Beiträge von Frank73

    Die Bedürfnisse werden sich ein ganzes Stück weit ändern müssen. Das hängt keineswegs einfach "nur" davon ab, was jemand (egal ob Politik oder Bevölkerung oder...) will.

    Entschuldige aber das klingt sehr nach Bevormundungs- und Verbotspolitik und damit abzulehnen. Ich lebe in einem Ort mit etwas über 15000 Einwohnern. Der ÖPNV wird hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf absehbare Zeit keine Alternative zum eigenen Auto, falls überhaupt jemals.

    Einfach Verbrenner-Motor durch E-Motor zu ersetzen (zu allem Überfluss noch mit Akku) und davon abgesehen alles so zu lassen wie es ist, ist eine Sackgasse.

    Was schwebt dir denn sonst vor? Der ÖPNV wird die Mobilitätsbedürfnisse nicht erfüllen können, und wer die Mobilität der Menschen (anders als bei Corona nicht zeitlich befristetet sondern dauerhaft) einschränken will, wird früher oder später auf erbitterten Widerstand stoßen.

    FRÜHER, sind Schüler zu Fuß, oder mit dem Fahrrad zur Schule gekommen.

    Früher hatte ich von zu Hause zu meiner Grundschule keine 5 Minuten zu Fuß. Diese Schule gibt es heute nicht mehr und die Grundschüler aus diesem Viertel müssen mindestens 5km in die Innenstadt fahren. Von weiter führenden Schulen rede ich noch nicht mal.

    Und selbst heute, fährt Mal 1500 km Richtung Süden. Nicht in irgendein All Inclusive Hotel, sondern in die Dörfer. Erklärt den Spaniern, Portugiesen, oder Sizilianern und Griechen Mal, ein Auto für jeden sei ein Grundrecht und zum Überleben, erforderlich.

    Wenn die einen besseren ÖPNV haben, schön für die.

    Wir haben in D schon eine verzerrte Wahrnehmung, solange man Armut und Auto leisten können, in einem Zusammenhang nennt.

    Bei einem ÖPNV, der abseits der Metropolen gerade mal für Schüler halbwegs brauchbar funktioniert, ist das eben so. Da gehört das Auto zum Grundbedarf und muss bezahlbar bleiben. Bei einem zwangsweisen Umstieg auf E-Mobilität werden viele schlicht demobilisiert. Das wird radikalen Parteien wie dieser Alternative für gar nichts viele Wählerstimmen verschaffen :rolleyes:

    Warum lässt man die Leute nicht selbst entscheiden, wieviel Steuern sie abführen?

    Warum lässt man die Leute nicht selbst entscheiden, wie schnell sie innerorts fahren?

    Warum lässt man die Leute nicht selbst entscheiden, wann sie an einer Kreuzung anhalten?

    …

    Ich kann hier keinerlei Zusammenhang zu meiner Frage erkennen. Wer weiterhin bewährte Benziner- oder Diesel fahren will, dem soll das ermöglicht werden. E-Autos muss man sich auch erst mal leisten können. Schon 2018 war deutlich mehr als jeder sechste in Deutschland armutsgefährdet. Das wird angesichts des nicht enden wollenden Krieges in der Ukraine und der Rekordinflation eher schlimmer als besser werden.

    Frank73


    Der Farbdiafilm war auch ein bewährtes Mittel. Kodak ist dran Pleite gegangen, weil sie ihren Bildsensor in die Tonne geworfen haben. Mit der Entwickler Chemie haben die sich schließlich dumm und dusselig verdient. Ohne die bescheuerte Auto Lobby ging es der deutschen Industrie jetzt viel besser. Mit Nachtrauern von gestriger Technologie geht es eben dem Ende zu.


    Bis manche ihre Pläne zu Ende gedacht haben, sind die anderen schon kurz vor dem Ziel!

    Mit Verlaub, das sind Phrasen, die keine der von mir erwähnten Probleme lösen.

    Ohne politischen Druck hätten die deutschen Automobilbauer länger geschlafen - und das Aufwachen wäre noch härter geworden, als es auch so schon ist.

    Warum braucht es dazu überhaupt politischen Druck? Warum lässt man nicht die Leute selbst entscheiden was sie fahren wollen? Zumal wie schon erwähnt noch viele Fragezeichen an der Idee hängen. In Deutschland sind rund 40 Millionen PKW unterwegs. Die sollen zukünftig mit Strom fahren. Die Gebäudeheizung sollen auch auf Strom umgestellt werden, Stichwort Wärmepumpen. Also sehen wir uns doch mal die Stromversorgung an.

    Wir steigen (Gott sei dank) aus der Kernkraft aus, gleichzeitig aus der Kohleverstromung, und die Versorgung der Gaskraftwerke scheint auch nicht zweifellos gesichert, während der Ausbau der Windkraft praktisch nicht mehr stattfindet. Mit seltenen Erden (prominentestes Beispiel ist wohl Neodym für die Permanentmagnete der Maschinengeneratoren, also E-Motoren die auch gleichzeitig rekuperieren können) und Lithium (für die Akku) fange ich am besten eben so wenig an wie mit der Frage, wie das alles hinterher im großen Maßstab recycelt und entsorgt werden soll? Wahrscheinlich wird das Zeug nach guter alter Sitte nach Afrika oder sonst wo hin verschifft, wo es keine Umweltbestimmungen gibt. Klingt das nach einem durchdachten Plan? Also für mich nicht.