Ok, zunächst mal was das Abschließen der Haustüre angeht: da hatten wir schonmal einen Thread *klick* zu, wo es u.a. diese *klick* und diese *klick* interessanten Antworten gab sowie einen
http://www.google.com/search?q=cache: oEZe44y980QJ:[url]www.wohnungsverwalter.de/hp796/BFW-...mp;[/url]
Newsletter [small](Fuck, diesen Link versaut die Forensoftware... ein Leerzeichen ist drinne, das muss raus, weil sonst der hier erscheint: :o)[/small] bei Wohnungsverwalter.de (wohl nur noch im Google-Cache zu finden). Fazit: wenn es die einzige Fluchtmöglichkeit ist, darf die Türe nicht verschlossen werden. Und zwar völlig unabhängig davon, wer wie regelmäßig, brav und wie lange schon und noch die Miete zahlt 
Nun zu dieser Sache:
Zitat
Original geschrieben von Intruder
Seit einiger Zeit scheint den beiden langweilig zu sein, denn sie durchwühlen den Müll, dass auch ja keine Papier- oder Plastikabfälle im Restmüll landen. Angeblich würden wir auch die Wohnungstür immer zuknallen, was nicht ohne Ironie ist, weil a) wir tagsüber, wenn es angeblich passiert, gar nicht da sind b) insgesamt 10 Parteien im Haus wohnen und c) die Dame meinte, sie "erschrecke sich immer so in ihrer Wohnung, wenn drei Stockwerke weiter oben die Tür" knalle. Ich hätte auch gerne mit 60 noch so ein tolles Gehör.
Seitdem sie aber diese Woche einen Brief an die Hausverwaltung geschrieben haben, es würde von unserem Balkon tropfen ( :confused: ) brauche ich eben ein bisschen Munition, falls die Hausverwaltung solche Spielchen mitmacht.
Ich sach neuerdings: "Wenn Pubertät die Zeit ist, wo die Eltern anfangen schwierig zu werden, ist Alter die Zeit, wo die Eltern anfangen richtig schwierig zu werden."
Ok, die (mittel)alten Schachteln sind jetzt nicht eure Eltern, aber wohl ungefähr in dem Alter - und wenn ich es richtig verstanden habe schon in Rente. Damit kommen schon zwei Sachen zusammen: Alter und einen Alltag ohne Aufgaben und Ziele - ganz brisante Mischung... Und bevor es denen (zu) gut geht und sie womöglich noch anfangen das Leben zu genießen, machen bzw. schaffen sie sich ein paar Sorgen, das bringt Beschäftigung. Womöglich waren sie bisher nur Hausfrauen, das potenziert das nochmal aus meiner Beobachtung.
Anyways: um sich die Zeit zu vertreiben werden also nicht nur exzessiv 10 Rosenbüsche gegossen, sondern auch noch auf Blockwart gemacht. Und weil das nicht den Tag füllt, werden kleine Dramen geschrieben, wie wir sie auch in den Soap-Operas jeden Tag sehen. Beliebtestes Drama - die Privatsender haben es vor langer Zeit schon erkannt: das Gerichtssaal-Spiel.
Wir brauchen als erstes jemand mit zu viel Langeweile und zu wenig Selbstwertgefühl - ein idealer Verfolger / Angreifer also. Der sucht sich als erstes mal ein Opfer, dem man irgendwelche Kleinigkeiten anhängen kann, um Anklage zu erheben. Z.B. lautes Türenschlagen, tropfendes Wasser vom Balkon, Nicht-Beachtung des Putzplans usw. Die Möglichkeiten sind hier unerschöpflich. Auch das Dokumentieren schlägt schonmal 2 Std. pro Tag tot, wo man sich nicht mit sinn-vollen Dingen beschäftigen braucht. Um die Sache perfekt und zeitaufwändig zu machen, braucht es noch einen Deppen, dem man in die Richter-Rolle drängt und der blöde genug ist, sie anzunehmen. In Firmen sind das Führungskräfte (die deutsche Wirtschaft verbrennt jährlich mit diesem Spiel Milliarden Euro!), bei euch die Hausverwaltung / der Vermieter.
Du hast 2 Möglichkeiten:
1. Den Köder schlucken und ins Spiel einsteigen. Gute Opfer wechseln die Rolle zum Gegenangreifer und sammeln ihrerseits Anklagepunkte. Dann wird das Gerichtssaalspiel auch viel bunter und lustiger. V.a. lassen sich endlos viele Runden spielen. Blöde Führungskräfte und Hausverwalter nehmen die Richterrolle jedes Mal von neuem an und wundern sich, warum sie mit diesem Scheiß ihre Zeit vergeuden.
2. Gar nicht erst ins Spiel einsteigen. Kennzeichnend ist, dass hier nur Probleme gewältzt werden, keine Lösungen diskutiert. Die Richterrolle klärt auch keine Lösungen, sondern wägt Probleme ab und spricht ein Urteil, was Auslöser für neue Probleme ist. Ergo: frag die alten Damen mal, was sie denn als Lösung erwarten bzw. vorschlagen. Wenn ein Balkon undicht ist, kann man auch das erstmal mit der Mietpartei zusammen klären (Lösung!) und wenn es an der Bausubstanz liegt *gemeinsam* den Vermieter anschreiben. Wenn es an exzessivem Balkonblumengießen liegt, sind andere Lösungen gemeinsam zu erarbeiten.
Was die Damen wohl wollen ist Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeitvertreib. Nur das haben sie als Kinder schon nicht gelernt zu artikulieren, dafür gelernt, dass man mit dem Gerichtssaalspiel wunderbar die Aufmerksamkeit, Zuwendung usw. von Mama, Papa, Lehrern usw. bekommt, ganz ohne in die Not zu geraten, eigene Bedürfnisse offen zu formulieren. Da eure Zeit für sowas vermutlich begrenzt ist und die zwei sich lieber mal einen gescheiten Bekanntenkreis und Hobbies zulegen sollten, würde ich es auf Einkaufstüten hochtragen, Tür aufhalten und mal ein Schwätzchen begrenzen. Und wenn sie Jammern und Nörgeln sie direkt auf die Lösungsseite ansprechen: was wollen sie denn als Ergebnis in der Zukunft? Ok, da müsst ihr ca. 60 Jahre schlechter Erziehung nachholen, von daher wird das nicht einfach, denn die Frage haben sie noch nie gehört. Über Probleme labert es sich nämlich einfacher als über Lösungen.
Mit der Hausverwaltung würde ich ähnlich vorgehen: ganz ruhig und sachlich Stellung nehmen und kooperativ auf die Lösungsseite gehen und auch hier fragen: wie solle ien Lösung aussehen. Bzw. denen klar machen, dass ihr daran interessiert seid, die Probleme höchstens mit einem Moderator selbst zu lösen und kein Richterspruch erwartet / wollt.
So, und jetzt darf wieder lustiges Zeug gespammt werden
