Beiträge von 01833

    Der Deal war damals bei der Privatisierung, dass die Telekom z.B. das Post-Leitungsnetz kostenlos bekommt, aber im Gegenzug die Post-Beamten mit übernehmen muss. Deshalb gibt es vielleicht immer noch so viel Personal bei DT und der Beamten-Aufbewahrungs-Gesellschaft.


    Das stimmt zahlenmäßig so nicht mehr. Die Telekom beschäftigt noch immer einen Haufen Beamte, aber der Wasserkopf daneben blüht auch wunderbar.


    https://www.geschaeftsbericht.…-und-personalaufwand.html


    dito. Und vermutlich ist das Segment der "Schmerzfreien" gar nicht so klein, so dass es sich damit halbwegs gut leben lässt und man der Mutter immer noch ordentlich Cash rüber schieben kann.


    Nun mit LTE anzufangen und vermutlich nur einen Bruchteil dessen zahlen zu müssen, was Telekom und Vodafone dafür auf den Tisch gelegt haben, kann ggf. gar nicht so dumm sein. Man kann gemächlich hinter den beiden großen her trotten, hat sein Segment. Das ist wie mit Luxus-Klamotten-Marken vs. Kick, NKD oder wie diese Lumpenhändler alle heißen. Unter dem Strich scheint die Mehrheit lieber 25 T-Shirts von Kick zu kaufen als 1 "gutes" von einer Marke.

    Im Gegenteil. Ohne eigene Festnetzinfrastruktur wäre ein Geschäftsmodell auf Basis von Heavyusern, die LTE als DSL-Ersatz nutzen, eine Möglichkeit um ausreichend Geld in die Kassen zu spülen und gleichzeitig Wachstum zu erzeugen. Unlimited Tarife im LTE Netz mit Speedbegrenzung sollten langsam mal bei Telefónica im Portfolio auftauchen, sonst übernimmt dieses Segment komplett die Konkurrenz. Weiterer Ausbau an Kapazität vorausgesetzt.


    Naja. Unter dem Strich muss man aber nachdenken, ob es sich wirtschaftlich lohnt, diese Zielgruppe zu bedienen. Es macht aus meiner Sicht relativ wenig Sinn, Heavyuser zu akquirieren, die dann aber auch nicht bereit sind, im Verhältnis zur eigenen Nutzung zu zahlen. Wenn ein Kunde das 10- bis 20-fache des Schnitts verbraucht/nutzt, ob er dann wohl bereit wäre, das 5-fach des Schnitts zu zahlen? Wenigstens? Gerade diese Art Kunde ist ja meist gerade nicht bereit zu zahlen und klaut die Blumen an der Kasse des Vertrauens, weil es genügend Blödmänner gibt, die für wesentlich weniger Leistung bereitwillig zahlen.


    Am Ende macht man sich mit dem Akquirieren von Heavyusern auch deshalb keine Freude, weil die im worst case die Zellen verstopfen und das Leiden der Normalnutzer maximieren. Beim Mobilfunk ist es leider eben nicht wie beim Strom- oder Wasserverbrauch. In diesem Segmenten sind die Anbieter froh über jeden Großverbraucher, aber die Großverbraucher bekommen auch auf ihren Verbrauch zugeschnittene Preise. Stell dir nur mal vor, Strom oder Wasser gäbe es als Flatrate und alle zahlen mehr oder weniger das Gleiche. Wie das ausgeht, kann man sich leicht ausmalen. Unter dem Strich zahlen alle mehr, weil ein paar Schmarotzer sich im Garten ein olympisches Schwimmbecken bauen, täglich das Wasser wechseln und im Winter durchheizen. Schließlich zahlt man ja für die Flatrate.


    Eine vergleichbare Situation haben wir doch im Gesundheitswesen. Massen argumentieren bei ihren 17 Arztbesuchen pro Jahr damit, dass sie ja Unmengen eigezahlt haben. Aber je mehr so denken, desto teurer wird das System und am Ende zahlen ein paar Dumme treu und brav, obwohl sie nur 1 x im Jahr zum Zahnarzt gehen oder sich gegen Grippe impfen lassen. Derartige System expandieren, bis sie eine Klippe erreichen und kollabieren. Am Ende gehen nämlich derartigen Systemen die Dummen bzw. treudoofen Zahler aus. Schau dir dazu Krankenkassen, staatliche Rentenversicherung, öffentliche vs. private Schulen etc. etc. an. Auch Leute, die auf dem Papier 15 Jahre studieren, um sich das Semesterticket zu erschleichen sind derartige Misteln, die das System aussaugen. Beispielsweise. und wer zahlt? Immer der Depp, der ehrlich ist und fair nutzt. Immer.


