Beiträge von Manfred2

    Hallo Manfred [...]

    Wie gesagt, die schlechte Reichweite hängt vermutlich damit zusammen, dass dort uralte Antennen hängen und diese noch überhaupt nicht für LTE optimiert wurden. Wenn so ein Sender "richtig" umgebaut wird, wird komplett neue Technik installiert und der Sender wird ordentlich konfiguriert. Dann sind Reichweite und Datenraten auch i.d.R. sehr gut.

    Es handelt sich also in Laubenheim aktuell um eine Notlösung, um überhaupt mal LTE anzubieten.


    In Ginsheim gibt es den Standort auf dem Hochhaus in der Heinrich-Hertz-Straße, von dort sollte eine ideale Sichtverbindung nach Laubenheim bestehen. Wenn hier LTE aktiviert wird, profitiert Laubenheim bestimmt davon. Es sei denn es wird auch erstmal nur so eine Band 3 Notlösung. Der Sender am Altrhein ist deutlich niedriger und wahrscheinlich keine große Hilfe.

    Das wäre schön, aber de facto gibt es inzwischen etliche LTE Standorte ohne GSM. Gerade in Städten wurde vielfach GSM abgeschaltet, um nur noch eine flächendeckende Grundversorgung sicherzustellen. Umgekehrt kenne ich auch Ende 2020 noch genug GSM-only Standorte.


    Nicht alle LTE Aufschaltungen der letzten Zeit sind auch qualitativ gut. Der Hauptbahnhof Darmstadt, über den ich hier oft Schlimmes berichtet habe, hat z.B. endlich Band 3 bekommen. Das hat aber, im Gegensatz zu GSM1800 vom gleichen Standort, eine miserable Reichweite und scheint auch noch nicht richtig konfiguriert zu sein. 50 Meter vom Sender entfernt lief mein Gespräch jedenfalls über eine weit entfernte B20 Zelle und dann Fallback auf 3G. Erst nach Gesprächsende gab es irgendwann eine Verbindung mit dem neuen B3. Die RSRQ Werte sind auch alles andere als gut. Ja, immernoch besser als kein LTE, aber halt auch nicht so richtig zufriedenstellend.


    Fazit: bis das Netz richtig gut ist, wird es noch eine Weile dauern.

    Man scheint nicht gerade Interesse zu haben den Kram abzubauen

    Solange das Zeug keine (nennenswerten) laufenden Kosten verursacht, sollen sie das Geld und die Arbeitszeit auch lieber in den LTE-Ausbau stecken. Ob eine abgeschaltete GSM Station ein Jahr früher oder später demontiert wird, spielt doch keine Rolle.


    Das scheint auch nicht nur o2 zu betreffen, am RWZ-Gebäude in Wiesbaden, das von der Schiersteiner Brücke immer gut zu sehen ist, hängen die ältesten/gammeligsten Mobilfunkantennen, die ich je gesehen habe (hier im Bild rechts oben). Sie scheinen Vodafone zu gehören und sind vielleicht sogar noch in Betrieb. Daneben hängen inzwischen auch neuere Antennen.


    Findet man für solche alte Technik eigentlich noch Abnehmer, irgendwo im Ausland vielleicht?

    Weiß zufällig was o2 an meinem ehemaligen Sorgen Standort Buchforststr. 1 in 51103 Köln gemacht hat?

    Hatte ja jahrelang nur 1 bis 2 mbit/s wegen ständiger Überlastung und altem Standard, und dann auf einmal ging es so um die 20 Mbit/s und jetzt seit einigen Wochen ist dort fast durchgehend 80 Mbit/s.

    Dort gab es früher nur Band 20, letztes Jahr wurde Band 1 aktiviert und vielleicht vor kurzem noch Band 7 oder so. Check doch mal den Netmonitor, dann wissen wir es ;)

    Hallo Manfred,


    im südlichen Teil von Laubenheim kann ich das nicht bestätigen. [...] Kann es sein, dass das noch nicht aktiviert ist?

