Auch wenn ich kein iPhone X, sondern lediglich "die Hälfte", nämlich ein bescheidenes iPhone 5s mein Eigen nenne, hier ein kleiner Erfahrungsbericht zum Thema Akkuleistung:
Mein iPhone 5s habe ich vor rund drei Jahren mit 468 Zyklen und 93% Kapazität erhalten, das als Austauschgerät erst eine verhältnismäßig kurze Lebenszeit hinter sich hatte.
Ein paar Wochen später verbesserte sich dieser ohnehin schon sehr gute Wert auf 96%.
Inzwischen bin ich bei rund 900 Zyklen und einer Kapazität von 91% angelangt.
Wie sieht mein Ladeverhalten aus?
Zum Großteil lade ich das iPhone am USB-Port des Laptops und "früher", also zu mobileren Zeiten des Präsenzstudiums gelegentlich an der Powerbank. Hier ist der Ladestrom also eher niedrig (im Vgl. zu Schnell-Ladegeräten o.ä.).
In ca. 75% der Fälle lade ich das Gerät bei ca. 50% manuell auf ca. 85%, in den restlichen Fällen von ca. 35% auf ca. 85% und stecke es dann vom Strom. (Ein intelligentes/optimiertes Laden gibt es beim 5s noch nicht.)
Die o.g. Werte (Zyklen und Kapaziät sowohl in % als auch die gemessenen mAh) beziehe aus den Akku-Informationen der Programme "iBackupBot" und "iMazing".
Wie komme ich auf dieses Ladeverhalten?
Für mich war das eine logische Konsequenz aus der mehrjährigen Nutzung von Thinkpad-Laptops und den damit verbundenen positiven Erfahrungen:
Dort wurde vor vielen Jahren eine Funktion zur Einrichtung individueller Ladeschwellen implementiert, nachdem bei den Modellen davor die Akkus im gebrauchten Zustand nach zwei Jahren oft so verbraucht waren, dass kein vernünftiges mobiles Arbeiten mehr möglich war.
Der Unterschied in der Lebensdauer war enorm - und für mich der Beweis, dass die Ausführungen einstiger "Akku-Nerds" (bei Li-Ion/Li-Po-Akkus überwiegend flache Ladezyklen fahren, gerade die letzten Prozent (90-100%) sind für die Akkus am stressigsten etc.) im Kern doch alltagsrelevant sind.
Daher ist es für mich auch kein Mehraufwand, dem ich besondere Beachtung schenke. Ich habe die ungefähre Ladedauer von 50-80% inzwischen verinnerlicht und in der Regel schaue ich ohnehin regelmäßig aufs Smartphone. 
Von daher wäre aus meiner Perspektive ein sog. "optimiertes Laden" (v.a. bei iPhones mit teilweise vierstelligen Preisen bei Neukauf) nur dann ein wirklicher Fortschritt, wenn die Möglichkeit bestünde, dass der Akku bei entsprechender Konfiguration eben gar nicht bis 100% geladen wird.
Insgesamt verwende ich das Gerät eher moderat - für mich ist das Smartphone eher zweckorientiert, dabei sind mir Zuverlässigkeit und Langlebigkeit wichtiger als Höchstleistung (die ich ohnehin nicht abrufen würde). Intensivere Dinge erledige ich nachwievor lieber am Laptop, der studienbedingt ohnehin im Dauereinsatz ist.