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Original geschrieben von Printus
Die Geschichte geht dann aber anders weiter als von dir beschrieben:
Es stellt sich heraus, dass deine Baugenehmigung aufgrund von Planungen und Zahlen erteilt wurde, die überhaupt nicht realistisch sind bzw. du hast gar keine konkreten Zahlen vorgelegt, nur diffus von einem Hausbau schwadroniert um eine Baugenehmigung zu erschleichen.
Was glaubst du passiert nun?
Räumen dir Baubehörde, Politik und Polizei den Weg frei oder wird dein Vorhaben per einstweiliger Verfügung gestoppt damit du erstmal konkrete Pläne und Zhalen auf den Tisch legst?
Und gibt dir die Bank einen Kredit in unbekannter Höhe, mit nicht absehbaren Kosten (könnte sein, dass es doppelt so teuer wird wie vorgesehen), oder wollen die vorher einen genauen Kostenplan haben und Sicherheiten haben, ob und wie du in der Lage bist das ganze Projekt zu refinanzieren?
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Dein Vergleich hinkt! Eine Baugenehmigung ist eine Baugenehmigung! Die Bahn hat eine von allen Gremien und rechtlich bestätigte Baugenehmigung!
Ich glaub manche sind sich der Tragweite eines Baustopps nicht bewusst!
Ausserdem kann man privaten Hausbau nicht mit staatlichen Projekten vergleichen die der Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit einer ganzen Region dienen. Hier werden anderen Maßstäbe als beim Häuslesbauer festgelegt.
Und zum Thema die Grünen: Schreien und brüllen nach alternativen Energien. Dann blockieren sie aber den Bau von Überlandleitungen um Strom von Windparks der Nordsee nach Süddeutschland zu bekommen. Die Grünen waren mir mal sympatisch, entwickeln sich aber grad so wie die FDP früher mal war: Fähnchen in den Wind drehen! Was hat uns die FDP vor der Wahl alles versprochen und was hat sie umgesetzt? Nix, aber nen Haufen Leute haben sie gewählt und jetzt würden sie fast an der 5% Hürde scheitern weil nix umgesetzt werden kann. (Aber ich schweife ab, sorry
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Den Stammtisch schmeißen wir jetzt endlich einfach mal raus (ohne jetzt Namen nennen zu wollen).
Es wird ja schon seit Jahren friedlich gegen Stuttgart 21 demonstiert. Das ist ja als Bürger unser gutes Recht. In all den Jahren hat man seitens den Demonstranten nichts verbotenes gemacht in Bezug auf eine Demo. Man hat Kundegebungen etc. abgehalten so wie es sich gehört. Am Donnerstag haben die Demonstranten dann erstmalig verbotene Besetzungen durchgeführt, da ist die Situation dann eskaliert. Aber wie man sehen kann sind wir Baden Württemberger doch sehr vernünftig und haben gleich darauf Freitag abends wieder eine Demonstration nach geltendem Recht abgehalten.
Ich bin der felsenfesten Überzeugung dass die Eskalation am Donnerstag die erste, einzige und letzte gewesen ist in Bezug auf "Gegen-Stuttgart21-Demos".
es werden zig weitere "normale" Demos und Kundgebungen kommen und zwar so lange bis das Projekt zu Ende erstellt ist (dann intressiert es dannach keinen Bürger mehr), oder aber das Projekt gestoppt wurde.
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Original geschrieben von raix
Was für Gründe soll die Bahn denn haben die Tunnel mit Signalanlagen auszustatten, für die es in Deutschland keine Züge gibt?
Das sollten wir die bahn fragen, da gibt es sicher Gründe warum wieso weshalb. Aber ins blaue reinzuvermuten halte ich für "einseitig".
Und genau darum soll es bei den Gesprächsangeboten seitens Bahn und land gehen: Man will mit den Gegner reden und Ihnen das Projekt näher bringen und auch mal erklären warum manche Dinge so sind wie sie sind. Es gibt immer Gründe.
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Original geschrieben von raix
Wenn der Bericht stimmt, werden noch einige Kostensteigerungen kommen:
http://www.stern.de/wirtschaft…ts-als-chaos-1608267.html
Warum teilweise bestimmte Ausschreibungen noch nicht erfolgt sind wurde ja bereits erläutert. Was mich an solchen Berichten immer stört ist die Tatsache dass bestimmte Dinge dargelegt und beleuchtet werden. Aber das "WARUM" wird niemals beantwortet. Da ist die Rede von fehlenden Signalanlagen in der Ausschreibung. Der Bürger denkt dann "Gott sind die blöd!" Aber das es seitens der Bahn Gründe gibt warum dies in der Ausschreibung fehlt, das wird nicht dargestellt. Sowas nennt man einseitige Berichtserstattung.
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Original geschrieben von archie83
Und was hat man dann? Ein halb untertunneltes Stuttgart mit abgerissenem Hauptbahnhof? Für die neuen Bäume ist dann sicher auch kein Geld übrig.
