Zitat
Original geschrieben von MTT
Ich sehe die Sache ein wenig anders...
Es ist für ein Land wie Deutschland ein Armuts- (sic!) Zeugnis, wenn ein Hartz-IV-Empfänger mit ~350 Euro am untersten Existenzminimum leben muss. Ich kann das beurteilen, da ich als Student in den letzten Semestern ziemlich genauso viel zur Verfügung hatte.
Jeder sei eingeladen, einmal auf Hartz-IV-Geldniveau leben zu müssen. Der Real-Test öffnet die Augen...
Hartz IV bedeutet massives Einschränken, massive soziale Vereinsamung, massiven Verlust an Lebensqualität.
MTT 
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Ich hab mal ein paar Fragen:
Die 350 Euro (ca.) sind ja rein zum Ausgeben und Leben. Miete, Strom, Wasser ist ja bereits bezahlt (soweit meine Info).
- Warum reichen die 350 Euro nicht?
- Was fehlt bei den 350 Euro?
- Was wäre ein angemessenes Existenzminnimum?
- Warum kann man nicht am sozialen Leben teilnehmen mit dem Geld?
PS: Ich habe ein mittleres Einkommen, und bin Unterhaltszahler. Nach Abzug aller Fixkosten im Monat, bleiben mir auch in ungefähr 350 Euro zum Ausgeben. Mir reicht das alle mal und ich kann sogar noch was kleines ansparen. Wohnen tue ich in einem zwei-Parteien-Haus auf dem Land. Gehe in ein Fitnessstudio im mich in Form zu halten und Ernähre mich so gut wie gar nicht von Mc.Donalds und Co.
Ich muss aber auch dazu sagen dass ich kein Flachbild-TV in jedem Zimmer habe, kein Mega-Hochgerüstetter-Gaming-PC, keine Spielkonsole, kein Super-Mega-500Euro-Handy jedes halbe Jahr kaufe, kein Raucher bin, nur eine Flasche Ramazotti im Kühlschrank habe, kein Auto mit Stern oder blauweisem Emblem als Statussymbol habe.
Warum reicht das Geld nicht für andere wenn es für mich doch auch reicht und ich auch ein soziales tolles und würdiges Leben führe?
Sorry für das direkte aber ich kann nur den Kopf schütteln wenn man mit dem Geld net Leben kann.
PPS: Ich hab sogar Zeit zum Lesen. Gerade lese ich "Deutschland schafft sich ab".