    Hallo,


    ich war tatsächlich noch nicht vor Ort, der Sender am Bahnhof Laubenheim sollte aber seit ein paar Tagen mit LTE aktiv sein. Wenn bei dir schon vorher nur schwach UMTS angekommen ist, reicht das Signal evtl. nicht für LTE. Das liegt daran, dass vermutlich auch hier die alten GSM Antennen für LTE verwendet werden.


    Abhilfe schafft vermutlich ein längst überfälliger Ausbau von LTE in Ginsheim.

    Ich glaub ich sollte mir ein B28 fähiges Endgerät zulegen. Bin gerade nicht mal ein viertel des Weges von dem Sender entfernt und habe EDGE ;(

    Wenn du nicht an einem sehr exponierten Standort bist, wird das mit ziemlicher Sicherheit nichts nutzen. Mein Standort war ja in den Bergen, 1500 m höher als die nächste Stadt, mit freier Sicht in Richtung Norden. Oberhalb vom Watzmannhaus war es, um ganz genau zu sein.

    Auch in Mainz wurden einige sehr wichtige Lücken geschlossen: Standorte in Weisenau, Laubenheim und Hartenberg-Münchfeld haben LTE bekommen. Letzterer versorgt auch noch große Teile des Gonsbachtals und sorgt endlich für durchgehendes VoLTE zwischen Gonsenheim und Mombach/HaMü. Neu sind auch die Standorte an der A60 bei Finthen/Gemarkungsgrenze und auf dem Hilton an der Rheingoldhalle. Jetzt müssen noch das KKM und der zweite Standort in Finthen umgerüstet werden, dann kann man in Mainz von einem nahezu perfekten LTE-Netz sprechen.


    Ach ja, nicht zu vergessen: am Standort in der Elsa-Brandström-Straße, der seit Jahren völlig überlastet mit B20 on air war, wurde B3 aufgeschaltet. Vermutlich "provisorisch" über die alten GSM Antennen. Leider verlagert sich das Problem damit einfach, die niedrigen einstelligen Datenraten hat man nun statt im Band 20 halt im Band 3. Ein wenig besser als vorher dürfte die Situation aber sein. Ein kompletter Umbau des Standortes (mit Band 1 oder 7) ist trotzdem unumgänglich.


    Rathen hat nur einen Rundstrahler der per Klingeldraht angebunden war, als ich vor Jahren dort war.

    Oh Gott, das scheint immer noch aktuell zu sein. Wann wurde sowas denn zuletzt in Betrieb genommen, 1999? 2001? Unglaublich dass - Zitat o2 - "eins der modernsten Netze Europas" mancherorts Technik aus einer Zeit betreibt, in der Disketten noch Stand der Technik waren.

    Schwer vorstellbar das eine 700mhz LTE Verbindung über 77 km stabil läuft. [...]

    Also irgendwas muss schief gelaufen sein

    Es klingt unglaublich, da gebe ich dir Recht. Aber so ist es in den Bergen. Dort ist man ständig mit 30, 40, 50 km entfernten Standorten verbunden, auch im B20 (und selten B3). Die 77 km waren bisher das höchste was ich selbst empfangen habe.


    Auch auf UKW kann man dort interessante Empfänge beobachten, z.B. kann plötzlich eine 180 km entfernte Frequenz von einem Lokalsender mit gutem Signal ankommen, die nur mit 100W sendet und am Boden vielleicht eine Reichweite von 20 km hat. Ich glaube, dass oftmals auch Reflexionen an den Bergen einen großen Einfluss haben.

    In den Alpen ist der Band 28 Ausbau aktuell richtig interessant. Man kann sehr weit entfernte Stationen empfangen. Gestern war ich auf ca. 2300m ü. NN südlich von Berchtesgaden mit einer Station verbunden, die in Teising, ganze 77,8 km (!!!) Luftlinie entfernt war. Die Verbindung war gut nutzbar für Daten und Telefonie, ein Speedtest hat 10 MBit/s down ergeben (s.u.). Wahnsinn. Ich befürchte, mit der Inbetriebnahme weiterer Sender im Band 28 werden diese Fernempfänge schwieriger, da der Störpegel zunimmt.


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