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Original geschrieben von rasputin
Bei dem Projekt ist es letztendlich egal, welcher der Träger bezahlt - es ist immer der Steuerzahler der dahinter steht, egal ob Land, Bund, EU oder Bahn. Ich finde es schon sehr hahnebüchen, wenn z.B. Herr Grube in dem Zusammenhang sinngemäß von "Geschenken" spricht.
Und die "Magistrale für Europa": Mal ehrlich, wundert es dich, dass sie kaum jemanden interessiert? 
Das die Magistrale für Europa kaum jemand interessiert liegt einfach daran dass diese "ausserhalb des eigenen Tellerandes" exisiert! 
Es sind immer "wir" Steuerzahler" rasputin. Wenn wir nichts zahlen würden hätten wir noch Ochsen und Kutschen im Stall
Aber mal unter uns: Wenn es immer wir sind die dahinterstehen, warum führt man dann Bund, EU, Land und Bahn net zusammen zu einem? Weil dann wäre es ja viel einfacher.
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Original geschrieben von archie83
Wo bitte hat Stuttgart nur einen einzigen Bahnhof? Da haben ja manche Kuhdörfer mehr.
Bad Cannstatt wurde schon mal erwähnt, laut Wikipedia der älteste und einwohnerstärkste Stadtbezirk Stuttgarts, und hat sogar bereits einen Durchgangsbahnhof.
Die Magistrale könnte dadurch bereits bedient werden. Aber es geht ja primär nicht um die Magistrale, sondern um das Gelände am Stuttgarter Hauptbahnhof, das frei werden soll.
Das freie Gelände ist ja Sinn der Sache: Durch das "unter die Tage legen" des jetzigen Bahnhofs wird Fläche zum Besiedeln und Gewerbe frei. Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
Und ich empfehle mal die Magistrale zu lesen. Ist ganz intressant.
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Original geschrieben von Erik Meijer
Ich erlebe Dich als angenehm sachlich. Aber auf Seiten der Befürworter hier bei TT erlebe ich auch so manchen, der sehr verbissen argumentiert.

Danke für die Blumen! Zurückgeb! 
Ich muss aber gestehen dass mir manchmal, aufgrund besagter Keule (egel ob Pro oder Contra), ich manchmal echt Lust habe das zu schreiben was ich fühle! Aber dann kommt hier net nur ein Schloss alla Neuschwanstein ran sondern ich flieg ganz raus
Daher versuche ich sachlich zu bleiben.
Ich bin wahrlich ein Befürworter, die Kosten machen mir aber auch Kopfzerbrechen. Zumindes die Kosten des Landes. Daher gibt es ja seitens Mappus eine "Schwelle" wo für das Land Schluss ist.
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Original geschrieben von archie83
Siehst du: Scheidung! Von einer funktionierenden Beziehung kann bei einem solchen Klima eben nicht mehr die Rede sein. Und da wunderst du dich, dass das Verhältnis der Stuttgarter Bevölkerung zur Regierung schlecht ist?
Ok. Ich hab mit dem Vergleich aus dem Privatleben nicht angefangen! Das man aber mittlerweile in diese Richtung gehen muss zeigt nur wie Verbissen seitens der Gegner eine "Keule" nach der anderen rausgeholt wird.
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Original geschrieben von archie83
Die Magistrale muss nicht mitten durch die Stuttgarter City gehen. In Paris wird auch "nur" der Ostbahnhof angefahren.
Stuttgart gehört zu der Magistrale! Paris hat halt net nur einen Bahnhof wie wir Stuttgarter. Oder?
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Original geschrieben von archie83
Daran wäre nichts schlimm, wenn er auch die Argumente der Gegner berücksichtigen würde.
Diskutierst du auch so mit deiner Frau/Freundin? "Ich habe Recht. Ich erkläre dir jetzt mal ganz genau, warum ich Recht habe. Was du darüber denkst, geht mir am Arsch vorbei."
Wenn ich Recht habe erkläre ich jemand warum ich Recht habe. Mein Scheidungsrichter hat mir auch ganz genau erklärt warum meine Ex-Frau Recht hat. Und sein Schlusswort war: "Dagen können rechtsmittel eingelegt werden." Das OLG Stuttgart hat meine Klage dann abgewiesen.
Und ihr Gegner könnt mir das jetzt glaube oder nicht. Es war so bei meiner Scheidung und bei S21 wird es nicht anders sein.
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warum redet zum Beispiel keiner darüber dass S21 teil der "Magistrale für Europa" ist? Und somit nicht nur ein "Länddle- bzw. Bund-Projekt"?
