Beiträge von userVF2k1


    Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen wäre das vermutlich gar nicht zulässig da damit nur eine Vergabe an die 3 bestehenden deutschen Netzbetreiber möglich wäre, außerdem wäre es ein Verstoß gegen Vertragsrecht da die bei der Vergabe der für LTE genutzten Frequenzen festgelegten Ausbauanforderung damit ausgehebelt würden.
    Die Chance wurde bei Vergabe bzw. Verlängerung der niedrigen Frequenzen verpasst, weils jetzt plötzlich um die Zukunft Deutschlands geht wird mit blindem Aktionismus eine für die Mobilfunkkunden maximal teure Forderung gestellt die am Ende nur einem überschaubaren Kundenkreis wirklich helfen wird, selbst wenn 3.6GHz flächendeckend ausgebaut ist wird die Mehrheit der Kunden im Haus keinen Empfang haben und kann froh sein wenns LTE Band 20 gibt.


    Es macht überhaupt gar keinen Sinn ein flächendeckendes 4G-Netz auf 2,6 GHz bzw. ein 5G-Netz auf 3,6 GHz und höher zu errichten/fordern, weder ökonomisch (Bedarf der Kunden) noch Kapazitätstechnisch, was den Ausbau angeht. Wem wäre mit einem unbezahlbarem Netz geholfen, welches in der Pampa wenig bis gar nicht ausgelastet wäre? Was hingegen Sinn ergibt wären flächendeckende 4G/5G-Netze (deshalb heißt es ja auch Mobilfunk!) auf 700-900 MHz (vielleicht auch irgendwann 600 MHz). Das ergibt Sinn, da man in der Fläche eine vernünftige Basisversorgung hätte. Wo diese Basisversorgung nicht reicht kommen zusätzliche Frequenzen um 1500, 1800, 2100, 2600, 3500 MHz und vielleicht in Zukunft auch im Bereich von 20.000-30.000 Mhz zum Einsatz. Diese Erweiterungen müssten aber auch schnell umgesetzt werden, damit es nicht zu Engpässen kommt.


    Das wäre ein kluges Konzept, was bei den wichtigen Entscheidern aber irgendwie nicht durchdringt...


    Vodafone hat vor einigen Monaten das Refarming im Bereich um 2.100 MHz in Berlin an über 850 3G-Stationen begonnen (in Hamburg, Essen, Köln, Augsburg, München, bald auch Bonn bereits abgeschlossen). Die Kapazität von 3G wurde hierbei von 42,2 + 21,1 Mbit/s auf 21,1 Mbit/s für 3G und 75 Mbit/s für 4G|LTE umgeschichtet und deshalb ist im 3G-Netz von Vodafone das Surfen in Berlin so langsam geworden. Weiterhin vergleichst Du Äpfel mit Birnen, da Du Lidl Connect (Vodafone 3G) mit Smartmobil (Telefonic-O2-Netz) vergleichst, welche eine Freischaltung für LTE mit bis zu 21,1/50/225 Mbit/s haben.


    Dein Vergleich würde nur Sinn machen, wenn Du Vodafone mit 4G|LTE-Max und Telefonica 4G|LTE(-Max) vergleichst und nicht 3G und 4GlLTE... [HR][/HR][USER="105685"]vodafrank[/USER]
    10 MHz mit 3G macht theoretisch 42,2 Mbit/s im Download. 10 MHz mit 4G|LTE macht theoretisch 75 Mbit/s im Download. Wo genau ist 3G jetzt wichtig? Abgeschaltet wird es sowieso irgendwann und wird dann halt als 4G|LTE mit deutlich besserer Performance ausgestrahlt und kostet den Betreiber auch noch weniger... Eine win-win Situation! 24 Mbit/s 3G schafft Vodafone bei 10 MHz auch... Das nur so nebenbei...

    Da ist mir bisher keiner bekannt, dürfte wohl eher Fakedaten sein.
    Abgesehen von den 3 in Saarbrücken weiß ich bisher nur von welchem im Huaweigebiet. Berlin sollte Nokia sein.


    Die Frequenz, welche da angeblich (laut Cellmapper) benutzt wird, wäre glaube ich die von Vodafone für 2100 MHz bei 10 MHz Bandbreite. Was ich etwas merkwürdig finde, ist, dass da eine unerhebliche Anzahl von VF-Sendern unter TEF Band 1 gemappt ist...

    Wieso versteigert man in Deutschland eigentlich die Mobilfunkfrequenzen?


    Ganz einfach: Frequenzen sind ein knappes Gut und es gibt mehr potenzielle Käufer als Frequenzen.


