Beiträge von Frank73

    Armut wird am Durchschnittseinkommen bemessen! Das ist IMHO Unfug. Das, was hier als Armut bezeichnet wird, ist in vielen Ländern unermesslicher Reichtum!


    Armut ist absolut, wenn die Grundbedürfnisse nicht gedeckt werden können. Essen, trockene und sichere Behausung und Gesundheitsversorgung und für die Witterung angemessene Kleidung und Kinder nicht zur Schule gehen können, weil sie fürs Familieneinkomen arbeiten müssen.

    Armut ist auch, wenn man auf Grund der finanziellen Situation vom öffentlichen Leben ausgeschlossen ist, weil man sich gemeinsame Aktivitäten mit anderen nicht mehr leisten kann, und somit von sozialer Isolation bedroht ist. Das gehört, genau wie Mobilität, zu den Grundbedürfnissen. Wie bereits erwähnt kann dieses Grundbedürfnis abseits der Metropolen sinnvoll gar nicht mehr anders gedeckt werden als mit dem eigenen Auto, da der ÖPNV seit Jahrzehnten systematisch kaputt gespart wurde. Selbst wenn man mit der Bahn fahren will muss man einen u.U. 20 km oder weiter entfernten Knotenbahnhof erst mal erreichen, und ja in diesem letzteren Punkt weiß ich genau wovon ich rede. Noch haben haben es die Volksparteien in der Hand, die Richtung zu korrigieren. Wenn sie es nicht tun, sind sie irgendwann keine Volksparteien mehr, und dann wird es für viele in Deutschland unbequem. Ich will das nicht erleben müssen.

    Wir haben einfach nur ein perverses Mobilitätsbedürfnis entwickelt und glauben, das müsse so bleiben.

    Wir haben in erster Linie jenseits der Metropolen einen seit Jahrzehnten komplett kastrierten ÖPNV, der die Menschen vom eigenen Auto abhängig macht. Ein Umzug der Landbevölkerung in die Metropolen ist auch keine Alternative, da Wohnraum dort jetzt schon Mangelware ist, was sich u.a. in den Mieten widergespiegelt. Schon beim Bürgergeld gibt es Diskussionen ob sich Arbeit noch lohnt. Wenn jetzt zusätzlich auf Grund von CO²-Bepreisung oder E-Autozwang die Kosten durch die Decke gehen, ist diese Frage endgültig mit "Nein" beantwortet. Nur zur Erinnerung: Laut statistischem Bundesamt gilt jede 5. Familie in Deutschland als "armutsgefährdet", Tendenz eher steigend als fallend. Den Grund "sinkende Reallöhne" hast du ja selbst eingeworfen.


    Gut ein Fünftel der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht


    Von daher wären die Volksparteien gut beraten mal inne zu halten und zu schauen was der Bevölkerung eigentlich noch zugemutet werden kann, und das muss geschehen so lange sie noch im Amt sind, und nicht im Rahmen von Wahlgängen durch irgendwelche "Alternativen" ersetzt wurden, die dann gleich die Demokratie mit abschaffen werden.

    Update: Hat sich erledigt, E-Mail erhalten.

    Ein Test bei mir hat ergeben dass die Mail nach einer Minute ankam. Falls du dir sicher bist dass den Browser außer dir keiner nutzt, kann man ein Gerät beim Login auch per Klick als "vertrauenswürdig" markieren. Damit entfällt das permanente 2FA an diesem Gerät.

    Niemand zwingt Dich die E Variante heute zu kaufen.

    Noch nicht... Aber perspektivisch schon, wenn nicht bald irgendjemand die Notbremse zieht.

    Wenn aber die CO2 Bepreisung jedes Jahr weiter steigt, trifft das dann jeden, der nicht umdenkt.

