Beiträge von nios32

    Lasse ich diesen Thread wirken, betrachte ich meine Verfahrensweise inbezug auf meine Eltern nach wie vor für richtig:


    Deren analogen Telefonanschluss via Kupferdraht habe ich bis zum Schluss (im letzen Jahr) gegen jede aufgeschwatzte "Besser- und Billiglösung" verteidigt.

    Wie gesagt, die Umstellung von Festnetz auf Fritzbox + UMTS-Stick haben meine Eltern nichtmal bemerkt. Außer dass danach die monatlichen Abbuchungen von im Schnitt ca. 21 EUR aufgehört haben.

    Mein Angebot wäre ein Panasonic KX-TW211 (mit LiIon-Akku) nebst Tischladestation und Original-Netzteil für 15€ plus 4,30 Hermes Versand.

    Ein Schnurlostelefon mit SIM-Karte in Klavierlack schwarz. Trenne mich nur ungern davon, aber ehrlich gesagt brauche ich es nicht wirklich mehr.

    Wenn ich es richtig sehe, ist das einfach nur ein Handy mit Tischladestation, also die SIM ist nicht in der Station, sondern im Mobilteil mit allen Nachteilen wie Strahlung und evtl. schlechtem Empfang innerhalb der Wohnung.

    Sonst würde ich nicht so darauf herumreiten. Jede Umwandlung erhöht die Latenz, ...

    Besonders eine Umwandlung zu und weg von Analog kostet Latenz. Du wandelst zweimal zu Analog, weil Du zwischendurch DECT benutzt. Frag mal den Brötchen-Dienst – wetten, der macht auch zweimal Analog? Dann hast Du schon viermal Analog-Umwandlung. Dann noch den Anbieter-Übergang. Also mindestens fünfmal Umwandlung. Mahlzeit. Internet-Anschluss. FRITZ!Box. Gigaset HX-Mobilteil. Dann ist Eure Seite durchgehend digital.

    Das ist totaler Unsinn.


    Die Wandlung von Analog zu DECT und umgekehrt verursacht lediglich eine Verzögerung von 0,125 ms (alte DECT-Geräte mit G.726) bzw. 1,6 ms (CATiq mit G.722 für HD Voice). Da DECT-Frames außerdem nur 0,125 ms lang sind, kann man den Einfluss auf die Gesamtverzögerung komplett vergessen.


    Diese entsteht praktisch ausschließlich im IP-Netz. Die ungünstigste Kombination ist, wenn der Anbieter einen billigen Routingpfad mit großer und schwankender Verzögerung (Jitter) benutzt und außerdem mit geringen Datenraten überträgt. Hochkomprimierende Codecs verursachen in der Regel auch höhere Delays.


    Auf Nutzerseite hat man darauf nur insofern Einfluss, als dass man sich für einen anderen Anbieter entscheidet.

    d.h. die Fritzbox hat Internet nur über UMTS? Da wird es problematisch, wenn O2 zum Jahresende UMTS abschaltet.

    Und welche SIM-Karte/Tarif wird zum Raustelefonieren und offenbar auch für IP für die eingehenden Telefonate verwendet?

    Im Stick ist eine Kaufland-Mobil-Karte im Smart S, also mit Allnet-Flat. Seit der UMTS-Abschaltung laufen die Daten und somit auch eingehend SIP für die Festnetznummer über EDGE, was zwar noch geht, aber qualitativ nicht mehr so toll ist. Daher rufen meine Eltern jetzt meistens zurück. Über GSM ist die Qualität gut und die Anrufer ohne Flat freuts.

    Mittelfristig muss da aber ne andere Lösung her.

    Simquadrat war eine Idee. Die Festnetznummer wäre direkt über GSM erreichbar. Deshalb bin ich in diesem Thread gelandet, wurde nun aber doch etwas verunsichert durch die Berichte über schlechte Audioqualität.

    Warum geht hier irgendwer davon aus, über ein simples GSM-Telefon/Gateway mit Sipgate ein anderes Notruf-Routing zu erhalten? Der GSM-Notruf wird immer über das stärkste erreichbare Mobilfunknetz zur nächsten erreichbaren Leitstelle geroutet.

    Dazu wäre es natürlich nicht verkehrt gewesen, meine früheren Postings zu lesen.

    Dem TE geht es um eine stationäre Lösung. Dafür hatte ich meine seit Jahren genutzte Kombi aus Fritzbox und UMTS-Stick vorgestellt. Und damit kann man sehr wohl einen Notruf über GSM oder über Sipgate absetzen und kommt dann ggf. bei unterschiedlichen Leitstellen raus.

    Letztlich dreht es sich ja darum, einen leitungsvermittelnden Dienst nachzubauen, den es so gar nicht mehr gibt, um dann historische Endgeräte daran zu betreiben. Also quasi das, was Oldtimer-Liebhaber im Straßenverkehr machen. Mir wäre die Fehleranfälligkeit der Kette schon wegen des Notrufs viel zu riskant.

    Bei einem stationären Anschluss ist ein Notruf über Sipgate aber allemal noch besser als über GSM oder LTE, weil man dann wenigstens sicher bei der richtigen Leitstelle rauskommt.

    Wer schonmal dem Operator in der Leitstelle des Nachbarlandkreises erklären musste, wo er sich gerade befindet, weiß vielleicht, wovon ich rede.

    Es wäre schon nett gewesen, wenn du wenigstens ein paar der vorherigen Beiträge gelesen hättest.

    Dann hättest du bemerkt, dass deine Ideen nun wirklich nichts neues sind.