Sprache ist ein lebendiges Vehikel, dass einen Dreck darum gibt reguliert zu werden.
Wenn Leute also - speziell englische - Worte gebrauchen dann ist das weder eine Verunreinigung der deutschen Sprache noch irgendwie Verwerflich. Es ist einfach die Sprache, die man handhaben kann wie man will, die von "Verunreinigungen" lebt und sich stetig weiterentwickelt.
Leute, die die Sprache einschränken und regulieren wollen oder sich darum kümmern sie vor Fremdeinflüssen zu schützen sind für mich ignorante Idioten.
Ich benutze oft und gerne englische Wörter um faktische Mängel der deutschen Sprache wettzumachen. Genauso würde sich ein englischsprachiger Mensch sicher über das Wort "doch" freuen, was in dessen Sprache einfach nicht vorhanden ist.
Ebenso begrüßenswert ist das japanische Wort "mu", dass wie folgt verwendet wird:
Wenn ich dich frage ob du dein Chamäleon manchmal trittst stehst du vor einem - wenn auch nur von pingeligen erkennbaren - Problem. Du kannst weder mit "Ja" noch mit "Nein" antworten. Würdest du "Ja" sagen, heisst das, dass du ein Chamäleon besitzt, welches du manmal trittst - das stimmt aber nicht. Sagst du "Nein" behauptest du zumindest ein Chamäleon zu besitzen was aber auch nicht der Wahrheit entspricht. Hier setzt das "mu" an, was soviel bedeutet wie "Keins von beiden"
Ich interessiere mich echt für Sprachen. Deswegen lerne ich zum Beispiel auch Afro-Jamaican Patois. Patois' sind Mischsprachen. Das Afro-Jamaikanische zum Beispiel besteht aus Butu, Twi, Swaheli und unzähligen afrikanischen Sprachen, aus Spanisch und zu einem großen Teil aus Englisch.
Diese - wie ich finde - wunderschöne Sprache wäre nie entstanden wenn sich Sprachen nicht vermischt hätten.
Daumen hoch für die "Lingualbigamie" :top:
(Ich kicke tighte Neologismen, wa? :D)
Auf diverse Dialekte reagiere ich - also viel mehr mein Unterbewusstsein - aber auch angewidert. Sächsisch kann ich mir keine 5 Minuten geben - sorry 
-SF³