    Mutterstaat freut sich zwar über enorme Steuereinnahmen


    Seit wann sind die Auktionskosten "Steuern"?



    behindert damit den Netzausbau doch zunächst.


    Quelle?


    So müssen die Anbieter doch bereits Summen für die Frequenzen bezahlen, bevor der eigentliche Ausbau stattfinden kann.


    Das ist halt so in einer Marktwirtschaft: Erst muss investiert und dann kann verdient werden.


    Im Rahmen von 5G halte ich die Ausbauforderungen auch irgendwie für daneben, 5G soll zunächst in wirtschaftlich schwachen Regionen und in Funklöchern ausgebaut werden.


    Die BNETZA macht die Vorgaben und das ist auch gut so. Und Funklöcher schließen ist keine gute Idee? Hast Du denn eine Quelle für Deine Behauptung, dass 5G zuerst in wirtschaftlich schwachen Regionen ausgebaut werden soll? (Ich habe da zumindest keine gefunden.)



    Zwar halte ich die Schließung von Funklöchern für sinnvoll, wenn man aber den Ausbau dort beginnt, wo es sich wirtschaftlich am wenigsten rechnet, dann dauert es um so länger, bis sich das für die Anbieter rentiert und sie in der Lage sind, in den anderen Bereichen auszubauen.


    Und wieso hat das dann 2010 beim LTE-Start funktioniert? Merkwürdig nur, dass alle Netzbetreiber in Deutschland quasi durchgängig schwarze Zahlen schreiben...



    Das bedeutet für unsere Industrie und für Konzepte wie das autonome Fahren, dass die notwendige Infrastruktur erst einiges später kommen wird und ein Wettbewerbsnachteil zu den Ländern entsteht, die relativ früh mit dem 5G Ausbau begonnen haben und einiges vor Deutschland abschließen werden.


    Wie viele Fahrzeuge können denn, wenn es denn ein 5G-Netz gäbe, bereits darüber "autonom" fahren? Der 5G-Standard ist noch gar nicht zu 100% fertig definiert!



    Um einen 4. Netzbetreiber den Einstieg zu ermöglichen, halte ich National Roaming für sinnvoll, allerdings kann ich verstehen, dass sich die Telekommunikationsprovider gegen die unklaren Definitionen dazu währen.


    Das Wort "währen" schreibt man übrigens mit "e". Was ist da denn so "unklar"?



    Zu den Rahmenbedingungen von 5G fehlen meiner Meinung nach Angaben zu Anforderungen wie eine max. Latenzzeit und minimale Bandbreite, denn 5G soll ja für entsprechende Szenarien ja auch fähig sein.


    Häh? Genau das gibt es doch bereits amtlich festgelegt und das bereits seit Monaten und zigfach hier besprochen und diskutiert! (Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/Sha...cationFile&v=2 [Seite 1-3] )

    Zitat
    • bis Ende 2022 alle Bundesautobahnen mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 Millisekunden (ms) Latenz
    • bis Ende 2022 die Bundesstraßen mit Verbindungsfunktionsstufen 0 / 1 mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 ms Latenz
    • bis Ende 2024 alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s und höchstens 10 ms Latenz



    Zwar ist das per se bereits durch die Technologie mehr oder weniger gegeben, aber kommt es doch dazu, dass eine Mobilfunkzelle zu viele Teilnehmer hat, müssen meines Erachtens auch die Verpflichtung da sein, dass ein Anbieter weitere Frequenzen erwerben muss.


    Das fettgedruckte Wort müsste "müsste" sein!
    Wieso soll ein Anbieter bei Überlast neue Frequenzen erwerben? Wie soll das gehen, wenn genau festegelegt ist, wer wo senden darf?
    Bei Überlast müssen oft Antennen getauscht bzw. die Anbindung verbessert werden und das kostet Geld.


    An Spektrum mangelt es keinem Netzbetreiber in Deutschland:


    Telekom: 700 MHz [10 MHz], 800 MHz [10 MHz], 900 [15 MHz], 1500 MHz [20 MHz], 1800 [30 MHz], 2100 MHz [10 MHz], 2600 MHz [25], 3500 MHz [21 MHz].


    Vodafone: 700 MHz [10 MHz], 800 MHz [10 MHz], 900 [10 MHz], 1500 MHz [20 MHz], 1800 [25 MHz], 2100 MHz [15 MHz], 2600 MHz [45], 3500 MHz [21 MHz].


    Telefonica: 700 MHz [10 MHz], 800 MHz [10 MHz], 900 [10 MHz], 1800 [20 MHz], 2100 MHz [35 MHz], 2600 MHz [50], 3500 MHz [21 MHz].



