Beiträge von userVF2k1

    Man liest von überlasteten B20 Standorten.


    Ja, da hast Du erstmal vollkommen Recht. In Städten gibt es häufig nur LTE-800 von Vodafone, aber wie es in Hamburg schon allen über 300 Basisstationen passiert ist wird in Berlin jetzt flächendeckend LTE 2100 ausgerollt. Dann läuft es wieder.;)


    Laut Cellmapper.net benutzt Vodafone in Berlin ziemlich viel B20-Standorte. Auch an sehr großen Einkaufsstraßen. Wie will Vodafone da für guten Datenfluss garantieren?


    Es gibt in Berlin an vielen Standorten schon jetzt 30 MHz (LTE 800 + LTE 1800/2600 mit 2CA) via 4G und derzeit werden es an solchen Standorten 35-40 MHz. Standorte mit 50-60 MHz Spektrum gibt es über 30 in Berlin. Dazu wird in einigen Wochen dort flächendeckend 3G auf 2100 MHz um 2/3 der Kapazität reduziert, sodass dann LTE 2100 flächendeckend dort auf 10 MHz erhöht werden kann.


    Bringt B20 ein bessere Indoorversorgung als B3 ?


    Rein von der Frequenz (800 MHz und 1800 MHz) her ja. Kommt aber immer auch auf die Sendeleistung, den Tilt der Antennen und den Standort des jewiligen Masten an.

    Laut Spiegel Online soll für das "lokale Roaming" das Telekommunikationsgesetz noch schnell geändert werden:


    So soll per Gesetz eine "Ermächtigungsgrundlage" geschaffen und vom Bundestag noch vor der Frequenzversteigerung beschlossen werden, nach der Anbieter die Handykunden anderer Mobilfunkunternehmen in ihre Netze entlang der Bundes- und Landesstraßen lassen müssen.
    Dieses sogenannte "lokale Roaming" würde dafür sorgen, dass auch im ländlichen Raum die neue Mobilfunkwelt einziehen würde. Und zwar zu vergleichsweise verträglichen Kosten, denn es müsste jeweils nur einer der aktuell drei Netzbetreiber - Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica - ein Netz errichten, nicht alle drei.


    Finde ich auch richtig. Für das Land und die Bevölkerung kann Deutschland sich nicht leisten im Mimimi dreier Netzbetreiber den Anschluss zu verlieren. Die Betreiber können gerne 2025, wenn sie dann ja alle flächendeckend selber aufgebaut haben wollen, das Roaming wieder abschalten. Aber bereits heute ist die Versorgung von allen drei Anbietern an manchen Orten nicht internetfähig und wir sind ja eigentlich gar nicht mehr im letzten Jahrtausend.


    Das Wort "Ermächtigung" war in Deutschland bei Gesetzen oder Verordnungen noch nie eine gute Idee [und das wüßte man auch, wenn man in Geschichte zugehört hätte]. Und dann noch "Ermächtigungs-grundlage" :(. Wie kann man eine Verordnung oder ein Gesetz heute so nennen...:flop: [HR][/HR]

    Hm, sogar Latenzen >10 ms an Straßen sind jetzt verboten. Bin gespannt, ob sich die Netzbetreiber auf den Kuhhandel einlassen und ob die Spitzfindigkeit "National Roaming" vs. "Lokales Roaming" den 4. Netzbetreiber verhindern soll, um das vorhandene Oligopol zu stärken.

    Das müssen sie schlucken und werden sie. Ohne 5G sind sie erledigt. Die Datenmengen werden in den nächsten Jahren weiter stark ansteigen. Neulich stand in einem Bericht, dass die 4G-Netze selbst mit allen möglichen Erweiterungen (wie 4x4 MIMO, CA und 256-QAM, alle Frequenzen, usw.) nur bis 2022-2023 den Anforderungen noch halbwegs werden standhalten können. Bei LTE-1800-only Wüsten (Magenta) bzw. LTE-800 Wüsten (Rot und Blau) in den Städten.

