Beiträge von VFBler

    Es kann nicht nur alles „wirtschaftsfreundlich“ geregelt werden. Leider verkommt der Arbeitnehmer immer mehr zur „Ware“. Hier muß entschieden entgegengesteurt werden. Die Globalisierung mag durchaus seine Vorteile haben, es muß dann global auch ein Sozialsystem installiert werden. Und ein z.B. polnischer Arbeitnehmer, genauso wie ein an Wohlstand „gewohnter“ deutscher Arbeitnehmer, behandelt werden.


    Allerdings muß ich betonen daß ich nicht „global“ denken kann. Hierzu sind andere Institutionen gedacht und vom Volk eingesetzt worden. Meine globale Welt ist meine Familie, meine Verwandschaft und engsten Freunde.

    Mein persönliches Haßwort:


    Konvergenz


    Wenn ich in irgendeiner TK oder IT Zeitschrift dieses Wort lese, und selbiges auch noch aus dem Munde eines sogenannten IT-Managers kommt, dann muß man mich ganz schnell wieder beruhigen, sonst passierts !
    :)

    Ich bin strikt gegen das Abschaffen des Kündigungsschutzes. Ich denke hier muß man ganz klar egoistisch denken, nämlich an sich selbst sowie an das Wohl der Firma.


    Wenn ich immer gekündigt werde weil wir gerade Auftragsflaute haben, dann wäre ich in jedem Sommer Arbeitslos. Das kann und will ich nicht, hier fehlt für meine Familie ein Stück Planungssicherheit.


    Auf der anderen Seite arbeite ich im Sommer nicht strikt nach 8-Stunden Tag, sondern auch mal gerne 11 Stunden um vielleicht noch hier und dort einen Auftrag zu „ergattern“ bzw. eine Firma zu finden (akquirieren) die auf der Suche nach einem Produkt ist welches wir liefern. In der auftragsstarken Zeit kann ich nämlich gerne auch mal einen Auftrag ablehnen.


    Ich arbeite nämlich im Vertrieb. Jeder der im Vertrieb arbeitet wird mir zustimmen können.


    Mit Sicherheit mag es vielleicht Branchen und Arbeitsplätze geben wo des wegfallen des Kündigungsschutzes vielleicht notwendig ist, bei meinem Arbeitsplatze allerdings sicher nicht. Hier muß es einen Konsens geben.


    So sehr die globale Wirtschaft für uns wichtig ist, kann ich als kleine Familie jedoch nicht „global denken“. Das müßen andere tun, zum Wohle der Bevölkerung.


    Ich sehen noch ein Nebeneffekt: Wenn ich einstellen und feuern kann nach belieben, dann muß ich jedesmal wieder eine neue Person einlernen. Das kostet Zeit und Geld, u.U. sogar mehr als ein Mitarbeiter durch schlechte Wochen „zu füttern“.

    Der Grund, warum der Mittelstand nicht einstellt, ist einfach zu erklären und ich weis es aus eigener Erfahrung:


    Wie ein Vorposter schon geschrieben hatte kann der Mittelstand derzeit nicht definitiv versichern daß er dauerhaft Arbeit für einen zusätzliche Mitarbeiter hätte. Da gibt es mal kurze und mal längere Zeiten in denen Flaute herrscht, aber dieser Mitarbeiter hätte gerne sein Gehalt. Aufgrund der Flaute ist es aber nicht möglich ihm sein Gehalt zu bezahlen, ohne ein gewisses wirtschaftliches Risiko seitens des Arbeitgebers einzugehen. Also werden in den guten Zeiten die bestehenden Mitarbeiter Überstunden arbeiten um die schlechten Zeiten zu überbrücken.


    Wie sagt man: lieber 10 Opfern um 1000 zu retten als 1010 komplett zu verlieren.


    Man mag mir jetzt vielleicht vorwerfen daß ich keine Ahnung von der Arbeitslosigkeit hätte und ich hätte gut reden, allerdings sage ich hierzu: Ich war schon 2x Arbeitslos. Und bei beiden Kündigungen muß ich eingestehen (leider) diese war seitens des Arbeitnehmers sogar noch gerechtfertigt. Man muß nur mal über den eigenen Tellerrand hinaussehen. Arbeitslosigkeit ist kein Zuckerschlecken, das sagt auch niemand. Ich wünsche niemandem, gleich wie es geschehen ist, die Arbeitslosigkeit. Würde aber umgekehrt jedem meiner engsten Freunde und Familie in solch eine Zeit helfen wo und wie ich nur kann !

