Beiträge von Frank73

    Es frustriert mich inzwischen massiv, wenn ich sehe wie andere ihr Leben leben, während mein Leben einfach so Jahr für Jahr an mir vorbei zieht, und ich keinen meiner Träume wirklich umsetzten kann, und mich von Jahr zu Jahr, trotz aktiver Freizeitgestaltung (Wandern, Schwimmen, Sauna) immer einsamer fühle.

    Du vergisst die Vorstandsgehälter samt deren Bonuszahlungen etc.

    Im Vergleich zum gesamten Konzernumsatz sind die Vorstandgehälter samt Bonis (ob die berechtig sind ist eine andere Frage) noch nicht mal "Portokasse", und haben daher mit Sicherheit überhaupt keinen nachweisbaren Einfluss auf die Preisgestaltung.

    Warum so kompliziert? Einfach mal die Hotline anrufen, sagen dass diesen Tarif entdeckt hast, und bereit wärst die Kündigung zurück zu nehmen, wenn du in diesen Tarif wechseln könntest. Bei einem Tarifwechsel bleibt die Nummer auf jeden Fall erhalten.

    Und das man jeden Tag ne andere Schicht macht sehe ich auch nicht so als Problem. Hilft gut gegen Stupidität und abstumpfende Routine.

    Wichtiger ist, daß es planbar ist, also im voraus bekannt, wann man arbeiten muss, und ein höherer Freizeitanteil ist durchaus auch angenehm.

    Bei mir ist es anders genau rum. Ich will einen routinierten Tagesablauf. Ich mag keine Veränderungen. Veränderungen lösen bei mir Angst und Stress aus. Permanente Veränderung wären somit permanenter Stress. Ich arbeite lieber die 40 Stundenwoche, habe dafür gesichert am Wochenende frei, und bin dann ein bis zwei mal monatlich Sonntags mit der Wandergruppe (mein quasi letzter halbwegs stabiler Sozialkontakt) unterwegs.

    Mit 63 würde ich auch nichts komplett neues mehr anfangen wollen, es sei denn ich wäre mit meinem jetzigen Job völlig unglücklich und müsste Altersarmut befürchten wenn ich mich frühverrenten lasse.

    Die Überlegung "Der Job ist von der Arbeitszeit her blöd, also ist es auch egal, und man kann den ja noch blöder machen/lassen, bzw braucht da dran nichts zu ändern" ist mir etwas suspekt.

    Du verstehst mich falsch. Was ich damit sagen wollte ist, dass man in dem Job viele Kröten schlucken muss um ihn zu machen. Die Wochenarbeitszeit ist davon aber mit Sicherheit die kleinste. Die Mitarbeiter die bei meinem Arbeitgeber Schichtdienst machen, haben immer eine komplette Woche die selbe Schicht, und nicht täglich wechselnde Arbeitszeiten. Wenn man das bei der Bahn auch umsetzten könnte würde viel mehr bringen, und den Job deutlich attraktiver machen, als dieser verbissene Kampf um gerade mal 3 (in Worten drei) Wochenstunden.

    und nur wegen der 35-Stunden-Woche stoemen dann die (fast-)Akademiker in die Fuehrerstaende?

    Meine Rede: Jeden Tag eine andere Schichtzeit, Nachtdienst, und Wochenenddienst ist unattraktiv. Man muss den Job schon sehr lieben um das auf sich zu nehmen. Die Frage ob dann 38 oder 35 Wochenstunden gefordert sind (bei unterstellten 5 Arbeitstagen pro Woche macht das im Mittel gerade mal 36 Minuten pro Arbeitstag aus) ist da bestenfalls eine Randnotiz. Daher ist mir die Verbissenheit der GDL und Weselsky in diesem Punkt völlig suspekt.


    In meiner Branche gibt es die 35-Stundenwoche übrigens schon länger. Bringt mir aber nichts, da sich mein Arbeitgeber kein Mitglied des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall ist, und sich nicht an Tarifverträge gebunden fühlt. In der Folge habe ich die 40 Stundenwoche, also eine ganze Stunde pro Tag Mehrarbeit. Aber das mal nur so am Rande bemerkt.