Beiträge von 01833

    Erklär mal näher, was meinst du genau mit "durchgegriffen" ? Etwa das sich der Staat die Häuser aneignet ?


    Aneignet? Nicht doch! Das bedeutet ja Arbeit und Verantwortung. Staaten hassen Arbeit und Verantwortung. Deshalb wurden doch in den 1920ern und nach 1945 Hauszinssteuer und Lastenausgleich als Grundschulden umgesetzt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hauszinssteuer


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz


    Im Osten wurde enteignet. Diesen Fehler macht die Obrigkeit kein zweites mal.


    Und da dieses mal alles anders ist, denkt der IWF schon seit mindestens 2013 über Vermögensabgaben nach: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-12647951.html


    Das Kritische für die Besitzenden, was ich sehe, ist, dass breite Massen in Deutschland besitz- und z.T. regelrecht mittellos sind. https://www.stern.de/wirtschaft/geld...u-7780210.html Somit sollte es kein Problem sein, ganz demokratisch breite Mehrheiten für Enteignungen zu finden. Der Hassaufbau auf Immobilienbesitzer läuft doch schon seit Jahren. Ebenso auf Selbstständige, gebrandmarkt als Besserverdiener, was anderswo ein Kompliment ist! Deshalb "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!" - Augen auf und wachsam bleiben. Kippt es, muss man sehen, was man tut. Sicher ein bisschen zugespitzt, aber ich habe schon einen Staat quasi von heute auf morgen abkacken sehen. Und meine Großmutter hatte in ihrem Leben 4 Währungsreformen. Nix ist für ie Ewigkeit, keine Staaten, keine Gesellschaften und schon gar keine Währungen und Besitzstände. Deshalb ist für mich und meine Familie Resilienz das oberste Gebot. Berufe, die man überall ausüben kann, Berufe, in denen man staats- und konzernunabhängig und selbständig ist bzw. sein kann. Breit gestreute Vermögen mit Depots/Konten auch außerhalb des Euroraums. Legal. Selbstverständlich.


    Die o.a. Zwangsmaßnahmen kann ich durchaus nachvollziehen. Bei Betrachtung meiner Depots und Anlagen sehe ich eine gewisse Abkopplung von den Arbeitseinkommen, um nicht zu sagen: Es kann doch nicht sein, dass die Hellroten Kapitalerträge steuerlich gegenüber Arbeitseinkommen rabattieren. Das war irre. ABER letztlich habe ich in der DDR nicht schlecht gelebt, konnte in der Mangelwirtschaft mit gebrauchten Autos dealen und kunstgewerbliche Gegenstände handeln (ab 14 hatte ich einen Gewerbeschein). Im Westen war es dann anfangs härter, weil man sich erstmal an den Kapitalismus und den Wettbewerb gewöhnen muss. Heute ist es so, dass die Arbeit Spaß macht, aber nicht zwingend sein muss. Finanzielle Freiheit sozusagen. Diese möchte ich ungern durch Zwangsmaßnahmen verlieren.


    Ich glaub bei diesen Hochwassern hatte Wittenberge bis jetzt immer noch halbwegs Glueck das es so glimpflich wie auf den Fotos endete.


    Kleinere Hochwasserschaeden die sich durch Aussenwaende reinigen, innen feucht durchwischen, fuer ein paar Tage ins Hotel ziehen und einen Bautrockner aufstellen beheben lassen, waeren verschmerzbar.


    Aber es bleibt natuerlich das Restrisiko das es mal noch schlimmer kommen koennte. Und wenn mal wirklich das Wasser 50cm in der Wohnung stehen wuerde waeren das natuerlich ganz andere Schaeden.


    "Ich glaub bei diesen Hochwassern hatte Wittenberge bis jetzt immer noch halbwegs Glueck" - Glaube gehört in die Kirche, Moschee, Synagoge bzw. den Tempel. ABER NICHT IN DEN IMMOBILIENMARKT!