    Zitat

    Original geschrieben von Charlie_D
    Wie kann ein Unternehmen 10.000 Mitarbeit auf einmal freisetzen, und trotzdem weiterexistieren?
    Könnte es nicht vielleicht sein, dass diese 10.000 Arbeitsplätze eigentlich noch nie wirklich gebraucht wurden?
    Gut, das wäre dann Mißwirtschaft der Unternehmen. Sowas ist leider nicht unüblich und auch nicht schön. Man kann die Vergangenheit allerdings nicht ändern.
    Charlie


    Ich ergänze:


    Diese Mitarbeiter werden nicht mehr gebraucht weil die Automation in diesen Wirtschaftsbereichen (leider) sehr weit fortgeschritten ist und ein Roboter daß besser und schneller erledigt als ein Mensch. Das ist das Los des Fortschritts.
    Dem Rest stimme ich zu 100% zu !!

    Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Ironie an:



    Da entlässt über Nacht ein Manager Telekom, Deutsche Bank, VW ect. 10.000 Leute und statt gegen das Problem vorzugehen, wird auf die eingeknüppelt die auf der Strasse dann sind und vor dem Nichts stehen.


    Ich hoffe daß das wirklich Ironie war.


    Denn diese Firmen haben Stellenabbau betrieben. Stellenabbau heißt daß freie oder freigewordene Stellen nicht mehr frisch besetzt werden. Diese Stellen sind frei geworden aufgrund Ruhestand, Rente, Altersteilzeit oder der Annahme von Abfindungen. Kein Mensch würde auf die Straße gesetzt.


    Hätten diese Firmen wirklich Leute entlassen dann wären dies betriebsbedingte Kündigungen gewesen, welche es aber nicht waren !!!!


    Diese Bild sollte vielleicht auch mal „richtig“ und besser in den Medien dargestellt werden. Denn es ist ein himmelgroßer Unterschied zwischen Stellenabbau und betriebsbedingter Kündidung. Wenn das nämlich wirklich Kündigungen wären, dann müßte unsere Arbeitslosenquote seit 2 Jahren massig steigen und wir hätten bereits an die 7 Millionen.

    Ich greife es nochmal auf und ergänze das ganze um IGGYs Beitrag:


    Der imaginäre Wert der Arbeit wird unterschätzt. Viele Leute arbeiten um gesellschaftlich angesehen zu sein, obwohl sie im Falle einer Arbeitslosigkeit mit ALG und Zuschüssen fast genauso viel erhalten Geld würden.


    Ergänzt um folgende Aussage:


    Zitat

    Original geschrieben von yox
    ....oder vielleicht einfach unterbezahlt sind ?


    Das ist leider die logische Konsequenz. Arbeitgeber wissen daß der Groß der arbeitenden Bevölkerung, ebenso den Arbeitslosen, gerne arbeiten möchte, um nicht an den Rand der Gesellschaft „geschoben“ zu werden. Daraus resultiert eben der Fall daß Löhne und Gehälter bei Arbeiter und Angestellt fallen.


    Warum dazu IGGY´s Beitrag passt ?


    Weil dieser Betrag genau das aufzeigt: Freundin haut ab, Angst vor Post, niemand will etwas mit einem zu tun haben, die Bank behandelt dich wie „der letzte Dreck“ .........

    Ich schaue mal kurz in meine Kristallkugel:


    Ich denke, und da können mir andere sicher auch zustimmen, der Grund warum Du keine Kulanz bekommen hast liegt daran daß ein eine „konzernfremde“ Person dein Notebook geöffnet und eine Diagnose gestellt hat. Aus eigener Erfahrung weis ich daß Konzerne darauf sehr empfindlich reagieren. Da kann die Person sich noch so gut mit PCs auskennen.


    Daher denke ich, wenn sich die Sache ein IBM Servicepartner (gibt es das ?) angesehen hätte, eventuell eine Kulanz rausgesprungen wäre. Den wie heist es in Garantiebedingungen immer so treffend: „Die freiwillige Herstellergarantie erlischt sofern nicht authorisierte Dritte einen Eingriff tätigen“ (sinngemäß). Hierzu kann auch durchaus eine Kulanz zählen.


    Lerne daraus: Laß immer nur den Hersteller bei solchen Dingen sich die Sache ansehen und entscheiden.