Was fällt euch auf?

  • Aber ja: an der generellen Mobilität muss sich vieles ändern.

    Hier bin ich absolut bei dir.

    Vor allem das "generellen" erscheint mir wichtig, sogar unabdingbar.

    Einfach Verbrenner-Motor durch E-Motor zu ersetzen (zu allem Überfluss noch mit Akku) und davon abgesehen alles so zu lassen wie es ist, ist eine Sackgasse.


    Das betrifft nicht nur die Mobilität.

    Das ganze Konzept der menschlichen Gesellschaft muss umgedacht werden.

  • Frank73


    Der Farbdiafilm war auch ein bewährtes Mittel. Kodak ist dran Pleite gegangen, weil sie ihren Bildsensor in die Tonne geworfen haben. Mit der Entwickler Chemie haben die sich schließlich dumm und dusselig verdient. Ohne die bescheuerte Auto Lobby ging es der deutschen Industrie jetzt viel besser. Mit Nachtrauern von gestriger Technologie geht es eben dem Ende zu.

    Die deutsche Autoindustrie wurde schon Anfang der 80er als die Japaner in de n Markt gedrängt sind als Ewiggestrig füt tot erklärt, dann als die Koreaner kamen, dann als die Chinesen kamen, und jetzt beim Elektroauto.

    Mach dir um die mal keine Sorgen, wer dabei über die Klinge springen wird sind viele Zulieferer die eh schon seit Jahren finanziell am Abgrund balancieren und nicht einfach Hipsterbuden kaufen können um neue Marktsegmente zu erschließen, und da hängen mehr Arbeitsplätze als in der Autoindustrie selbst dran.


    ...

    Und selbst heute, fährt Mal 1500 km Richtung Süden. Nicht in irgendein All Inclusive Hotel, sondern in die Dörfer. Erklärt den Spaniern, Portugiesen, oder Sizilianern und Griechen Mal, ein Auto für jeden sei ein Grundrecht und zum Überleben, erforderlich.

    Genau. wir müssen damit Tesla Fahrer freie Fahrt haben unseren Lebensstandard auf das Niveau von ländlichen Regionen in Griechenland senken

  • Das durchschnittliche Alter der zugelassenen Pkw liegt jetzt bei 9,8 Jahren


    sagt das KBA.


    Bis 2035 erledigt sich das von selbst. Denn schon viel früher wird die Produktion und der Erwerb eines ICE uninteressant. Die Abgasvorschriften und die stetig sinkenden Stückzahlen werden die Stückkosten rasant steigern. Ebenso die Entwicklung, die auch bald eingestellt wird.


    Und ob sich Hersteller wie Porsche das leisten wollen. Abwarten. "Es wird nie einen elektrischen 911er geben!" Ich glaube das nicht.



  • Einfach Verbrenner-Motor durch E-Motor zu ersetzen (zu allem Überfluss noch mit Akku) und davon abgesehen alles so zu lassen wie es ist, ist eine Sackgasse.

    Was schwebt dir denn sonst vor? Der ÖPNV wird die Mobilitätsbedürfnisse nicht erfüllen können, und wer die Mobilität der Menschen (anders als bei Corona nicht zeitlich befristetet sondern dauerhaft) einschränken will, wird früher oder später auf erbitterten Widerstand stoßen.

  • Die Bedürfnisse werden sich ein ganzes Stück weit ändern müssen. Das hängt keineswegs einfach "nur" davon ab, was jemand (egal ob Politik oder Bevölkerung oder...) will.


    Auch ist es so, dass der größte Teil der Bevölkerung in Deutschland in Metropolregionen lebt (https://de.statista.com/statis…utschen-metropolregionen/). Dort ist der ÖPNV sicherlich auch heute noch nicht so ausgebaut, dass alle dauerhaft darauf umsteigen könnten. Jedoch kann man dort mit vergleichsweise wenig Aufwand viel erreichen. Aber auch mit ausgebautem ÖPNV (in Zukunft) wird sich die Mobilität ändern müssen.