    Wenn am Oberlauf der Fluss verbaut wird, bekommt der Unterlauf mehr Wasser ab, weil oben der Platz fehlt, breit zu laufen. Brauchst du eine Skizze??? Der Sachverhalt ist eigentlich eindeutig. Nur kann man natürlich aus einer statistischen Eintrittswahrscheinlichkeit, die auf relativ kurzen Beobachtungszeiträumen beruht und ein klimatechnisch mehr oder weniger statisches = verlässliches System unterstellt, sehr sehr schwierig sein eigenes persönliches Risiko abschätzen. 2013 war auf dem Papier ein HQ50. 2002 lag einen guten halben Meter über einem HQ100. Das Auftreten dieser beiden kurz hintereinander lässt aber nicht den Rückschluss zu, dass beispielsweise das nächste HQ200 oder HQ500 erst gaaaanz gaaaanz weit in der Zukunft auftritt.


    Wer am Fluss baute, hatte früher wirtschaftliche Interessen (Warentransport etc.). Wer heute an einem zu Hochwässern neigendem Fluss wohnt hat in Statistik nicht aufgepasst. Mit der Statistik kann man sich alles gesund beten, tritt dann aber der Tag X ein, wird ganz laut gejammert und versucht, dem Staat = seinen Mitbürgern die Kosten überzuhelfen.


    Um einer Wohnung einen kapitalen Schaden zu verpassen reicht Wasser 5 cm unter Fußbodenoberkante, denn dann sind Dämmungen/Schüttungen etc. im Arsch und wenn man Holz verbaut hat, ist das auch im Eimer. Das macht dann inkl. Entsorgung abhängig von der Schadstoffbelastung mindestens 100 - 150 €/m2. Wenn das Wasser eine Weile bleibt, so dass es kapillar aufsteigen kann, reichen bei Altbauten oft schon 0,30 - 0,50 m unter GOK, um das EG platt zu machen.


    Ich hoffe nur, du rechnest zumindest bei Immobilien die Vollkosten und nicht die gefühlten Kosten wie beim Auto. Wenn nicht, versuche bitte beim ersten Kauf einen kleinen Happen zu schnappen, um nicht direkt daran zu ersticken. Aktuell ist nach meiner Meinung eh nicht die Zeit Häuser zu kaufen. Diese Zeit ist zumindest bei uns in Sachsen um das Jahr 2010 abgelaufen. Damals zahlte man Faktor 8 - 12, maximal 15. Heute zahlt man in Dresden locker Faktor 30 und da stehen die hirnverbrannten Interessenten immer noch Schlange. Ergo ist jetzt eher die zeit zu verkaufen, wobei ich mir die Frage stelle, was ich mit dem Geld tun werde, das ich für die Häuser bekommen werde, die ich 2008 - 2009 billigst kaufen konnte.


    Ich verkaufe übrigens, weil ich davon ausgehe, dass im Falle einer Währungskrise auf Immobilien durchgegriffen werden wird. Diese Gesetze liegen ja in den Archiven und stammen aus 1928 und nach 1945. Ein weiterer Grund ist, dass in meinem Umfeld aktuell alle ein 2. Haus oder die 3. - 5. Wohnung kaufen/bauen. Wer bitte soll diese Hütten beziehen? Die die kommen, haben leichtes Gepäck und keine verwertbare Qualifikation, ergo werden die in Sozialkasernen vergammeln. Außerdem zieht es die in die großen Städte im Westen, weil man dort unter Seinesgleichen leben kann, um nicht von Ghettos zu sprechen. Der dritte Grund ist das Desinteresse meiner Kinder. Die sind eher nicht sesshaft und werden, wenn es hier schwierig werden sollte, eher das Land verlassen. Da macht es sich schlecht, Immobilienballast zu haben.


    Kauft man zur richtigen Zeit, bracht man immer noch Glück. Wer hat schon mit dem drastischen Abstieg beispielsweise im Ruhrgebiet gerechnet? Andererseits hat auch kaum jemand den Aufstieg Leipzigs oder Berlin-Kreuzbergs auf dem Radar gehabt. Ein Bekannter hat in den 1990ern in Leipzig Mehrfamilienhäuser zu Spottpreisen gekauft. Abrissreife Hütten. Die hat er für 5 DM bzw. 3 € als "Selbstbauwohnungen" vermietet aber irgendwie doch das Potenzial gesehen. Heute, nach Porschen, BMW und DHL ist er Multimillionär und lebt von Mieten und Dividenden ganz gut.