Bei einem Projekt dieser Baulänge ist es üblich dass Kostenseigerungen eingeplant werden. Woher will man wissen was eine Arbeitskraft z.B. in 10 Jahren kostet? mit Sicherheit nicht die gleichen Kosten wie heute.
Ich hab bis vor ca. 4 Jahren im Vertrieb bei einer Planungsfirma gerbeitet welche an einem großen Bürokomplex (ca 200 Büroräume je 2 Arbeitsplätze, 4 Etage nur so als ein paar Eckdaten) beteiligt war. Die Bauzeit war auf 3 Jahre ausgelegt. Es wurden auch nicht sämliche Arbeiten auf einmal ausgeschrieben, sondern immer die Arbeiten die im laufenden Jahr zu erledigen sind. Im Planfeststellungsverfahren wurden auch hier Kostensteigerungen von 0,8 Prozent pro Jahr veranschlagt dass das Projekt genehmigt wurde. Der Rahmen wurde knapp eingehalten, es waren am Schluß 1,1 Prozent welches das Projekt mehr gekostet hatte. Begründet durch die Preisanstiege bei Mensch und Material.
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Original geschrieben von pithein
Aber die Möglichkeit unvorhergesehener Kosten wird doch unter den Teppich gekehrt. Es wird anscheinend nur von optimistischen Planungsdaten ausgegangen.
Es gibt doch bestimmt bei der Bahn Zahlen bei nicht optimalem Verlauf. Sind da die Abweichungen gegenüber den geschönten Kosten so eklatant, dass sie streng geheim sind?
Soweit ich noch richtig weis sind in den Planfeststellungen Kostensteigerungen sogar vorgesehen. Ich glaube das sind 1,2% pro Jahr. Das Land hat sogar einen Kostenrahmen (hat Mappus in einer PK auch darsgestellt) wo es aussteigen kann wenn die Kosten diesen Rahmen übersteigen.
Ich mein das ist in den beiden Wikis zu Stuttgart21 dargestellt.
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Original geschrieben von Printus
Geradlinig wäre, wenn man schon die Motive für das Bauprojekt offen darlegen würde - nämlich Profitstreben bzgl. der lukrativen Grundstücke, die S21 generieren würde. Man könnte das ja als Vorteil für die Stadt, den Standort Stuttgart, verkaufen - wenn es denn so wäre. Wenn nicht sollte man aber auch die Größe haben, das ehrlich zu sagen. DAS wäre achtenwert, nicht das durchschaubare Herumlabern wo jedem klar ist, dass die angeblichen Vorteile faktisch gar nicht vorhanden sind.
Dann hast Du wohl nicht alle Infos zu dem Projekt. In diversen Pressemitteilungen seitens Bahn, Land und Stadt wird auf lukrative neue Flächen für Gewerbe und Büro hingewiesen die sich durch Stuttgart21 ergeben. Somit wäre dies durchaus offen dargelegt. Es werden ja gebetsmühlenartig eben diese wirtschaftlichen Möglichkeiten in Verbindung mit Stuttgart21 erwähnt.
Das sind seitens Bahn etc. die Vorteile von Stuttgart21:
* die Anbindung des Flughafens
* die Beibehaltung des alten Standorts des Hauptbahnhofes
* die städtebauliche Entwicklung und Verwertbarkeit der frei werdenden Bahnflächen zu Baulandpreisen
* die Realisierung einer Hochgeschwindigkeitsstrecke auf Basis der H-Trasse
* die Beseitigung der Gäubahntrasse bis Vaihingen.
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Ich denke mal die Bahn wird schon wissen mit welchen Systemen sie arbeiten will und wie sie das in Zukunft vor hat. Der Bahn hier die Kompetenz und falsche Planung vorzuwerfen halte ich schon für sehr überheblich. Immerhin gibt es Eisenbahnen ja nicht erst sei gestern, sondern seit über hundert Jahren. Somit darf man davon ausgehen dass das schon seine Richtigkeit mit der späteren Planung der künftig eingesetzten Signaltechnik aufgrund der langjährigen Erfahrung. Hier der Bahn inkompetenz in Form eines Planungsfehlers vorzuwerfen halt ich überheblich. Vorallem weil wir keine Eisenbahntechniker sind. 
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@archi83
Verwirrt sieht mir der Mann nicht aus. Eher so als denkt er "Mich könnte ihr mit dem Spray nicht stopppen" Er langt sich ja auch immer wieder ins Gesicht und schaut in die Richtung der Polizisten. Das sieht für mich "trotzig" aus.
Hellwach:
Das ist richtig. In meinem oben dargestellten Link ist die Rede davon dass die Veransstallter die Demo eigentlich wo anderst ab halten wollten. Als die Situatuion zu eskalieren drohte stürmten die Schüler etc. in den Schloßpark.