Beiträge von 01833

    Ich denke man muss nicht gleich uebertreiben.


    Wenn mindestens 99,5% der Haushalte, mindestens 99% der Bevoelkerung und mindestens 95% der Flaeche mit mindestens 1 Traeger UMTS900 oder 3 MHz LTE900 wuerde das den meisten Leuten schon vollkommen reichen.


    Man muss sich entscheiden. Kapitalismus und Markt oder Sozialismus und immer mehr Staat. Das sind grundsätzlich differente Wege. Von allem ein bisschen wird nicht werden.


    Aber, mit 27 Jahren Abstand lieben immer mehr, insbesondere junge Leute das Mehr an Staat. Das ist so schön kuschelig, da bläst nicht der Wind des Wettbewerbs ins Gesicht. Sozialismus ist auch besser für die work live balance. Zumindest am Anfang. Später dann arbeitet man mehr für weniger.

    Es gibt sogar Länder, in denen mehrere parallele Autobahnnetze aufgebaut wurden. Da liegen dann zwei oder drei Strecken unmittelbar nebeneinander, von denen mindestens eine völlig unterausgelastet ist, manchmal sogar zwei. Der doppelte oder sogar dreifache Flächenverbrauch ist das Ergebnis.


    Deinen Gedanken zu Ende gedacht, könnten alle Banken zu einer zusammengefasst werden. Die frei werdenden Immobilien werden zu Wohnungen. Die vielen Supermärkte brauchen haufenweise Fläche. Weg damit, ein Markt pro Dorf reicht, wie in der DDR. Den Individualverkehr verbietet man, stopft die Leute in den ÖPNV. Das spart Fläche und Ressourcen.


    Wir brauchen auch keine unterausgelasteten Handwerker, Fabriken etc. Jeweils ein Anbieter, odentlich geplant zu 100% ausgelastet, spart Geld, Fläche, Personal, Ressourcen.


    Die Planung macht die Plankommission. Die Pläne dazu liegen im DDR-Archiv. Falls nicht, kann Nordkorea aushelfen. Wenn man das alles gut macht und humanistisch bleibt, wird es perfekt.


    Brave new world. Nur mal so zu Ende gedacht...

    Wir haben keine 3 parallelen Stromnetze, sondern nur eines. Und trotzdem gibt es (erzwungenen) Wettbewerb. Warum nicht so beim Mobilfunk?


    Im Stromnetz gibt es keinerlei Wettbewerb. Auch keinen erzwungenen. Vielmehr bekommen die Stadtwerke etc. eine gesetzlich garantierte Rendite und packen alles, was irgendwie geht in die Sparte Netzbetrieb.


    Strom ist eigentlich ein hinreichend abschreckendes Beispiel für einen Pseudomarkt einzig zum Nachteil des Kleinverbrauchers.


    Stell dir vor, der Strommarkt funktioniert wie der Mobilfunkmarkt. Nur mal so gedanklich: https://1-stromvergleich.com/s…eport/strompreise-europa/


    Das willst du nicht wirklich??? Oder bist du Finanzmasochist?


    Der Westen und junge Leute scheinen den Sozialismus zunehmend toll zu finden. Da kann man nur den Kopf schütteln und die Koffer bereit halten.

    Mal ganz unabhängig von der Frage einer öffentlichen oder privaten Trägerschaft: Welchen Vorteil bieten 3 oder 4 parallele Netze gegenüber einem einzigen gemeinsamen Netz?


    Konkurrenz belebt das Geschäft. Immer.


    Monopole und Oligopole holen sich ihr Geld, mehr Geld als nötig, bei den Kunden. Immer.


    Schau dir doch mal die Bilanzen der Monopolisten Google, Facebook, Microsoft an. Und die der Oligopolisten Vodafone, Telekom, Telefonica. Und dann die der harten Wettbewerb ausgesetzten Handwerker-GmbHs um die nächste Ecke.


    Im Prinzip wären nach der Logik, dass ein Netzbetreiber effizienter sein könnte als mehrere, weil die Kosten ja eigentlich niedriger sind, es auch effizienter, nur einen Stromanbieter, Autohersteller, Zuckerhersteller etc. auf dem "Markt" zu dulden. Das ist dann Sozialismus, endet in Mangel und Armut für alle bzw. die meisten Menschen.


    "Eine Sardelle ist ein Wal, der alle Phasen des sozialistischen Ausbaus durchlaufen hat." - aus Ex-Jugoslawien. Wunderbar.