    Dieses Phänomen ist hinreichend beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende Der Mensch ist viel zu sehr Schwein, als das eine endlose Nutzung von jedweder flat oder kostenlos angebotener Dienstleistung bzw. eines Produkts nicht ausgenutzt würde. Deshalb halte ich persönlich die Flat, egal für was, für das unfairste Abrechnungssystem. Diebe im System werden dabei von der breiten Masse subventioniert, obwohl der Normalnutzer mit fairen Preisen deutlich günstiger fahren würde. Und der Heavyuser eben nicht, weil er unverhältnismäßig viel nutzt.


    Ich persönlich überlasse auch gern Kundschaft dem Wettbewerb. Basierend auf 27 Jahren Erfahrung im Umgang mit unseren Kunden schließen wir ganze Berufsgruppen aus. Wenn Anfragen von Neukunden reinkommen, checken wir deren beruflichen Background. Es gibt ausgehend von unseren Erfahrungen leider ein paar wenige, sehr wenige Berufsgruppen, für die es sich erfahrungsgemäß nicht lohnt, zu arbeiten. Aufwand und Nutzen stehen bei denen in keinem aus unserer Sicht gesunden Verhältnis. Aus deren Sicht seht ihnen natürlich das volle Programm zu, schließlich haben sie ja gezahlt.

    Du weißt doch selbst, dass das nicht stimmt. Würde es von den Free-Leechern kommen wäre das 3G genauso dicht. Liegt eher daran, dass bei Telefonica alle ins LTE kommen und der Marktanteil in den Städten enorm viel größer ist als der der Mitbewerber, sie also mehr Kunden zu versorgen haben.
    Mehr als 50% pro Jahr ist wohl auch kaum "ein bisschen" und da sind die großen Free Verträge noch außen vor, wenn man sich Pressemitteilungen dazu anschaut.


    Es wird beim Mobilfunk vermutlich ähnlich aussehen, wie früher beim DSL. http://winfuture.de/news,75800.html


    2-3% verbrauchen das 10- bis 20-fache des Durchschnitts. Ein geringer Anteil an Heavyusern sorgt für die Überdehnung der Kapazitäten. Diese Art von Kunden sollte jeder Anbieter einer Dienstleistung versuchen zu vertreiben. Nicht nur beim Mobilfunk.


    Andere Dienstleistungssparten haben zu diesem Zweck Schufa, Bürgel & Co. Ins Leben gerufen. Selbstschutz vor Zecken, die das angebotene System ausnutzen.


    Ein Bekannter von mir, Soziologe, hat mit Blumen und der „Kasse des Vertrauens“ deutschlandweit über mehrere Jahre eine Studie gemacht. Die Korrelation, die er ermittelt hat, will am besten gar niemand hören, denn würde sowas wirklich breit publik, hätte dieses Land ein echtes Problem. Nur soviel: Man kann sehr klar eingrenzen, in welchen Milieus sich die asozialen Arschlöcher ballen. Und nein, es sind weder Ausländerviertel noch Armenghettos. Und es sind auch nicht die vermeintlich reichen Wohngebiete.


    Ich habe im Bekanntenkreis einen McDonalds-Franchiser, der kann Geschichten vom Getränkeverbrauch nach Einführung der Flatrate erzählen. Und der kann ebenso erzählen, warum in manchen „Restaurants“ die SB-Automaten wieder abgeschafft wurden.


    Mancherorts funktioniert für manche Lebensmittelware die Kasse des Vertrauens. Überwiegend aber nicht mehr, weil es eine steigende Anzahl an Leuten gibt, die irgendwie suboptimal sozialisiert wurden. Das hat überall Auswirkungen und auch die Mobilfunker müssen sich Gedanken machen, wie sie diese Blutsauger abschütteln.


    Stichwort: Billigstflatrate zum Betrieb von Callcentern. Billigstflatrate zum Betrieb von SMS-Spam etc. etc. Hat es alles gegeben.


    Auch bei den Monilfunkkunden sollte man es mit Aschenputtel halten: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dann bleibt es für die Masse preiswerter.


    Und ehe sich Leute wie Tom wieder in einzelne Wörter verbeissen: Zecken kann man durchaus durch Misteln, Bandwürmer etc. ersetzen. "Zecke" beschreibt für meinen Geschmack aber am besten, wenn mannheimer auf Kosten der anderen lebt, also deren Blut saugt.

