Beiträge von Frank73

    Was denn nun Frank? Ist es ein Dilemma, oder ist es keins? Fakt ist: trotz steigender Anzahl an E-Autos und Wärmepunpen ist der Anteil der Kohle an der Stromproduktion gesunken.

    Dafür sind auch viele andere Gründe denkbar, z.B. außergewöhnlich gute Ausbeute an erneuerbaren in einem Jahr, oder sinkende Industrieproduktion in Folge steigender Preise und sinkender Kaufbereitschaft nach Beginn des Ukrainekrieges u.s.w. u.s.f. Außerdem sind E-Autos und Wärmepumpen noch zu bedeutungslos.

    Die Realität deckt sich nicht mit deiner Annahme/Behauptung.

    Die Realität ist bei weitem komplexer als du sie darzustellen versuchst.

    Auf dem Rückweg nach Hause saß ich gestern im Zug gegenüber einer Asiatin, die irgendetwas in Form und Farbe für mich undefinierbares gegessen hat. Sie hielt mir die Tüte hin, und bot mir etwas an. Ich fand es gar nicht mal so unlecker. Dann gab sie mir ein paar Minuten später die noch halb volle Tüte, und meinte (so weit ich sie verstanden habe, was nicht ganz einfach war), ich könne sie behalten. Sie hätte zu Hause noch genug davon. Die Packung ist bunt bedruckt mit irgendeiner mit unbekannten Schrift. Darunter ein Aufkleber auf dem in deutscher Sprache steht "Knuspriger Reiscracker mit Wassermelonenzucker" und "Produkt aus Thailand". Kalorien haben sie vorsichtshalber nicht angegeben.

    Es gehen quasi jeden Tag neue Solar- und Windkraftanlagen ans Netz. Siehe Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Reicht das Tempo aus? Nein. Sollten es mehr sein? Ja. Soll man es - weil man kurz und mittelfristig nicht auf 100 Prozent kommt - gleich von Vornherein bleiben lassen? Nein!

    Das ist alles völlig richtig was du schreibst, nur ändert es an dem jetzigen Dilemma (mehr E-Autos und mehr Wärmepumpen = mehr Kohlestrom) erst mal gar nichts.

    Am Beispiel E-Auto kann man sehen wie weit die Politik von den Problemen der Mehrheit der Bürger entfernt ist. Wer mit den Diäten eines Abgeordneten im eigenen Haus mit PV-Anlage auf dem Dach lebt, macht sich eben naturgemäß keine Gedanken darüber, wie Mietshausbewohner ihre E-Auto laden können.

    Zitat von FAZ
    Meinungsumfragen zeigten viele Hindernisse für den Kauf eines E-Autos: ein hoher Preis, die Batterie als Unsicherheitsfaktor, begrenzte Reichweite, unausgereifte Infrastruktur und lange Ladezeiten. Außerhalb der Stadtzentren, in gehobenen Wohnvierteln mit Einfamilienhäusern und Mehrfachgaragen, sieht man nun oft ein teures E-Auto neben einem Verbrenner-SUV. Dort gibt es auch die private Wallbox zum Laden. Doch Bewohner von Mehrfamilienhäusern der Innenstadt, potentielle Kunden für billigere E-Autos, haben zu Hause kaum Lademöglichkeiten.

    Verlangsamte Transformation : Die E-Auto-Misere

    Mehr Bedarf = mehr Produktionskapazität.

    Wenn bis Jahresende eine Million zusätzlicher E-Autos ans Stromnetz gehen, gehen nicht gleichzeitig neue Windräder ans Netz, sondern die Kohlekraftwerke fahren ihre Leistung hoch.

    Auch Kohle und Gas(kraftwerke) entstehen nicht aus dem Nichts.

    Die muss man für den zusätzlichen verbrauch der E-Autos und Wärmepumpen nicht erst bauen. Die stehen schon, bzw. werden zum Teil in Reserve gehalten.

    Kohle und Gas gibt es unbegrenzt und kostenlos, oder wie? ^^

    Thema verfehlt. Es geht um Produktionskapazitäten und Verfügbarkeit, nicht um den Preis.