    Bei uns in Dresden wurde zuletzt eine neue Städtische Wohnungsbaugesellschaft gegründet. Die Rot-Rot-Grüne Stadtregierung träumt von Immobilien, die zu Kaltmieten < 7,50 €/m2 kostendeckend vermietet werden können. Alle, die am Bau tätig sind, winken ab und sagen, auch mit geschenkten Grundstücken lässt sich heute nicht mehr für unter 8,50 - 9,00 € bauen. Dank EnEV etc. Aber die praxisfernen Träumer in den Verwaltungen sind exakt die selben, die z.B. einen staatlichen Netzbetreiber lieben würden. Es geht im Posten, Posten, Posten. Nicht mehr, nicht weniger. Alles andere ist vorgeschoben.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] / [USER="222693"]01833[/USER] : Wollt ihr euch nicht einfach gegenseitig auf die Ignoreliste setzen? Wir drehen uns doch nur im Kreis. In Sachen Elektromobilität kommt ihr auf keinen Nenner. Und die Belustigung über den 137. Post, dass man mindestens 700km Reichweite und Lademöglichkeit innerhalb von 4:29 Minuten benötigt, um spontan Tante Emma in Buxtehude besuchen zu können, hält sich mittlerweile wohl bei allen in Grenzen.


    Halbwahrheiten zu verbreiten, kann man ja noch als künstlerische Freiheit verbuchen. Aber bei glatten Lügen sollte man schon gegenhalten. Andererseits weiß ich, dass auch hier viele viele Opportunisten unterwegs sind, die ihre Ruhe haben wollen und zu gern Realitäten verdrängen. Die müssen ja nicht abonnieren.


    Gerade bei Elektro und Diesel sind wir nämlich ruck zuck ganz nah an der Politik, die diesen Betrug und dieses Zeitspiel wenn nicht unterstützt, so doch zumindest durch Unterlassung duldet. Das finde ich im Prinzip nicht hinnehmbar und das wird insbesondere den deutschen Autoländern absehbar massiv auf die Füße fallen.

    Eine staatliche Netzgesellschaft wäre aus Sicht der Grünen und anderer Staatsgläubiger sicher perfekt. Einerseits hätte man dann alles in einer Hand, könnte also teilen und herrschen. Andererseits hätte man auch eine perfekte Struktur, um in regionalen Gesellschaften und/oder Verwaltungen Parteigänger abzuparken. Dies gelingt wegen der mässigen Ertragslage ja bei Stadtwerken und Sparkassen zunehmend schlechter.


    Man muss nur mal googeln, wer wo Land- oder Bundestag verlassen musste und nun seinen Gnadenhof in irgendwelchen halbstaatlichen Gesellschaften gefunden hat.


    Eine staatliche Netzgesellschaft wäre der perfekte Einstieg in einen Sozialismus 2.0. Ist erst einmal eine solche Struktur geschaffen, lässt sich deren Arbeitsfeld leicht erweitern und so die Struktur im Sinne aller Mitlaufenden aufblasen. Kosten spiele ja keine wirkliche Rolle, da man alternativlos wäre und die "Gebühren" auf den Endnutzer umgelegt würden.


    Wäre eine staatliche Netzgesellschaft schon heute vorhanden, könnte man die Unterschicht und alle Zugezogenen gleich direkt und kostenlos mit Kommunikation versorgen und die Kosten auf den dummen Rest umlegen.


    Denke ich z.B. an die Wasser- und Abwasserzweckverbände in unserer Gegend, so war es nach der Wende so, dass die einen gut wirtschafteten und die anderen sehr sehr schlecht. Am Ende, als die Gefahr von Insolvenzen im Raum stand, weil ja die Gebühren aus sozialen Gründen gedeckelt wurden, wurden von den Regierungspräsidien Zwangsfusionen angeordnet. Wer war der Angeschissene? Nicht der, der gut wirtschaftete... Logisch.


    Das sehe ich, kurz zusammengefasst als die Gefahren, die aus einer schrittweisen Ausdehnung der bereits heute extremen sozialistischen Ansätze entstehen.