    Den Status von Drillisch mit der Öffnung und Regulierung des Festnetzes zu vergleichen, halte ich für weit hergeholt. Im Festnetz wurde vergleichsweise hart reguliert, außerdem wurde zumindest teilweise die Installation eigener Hardware honoriert. Weiterhin hat sich später über VoIP eine Alternative ergeben.


    Diese greift nun auch im Mobilfunk um sich, besonders, wenn man viel mit dem Ausland oder im Ausland kommuniziert.


    Drillisch dagegen ist letztlich nur ein Edeluntermieter. Und das auch noch zeitlich befristet und technologisch gedeckelt.


    Die, die tatsächlich Preisdeckel drauf gelegt haben bzw. ganze Segmente zerstört haben, sind Whatsapp, Skype und Telegram. Whatsapp war der Tod der SMS und schlug in Europa ein wie eine Bombe. In Amerika nicht so, weil es dort längst spottbillige SMS-Flatrates gab.


    Nur leider kann man die Anbieter netzseitig nicht angreifen. Entsprechend wäre es sinnvoll gewesen, die Regulierung so zu gestalten, dass mindestens 4 Anbieter im Markt gehalten werden. Außerdem ist es eben leider suboptimal, wenn Nr. 3 und Nr. 4 als Mutter finanziell nicht wirklich schlagkräftige Ehemalsmonopolisten haben, die dringend Cash brauchen.


    Was spräche denn z.B. gegen nationales Roaming? Damit wäre flächendeckende Versorgung zu verträglichen Aufwänden möglich. Drei Netze dagegen machen in dünn besiedelten Bereichen keinen Sinn. Somit wäre entweder Roaming oder das andere Extrem „Ballungsraumfunk“ eine Alternative gewesen. Was spricht denn gegen ein Stadtnetz in Berlin oder dem Ruhrgebiet? Da müssten sich dann die anderen Anbieter etwas einfallen lassen.


    OT
    Du und deine Verschwörungstheorien... Es geht nicht um Mächte im Hintergrund, es geht um das, was du beschrieben hast, Köder auslegen und damit Wettbewerb simulieren, der aber eben kein wirklicher Wettbewerb ist.


    Es geht auch nicht um Revolutionen, womit wir wieder beim Beissreflex wären. Um es klar zu sagen: Ich bin nicht dein Reibebaum, an dem du dein Schubladendenken wetzen kannst.

    Eine Mehrmarkenstrategie kann durchaus sinnvoll sein, allerdings sollte man dann schon jeder Marke ein Konzept und eine Zielgruppe geben, und das Angebot dann zielgruppengerecht bewerben. Aber im Grunde unter allen Marken die Selben Tarife anbieten, und alle paar Wochen die verschiedenen Tarifvarianten wild zwischen den einzelnen Marken durchtauschen, ist eigentlich schon Unsinn.


    Eine Mehrmarkenstrategie ist aus meiner Sicht einfach nur eine Strategie eine Ödnis in einen bunten Regenwald zu verwandeln. Vordergründig. Hintergründig läuft dann alles über eine Software mit variierendem Briefkopf bei der Abrechnung. Schön bunt aber unter dem Strich leider doch grauer Einheitsbrei.


    Die Preisspielchen dienen IMHO dazu, einen gewissen Druck und Bewegung zu simulieren. Außerdem gibt es vielleicht auch Zeiten im Jahr, in dem Leute gehäuft Verträge abschließen (weiß ich aber nicht). Da hätte man bei den Drillisch-Eskapaden dann die Chance ein paar Zusatzeuro abzukassieren. Ist der Kunde erst gefangen, hat man ja einen schönen Zaun, dessen Überwindung einen gewissen zeitlichen und finanziellen Aufwand erfordert. Womit wir bei der Todsünde Trägheit wären.


    Letztlich ist es doch so, dass man eben keine Mehrmarken im Mobilfunk braucht, weil man den Bedarf mit einem Strauss an Tarifen innerhalb einer Marke voll und ganz abdecken kann bzw. könnte. Mobilfunk ist nun einmal soweit entwickelt, dass er voll verbreitet ist, bis auf ein paar Spezialnischen (M2M, Extremnutzer) ist es ein Markt der grauen Masse in der der eine ein paar GB mehr konsumieren will und der andere ein paar weniger. Dazu braucht es eigentlich keine Marken. Ein Tarifportfolio + Erweiterungsoptionen wäre ausreichend. ABER eben auch schreiend langweilig. Und Konsumenten hassen Langeweile.