    Summa summarum ist es ein deutliches Zeichen, dass es Zeit ist auszusteigen bzw. zumindest nicht zu kaufen, wenn in einem Telefon-Treff-Forum über Immobilien zur Altersvorsorge diskutiert wird. ALARMGLOCKE.


    Ab 2008 habe ich teilweise von Aktien in Immobilien umgeschichtet. Damals waren Mehrfamilienhäuser < 10 Jahre alt für < 500 €/m2 zu bekommen. Voll vermietet. Aber es gab keine Finanzierungen, weil die Banken scheintot waren. Also musste man liquide sein. Hätte mir damals jemand gesagt, in Dresden könne man eine 10 Jahre später bis zu 10 € Kaltmiete nehmen. Im Umland mindestens 6,50 € - ich hätte versuch diese Person einweisen zu lassen! Heute ist es, wie es ist. Warum? Keine Ahnung. Die Demografie sagt eigentlich trotz Flutung seit 2015, dass die Bevölkerungszahlen bestenfalls konstant bleiben oder leicht steigen. Gebaut wird auf Teufel komm raus, gekauft wird noch irrer. Mal sehen, wie lange das gut geht. Der letzte Boom im Osten endete 1995/1996 abrupt, mehr oder weniger von heute auf morgen. Ich denke, das wird diesmal ähnlich werden, nur größer.


    Solange die Musik spielt, werden wir als Firma aber gern mit tanzen. Warum auch nicht, da wir in der Kette ganz weit vorn sitzen und somit erstens als Indikator dienen und zweitens tätig sind, solange noch Geld da ist. Heizungsbauer und Elektriker werden dagegen spannende Zeiten erleben.

    Sehe ich auch so. Kenne auch zwei Familien die direkt an der Elbe wohnen (Artlenburg) und sind dort sehr glücklich, obwohl bei einer Familie auch Wasser im Haus stand. Ist ja eher die Ausnahme.


    Stimmt. 2002, 2006 und 2013 waren absolute Ausnahmen. Nur dumm, wenn man nach 2002 seine Versicherung verlor und dann 2006 oder eben erst 2013 ruiniert wurde. Von diesen Leuten habe ich eine ganze Telefonliste aus dem Großraum Dresden bis hoch nach Torgau.


    Und denkt nicht, dass der Hochwasserschutz am Oberlauf der Elbe keine Auswikungen hätte. Der erste der nicht upgedatet hat, säuft beim nächsten Durchgang gnadenlos ab.


    Da ich in der Branche Hochwasserschutz mein Geld verdiene, wohne ich natürlich nicht an einem Fluss. :D 2002 wurden noch alle „gerettet“ später dann nicht mehr. Und sollte sich die Show wiederholen, gibt es kein Geld mehr. Und eine Versicherung sowieso nicht, denn die haben die Simulationen unter anderem von meinem Büro. Das Absaufrisiko sollte man also auf dem Plan haben und diesbezüglich gewaltigen finanziellen Speck zurück legen, falls man das wirklich mag. Ich für meinen Teil finde es fahrlässig bzw. mindestens naiv bzw. infantil.

    Hier bei mir, tief im Osten fährt man Simson. Und es sind keinesfalls alte Säcke auf alten Kisten. Aktuell scheint es sogar wieder hipp zu sein mit dem Moped in die Schule zu fahren. Wären das meine Kids, ich bekäme Angstschweiß. Aber ich vermute mal man gewöhnt sich dran, denn im Bekanntenkreis fahren sogar Töchter nachts allein mit dem Moped rum, mit 16.


    Ein Kumpel in Dresden fährt einen chinesischen eRoller. Der ist begeistert. Früher fuhr er Pedelec, nun freut er sich nicht mehr treten zu müssen.

