Jetzt mal Tips von einem der sich das Spielen selbst beibrachte:
Vorweg: Ich genoß 10 Jahre lang die Musikschule um Klavier zu lernen, wobei das IMHO nicht Voraussetzung sein muß. Es hilft lediglich beim Notenlesen.
Ich fing an auf einer Wandergitarre zu spielen. Das sind die kleinen Schwestern der Konzertgitarre. Diese eignen ausschließlich zum Rhythmus spielen und Begleiten. Kaufe dir eine mit Nilonseiten und wechsle später dann auf Stahlseiten. Während dem üben bildet sich Hornhaut auf den Fingerkuppeln, das kann bei Stahlseiten anfänglich schmerzhaft sein.
Angefangen habe ich damit dass ich mir Bücher mit den Griffen der verschiedenen Harmonien zulegte. Dann suchte ich mir das einfachste Lied heraus (Lady in Black von Uriah Heep) und fing an das zur CD zu begleiten. Da sind zwei Griffe und reicht mal aus um ein Gefühl für die Gitarre zu bekommen.
Sobald ich die Grundgriffe beherrschte, ging ich an die Barregriffe (siehe diverse Gitarrenbücher). Als dass dann klappte kaufte ich mir von meinen Lieblingsbands (Iron Maiden, Guns N Roses) diverse Gitarrenbücher und spielte deren Songs rhythmisch nach.
Dann wechselte ich auf eine E-Gittare. Vorteil: Der Hals ist genauso breit wie auf einer Wandergittare. Nachteil: Eine E-Gitarre zeigt schonungslos wo du noch Defizite hast. Jeder kleine Fehlgriff brüllt der Verstärker gnadenlos raus. Als Anfänger kann es ruhig eine günstige E-Gitarre sein, allerdings wirst Du bald daran die Lust verlieren, weil diese einfach nicht immer 100%tig stimmt. Kurzum: Du lernst auf eine E-Gitarre das Finetuning.
Dann habe ich meine Wandergitarre verschenkt und kaufte mir ne Westerngitarre. Auf der lernst Du dann das richtige geile Spielen. Es eignen sich Songs von John Denver sehr gut zum lernen (IMHO). Die Westerngittare hat einen etwas breiteren Hals, was den Spreizübungen der Finger gut tut.
Als Plektren empfehle ich von Anfang an ein Medium. Ein Hard kommt nur dann in Frage wenn Du Solos ala Hendrix spielen willst.
Das waren meine Tips. Ich brauchte starke 5 Jahre hierzu.