    Ebenso wie es für Ölkonzerne hintergründig keinen Sinn macht, bei Tankstellen eine Mehrmarkenstrategie zu fahren. Vordergündig schon, denn der Konsument liebt die Vielfalt, sei sie auch nur leere Fassade. Letztlich gibt es aber an jeder Tankstelle dann die gleichen Sorten und die Mehrmarkenstrategie dient mehr oder weniger nur der Unterhaltung. So funktioniert nach meiner Ansicht Drillisch.



    Eine zeitlang war Drillisch wirklich der Preisbrecher im deutschen Mobilfunkmarkt.
    Aber mittlerweile hat Drillisch kaum etwas zu bieten, was man nicht zu ähnlichen Konditonen auch direkt bei o2 oder eben bei den verschiedenen Discountern bekommen würde.


    Wie sollte Drillisch auch Preise brechen können. Drillisch ist, wenn auch zu offensichtlich ganz guten Konditionen, Mieter im o2-Netz. Damit sind die Grenzen gesetzt. Vermietet ein Mieter an einen Untermieter bzw. an viele Untermieter, ist seine Grenze ganz automatisch gesetzt durch Einkünfte = Ausgaben + Betriebsgewinn. "Preisbrecher" kann so niemals gehen, denn entweder verzichtet man dann nach der maximalen Ausdünnung und Verschlankung aller Prozesse (was die Netzbetreiber zunehmend auch tun) auf den Gewinn oder man kann eben nicht mehr billiger. Und warum sollte man auf Gewinn verzichten, wenn kein wirklicher Wettbewerber da ist, der angreifen könnte oder wollte?


    Der deutsche Mobilfunk ist ein Produkt jahrelanger fehlgesteuerter Regulierung/Frequenzvergabe etc. (Meine Meinung!) Und daran können "Pausenclouwns" wie Drillisch nichts ändern. Und im Grunde werden die auch gar nichts ändern wollen, denn ein Markt mit abnehmender Wettbewerbsintensität ist das Bequemste, was Anbietern passieren kann. (Freie Tankstellen sind im Schnitt auch nur 1-2 ct billiger als die Marken. Warum auch nicht, welche Alternative hätte man?)


    Die Ursünde war aus meiner Sicht die Versteigerung der UMTS-Lizenzen. Damals hätte die Chance bestanden, einen 5. Player zu etablieren. Einen, der tatsächlich von außen kam. Aber natürlich lebt es sich zu viert ruhiger als zu fünft und somit ist es am Ende den Anbietern sogar egal, was für UMTS auf den Tisch gelegt wurde. Erstens hat man die Kosten über die Jahre abgeschrieben und zweitens finanzieren den Nachsteueraufwand die Verbraucher, die bei einer in Grundsatzfragen einheitlichen Auffassung der Netzbetreiber über die Jahre mit "überteuerten" Tarifen gemolken werden. Schwupp haben wir das deutsche Oligopol.


    Wie gesagt, Drillisch und die noch verbliebenen Service-Provider halte ich für Pausenclowns, die Wettbewerb simulieren sollen, sonst käme am Ende noch jemand auf die Idee, dass er nur die Auswahl zwischen 3 Großkonzernen hat.


    Einen maßgeblichen Eingriff hätte es beim Aufkommen mobiler Daten geben können, wenn die Störerhaftung bei WLANs frühzeitig, also vor 10 Jahren, grundlegend neutralisiert worden wäre. Dann hätten die Massen oder wenigstens Gewerbetreibende ihre WLANs öffnen können und jeder hätte an jeder bewohnten Ecke eine Datenalternative gehabt. Das hätte gerade in Ballungsräumen massiven Druck ausgeübt. Nachdem aber jeder einen kennt, oder zumindest gewarnt wurde vor offenen WLANs, ist dieses Thema für immer vom Tisch. Da halfen auch halbherzige Nachbesserungen des Gesetzgebers nichts mehr.


    Diese Situation kannst du auf viele viele Teilmärkte bis hinein in die Lebensmittel übertragen. Leuten, die gern Käse essen, empfehle ich bei der Gelegenheit immer, von den Lieblingssorten die Herstellercodes zu checken und zu staunen. Ja. Die Käsetheke ist bunt, wenn man aber genauer hinguckt, kommt ein riesiger Anteil in einem vormals zerklüfteten Markt von D/SN 016 und D-BY 718. Viele bunte Fähnchen, eine große große Großmolkerei. Hoch lebe der Wettbewerb. Aber solange die Leute das Zeug in sich hinein stopfen ist doch alles gut... Gleiches gilt für den Markt der Bierbrauerei. Den haben mehr oder weniger 2-3 Großkonzerne weltweit aufgerollt und faszinieren nun mit einer auf Kosten getrimmten Mehrmarkenstrategie. Und alle Kartellämter haben dabei weg geschaut.