    @08133


    Du sagst es.Häufig ist der Verbrauch bei den größeren Autos das Problem, sondern die Nebenkosten.
    Da ich vermute,dass Antwort einen TDI fährt, dürfte natürlich auch der Aspekt der KFZ-Steuer und die aktuelle Frage nach Umweltzonen,blaue Plakete und Dieselfahrverboten hinzukommen..
    Ferner muss bedacht werden, der I10 ist ein Benziner.In Relation vebraucht der weniger.
    Desweiteren gibt des diesen Passat sicher nicht für kleines Geld, es sein denn es ist wirklich eine runterfahrene,alte Schrottbeule.


    Die laufenden Kosten werden sehr sehr gern schön gerechnet. Hier, nahe Dresden, hatten nach Ende des VW Phaethon einige den Spleen, sich für vermeintlich kleines Geld eine solche Luxuskarosse zu kaufen. Fazit derer, die ich kennen: diese Karre frisst dich auf, ganz langsam aber kontinuierlich.


    Das Problem, was auch eine Diskussion mit Anja sinnlos macht ist, dass du und ich Autos rational sehen. Für sie ist das Auto ein Emotionales Produkt. Über Emotionen zu diskutieren macht ebenso wenig Sinn, wie über Geschmack beim Essen und Trinken zu diskutieren.


    Bei den bis dato recht einigen Leuten, die ich kenne, die elektrisch unterwegs sind (privat aber hauptsächlich dienstlich), ist die Betrachtung nach jeweils 1-3 Jahren Nutzung so, dass die laufenden Kosten tatsächlich deutlich unter denen klassischer Autos liegen. Entsprechend macht es Sinn, einen Elektrischen zu kaufen, wenn man den möglichst intensiv nutzt. Für Sonntags- und Wenigfahrer sind die aktuell verfügbaren Autos eher zu teuer, als das die sich dann irgendwie rechnen könnten.

    "Komfortabel" war nicht der Punkt. Der Punkt waren die Kosten. Und bei diesem Thema entwickelst du leider wieder Gefühle. MAN DARF ZU ZAHLEN KEIN GEFÜHLE ENTWICKELN! Auch wenn die Politik dies täglich vormacht. Zahlen sind pure Rationalität! Deshalb oberste Grundregel: Mathematik bricht langfristig jedes Gefühl und jede Politik! Was sich nicht rechnet, rechnet sich nicht, auch nicht gefühlsmäßig!


    Klar darf es ein Gebrauchter sein. Aber stell dir vor, du kaufst einen i10 gebraucht. Da kannste bei innerstädtischer Nutzung deinen Traum vom großen Auto nicht gesund beten.


    Was du nicht verstehen willst: Wir leben in einem (derzeit noch relativ) freien Land. Du darfst frei weg konsumieren und über vieles sogar noch diskutieren (wenn auch längst nicht mehr über alles). Am besten konsumierst du immer einen Hauch über dem Level, den du dir eigentlich leisten kannst. So schlägt der Kapitalismus zwei Fliegen mit einer Klappe:


    1. die Wirtschaft läuft runder
    2. dir bleibt lebenslang keine Alternative als immer weiter zu buckeln und zu schaffen


    3. du vererbst diese Opferrolle an deine Kinder (zumindest im weit überwiegenden Fall)
    4. du hast keine Zeit für die wichtigen Dinge im Leben


    Deshalb träumst du vom Cascada. Andere träumen von einem Benz, kleine Träume handeln von iPhones und in Afrika von Samsung-Handys. Und dabei fragst du dich wie die breite Masse noch nicht einmal, wer dir diesen Unsinn ins Hirn gepflanzt hat. Ich kann dir nur raten, einfach per Langzeitleihe einen Cascada oder ein anderes Cabrio zu leihen (MVLZ: 30 tage). Der wird abhängig von der Kilometerleistung vielleicht 700 - 1000 €/Monat kosten. Fahr den dann mal und frage dich nach 14 Tagen Nutzung, ob es tatsächlich wesentlich anders ist, diese Karre zu fahren, als den Vorgänger oder irgendeinen x-beliebigen Nachfolger den du ausschließlich preisfixiert kaufst. Ziehe dabei nicht die Befindlichkeiten deines Umfeldes in Betracht. Ich denke, nach maximal 1 Saison ist der Traum ausgeträumt und die Sinnlosigkeit erkannt.


