Hallo,
ihr bringt es auf den Punkt. Der "neue" Vodafone-Chef Read und sein Vorgänger Colao haben öffentlich Selbstkritik geübt, die Branche ist irritiert, weil sie sowas nicht gewohnt ist.
Das Problem ist das Geld. Vodafone hat einige Milliarden in Indien versenkt (brachialer Wettbewerb, hohe Fusionskosten) und das fehlt an allen Ecken und Enden.
In Deutschland findet der Netzausbau überwiegend im Norden statt, im Süden spürt man viel zu wenig davon.
Mein Postfach quillt vor emails über, Telekom baut hier, da dort, schaltet hier ein, da dort und von Vodafone kommt im gleichen Zeitraum... nichts.
Es wird wohl gebaut, aber nur in homöopathischen Dosen. Das reicht aber nicht.
Einzelfall: Mein Wohnort ist mit Vodafone 2G (!) versorgt und das läuft inzwischen sogar recht ordentlich (wenn man 120 kBit/S als ordentlich ansieht, mehr kann GPRS halt nicht). Der nächste LTE Sender steht auf einem BDBOS-Standort im Wald und reicht nur bis knapp an den Ort, aber nicht hinwein. Ausbau laut Hotline sei nicht geplant. Im Tal unten versagt VF komplett auf gut 10-15km Strecke. Einzelfall wie gesagt, oder doch nicht?
o2 hat teilweise LTE (aber nur outdoor nutzbar), Telekom hat LTE 800/1800 könnte m.E. auch noch was tun.
Die Zukunft des Netzausbaus wird in vielen kleinen Sendeanlagen liegen. Das Aufstellen von Türmen reicht längst nicht mehr aus.
"Lamp Sites" von Huawei sehen aus wie Home-Router werden aber überall montiert, wo Strom und Signal liegt. Dafür braucht man aber Glasfaser und die hat Vodafone auch nicht überall.
Der Kauf von Unitymedia ist werbetechnisch toll, aber viel zu spät und zu teuer und bringt keine Leitung zu den fehlenden Sendern in der Provinz.
Regional ist das UM-Netz ziemlich aus- und überlastet. Das kostet alles Geld, was dann wieder für den Mobilfunkausbau in der Fläche fehlt.
Wir Kunden können uns nur mit MultiSIM-Geräten behelfen. VF hilft das m.E. auch nicht weiter.