    Einfach Verbrenner-Motor durch E-Motor zu ersetzen (zu allem Überfluss noch mit Akku) und davon abgesehen alles so zu lassen wie es ist, ist eine Sackgasse.

    Sehe ich ebenso - eine 1:1 Transition nur mit anderem Antriebskonzept wird bei weitem nicht ausreichen und geht am Kern der Problematik vorbei. Auch wenn ich die Thematik mit des Akkus anders bewerte.

    Wenn die einen besseren ÖPNV haben, schön für die.

    Die haben in der Regel gar keinen ÖPNV - bzw. wenn, dann einen noch schlechter ausgebauten, als wir.

  • Was schwebt dir denn sonst vor?

    Leider nichts wirklich Innovatives. Schließlich bin ich kein "Experte".

    Aber eines bin ich mir beim Stichwort Mobilität sicher: Wir werden einfach weniger fahren können. Auch wenn sich mancher das heute nicht vorstellen will oder kann.

    Ganz vorne sehe ich da die Kreuzschiffahrt. Aber auch private Flugreisen. Weniger ist dann mehr. Und es wird teurer werden, viel teurer.


    Auch der Pendelverkehr wird irgendwie reguliert werden müssen.

    Meinetwegen auch mit "Schichtbussen" für die, die diesen Begriff (noch) kennen.


    Ich habe mal in einer Behörde gearbeitet. Da fuhren Behördenmitarbeiter wohnhaft in Stadt A zum Standort B und Mitarbeiter mit Wohnort B zum Standort A. Das war die selbe Behörde nur mit unterschiedliche Standorten. Warum haben nicht die Mitarbeiter aus A in A gearbeitet und die aus B in B?


    Vielleicht wird es irgendwann mal als sinnvoller betrachtet, einen Krankenwagen zum Einsatzort und zum Krankenhaus fahren zu lassen, als ein Formel-1-"Auto" sinnlos im Kreis fahrend Energie vergeuden zu lassen.



    Der ÖPNV wird die Mobilitätsbedürfnisse nicht erfüllen können

    Warum nicht?

    Ich kenne noch eine Zeit, da konnte der ÖPNV die Bedürfnisse der Mobilität eigentlich ziemlich gut erfüllen.

    Was nicht so gut erfüllt wurde, war das Bedürfnis nach privater Autofahrt, nach Luxus.

    Man kam aber fast immer dahin, wo man hin wollte. Und das auch zeitnah.


    Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Es werden ja auch nie alle Einzelfahrzeuge verschwinden. Diese werden auch später für eben diese Ausnahmen gebraucht. Das ist nicht der Punkt.


    Wie ist es hier heute?

    Außer einer Bahnlinie von Nord nach Süd, sind alle Nebenlinien verschwunden. Selbst die Gleise gibt es nicht mehr oder sie sind überwachsen.

    Hinter meinem Grundstück ist ein mittelgroßer Wald. In dem Wald existiert ein 1km langes Eisenbahngleis - ohne Anfangs- und ohne Endstation. :D

    Buslinien sind in großem Stil weggefallen.

    Es gibt eigentlich keinen nennenswerten ÖPNV mehr.

    Meine Erinnerung/Erfahrung sagt mir aber, dass echte Bedürfnisse nach Mobilität sehr wohl erfüllbar waren.

    In meiner Familie hatten wir beispielsweise gar kein Auto. Ich war mit über 20 Jahren der erste, der eines gekauft hat!


    Für kleinere Strecken gibt es Füße und Fahrräder.


    und wer die Mobilität der Menschen (anders als bei Corona nicht zeitlich befristetet sondern dauerhaft) einschränken will, wird früher oder später auf erbitterten Widerstand stoßen.

    Ich rede nicht davon, dass jemand etwas einschränken will.

    Ich rede davon, dass wir uns in naher Zukunft einschränken müssen!


    Ein paar Querköpfe mit lustigem Widerstand wird es immer geben. Sie werden große Parolen schwingen. Aber den Tatsachen werden auch sie sich beugen müssen.