    Wir sehen in Portugal, Griechenland, Spanien, Bulgarien trotz deutlich geringere Bevölkerungsdichte und deutlich niedrigerem Wohlstandsniveau flächendeckend ausgebaute LTE-Netze. Gleichzeitig tun wir in Deutschland, als ob man derartiges bei uns nicht wirtschaftlich betreiben könnte. Und, komisch, alle plappern diese Mär nach und rufen am Ende dann nach einer staatlichen Gesellschaft, die als Retter auftritt. Wie dumm bzw. naiv ist das denn? Ich glaube übrigens nicht, dass die Netzausrüster in Bulgarien mit ihren Preisen Rücksicht auf das dortige Wohlstandsniveau nehmen. Ebenso wenig wie im Kongo werden die Bulgaren für Netzkomponenten weniger zahlen als bei uns. Man muss nur Bilanzen lesen können/wollen, um zu sehen, dass das Geld für den Netzausbau da ist, nur anderweitig ausgegeben oder an Konzernmütter und Eigentümer abgeführt wird. Die Bundesregierung als Großaktionär melkt die Telekom ab (Zeitweise wurden Dividenden aus der Substanz gezahlt!) und jammert gleichzeitig, dass ein Netzausbau flächendeckend nicht möglich ist. Und das Beste ist, die kommen mit dieser Lüge durch. Und die Leute auf der Straße haben trotz andersartiger Erfahrungen im Ausland auch noch Verständnis für diese Lügen und Halbwahrheiten! Krank.


    Auch die Frequenzauktionen und die Zahlbeträge sind kein Argument. Erstens muss man die Summen auf die Nutzerzahlen umlegen und zweitens ist es im Moment des Zuschlags vielleicht ein Problem des Cashabflusses, aber letztlich finanziert man die Lizenzgebühr langfristig, schreibt die Kosten dafür (Zins und Abschreibungen) von der Steuer ab und den Rest legt man auf die Telefongebühren um. Unter dem Strich kommt man dann trotz bejammerter hoher Lizenzkosten immer noch auf Umsatzrenditen von 45 % und damit in einen Bereich, den mittel- und langfristig kaum ein Wirtschaftssegment erreicht, außer Pablo Escobar und seinen Mannen. Dies wiederum war der Grund, warum Monopolisten in diese Märkte gingen. Man wollte abkassieren. Und als es schwerer wurde, schickte man die Töchter an die Börsen.

    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] angegeben ist der e-NV 200 mit etwas über 250 km Reichweite. Wir schaffen im Stadt- und Nahfeldbetrieb damit knapp über 200 km. Im Winter dann vielleicht etwas weniger, wobei man bedenken muss, dass unsere Fahrer von der Kurzstrecke sowieso kalte Autos gewohnt sind. Der e-NV 200 ist damit derzeit für ca. 2/3 unserer Flotte geeignet. Der Rest fährt täglich zu weit. Aber 2/3 sind eine Menge Holz und wenn ich mir die Kosten über die ersten 2 Monate ansehe, klingelt es ganz wild in der Kasse. Und wenn ich mir die Garantieleistungen dazu ansehe, sehe ich auch kaum Risiken.


    Wer gibt schon 5 Jahre oder 100 tkm Vollgarantie und 8 jähre oder 160 tkm auf den Akku? Unsere Caddys hatten bis zum Erreichen der 100 tkm gewohnheitsmäßig schon eine ordentliche Krankenakte. Dafür waren die aber natürlich von VW und ich wusste, dass ich die mehreren tausend Euro Weihnachtsgeld einiger meiner Bekannten mit finanzieren darf.


    Zu den Problemen moderner Dieselmotoren solltest du schleunigst mal mit Leuten sprechen, die Flotten managen, anstatt nur dumme Werbesprüche wiederzukäuen. Ein Bekannter betreibt eine Dachdeckerei/-klempnerei mit 100 Leute und knappen 50 Autos. Der kann dir ein abendfüllendes Lied von Problemen mit dem Abgasstrang singen. Seine Autos sind in Dresden und Umgebung unterwegs, fahren im Schnitt dabei kalt sicher kaum mehr als 20 km. Trotzdem ist es seit geraumer Zeit so, dass die Neuanschaffungen ganz bewusst und absichtlich in einem gewissen Rhythmus abends auf die Autobahn müssen, um die Feinstaubfilter frei zu brennen. Das ist der Job seiner Lehrlinge. Die haben noch Freude am Fahren, weil die, wie du, von der Industrie abgerichtet wurden... Blöd für ihn ist nur, dass aktuell die Autobahnen um Dresden kaum zum Freibrennen taugen, weil permanent verstopft. Also prügeln die die Autos in den Osten bis hinter Bautzen, um 15-20 Minuten Vollast fahren zu können. "Ökologisch" sieht anders aus. Eher sieht es wieder einmal wie "Gut gedacht, sehr schlecht gemacht." aus. Er fährt VW, Benz, Peugeot. Es ist also kein Markenproblem, sondern eher ein grundsätzlich technologisches.


