ZitatOriginal geschrieben von ocb
... Die Leute haben weder Lust noch Geld, nen Opel zu kaufen.
Stimmt, die immer noch >100.000 Käufer pro Jahr, die sich einen Opel kaufen wollten ja eigentlich nen VW, Ford, Nissan oder Renault. Sie sollten sich umgehend einweisen lassen und vor der Türe als letzte Handlung vor der Nicht-Zurechnungsfähigkeits-Schreibung ihren Opel inkl. Fahrzeugbrief und Schlüssel sowie eine Vollmacht zur Umschreibung abgeben. Zumal Opel auch unverschämt hochpreisig ist - für so nen Vectra C bzw. bald Insignium krieg ich ja zwei C-Klassen/A4'er/3er/Passats für! Da iss klar, dass Opel im Vergleich zu anderen Herstellern, die noch an Privatkäufer verkaufen unbezahlbar ist! ![]()
ZitatWenn Opel keinen Superspritsparer in der Schublade versteckt hat, dann sind die doch so oder so erledigt.
Und ich dachte immer, Mercedes hat die Schluckspechte im Programm und es in den letzten Jahren im Vergleich zu z.B. BMW versäumt, ihre Motoren spritsparender zu konzipieren. Und Benziner, die laut Hersteller dringend mit Super Plus betankt werden müssen - was den Preis für den Verbraucher unnütz hochtreibt - hat im Grunde nur noch Opel im Programm.
ZitatAls Kompromiss könnte Opel auch ein oder zwei gut laufende Modelle drastisch im Verkaufspreis senken, ...
Rabattschlachten treiben glaub alle Massenhersteller, außerdem gehört Opel was die Preise angeht nicht zu den teuersten, sondern liegt eher im Mittelfeld. Bei nem Astra bekommt man afaik für's gleiche Geld mehr als bei nem Golf... Nur beim Image und "ich folge (nicht) dem Herdentrieb" gibt's kräftige Einbußen, stimmt ![]()
ZitatSollte das aber ohne Gegenleistung seitens Opel über die Wupper gehen, dann ist die Demokratie in diesem Land ernsthaft gefährdet.
Wo Leute überall ne Gefahr für unsere Demokratie vermuten... Die Finanzkrise hat doch längst gezeigt, wo die eigentliche Regierung sitzt: Frankfurt, London, New York, Cayman Islands...
Dass im Autoland Deutschland "jeder Auto-VV mehr zu sagen hat als jeder Bundestagsabgeordneter" wird mit oder ohne Opel so bleiben - zumal Opel ja gar keine deutsche, sondern im Grunde ne amerikanische Firma ist.
Zitat... und vor allem etwaige Gewinne direkt wieder an den Staat zurückzuüberweisen, bis das Rettungspaket finanziell wieder ausgeglichen ist.
Abgesehen davon, dass sogar den Banken Bedingungen diktiert wurden, wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen - Opel selbst verbucht gar keine Gewinne, wo da genau was gebucht wird das wird von der Zentrale GM Europe gesteuert - und die sitzen, ja wer hätte es gedacht!, im "Steuerparadies" Schweiz.
Übrigens: grad gestern ein Vortrag von Prof. Peter Kruse gehört. Der hat schon in 2007 nach Befragung von ca. 100 Autokunden rausgefunden, dass - kurzgefasst - die Premiummarken Absatzprobleme bekommen werden, u.a. weil sie nur Autos mit hohem Verbrauch im Programm haben. Damals hat ihm das niemand abgenommen, entsprechend hat er's auch nicht publiziert. Inzwischen haben auch die "gängigen" Marktforschungsinstitute das gleiche rausgefunden und die Premiummarken haben tatsächlich Probleme... Keine Ahnung, wie die Ergebnisse bei ihm für Opel ausfielen, aber in einer Grafik stand Opel zusammen mit VW, Ford und anderen zusammen im "grünen" Bereich, Mercedes, BMW, Audi und Porsche im "roten" Bereich. So gesehen dürfte Opel auch weiterhin auf dem deutschen und europäischen Markt (und natürlich auch weltweit) eine Chance haben - wenn da nicht die dämlichen Amis des Mutterkonzerns wären...