    Noch mal. Das hat nichts mit umdenken zu tun, sondern im Kleinwagensegment mit finanziellen Möglichkeiten. Wer da in einer Demokratie den Bürgern die Luft abdreht, egal ob über den Zwang zum E-Auto oder über die CO²-Bepreisung, der treibt die Leute in die Arme von Parteien, die man lieber nicht an der Regierung haben möchte.

    Sprengstoff wird, dass unsere Reallöhne immer weiter sinken werden!

    Das kommt noch erschwerend hinzu.

    Da werden alle drüber nachdenken müssen, welcher Luxus zuerst dran glauben muss.

    Du siehst das ganze zu sehr aus den Augen eines Großstadtbewohner, wo alle 3-10 Minuten eine S-Bahn oder U-Bahn fährt, und das Auto wirklich Luxus ist. Geh mal in die Kleinstädte, in die Dörfer. Da wird die Frage dann nicht "kann ich mir das Auto noch leisten?" sein, sondern "Bin ich finanziell als Arbeitsloser nicht besser dran, wenn ich im Umkehrschluss auf das Auto verzichten kann?" Wenn es das ist was du willst, dass sich Millionen von Arbeitsmarkt verabschieden, weil es sich auf Grund der hohen Mobilitätskosten nicht mehr lohnt zur Arbeit zu fahren, dann sind wir auf den richtigen Weg. Aber dann kracht der laden hier zusammen. Lange rede, kurzer Sinn: Mobilität muss bezahlbar bleiben.

    Na wie senderlisteffm auch schrieb: "Hauptsache die Karre fährt" -> und so werden die meisten Käufer von einem Budget-Wagen denken.


    Wem sind denn bitte Automatikgetriebe und Standklima 10.000 € wert? Auch auf dem Golfplatz wird man nicht so viele finden... ;)

    Die meisten Kleinwagenfahrer sind nicht Kleinwagenfahrer, weil sie Kleinwagen so geil finden, sondern weil finanziell nichts anderes drin ist, und anders als auf dem Golfplatz sind 10000€ zusätzlich keine 10% Aufschlag, sondern sondern im konkreten Beispiel mit dem C3 über 70%. Das werden sich viele schlicht und ergreifend nicht mehr leisten können. Das birgt massiven sozialen Sprengstoff.

    Definiere Kernschrott. Restreichweite/Batteriekapazität von nur noch x%?


    Die Mobile Suche nach Tesla ohne Eingrenzungen gibt entsprechenden Aufschluss: Baujahr 2013 und weit über 200k Kilometer Laufleistung scheinen kein Problem darzustellen.

    Spannender als die Zyklenfestigkeit finde ich die Haltbarkeit über die Zeit. Ein Benziner wird nicht schlechter, nur weil er älter wird, eine Batterie schon. Mir fällt bei meinem inzwischen 15 Jahre alten Prius auf, dass er im Sommer allem Anschein nach die Batterie schont. Normalerweise schaltet der Benziner bei geringer Last ab, und die E-Motoren übernehmen, wenn genug Strom in der Batterie ist. Im Hochsommer vor drei passierte das bei deutlich über 30 Grad nicht mehr. Der Benziner blieb dann auch bei geringer Last und an. Letzten Sommer habe ich das schon bei knapp über 25 Grad beobachtet.

    https://www.faz.net/aktuell/rh…utos-wollen-19735700.html


    Da brauchen wir uns über nix mehr wundern! Der Fisch stinkt vom Kopf. Aufladen im Feierabend ist unseren Politikern nicht zuzumuten. <X Obwohl ich den Emoticon nicht mag. Kubicki behauptet ja auch, mit einem BEV sei es unmöglich von Kiel nach Berlin zu kommen.

    Ich glaube du verstehst da was falsch. Minister haben Dienstwagen mit Fahrer. Diesen Fahrern (normale Arbeitnehmer) kann es nicht zugemutet werden ihre Pause oder Freizeit an der Ladesäule zu opfern. Das halte ich für absolut nachvollziehbar.