    Andere Bekannte, die kleinere Flotten unterhalten, halten ihre im Sichtbereich gut angerosteten LT28 und LT32 mit Euro 5 am Leben, weil sie den Schabernack mit Euro 6d so lange wie möglich aussitzen wollen. Ich kenne ein paar Elektriker- und Malerfirmen, die haben sie, wie zu DDR-Zeiten, die 15 jähre alten LT in Tschechien wieder aufbauen lassen, d.h. neues Blech bzw. grundhafte Aufarbeitung, nur, um diese relativ robusten Kisten noch einmal einige Jahre fahren zu können. Das Problem der Handwerker ist nämlich zumeist nicht der Motortod durch zu viele Kilometer. Die nutzen die Autos aus Werkzeugkiste und fahren nur vergleichsweise wenige Kilometer pro Jahr. Nur neigen eben die alten LT und Sprinter zum Weggammeln der Karosse, während Motor und Getriebe locker für 500000 km taugen.

    Die Ergebnisse des e-NV200-Tests waren für uns so beeindruckend, dass wir im Oktober noch 5 davon kaufen. Dazu noch eine Zoe für die Bürohengste und -hengstinnen.


    [USER="983"]Anja Terchova[/USER] Nein. Wir planen weder inner- noch außerhalb der Arbeitszeit Spontanfahrten zur Erbtante. Die Autos werden ausschließlich im Kundendienst im Nahfeld, d.h. Umkreis von weniger als 40 km eingesetzt und kommen mit einer Akkufüllung lockerst über eine Schicht. Hat man die Chance das Auto zweischichtig zu nutzen, kommt kalkulatorisch richtig Musik in die Rechnung.


    Meine Leute geniessen an den NV200 besonders die Ruhe beim Fahren. Ruhe nicht unbedingt im Sinne von "nicht mehr im Getriebe umrühren", sondern eher die Motorgeräusche, die bei einem Hundefänger nunmal nicht wirklich komfortabel gedämmt sind. Man kann im NV200 vergleichbar zu Bürobedingungen telefonieren. Beispielsweise.


    Was hat uns noch dazu bewogen? Einige unserer Veteranen beginnen langsam aber sicher abzukippen. Da machen Reparaturen keinen Sinn mehr. Gleichzeitig höre ich bezüglich der aktuell verfügbaren Euro6d-Verbrenner von anderen Menschen mit größeren Fuhrparks nichts wirklich Gutes. Auf Grund der nahezu ausschließlichen Kurzstreckenfahrten wäre bei Dieseln der Ärger vorprogrammiert. Gleichzeitig halte ich die Verbräuche der Benziner im angepeilten Segment für nicht wirklich wirtschaftlich.


    5+1+1 sind natürlich eine lächerliche Stückzahl. Aber unter wirtschaftlichen Aspekten kann man bereits den einen schon fühlen. Damit frisst sich der Wechsel gaaaanz langsam in unseren Fuhrpark. Wobei: Es ist schon eine gewaltige Umgewöhnung, von der Strategie "Abfahren auf Teufel komm raus" auf elektrische Neuwagen zu schwenken. Trotz allem Prämienkladderadatsch in Deutschland kann man den NV200 bei unseren Nachbarn im Süden (Sachsens) übrigens noch einen ganzen Schnaps preiswerter besorgen. Der Abstand Deutschland/Tschechien ist sogar noch größer als bei früheren Käufen von Verbrennern (prozentual. nominal natürlich sowieso)


    Eines der Nebenbeikillerargumente:
    5 Jahre oder 100000 km Vollgarantie
    8 Jahre Garantie oder 160000 km auf den Akku


    Aus diesen Garantien, den Anschaffungs- und Verbrauchskosten ergeben sich TCO, die einen ganzen Schnaps unter denen unserer bisherigen Verbrenner liegen. Bei neuen Verbrennern kämen noch Nerverein mit AdBlue, Dieselrussfiltern etc. als Sahnehäubchen dazu. UND neue Diesel von Renault oder Citroen bekommt man leider, leider auch nicht mehr zu den windschnittigen < 9000 € netto. Offenbar werden denen die Kisten auch zu komplex, und somit die Kosten zu hoch.

    Ja, du könntest einen Durchlauferhitzer an eine „normale“ Steckdose anschließen. Der reicht dann aber nur für das Waschbecken. Fürs Duschen sollten es schon etwas mehr als 5 kW sein. Somit braucht der eine separate Zuleitung und ein FI könnte u.U. das Leben deutlich verlängern.