    https://www.miet24.de/langzeit…ing-graphit-schwarz-17202

    Wenn der eine mit 40 € ca. 450 km kommt, und der andere mit 80 € dann 900 km, wo ist da bitte der Unterschied? Außer, dass es einen Passat kaum zum Preis und den Nebenkosten des i10 gibt??? Oder habe ich da gerade eine Blockade? Er hatte doch geschrieben, dass hauptsächlich in der Stadt herum geschrubbt wird. Kommst du da tatsächlich mit dem Passat mit 80 € auf 900 km? Das wäre dann echt toll.


    Meine kleine Tochter hatte seinerzeit in Köln studiert. Hätten wir sie maximal ärgern wollen, hätten wir ihr ein Auto geschenkt. Das Ganze unter der Bedingung, dass sie es in Köln parken muss und mindestens 1 x täglich den Parkplatz wechseln muss. ;) Dagegen ist Dresden ein Parkparadies und trotzdem bin ich froh ein Auto zu haben, bei dem es nicht auf Kratzer etc. ankommt.


    Ich halte 9000 € für ein kalkulierbares Risiko. Außerdem fährt man gegenüber dem Verbrenner ja monatlich eine kleine Rendite ein, die den Mehraufwand schmelzen lässt.


    Solange die Ladeinfrastruktur passt, sehe ich kein großes Risiko.


    Als wir vor 5 Jahren unsere größeren Autos durch Zwerge ersetzten und Fernreisen mit Leihwagen absolvieren wollten, hat man uns im eigenen Umfeld auch für verrückt erklärt. Heute sieht es dagegen so aus, dass wir immer mehr Nachahmer haben, weil die Masse bemerkt hat, dass man doch eher allein und kürzere Strecken fährt, zumeist und in den Urlaub fliegt bzw. Leihwagen relativ preiswert sind. Außerdem, und das finde ich am witzigsten, fängt man an, Verkehrsträger zu mischen. Ich würde heute nicht mehr auf die Idee kommen, von Dresden nach Hamburg, Frankfurt, München, Köln oder Basel mit dem Auto zu fahren. Der Dresdner Flughafen ist zwar ziemlich amputiert, was das Netz angeht, aber was geht, kann man zumeist recht preiswert nutzen. Dabei spart man haufenweise Zeit und reist bequem. Außerdem haben wir in den letzten 2 Jahren verstärkt auch die Deutsche Bahn "zugemischt", nachdem wir mal Bahn-Gutscheine bei einem Zeitungsabo erbeutet hatten.


    Mein Credo ist, nicht nur bei der Mobilität: Wer wagt gewinnt! Und letztlich sind es keine existenziellen Risiken, die man eingeht, wenn man solche Entscheidungen trifft und einfach mal testet. Andere Leute verschulden sich spontan für selbst genutzte Häuser, das nenne ich Risiko.


    Mit dem Glauben ist es so eine Sache. Die einen glauben so, die anderen so. Besser ist es, ehe man beginnt zu glauben, einen Taschenrechner zu benutzen. Wenn ich mir z.B. eine meiner Bekannten betrachte geht die Rechnung so: eSmart für knappe 10000 € gekauft und arbeitstäglich für die fälligen 75 km eingesetzt macht ca. 1650 km pro Monat. Rechnet man das in einen Diesel mit auf dem Papier 4 l Verbrauch um, sind das 66 Liter (die man erfahrungsgemäß nicht schaffen kann) bzw. derzeit etwa 82,5 € für den Diesel. Dagegen stehen nach Aussage der Bekannten keine 40 € für den Strom (ich habe nicht nachgerechnet). Das macht dann über das Jahr eine Ersparnis beim Kraftstoff von 440.- €, da man ja mindestens 1 Monat im Urlaub ist. Diese Ersparnis bezieht sich einzig und allein auf den Arbeitsweg.


    Natürlich reicht der Akku nicht für einen Fahrt zu Tante Erna im 2886 km entfernten Hinterkleinweißnicht. Aber nicht alle Mitmenschen müssen spontan nach der Arbeit weit entfernt wohnende Verwandte besuchen.