    Die Bedürfnisse werden sich ein ganzes Stück weit ändern müssen. Das hängt keineswegs einfach "nur" davon ab, was jemand (egal ob Politik oder Bevölkerung oder...) will.

    :thumbup:


    Eben.

    Es muss nicht unbedingt "schlechter" werden. Aber anders! Sehr viel anders, vermute ich.

    Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

  • Die Bedürfnisse werden sich ein ganzes Stück weit ändern müssen. Das hängt keineswegs einfach "nur" davon ab, was jemand (egal ob Politik oder Bevölkerung oder...) will.

    Entschuldige aber das klingt sehr nach Bevormundungs- und Verbotspolitik und damit abzulehnen. Ich lebe in einem Ort mit etwas über 15000 Einwohnern. Der ÖPNV wird hier mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf absehbare Zeit keine Alternative zum eigenen Auto, falls überhaupt jemals.

  • Du verstehst einfach gar nichts!


    In Deutschland darfst Du eine Fahrerlaubnis machen. (Außer vielleicht, wenn Du selbstverschuldet einen Sperrvermerk hast!) Du darfst Dir ein Auto kaufen! (Allerdings musst Du dann Steuern zahlen und eine Haftpflichtversicherung abschließen). Du darfst mit diesem Fahrzeug so viel rum fahren, wie Du Lust hast. (so lange Du Dir die Betriebskosten für den Luxus "individuelle, motorisierte, Mobilität" leisten kannst.


    Du lebst hier in einem Land, in dem Du alles darfst, solange Du andere dabei nicht unnötig/übermäßig beeinträchtigst.


    Oder um ein Beispiel aus der Geschichte zu bemühen. Vor 1989 durften die DDR Bürger vieles nicht. Nach 1989 konnten sie vieles nicht, weil sie kein Geld dafür hatten.


    Der erste Teil ist Bevormundungs- und Verbotspolitik. Der zweite Teil ist das Leben!

  • Entschuldige aber das klingt sehr nach Bevormundungs- und Verbotspolitik und damit abzulehnen.

    Du verstehst nicht, was ich sagen will, obwohl ich mich eigentlich ziemlich deutlich ausdrücke.

    So schwer ist das doch eigentlich nicht zu verstehen.


    Wenn ein Nichtschwimmer von der Brückenmitte in den großen Fluß springt, wird er mit großer Sicherheit ertrinken.

    Auch wenn das Indenflußspringen nicht verboten ist. Auch wenn ihn niemand bevormundet.

    Auch wenn der Ertrinkende das Ertrinken ablehnt.

    Es wird ihm nichts helfen.


    Wenn er leben will, wird er sich fügen müssen und wird es unterlassen, in den Fluß zu springen.

    Egal was die Politik sagt.

    Außer er denkt quer und geht davon aus, dass ihn sein Immunsystem schon vor dem Ertrinken rettet. Schließlich sitzt er ja jeden Abend in der Badewanne und ist bis heute darin nicht ertrunken.


    mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf absehbare Zeit keine Alternative zum eigenen Auto, falls überhaupt jemals.

    Wenn das so ist, oder wäre, woran ich nicht glaube:

    Dann ist es eben so.

    Dann haben die Schuhmacher und Schuster ihr großes Comeback.

    Das "ungezügelte Fahren", so wie wir es heute kennen, wird es nicht mehr geben. Auch ohne Bevormundung und Verbot nicht.

    So wie man auch das Ertrinken nicht verbieten kann.

  • Wenn diese Mobilitätswende wirklich ernst gemeint wäre, kämen alle Politiker ausnahmslos mit dem ÖPNV zu ihren "wichtigen" Treffen (bei denen meist nichts brauchbares herauskommt). "Aber das geht doch nicht, wegen der Sicherheit und dem engen Terminplan...." Und schon erfolgt die Anreise wieder mit Jet und Limousine.


    Ergebnis für mich: Es ist nur für das gemeine Volk gedacht, nicht für die "Eliten" oder die sich dafür halten.

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