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Die Magistrale für Europa ist ein transeuropäisches Projekt für die Schaffung einer Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Budapest/Bratislava. Laut Webseite "Magistrale für Europa" wurde die Initiative 1990 von Städten, Regionen, Industrie- und Handelskammern entlang der Schienenachse Paris-Budapest gegründet - mit dem Ziel einer raschen Modernisierung dieser Verbindung. Die Europäische Kommission nahm die Magistrale 1995 als Projekt 17 in die Planung für das TEN auf und ernannte den Ungarn Péter Balázs am 20. Juli 2005 als EU-Koordinator. Der Ausbau zur Hochleistungsverbindung gilt auch als wesentliche Voraussetzung für die rasche ökonomische, politische und kulturelle Integration von Ost- und Westeuropa. Das Projekt soll bis 2019/2020 etwa 34 Millionen EU-Bürger in fünf EU-Staaten entlang einer ca. 1500 km langen Strecke miteinander verbinden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Magistrale_f%C3%BCr_Europa
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Was um Himmelswillen ist so schlimm daran S21 bis ins Detail zu erklären um einen Sinn darzustellen?
Mir scheint echt Geissler hat ne hoffnungslose Reise vor sich!!!
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Original geschrieben von Printus und jetzt passiert in Stuttgart wieder dasselbe: es werden Unsummen ausgegeben obwohl das Geld überhaupt nicht da ist und die strittigen Summen auch nicht parlamentarisch legitimiert sind.
Wo bitte sind die Sumen für S21 nicht parlamentarisch genehmigt? Soweit ist weis ist das Projekt rechtsstaatlich bestätigt also legitim!
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Original geschrieben von Printus
Nicht mal jetzt, wo die Stimmung so hoch kocht, schaffen es Bahn und Politik sich der Kritik zu stellen, den Dialog zu suchen.
Also Mappus hat, für mich gefühlte tausendmal, schon den Dialog angeboten. Aber irgendwie wollen die Gegner nicht. Sogar Zugeständnisse wurden seitens Mappus auch schon in Aussicht gestellt.
Ich glaub aber ich rede gegen eine Wand......
:mad:
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Original geschrieben von ingo74
wenn es das wäre, dann frag ich mich, warum die grünen so profitieren - gerade die sind häufig an der realität gescheitert, aber geschadet hat es nicht..
also geht es um was anderes oder es kommt noch was anderes dazu, ich denke da an selbstdarstellung der partei, kommunikation, gute pr, etc - und vor allem die anderen parteien, bzw deren schlechtes auftreteten, selbstdarstellung, kommunikation, pr, etc...
die grünen benutzen s21 und den protest und profitieren davon...
Genau wie die FDP letztes Jahr von der schlechten Stimmung profitierte. Und genau das ist das Problem: Es gibt derzeit zuviel "Stimmungsdenokratie!" Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Wir brauchen wieder verlässliche Politik die Politik für die Zukunft unseres Landes macht.
Aber wir schweifen wieder ab. Sollten wir nicht endlich mal zu diesem Thema nen eigenen Thread auf machen? 
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Seit der letzten Wahl aber deutlich Erik. Man siehe nur die FDP: Wieviel Prozent hatten Sie bei der Wahl? 17%??? Und jetzt knabbern sie an der 5% Hürde rum weil sie Dinge versprochen haben die eigentlich so nicht machbar waren. Aber die Wähler vielen drauf rein obwohl es Stimmen gab die dagegen gewarnt haben. Aber so ist es nunmal wenn man nur Weis sehen will statt auch Schwarz mir den vielen Grautönen dazwischen.
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Aus dem Artikel der FAZ trifft es eigentlich folgendes den Nagel auf den Kopf:
Wenn danach, unbeschadet des Rechts auf friedliches Demonstrieren, nach neuen Regeln gerufen wird – im Fall von „Stuttgart 21“ geht es um eine Volksabstimmung –, steht die Legitimität des Rechtsstaates zur Disposition. Denn wer rechtsstaatlich getroffene Entscheidungen nur dann anerkennen will, wenn er am Schluss auf der Gewinnerseite steht, öffnet der Willkür Tür und Tor. Der Rechtsstaat gründet auf Regeltreue und schafft damit Verlässlichkeit für alle. Davon lebt die repräsentative Demokratie, und davon hängt auch die Zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens ab. Wenn jede Entscheidung, die über Länder- oder gar Staatsgrenzen hinauswirkt, von lokalen oder regionalen Volksabstimmungen ausgehebelt werden könnte, wären Planungen, die über den Schatten des eigenen Kirchturms hinausreichen, bald nicht mehr möglich.
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Original geschrieben von Carsten
Aber warum dann diese breite parteienübergreifende Front gegen S21, das doch eigentlich die wenigsten persönlich betrifft?
Weil es derzeit einfach IN ist auf die Politik einzudreschen. Siehe die Griechenpleite. Es geht bei den Geldern die bei S21 ausgegeben werden nicht um das Projekt selbst, sondern die Tatsache dass man schlicht und ergreifend seit der letzten Wahl der Politik nicht mehr traut.
Daher muss dringend die Kommunikation verbessert werden.