Viele Leute leben über ihre Verhältnisse, und haben ein enorm hohes Anspruchsdenken - die denken, nur weil sie arbeiten gehen und ihren Job machen, mehr oder weniger lange, mehr oder weniger gut, und mehr oder weniger engagiert - dass ihnen "alles" zusteht, und dass "alles" was sie in den Hintern geblasen bekommen, verdient ist - und von den anderen nicht.
40-Stunden-Woche, Homeoffice, freie Kindergartenplätze, 30 Tage Urlaub obwohl unter 50/60 Jahre jung, Deutschland-Ticket, am besten kostenlos vom Arbeitgeber, usw. usf.
Alleine zu meinen, nach einer 40-Stunden-Woche sei man "der King" - lachhaft!
Das ganze System ist heissgelaufen, schon lange, und jetzt kühlt es eben mal ab.
O.g. leben auf Kosten von anderen, die sich vieles nicht leisten können und auf Kosten der Umwelt, und auf Kosten von den Menschen in ärmeren Ländern, die auf das härteste ausgebeutet werden.
Unser s.g. "Wohlstand" ist nicht verdient, sondern beruht auf der Ausbeutung anderer Länder - Trump & Co. machen es ja gerade vor.
Vor 40 Jahren hat unser "Körnerfresser"-Lehrer in der FH Technik schon gesagt, wenn alle Menschen auf der Erde so leben wie wir - das würde gar nicht gehen - diese Ressourcen hat die Erde gar nicht. Das sollte man sich mal vor Augen führen. Und damals lebten knapp unter 5 Milliarden Menschen auf der Erde, heute sind es lt. Google 8,2 Milliarden.
Freitags für das Klima demonstrieren, Montags ins Elektroauto, die Kinder zur Schule fahren, und meinen man sei umweltfreundlich, und ein bis zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen, am besten Fernreise, und ab und zu Party auf Mallorca oder von Hamburg nach München zum Konzert - hat man sich ja verdient.
Ich komme aus ärmsten Verhältnissen, habe mich hochgearbeitet mit 60-80 Stunden pro Woche, 14 Tage Urlaub im Jahr, das fast 30 Jahre lang - das ist auch Dummheit, keine Frage. Aber ich war durch meine Kindheit eben nicht so geprägt, was Urlaub und Ansprüche angeht, weil wir uns das damals nicht leisten konnten. Mit Müh und Not und teilweise von Oma geliehenem Geld, 14 Tage Bayerischer Wald - war auch super - ich kannte es nicht anders. 2-Zimmer-Wohnung, 50 qm mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Unglücklich waren wir nicht. (Waren wir doch auch, weil mein Alter gesoffen hat, gehört hier aber jetzt nicht hin.)
Das waren andere Zeiten und das kann man heute sicherlich nicht mehr anwenden. Warum eigentlich nicht? Im Vergleich kann man aber sehen, dass es heute durch die Decke geht. Und wir sehen ja auch dass es nicht mehr leistbar ist. Ich persönlich finde das gar nicht so schlecht.
Durch meine Vergangenheit, weiss ich, dass es sich so auch ganz gut leben lässt. Darum habe ich gar keine Angst vor irgendetwas, und bin auch nicht gefrustet.
Die politischen Umstände, die Selbstbedienungsmentalität der Karriere-Politik und der Karriere-Politiker auf Bundes-, Landes-, und Kommunaler Ebene, Postengeschacher in öffentlichen Institutionen wie Krankenkassen, Deutsche Bahn, usw., lasse ich mal ganz außen vor, weil das ein ganz anderes Thema ist.