    [USER="45807"]Knoxe[/USER] Ohne Drillisch hätte man sicher höhere Preise, da der Untermieter des o2-Netzes ja das Problem einer offenbar fixen Miete hat. Somit muss er eine möglichst hohe Kundenzahl gewinnen. Letztlich müssen die es wie Ryanair machen und könnten die „letzten Plätze“ beinahe verschenken, weil die teureren Plätze bereits die Deckungsbeiträge einspielen und alles, was danach kommt nahezu Reingewinn darstellt (Inkasso etc. natürlich abgezogen).


    Besser wäre es jedoch gewesen, es gäbe außer Drillisch noch EPlus und 1&1 als separate Wettbewerber. Womit wir wieder beim Kartellamt wären.


    Letztlich ist ja ein MVNO wie Drillisch leider nur ein amputierter Wettbewerber, der in einem fixen Rahmen agieren kann. Und den Rahmen setzt ein Oligopolist. Also wird man, wie früher, als Microsoft Apple stützte, zur Vermeidung von Wettbewerbsverfahren am besten Wettbewerb simulieren. So halten es ja auch die Tankstellen oder beispielsweise MediaMarkt/Saturn/Redcoon.


    Man stelle sich vor: Deutschland hat 80 Millionen Einwohner und quasi nur eine schlagkräftige Elektronikmarktkette. Nur gut, dass es Amazon gibt.


    Das beste, was uns passieren könnte, wäre bei der Versteigerung von 5G ein neuer Bewerber von außen. Wird aber nicht werden, da die Barrieren recht hoch sind und das Geschäft tiefe Taschen und viel Zeit erfordert. Die, die das Geld hätte, investieren in andere Sektoren. Mobilfunk ist Brot und Butter und damit renditemässig auf dem absteigenden Ast. Deshalb ja auch Drillisch als eine Art Resteverwerter.


    Das Krasse ist, dass die NBs bei 5G offenbar versuchen, Untermieter draußen zu halten. Außerdem will man den Ausbau der Fläche von vornherein beschneiden.


    https://www.welt.de/wirtschaft…schneller-schliessen.html


    Diese Argumentation beim Flächenausbau sollte man gedanklich mal nach 1850 übertragen und an Wasser, Abwasser, Straßen und Strom denken. Sehr traurig. Sehr sehr traurig, so kurz zu denken und sich selbst zu beschneiden.

    So spart o2 schon, Masten aus Holz... Leider geil


    Wenn man höhenmässig und von der Lastabtragung mit Holz hinkommt? Warum nicht. 20 Jahre halten die allemal und 20 Jahre sind im Mobilfunk abartig lange. Es ist bei uns nur ungewohnt. In Brasilien und Argentinien, wo es teilweise ja abartig heiß und feucht ist, nehmen die Funker auch gern Holz. Scheint also zu funktionieren.


    Abartiger finde ich 3 Masten direkt nebeneinander. Da sollte das Bauamt einen Mast erzwingen.


    Mit den Angeboten aus dem Hause Drillisch geht es doch immer mal hoch und mal runter. Ich habe seit dem Zusammenschluss mit 1&1 hier keine stetige Verschlechterung feststellen können! Die Marke PremiumSIM bietet zum Beispiel noch bis 16.07. eine monatlich kündbare Allnet-Flat incl. SMS mit 3 GB ungedrosselten Datenvolumen (mit LTE) im Telefonica-Netz für 8,99 € pro Monat. Da ist immerhin einen 1 Euro unter dem Preispunkt der Drillisch-Gruppe, der eine lange Zeit Bestand hatte.


    Wer natürlich LTE Max-Angebote mit 10 GB und mehr sucht, wird wahrscheinlich bei o2 direkt besser fahren...


    EDIT: Für eine deutliche Verbesserung halte ich übrigens, dass die Datenautomatik inzwischen bei vielen Marken von Drillisch abschaltbar ist.


    Bei Drillisch ist es eben leider so, dass es nicht DIE billuge Marke gibt, bei der man verlässlich preiswert buchen kann. Die spielen mit ihren Marken die Preise hin und her. Letztlich kann man ja aber mit diversen Vergleichsportalen den zum Buchungszeitpunkt besten Tarif raus fischen.


    Gerade bei den kleinen Paketen für sparsame Leute macht es durchaus Sinn, dass die Datenautomatik nun abschaltbar ist. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich dazu durchringen kann, denn die Automatik ist ja bei Auslösung beinahe Reingewinn.