    Kann ich nicht sagen, aber wenn ich die alten Karten und das bisherige Vorgehen abstrahiere, gibt es je nach Region immer ein bis zwei "Fokusquartale", in denen am meisten umgebaut wird. Ggf. ist Hamburg erst 2019 dran?


    Das habe ich auch schon gedacht, da bei Cellmapper in der Region Hamburg erst so 15-25 Standorte, wenn überhaupt drin sind mit Band 8. Es gibt allerdings schon eine zweistellige Zahl mit 3CA Sendern, welche ja wahrscheinlich alle S-RAN haben.

    Ja. Erklär dochmal das ganze nem moto G6 käufer mit lte cat 4. kein 256qam, kein CA, kein 4x4 mimo -> hängt im vollen hauptband.


    Da könnte man als Anbieter ja transparenter werden, was die Technik angeht und im Zweifel User mit "funktechnisch schlechten" Smartphones auf eine "Kriechspurfrequenz" lotsen. Zack ist alles wieder frei. Das ist ja der Vorteil bei LTE 1500: kaum ein Handy kann es...:D Leere Datenautobahn... Man könnte ja als Provider leicht feststellen was das jeweilige Endgerät kann. Würde ich zumindest denken.


    UswrVF2k


    Us-e-rVF2k, wenn ich bitten dürfte.



    Interesannt gerade Vodafone als besser darzustellen.


    Wo habe ich hier bitte versucht Vodafone als "besser" darzustellen? Hat Telefonica im Jahre 2010 den LTE Rollout begonnen? Ich glaube nicht! Ist alles faktenbasiert... :) :

    Zitat


    Mit so einer Aussage bewegst Du aber keinen Telekomkunden zum wechseln und das selbst, wenn Telefonica günstiger wäre.
    Auf dem Land hat man nach meiner Erfahrung oft keine Wahl, da nur Telekom und Vodafone LTE halbwegs flächendeckend (auch da bin ich überhaupt nicht zufrieden!) ausgerollt haben. Aber natürlich hätte Telefonica auch LTE-800 auf dem Land ausrollen können. Da hat sie niemand dran gehindert!



    Ich würde da nicht ehrlich gesagt nicht hinwechseln,es sei denn sie würden preislich unter Telefonica liegen.


    Das ist schön, wenn Du da gar nicht hinwechseln willst, aber über 46 Mio. Kunden von Vodafone sehen das offenbar fundamental anders. Würde Vodafone mit den Preisen weiter runtergehen, dann wäre für Telefonica ja gar kein Platz mehr. Ich glaube, dass man in Düsseldorf die ganzen "Discounterkunden" auch gar nicht haben will...:D



    Ich weiß nicht,wo Vodafone signifikant besser sein soll.Trifft in meinem Umkreis überhaupt nicht zu . Gibt es sicher,aber diese Gegenden sind wahrscheinlich mindestens 200 km entfernt


    Das ist schön für Dich, wenn es in der kleinen Filterblase super toll ist. Leider ist es nicht überall so und keine Gesprächsabbrüche z. B. beim Wechsel zwischen U-Bahn- und Oberirdischerversorgung in Hamburg wären schon ganz gut. Hier passt die Lage der U-Bahn zur "Leistung" von Telefonica... Einfach unterirdisch... Dazu kommt auch noch die Überlast an vielen LTE-800 Standorten in Hamburg (mir bekanntes Beispiel in Hamburg wäre die eNB 10084 in Hamburg Alsterdorf. Lieferte vor einiger Zeit so 0,1-0,3 Mbit/s im Down- und Upload!). Erkläre mir nun bitte, warum Vodafone da nicht besser ist!

    Reines Thema "Kosten - Nutzen" was jede Firma macht. Die Frage die sich alle NB stellen ist, ob sich dieser Standort lohnt oder nicht. Wenn da 10 Leute diesen nutzen lohnt es sich nicht und der Erst beschwert sich nicht wenn er nicht in der Gegend unterwegs ist.