    Für Fernfahrten leiht sich übrigens nicht nur meine Bekannte langstreckentaugliche Autos. Meine Frau fährt einen C3, ich aktuell einen Hundefänger. Für Wochenendfahrten die weiter weg gehen, holen wir uns dann immer irgend einen Kompakten, die ja verbreitet für < 75€ von Freitagabend bis Sonntag verramscht werden. Dem dann 500-1000 km zu geben macht aus meiner Sicht auch wirtschaftlich Sinn, denn wie sollte man ein Privatauto im Schnitt mit 0,10 €/km für Abnutzung und Versicherung nutzen können? Auf die einzelnen Fahrten gerechnet fährt meine Frau mindestens 90 % allein oder maximal zu zweit. Da macht eine größere, fernreisetaugliche Schüssel keinen wirklichen Sinn. Für mich ist wegen der Verwaltung unserer Häuser der Hundefänger perfekt. Warum sollte man sich also eine Reiselimousine auf den Hof stellen? Aber da sind wir ja wieder beim Grundsätzlichen, der spontanen Spontanität, die bei uns ja nicht gegeben ist. Klar, aber realistisch betrachtet treten plötzliche Fernreisen gar nicht auf. Und sollten diese auftreten, könnte man den C3 nutzen, schließlich war ich 1988 mit dem Trabant zu dritt in Bulgarien und 1991 dann mit dem gleichen Trabant in Süditalien. Wenn man will oder muss, geht vieles...


    Bei YouTube haben diverse Leute die TCO von Elektroautos, auch neu angeschafft, gerechnet. Und es rechnet sich, sofern man einen möglichst hohen Auslastungsgrad erreicht. Der Anschaffungspreis ist vergleichsweise hoch, jedoch sind die laufenden Kosten deutlich geringer.


    Würde es sich nicht rechnen, hätten Domino-Pizza und Freddy Fresh nicht zuletzt auf Zoe umgestellt.


    Sogar ein Tesla Model S rechnet sich gegen einen vergleichbaren Verbrenner, natürlich nicht verglichen mit einem A3. Zumindest behaupten das die, die bei einigen unserer Kunden für den Fuhrpark zuständig sind und selbst ein paar Teslas betreiben.

    Ich persönlich kenne niemanden, der einen PlugIn fährt und wegen der 35 elektrischen Kilometer (auf dem Papier) die Ladekabel ausrollt. Wir haben letzte Woche in Dresden einen Ford Focus PlugIn getestet. Der schaffte im Stadtverkehr nicht einmal die Runde um den Großen Garten vollelektrisch. Die Augenwischerei bei der Elektroreichweite scheint noch deutlich größer zu sein als die Lügen beim Spritverbrauch,


    Ja, ich nenne es Lüge. Und ich nenne Betrug, was eine Straftat ist, nicht Schummelei. Würde ich handeln wie VW & Co. hätte mich dieser den Konzernen im Arsch steckende Staat längst ruiniert. Schließlich ist meine Firma weder durchsetzt mit Gewerkschaftern noch sind wir systemrelevant. Wobei wir letzteres sind, denn wir finanzieren mit unseren Steuern das ganze Affentheater, während VW im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr eine negative Steuerquote hatte, also Geld vom Dummmichel zurück bekam.


    Teste mal eine PlugIn und berichte dann, anstatt immer und immer und immer deine Trockenübungen zu machen. Oder teste am besten mehrere. Ich hatte bis dato Focus, E-Klasse, 2 BMW und KEINER hat die fabelhaften 31 km geschafft. KEINER! Aber auf dem Papier haben die Normverbräuche unter 5 Liter, weil man ja dolle weit elektrisch fährt ehe ganz zum Schluss der Durstige zuschaltet. Auch diese Angaben sind Verarsche und grenzen an Betrug. Aber wir schaffen das schon. Und wenn nicht wir, dann die Chinesen.


    Bis dahin fahre ich weiter die alten französischen Euro 5 Diesel in der Firma, die wir seit 2002 in Tschechien kaufen, weil dort Autos einfach billiger sind.