Diese Trotzreaktionen verstehe ich nicht. Wenn der Bäcker die Preise erhöht, diskutiere ich doch auch nicht und möchte meine Brötchen gerne weiterhin zu den alten Bedingungen. Dann zahle ich den neuen Preis oder gehe zu einem anderen Bäcker.
Das kann natürlich jeder sehen, wie er (oder sie) mag. Ich schreibe mir nur von der Seele, wie ich das Geschäftsgebaren der DKB wahrnehme.
Der Vergleich mit dem Bäcker hinkt aber. Beim Bäcker habe ich kein Abo, da ist jeder Kauf ein eigenes Rechtsgeschäft mit immer neuen Bedingungen. Und ich entscheide jedes Mal aufs neue, ob ich Brötchen beim Bäcker kaufe oder bei Aldi.
Das ist bei Banken anders. Da gehe ich ein unbefristetes Vertragsverhältnis zu vorgegebenen Bedingungen ein. Und die Essenz des BGH-Urteils war ja gerade, dass das eben nicht einseitig geändert werden darf. Man möchte ja nicht ständig die Bank wechseln. Wenn jetzt eine Bank die Kunden mit Einschüchterungsversuchen (=Androhung unklarer Konsequenzen) "überzeugen" will, den Änderungen zuzustimmen, dann ist das nicht gerade im Geiste dieses Urteils. Banken sind ja nicht die Mafia. Oder doch? ![]()
Mir geht es da eigentlich nur um eine klare Aussage als Entscheidungsgrundlage. Als einst die Netbank eine Kontengebühr eingeführt hat, habe ich auch nicht zugestimmt, bzw. widersprochen, und da war klar, dass das zu einer Kündigung führen würde. Die DKB aber scheut so eine klare Aussage und eiert herum: "Sollten Sie nicht zustimmen, werden wir das Girokonto nicht komplett kündigen. Wir werden jedoch Kündigungen aussprechen, z. B. von bestehenden Karten."