    So etwas wie derzeit im Telefonica Netz sollte vermieden werden, dass es regional so krass überlaufen ist, dass selbst unter HSPA keine vernünftige Kommunikation mehr möglich ist.


    HSPA (bis höchstens 21,1 Mbit/s im Download) (3G) ist veraltet! LTE ist das Maß aller Dinge und da sind schon heute Gigabitgeschwindigkeiten möglich.



    Ich halte es daher für sinnvoller, würde man regionale Ausschreibungen der Frequenzen machen und für die Frequenzen einen Mietpreis zahlen, sodass die Frequenzen nach einer festgelegten Zeit der BNetzA zurückgegeben werden können, neue Frequenzen gemietet werden können oder die Frequenzen weiter oder durch andere Provider/Technologien genutzt werden können. Dadurch fallen dann auch keine immensen Summen auf einmal an und die Investitionen in die Infrastruktur können direkt beginnen. Zudem könnte man an solchen Ausschreibungen Bedingungen knöpfen, bis wann ausgebaut werden muss und aufgrund der Zusage den Netzausbau vorantreiben bzw. Strafen verhängen, sollte das Ziel nicht eingehalten werden und dann die Frequenzen wieder neu vergeben - wer 5G will, muss auch investieren ;) Klar bedeutet das einen höheren Aufwand für die BNetzA, aber man sichert einen entsprechenden Ausbau. Die Anbieter selbst müssten jedoch die Überschneidungen durch Interferenzen beachten.


    Also hättest Du im Kern gerne ein "Heiliges Römische Reich (Deutscher Nation)" reloaded in der 2019er Edition bei 5G, was den "tollen" Effekt hätte, dass 10 m hinter der Stadtgrenze das 5G-Königreich XYZ beginnt und ich Zoll zahlen muss, wobei Verzeihung, das heißt ja heute Roaminggebühren?



    Angesichts der kurzen Reichweite einer 5G Zelle


    Quelle? 5G läuft nicht nur ab 3 GHz...



    Für die Regelung der weißen Flecken gibts für mich derzeit nur eine Lösung, die Anbieter dazu zwingen, 4G dort auszubauen und Nachweise zu liefern, dass in gleichen Maßen darin investiert wird, wie man in den 5G Ausbau investiert.


    Blöd nur, dass die Vorgaben technologieneutral sind. Zumindest auf den ersten Blick, da man für die Latenz an Autobahnen und Bundesstraßen entweder LTE-A oder doch direkt 5G braucht.



    Sagt man, dass 5G erst danach ausgebaut werden darf, kommt es wieder zu einem Zeitverzug.


    Quelle? Jeder Anbieter, welcher zur Auktion zugelassen ist, bis auf den Neueinsteiger, welcher bisher logischerweise keine Frequenzen hat, kann sofort 5G starten, wenn er will. Da hindert den jeweiligen Anbieter niemand dran.



    Macht man keine Regelung, werden die Funklücken bleiben.


    Es gibt doch Regelungen! (derzeitige Auflage: 98 % der Bevölkerung bis Ende 2019 mit 50 Mbit/s je Antennesektor versorgen)
    Wer bezahlt denn die Schließung der Funklöcher?



    Blöderweiße ist es so, dass Strafzahlungen dafür sorgen, dass Telefonica weniger investieren kann...


    Quelle?



    Dabei wäre es bei gleichstarken Netzbetreibern sogar eher ein Druckmittel, um den Ausbau voran zu treiben. Telefonica ist aber leider zu sehr abgeschlagen.


    Quelle?

    Drillisch kann ebenso uneingeschränkt auf O2 zugreifen und nein, es gibt auch dort Einschränkungen bzgl. VoLTE und Wifi-Calling, ähnlich wie Telekom.de und Congstar.


    Verstehe ich es richtig, dass Du meinst, dass Drillisch nicht uneingeschränkt VoLTE/WiFi-Calling anbieten kann, was sie können (sie können sogar anders ein Resseler selbst die Drosselgeschwindigekit komplett selbst festlegen)?

    Kleines Land, sehr hohe Preise, Bevölkerung sehr konzentriert auf Ballungsräume. Da kann man gut versorgen.


    So einfach ist das nicht: Die Swisscom hat mit 2 Mrd. Investionsbudget etwa das doppelte von VF + TEF, sowie 40% des Investionsvolumens der DT. So einfach ist es also nicht. Dazu kommt: Kleines Land = weniger Kunden als in D, viele Berge= trotzdem bessere Flächendeckung als in D (wo unsere Provider das angeblich immer nicht hinbekommen) und die Bevölkerung dürfte in CH auch nicht viel urbaner Leben als in D.