    Im Kern schaut ein NB somit auf die wirtschaftliche Tragfähigkeit und wie es die Kunden empfinden. Mir würde es reichen wenn mal im ICE das vernünftig gehen würde zum telefonieren, aber selbst 2G Telefonie geht nicht mal 10 Min am Stück heute. Ich brauche nicht 500 Mbit am Handy, aber Telefonie in Hotspots wäre schon schön :-)


    Die Rechnung habe ich hier im TT irgendwo schon mal gemacht, aber egal: 250 Einwohner, kein 4G/LTE von irgendeinem Anbieter sondern nur 900 MHz auf 2G (Vodafones Richtfunkanbindung müsste modernisiert werden). Bei neueren Vodafone 900 MHz (2G) Antennen wäre es dann so, dass sie LTE-800 ohne Tausch mitaustrahlen könnten. Sagen wir mal die erforderlichen Arbeiten kosten insgesamt 20.000€ (Richtfunk umbauen + eventuell noch was an den Single-RAN Modulen (BBUs einbauen) machen). Bei einem durchschnittlichen (Quelle: https://de.statista.com/statis…deutschland-im-mobilfunk/) ARPU von 15,40€ Q1 (2018/19) wären das in so einer Gemeinde theoretisch 3.850€ pro Monat (es spricht sich in so einem Umfeld natürlich schnell rum, wer Netz hat und wer nicht...). Pro Jahr wären das 46.200€ und auf 15 Jahre insgesamt 693.000€. Das sollte doch reichen. Bei vielleicht 20.000-50.000€ kosten für die Anlage einmalig.

    Mit 2G wäre natürlich nicht schlecht, aber 5G wird echt schwierig. Ich glaube das liegt aber nicht nur alleine an den Netzbetreibern. Der Staat hat auch seinen Anteil daran, UMTS für 100 Mrd zu versteigern und somit fehlt auch das Geld für den Ausbau, die Freigaben dauern ewig für neue Standorte etc. Die Politiker stellen sich jetzt hin und meinen die NB seien alleine Schuld, das nervt und daran sieht man das die keine Ahnung haben.


    Österreich macht es gut, der Staat stellt für die Antennen die öffentlichen Gebäude zur Verfügung.. wäre ein Anfang.


    Hab neulich was von 1500 € Miete für einen ländlichen Standort in einer Gemeinde gelesen. Das pro Jahr und auf 30 Jahre Vertrag. Bei den Preisen, welche Vodafone und Telekom aufrufen echt nicht die Welt. Die Mobilfunkanbieter machen Milliardengewinne und wenn das Geld nur ein Jahr im Netz bliebe und nicht an die Aktionäre fließt, dann ließe sich da enorm viel mit machen. Wenn man bedenkt, dass Vodafone damals mit 4 Milliarden damals noch ungefähr 23.000 Sites modernisiert hat. Macht ungefähr 175.000€ pro Site. Eine LTE-Aufrüstung an einem bestehenden Standort kostet etwa 50.000€. Vodafone müsste nur die Anbindung an einigen Stellen verbessern. Die Sites haben ja schon alle Single-RAN und viele 900-MHz Antennen von denen könnten auch zusätzlich LTE-800 ausstrahlen. Wenn man wollen würde, dann ginge so manches...


    5G ist auch kein Hexenwerk. Im Wald reicht auch 5G oder LTE auf 700, 800 oder 900 MHz. Die Telekom hat schon davon gesprochen, dass man die 30% Wald der Fläche Deutschlands auch mit 5G versorgen würde, wenn gewünscht. Ich finde, dass LTE auf 700, 800 oder 900 MHz wirklich überall gehen müsste. Keiner redet davon, dass man im Wald 10 Gbit/s braucht! Das ist 5G ja eben nicht nur (Latenz, usw. ist wichtig!).