetzen lassen, weil o.g. Personen sich den Herausforderungen stellen, und das finanzieren.
Die Sache ist ganz einfach. Es gibt zu viele Häuptlinge und zu wenige „Indianer“.
Posten werden in o.g. Institutionen verschoben und an Konforme abgegeben.
Egal ob DRK, AOK, Kirche, Kommune, Land, Bund.
Natürlich gibt es dort auch sehr fleißige Menschen, keine Frage.
Die Bremser sitzen meist auch weiter oben.